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Thema: Verheiratet, verzweifelt, verliebt in eine andere Frau.

  1. #1
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    Standard Verheiratet, verzweifelt, verliebt in eine andere Frau.

    Hallo,
    mein Name ist A., ich bin 27 Jahre alt.
    In diesem Forum bin ich schon relativ lange angemeldet, habe allerdings noch nie einen Beitrag verfasst.
    Inzwischen bin ich jedoch an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr weiterweiß und hoffe hier eventuell Hilfe zu finden.
    Kurz zu mir:
    Wie gesagt, ich bin 27 Jahre alt. Seit 11 Jahren mit meiner Partnerin zusammen, seit 4 Jahren verheiratet. Im September 2018 wurde unser wundervoller Sohn geboren. Ich liebe die beiden über Alles. Sie sind meine Welt.
    Seit 2009 arbeite ich in der Krankenpflege, zuerst FSJ, dann Ausbildung und seit 2013 ausgelernt.
    Auch wenn ich ursprünglich nur durch einige Zufälle in diese Berufssparte „gestolpert“ bin, liebe ich meinen Beruf und kann mir kaum etwas anderes vorstellen.
    Ich habe schon seit langer Zeit Rückenprobleme… früher war ich sehr sportlich und im Verein für Geräteturnen. Irgendwann bin ich bei einem Wettkampf vom Hochbarren auf meinen Rücken gestürzt. Seither habe ich Probleme. Ständig muss ich mich „einrenken“ lassen. Teilweise 8 Brustwirbel auf einmal.
    Nun ist es allerdings so, dass die Rückenprobleme und mein Beruf leider nicht die beste Kombination sind. Seit einiger Zeit habe ich starke Schmerzen vor Allem im Bereich der Brustwirbelsäule. Ich war beim MRT dort wurde mir bestätigt, dass meine Wirbelsäule stark degenerativ verändert ist. Daher auch meine Schmerzen. Man könne dagegen nicht sehr viel machen und mir wurde angeraten, dass ich mir besser einen anderen Beruf suchen sollte.
    Diese Aussage hat mich sehr aus der Bahn geworfen. Plötzlich stehe ich vor einem Berg, den ich nicht so einfach überwinden kann. Natürlich kann ich weiterhin Schmerzmittel (Tilidin 100/8mg – 1-0-1 und Ibuprofen 800mg 1-1-1) einnehmen und versuchen viele weitere Jahre in meinem Beruf zu arbeiten, das würde mir vor Allem deshalb sehr viel geben, weil ich „mein“ Team sehr gerne mag. Ich liebe es mit diesen Menschen zu arbeiten. Andererseits kann es dann natürlich passieren, dass ich dann in 10 Jahren berufsunfähig bin. Das wäre eine Katastrophe. Ich wäre dann gerade Mal 37 bzw. würde 38 werden.
    All das hat mich die letzten Monate in eine üble Krise gestürzt aber ich habe eine Person, die mir sehr geholfen hat, bzw. die eigentlich immer für mich da ist. Und hier beginnt mein eigentliches Problem.
    Diese Person ist nicht, wie man eventuell erwarten würde meine Ehefrau. Nein! Es ist eine Kollegin. Sie ist zwei Jahre älter als ich. In den letzten Wochen war sie sehr für mich da, sie war / ist immer für mich erreichbar. Ich habe sehr viel mit ihr geredet, auch über Dinge, die sonst niemand von mir weiß.
    Absolut niemand. Ich leide seit fast 10 Jahren an Depressionen, das wissen alle aus meiner Familie und ich war eigentlich in den letzten Jahren auch ganz gut eingestellt, allerdings hat es sich in den letzten paar Wochen ziemlich verschlimmert. All das habe ich meiner Kollegin erzählt… Auch über meine Suizidgedanken habe ich gesprochen.


    Sie hört sich alles an und versucht mir mit meinen Problemen zu helfen. Sie ist ebenfalls verheiratet.
    Seit einigen Wochen ist es nun so, dass ich inzwischen viel mehr als nur Freundschaft für sie empfinde. Ich habe Gefühle entwickelt, die ich eigentlich nicht haben sollte.
    Darüber habe ich nach langem zögern mit ihr gesprochen aber anstatt einfach den Kontakt mit mir abzubrechen, ist die weiterhin für mich da. Sie weiß, dass ich in sie verliebt bin und ich fühle mich wie der schlimmste Mensch auf Erden.
    Ich liebe meine Frau und meinen Kleinen über alles, das wird sich auch niemals ändern. Und trotzdem habe ich für diese eine Person Gefühle entwickelt.
    Wir haben inzwischen sehr oft darüber gesprochen. Sie versucht mich aus meinem Loch herauszuholen (alles hier zu erzählen würde vermutlich den Rahmen sprengen, aber es geht einfach sehr viel darum, dass ich mich hasse, dass ich sämtlichen Respekt für mich verloren habe und dass ich mir einfach egal bin. Ich habe vor 2 Woche das letzte Mal etwas gegessen und vor 4 Tagen das letzte Mal geschlafen.) Sie versucht mich von meinem destruktiven Verhalten abzubringen und mich wieder dazu zu bringen zu essen.
    Sie hat mir relativ schnell klar gemacht, dass ihr Ehemann der einzige Mann für sie ist und sich daran die nächste Zeit wohl nichts ändern wird. Ich wünsche mir für sie und ihren Ehemann eigentlich nur das allergrößte Glück, das die beiden sich vorstellen können… und trotzdem wünsche ich mir für mich persönlich auch wiederrum mehr mit ihr. Ich möchte sie einfach einmal küssen können… auch wenn ich weiß, dass sich daraus nie etwas entwickeln kann.
    Alleine schon deshalb, weil ich selbst die beiden wichtigsten Personen in meinem Leben mehr als alles andere liebe. Ich kann leider nur nicht mehr sagen, ob ich meine Ehefrau noch im romantischen Sinne liebe oder doch viel mehr im eng vertrauten, freundschaftlichen Sinne. Das hat sich in den letzten Jahren irgendwie gewandelt und ich kann es nicht deuten.
    Sie versucht mir unentwegt zu helfen und Tipps zu geben, wie ich meine Beziehung wieder in die richtige Richtung lenken kann… Natürlich beinhaltet das alles, dass ich mit meiner Frau über meine Gefühle reden muss. Das versucht sie mir immer wieder klar zu machen... aber das weiß ich natürlich auch.
    Ich möchte meine Beziehung wirklich wieder so haben, wie es vor 6 Monaten war als unser Sohn geboren wurde. Nie haben wir uns mehr geliebt und nie ging es uns besser.
    Auf der anderen Seite bin ich nach wie vor in diese andere Frau verliebt, die sich so viel Mühe gibt meine eigene Beziehung zu retten.
    Wir schreiben sehr viel miteinander. Ich weiß, dass meine Frau das zu stören scheint. Damit hat sie auch verdammt recht wie ich finde. Sie kennt meine Kollegin, weil ich auch vor allem gut mit ihr befreundet war und kommt eigentlich auch gut mit ihr klar aber ich glaube, dass ich ständig mit ihr schreibe ist nicht unbedingt förderlich.
    Ich bin derzeit so unglaublich zwiegespalten. Ich liebe zwei Personen mehr als alles andere auf der Welt und dann ist da noch eine dritte Person, die ich ebenfalls über alles liebe.
    Wenn ich mir vorstelle, dass meine Kollegin und ihr Mann intim miteinander werden, bringt es mich fast um. Diese Vorstellung zerreißt mich. Ebenso wie die Vorstellung meine Frau und mein Kind zu verlieren.

    Ich möchte einfach keine meiner geliebten Personen verlieren. Wenn sich meine Frau von mir trennen würde (was ihr wirklich alleine wegen meiner Unsicherheit zustehen würde und was ich absolut verstehen würde), wäre ich am Boden zerstört. Ich hätte damit die großartigste Person in meinem Leben verloren. Auf der anderen Seite ginge es mir ähnlich, wenn ich meine geliebte Kollegin verlieren würde, z.B. weil sie sich einfach dafür entscheidet, dass ich zu viel von ihr verlange.

    Ich kann einfach nicht mehr unddenke im Moment wieder sehr viel über Suizid nach. Ich überlege mir Pläne, wie ich es besten in die Tat umsetzen könnte. Ich denke darüber nach, was ich in meinem Abschiedsbrief schreiben möchte. Diese Gedanken sind von Tag zu Tag mal stärker und mal weniger stark. Ich habe nur die Befürchtung, dass ich irgendwann komplett ausklinke und es wirklich durchziehe. Der Drang dahingehend ist manchmal unglaublich stark.

    Ich weis ehrlich gesagt nicht, was ich hier erwarte. Ich wollte einfach mal meine Gedanken niederschreiben. Vielleicht hat jemand einen Ratschlag, wenn nicht ist das auch völlig in Ordnung. Wenn jemand der Meinung ist, dass ich ein furchtbarer Mensch bin, kann ich dem ganzen nur zustimmen. Ich bin ein schlechter Mensch, das weiß ich inzwischen auch.

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  3. #2
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    Standard AW: Verheiratet, verzweifelt, verliebt in eine andere Frau.

    Hallo Du,

    ich empfehle Dir dringend eine Klinik aufzusuchen. Deine Gedanken sind sehr gefährlich. Was würdest Du Deinen liebsten Menschen damit antun?

    Lass Dir bitte von Profis helfen, im Moment ist diese Freundin wohl nicht der richtige Ansprechpartner.

    Dass Du Dich für eine dieser beiden Frauen entscheiden musst weisst Du selbst, und die eine kannst Du sowieso nicht haben, das hat sie Dir klar gemacht. Daher wäre etwas Abstand in einer Klinik auch für diese Beziehung gut und wohl auch ein Jobwechsel.

    Auch wenn das erst einmal hart klingt, davon geht die Welt nicht unter. Alles keine Gründe auch Deine liebe Familie im Stich zu lassen.

    Bitte bitte lass Dir von Fachleuten helfen.

    Alles Gute!
    Geändert von Astronomia (05.04.2019 um 06:51 Uhr)

  4. #3
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    Standard AW: Verheiratet, verzweifelt, verliebt in eine andere Frau.

    Hallo,

    ja, in der Verzweiflung ist guter Rat teuer. Es hilft aber sich zu öffnen, schön das du es getan hast.

    Ich kenne das. Kennst du die Nummer der Telefonseelsorge? Sorgen kann man teilen. 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 · 116 123 Ihr Anruf ist kostenfrei.

    Wo stehst du gerade?

    Hats du etwas Abstand gewinnen können?

  5. #4
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    Standard AW: Verheiratet, verzweifelt, verliebt in eine andere Frau.

    An deiner Stelle würde ich Therapie machen, damit es dir wieder besser geht.

    Wenn du unter..Psychotherapeutensuche..googelst findest du Listen mit freien Therapie Plätzen.

  6. #5
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    Standard AW: Verheiratet, verzweifelt, verliebt in eine andere Frau.

    Entschuldigt bitte, dass ich mich seither nicht mehr gemeldet habe aber schonmal vielen Dank für Eure Antworten.

    Die letzten 2 Wochen waren eine sehr schwere Zeit für mich. Nach wie vor hab ich Kontakt zu meiner Kollegin und nach wie vor tut mir der Kontakt gut, auch wenn einige das anders sehen mögen. Heute war für mich einer der schwierigsten Tage meines Lebens. Ich war heute mit besagter Kollegin verabredet, auch alles mit meiner Frau abgesprochen, also nichts heimliches etc. Wir haben stundenlang miteinander geredet über die aktuelle Situation, vor Allem über meine aktuelle Situation. Dabei habe ich ihr erzählt, dass ich im Moment jeden Tag, 24 Stunden, daran denke, wie ich mir das Leben nehmen könnte. Ich halte es einfach nicht mehr aus, es gibt momentan kaum einen anderen Gedanken für mich.

    Ich habe ihr erzählt, wie sehr ich mich selbst hasse, ich habe ihr gesagt, dass der einzige Grund aus dem ich mir noch nicht das Leben genommen habe, mein Sohn ist. Während ich mit Tränen in den Augen auf der Bank saß und ihr eben immer mehr erzählt habe, hat sie mich einfach mal in den Arm genommen und mich für einige Minuten einfach gehalten. Das hat mir in diesem Moment sehr geholfen.

    Dabei bzw. danach ist etwas passiert, mit dem ich eigentlich hätte rechnen müssen, so gut kenne ich sie nun inzwischen. Sie hat mich gefragt ob wir gehen sollen. Auf meine Frage wohin, sagte sie, ich wüsste genau wohin.
    Sie meinte damit, dass wir zu meiner Frau gehen sollen und ich ihr sagen soll, wie schlecht es mir im Moment geht und ihr vor Allem von den Suizidgedanken erzählen MUSS!
    Dabei hat sie mir letzten Endes die Wahl darin gelassen es selbst zu tun, oder sie würde es tun.
    Die dritte Alternative die sie mir gegeben hat war, dass sie mich direkt zur Psychiatrie bringt. Ich war in diesem Moment wütend, dass sie mich "erpresst" etwas zu tun das ich nicht möchte und habe lange abgeblockt. Aber sie sagte, sie lässt mich so nicht gehen, weil ich ihr einfach zu wichtig bin. Nach langem zögern und langem Schweigen (bestimmt mehr als eine Stunde), habe ich mich letzten Endes dafür entschieden, dass sie mich gerne nach Hause begleiten darf, damit sie sich sicher sein kann, dass ich unbeschadet zuhause ankomme.
    Als ich dann zuhause war, wollte ich sie eigentlich verabschieden, allerdings ist sie weiterhin bei ihrem Standpunkt geblieben, dass sie mich so nicht "alleine" lassen möchte. Daher haben wir ausgemacht, dass sie auf meinen Sohn aufpasst und ich in der Zeit mit meiner Frau rede.

    Ich habe mich heute dazu entschieden mit meiner Ehefrau über "fast" Alles zu sprechen. Angefangen damit, dass ich derzeit in unserer Beziehung aufgrund verschiedener Punkte sehr unglücklich bin, bis dahin, dass ich ihr wirklich alles darüber erzählt habe, wie sehr ich es mir im Moment wünsche mein Leben zu beenden. Wie sehr ich darunter leide es noch nicht getan zu haben. Es war das schwierigste Gespräch in meinem bisherigen Leben. Meine Frau so geschockt und weinend zu sehen, hat mich sehr getroffen.. es war allerdings auch nichts anderes zu erwarten.

    Meine Situation hat sich nicht wirklich geändert. Ich habe nach wie vor Suizidgedanken und diese werden schlimmer.
    Ich bin allerdings jetzt soweit, dass ich mir überlege mich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen.

    Meine größte Befürchtung sind allerdings die Psychopharmaka die mir dort verabreicht werden. Ich möchte nicht an einen Punkt kommen, an dem ich so abgeschossen davon bin, dass ich nichts mehr selbst entscheiden kann.. und dieser Zeitpunkt wird kommen, das weis ich.

    Ich bin / war zum einen wirklich wütend auf meine Kollegin, weil sie mich an den Rand gedrängt hat bzw. mich quasi erpresst hat mit meiner Frau zu reden, sonst hätte sie es getan oder mich eben direkt einweisen lassen.. auf der anderen Seite bin ich ihr allerdings auch unendlich dankbar, weil ich genau weis, sie hat das getan um mich vor mir selbst zu schützen und weil ich ihr wichtig bin.
    Inzwischen habe ich kapiert und akzeptiert, dass sich zwischen uns nichts entwickeln wird und kann und das ist auch gut so. Allerdings besteht von meiner Seite aus trotzdem eine gewisse Art Liebe, aber diese tatsächlich mehr im absolut freundschaftlichen Sinne. Sie ist meine beste Freundin und als solche sehe ich sie inzwischen auch und nicht als mehr.

    Ich bin mir noch nicht sicher ob ich mich in die psychiatrische Behandlung begeben soll, das ganze macht mir eine riesen Angst. Aber ich weis auch, dass ich, wenn ich es nicht freiwillig mache, früher oder später gezwungener Maßen dort sein werde.

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