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Thema: Nicht genügend um die Ehe gekümmert...

  1. #1
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    Standard Nicht genügend um die Ehe gekümmert...

    Hallo ihr Lieben,

    ich hoffe durch das Schreiben hier bekomme ich meinen Kopf etwas klarer und etwas Input was mit mir los ist.

    Vorab zu mir, ich bin 28 (w) und seit 2010 mit meinem Mann zusammen, seit 2013 verheiratet. Verlobt haben wir uns nach 4 Monaten, zusammen gezogen sind wir nach nem halben Jahr. Mein Mann ist 34 und der ruhende Pol in unserer Ehe. Für mich hat sich während der Beziehungszeit viel geändert, ich bin von meinem Kinderzimmer aus mit ihm zusammen gezogen (er wohnte schon längere Zeit allein), war gerade mit meiner Ausbildung fertig, habe meinen Job mehrmals gewechselt und hatte diverse Phasen. Von Party, Party, Party zur Überhausfrau. Das waren die ersten zwei Jahre. Da hatten wir das erste mal ne ziemliche Sexflaute, ich hatte keinen Bock und hab ihn abblitzen lassen. Kurz nachdem wir verheiratet waren kam ich durch Zufall drauf, dass er mit ner anderen schreibt, ein Hotelzimmer buchen wollte usw. Da hat es ziemlich geknallt und seitdem sehe ich meinen Mann nicht mehr so idealisiert wie früher. Für ihn stand aber niemals die Beziehung zu mir zur Debatte, er hatte das nur aus Frust gemacht und hätte sich niemals mit ihr getroffen (seine Aussage).
    Unser Sexleben wurde besser, ich vertraute ihm, konzentrierte mich aber sehr auf meine Freizeit. Freunde, Pferde, weggehen und die Ehe lief gut, aber nebenher. Wir sind bei uns im Kreis tatsächlich das Vorzeigepaar. In den wesentlichen Punkten verstehen wir uns blind, gehen wertschätzend miteinander um, haben dieselben Ziele, jeder hat sein Leben und alles läuft gut und sehr liebevoll. Eifersuchtsszenen gibt es nicht, wir geben uns sehr viele Freiheiten.
    In den letzten beiden Jahren hängte ich mich sehr in Job und Pferd rein und die Ehe wurde unmerklich für mich immer mehr Nebensache. Sex nahm wieder ab, ich fand hingegen andere Männer attraktiv (fand ich früher nie) und ich wurde zunehmend unzufriedener. Obwohl ich alles machte was ich wollte, war ich nicht zufrieden. Total bescheuert eigentlich. Auf jeden Fall begann ich Selbsthilfebücher zu lesen und kam allmählich drauf, dass es so nicht weiter gehen kann, ich aber um unsere Ehe kämpfen möchte.

    Wir führten daraufhin ein langes, sehr ehrliches Gespräch das von mir aus ging und mein Mann war total glücklich darüber, wir machten Zukunftspläne usw. Darunter war auch ein Thema, dass ich mit einem Teil seines Sexlebens nicht viel anfangen kann und mich dadurch zurück gesetzt fühl. Das war mir lange nicht bewusst gewesen und war (meiner Meinung nach) der Auslöser für meine Unlust mit ihm zu schlafen. Joa und einen Tag später platzte die Bombe. Ich fand einen Account über google über den er mit anderen Frauen schrieb. Allerdings mehr so "schickes Pic" und auch im Bezug auf den Teil seines Sexlebens, der mich nicht so anspricht. Also nichts von wegen Hotelzimmer buchen oder sowas. Und prinzipiell wäre das für mich auch gar nicht so eine große Sache gewesen.
    Für mich war das in dem Moment aber der totale Weltuntergang, weil ich am Tag vorher eben erst mit ihm so offen und ehrlich gesprochen hatte. Wobei das jetzt nix total aktuelles war, sondern alles paar Monate/Jahre her. Aber ich zog übergangsweise zu meinen Freunden, weil bei mir echt der Ofen aus war.

    Während der Zeit dort fing ich an mit einem Mann den ich durch einen Clubbesuch kannte und komplett woanders wohnte intensiver an zu schreiben. Zu Anfang behauptete er, er wäre Single, tatsächlich ist verheiratet mit einem kleinen Kind und selbst in einer ziemlichen Krise. Anfangs eher freundschaftlich, dann auch mehr. Seit ich weiß das er verheiratet ist, wieder eher freundschaftlich.

    Nach langem hin und her habe ich mit meinem Mann beschlossen, dass wir daran arbeiten und es läuft wirklich gut. Unser Sexleben ist nahezu so gut wie ganz zu Beginn. Mein Mann ist sich völlig sicher, dass wir das wieder hinbekommen. Ich schwanke emotional ziemlich, aber möchte es unbedingt schaffen. Aber irgendwie brauche ich auch den seelischen Beistand von dem anderen Mann, dieses gegenseitige auskotzen, wenn was mies läuft, das "gute Morgen" und die Wertschätzung die ich von ihm bekomme. Ihm geht es genauso. Meine Hoffnung ist tatsächlich, dass wenn wir es schaffen unsere Beziehung zu retten, dass dann der Wunsch nach der Schreiberei mit dem anderen auch aufhört. Also mein Mann weiß auch das wir schreiben, so ist das nicht. Aber ich weiß wirklich nicht, was ich von mir halten soll und wie das weitergeht...

    Und vor allem ob es Sinn macht an meiner Ehe festzuhalten. Ich liebe meinem Mann, ich kann ihm auch zukünftig wieder vertrauen schenken. Aber meine Sicht auf ihn ist einfach nicht sonderlich idealisiert und das ist für mich ein schwieriger Punkt. Er gibt sich wirklich Mühe und unsere Zeit zusammen ist toll. Aber irgendwie fühle ich mich total betäubt, wünsche mir auf der einen Seite einen Neuanfang mit einem anderen, eine Singlewohnung wo ich tun und lassen kann was ich will und dann doch unbedingt meinen Mann. Und das wechselt wirklich oft. Kurz gesagt, ich bin total traurig wie wir das zusammen so an die Wand fahren konnten.

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  3. #2
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    Standard AW: Nicht genügend um die Ehe gekümmert...

    Hallo Nalica, du schreibst, du bist 28 und vor neun Jahren mit deinem Mann zusammengekommen. Da warst du ja noch sehr jung. Ich denke, wenn du vorher noch nicht viele andere Erfahrungen gesammelt hast, dann ist es ein Stück weit durchaus normal, dass du an den Punkt kommst, wo du dich fragst, ob das nun schon alles war. Ob er der Richtige, der Einzige für den Rest deines Lebens ist / sein soll.
    Das hat meiner Meinung nach gar nicht so viel damit zu tun, dass du ihn nicht mehr "idealisierst". Kein Mensch ist perfekt, wir haben alle unsere Ecken und Kanten, unsere Fehler und Schwächen. Dafür sind wir halt Menschen. Man muss einen Menschen aber nicht idealisiert sehen, sondern man muss sich für den Menschen entscheiden, so wie er ist. Mit allem, was zu ihm gehört, das Gute und das "Schlechte".

    Ich denke, dass deine Zweifel einfach einem Wunsch entspringen, dich noch zu entdecken. Zu gucken, was es da draußen noch gibt. Vielleicht lässt sich das ja gemeinsam mit deinem Mann realisieren?

  4. #3
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    Standard AW: Nicht genügend um die Ehe gekümmert...

    Zitat Zitat von MissK Beitrag anzeigen
    Hallo Nalica, du schreibst, du bist 28 und vor neun Jahren mit deinem Mann zusammengekommen. Da warst du ja noch sehr jung. Ich denke, wenn du vorher noch nicht viele andere Erfahrungen gesammelt hast, dann ist es ein Stück weit durchaus normal, dass du an den Punkt kommst, wo du dich fragst, ob das nun schon alles war. Ob er der Richtige, der Einzige für den Rest deines Lebens ist / sein soll.
    Das hat meiner Meinung nach gar nicht so viel damit zu tun, dass du ihn nicht mehr "idealisierst". Kein Mensch ist perfekt, wir haben alle unsere Ecken und Kanten, unsere Fehler und Schwächen. Dafür sind wir halt Menschen. Man muss einen Menschen aber nicht idealisiert sehen, sondern man muss sich für den Menschen entscheiden, so wie er ist. Mit allem, was zu ihm gehört, das Gute und das "Schlechte".

    Ich denke, dass deine Zweifel einfach einem Wunsch entspringen, dich noch zu entdecken. Zu gucken, was es da draußen noch gibt. Vielleicht lässt sich das ja gemeinsam mit deinem Mann realisieren?
    So einfach ist es leider nicht. Er ist meine vierte Beziehung, meinen ersten Freund hatte ich mit 13. Er war aber der erste Mann mit dem ich mir vorstellen konnte dauerhaft zusammen zu bleiben. Mit meinen Exfreunden wäre ich niemals zusammen gezogen, geschweige denn hätte ich sie geheiratet.

    Mit idealisieren meine ich eher, dass für mich nach unserer Hochzeit und seiner Schreiberei mit der anderen eine Welt zusammen gebrochen ist. Ich hätte ihm das niemals zugetraut und das hat meine Sicht auf ihn einfach deutlich verändert. Beispielsweise wenn jemand sagt "du hast ja so einen tollen Mann" denke ich mir sofort "wenn du wüsstest". Was total unfair ist, er ist ein toller Mann. Nur kann ich das irgendwie nicht mehr sehen.

    Meinst du gemeinsam mit meinem Mann realisieren eine Art offene Beziehung oder meinst du eher Auslandsaufenthalt o. ä.? Bei ersterem würde mein Mann niemals mitmachen, das weiß ich. Umso schwieriger finde ich auch von mir die Schreiberei mit dem anderen. Auch wenn daraus nichts werden wird. Und sich anderweitig ausprobieren ist schwierig, wir haben beide gute Jobs mit denen wir zufrieden sind und sind auch sonst sehr gebunden.

  5. #4
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    Standard AW: Nicht genügend um die Ehe gekümmert...

    Was unternehmt ihr als Paar?

    Du schreibst nichts von Deinem Job.
    Ist da alles in Ordnung?

  6. #5
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    Standard AW: Nicht genügend um die Ehe gekümmert...

    Zitat Zitat von unbeleidigte Leberwurst Beitrag anzeigen
    Was unternehmt ihr als Paar?

    Du schreibst nichts von Deinem Job.
    Ist da alles in Ordnung?
    Als Paar haben wir gerade in den letzten beiden Jahren wenig unternommen. Und wenn dann immer dasselbe Kino, Essen gehen oder mit Freunden treffen, wobei ihm letzteres deutlich weniger gibt als mir (ist mein Freundeskreis). Das wir so viel getrennt voneinander gemacht haben ist uns sofort als Verbesserungspunkt aufgefallen und wir ändern das gerade recht aktiv. Waren jetzt wandern, Stadt anschauen, er fährt mit mir auf der Kutsche mit, wir massieren uns wieder gegenseitig, wollen in die Therme und fahren jetzt dann das dritte mal dieses Jahr in einen Kurzurlaub zu zweit.

    Mein Job ist mega und seit Januar auch deutlich entspannter. Wir mögen beide unsere Jobs sehr gerne, auch wenn sie mitunter recht anstrengend sind.

    Das was mir eben so Sorgen macht ist diese emotionale Distanziertheit, die ich von mir so nicht kenne. Und da das jetzt nicht ein paar Tage so geht, sondern schon eher Wochen und Monate mach ich mir da echt nen Kopf

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