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Thema: Mein wehleidiger, trauriger Freund...

  1. #1
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    Standard Mein wehleidiger, trauriger Freund...

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin wirklich total am verzweifeln. Mein Freund ist so ein Jammerlappen.
    Ich versuche mal, es kurz zusammenzufassen.
    Vor ein paar Jahren als wir uns noch nicht kannten, bekam er die Diagnose "Depressionen". Er nahm Tabletten und machte dann bis ins letzte Jahr hinein eine Psychoanalyse. Am Ende dieser kannten wir uns schon. Tabletten nimmt er auch nicht mehr.
    Anstatt die aktuelle Situation zu verändern oder es zumindest zu versuchen, nörgelt er (teilweise über Monate hinweg) rum. Wenn sich das Problem dann löst, fängt es dann eigentlich erst richtig an. Er grämt sich tagelang damit, was für ein Idiot er ist und anstatt daraus zu lernen und sich zu sagen, das nächste Mal z. B. einfach anzurufen und nachzufragen, ob es überhaupt ein Problem gibt, schiebt er es auf irgendwelche Neurosen oder Psychosen, die er noch nichteinmal diagnostiziert bekommen hat. Meistens hat aber der Vater Schuld an allem.
    Ich schätze mal, die Psychoanalyse hat dieses Muster verstärkt oder evtl sogar erst hervorgebracht.

    Seine Befindlichkeiten haben immer oberste Priorität. So auch am Sonntag, als wir eigentlich verabredet waren und ich seine Hilfe benötigt hätte. Wurde mit einem "sorry, keine Ahnung was los ist" abgespeist und wurde dann dementsprechend wütend, weil ich das ständig als Antwort und Entschuldigung höre. Nun höre ich seit vorgestern Abend nichts mehr von ihm und ich kann ihn mir bildlich vorstellen, wie er in seinem Selbstmitleid badend zuhause rumsitzt.
    Wir kennen uns nun etwas über zwei Jahre und ich habe es bis jetzt immer mit Verständnis versucht, aber mir gehen sein egoistisches Verhalten mir gegenüber sowie sein Verlangen nach Aufmerksamkeit so auf die Nerven, dass ich kurz davor bin, die Beziehung aufzugeben.
    Ich weiß echt nicht mehr, wie ich damit umgehen soll. Er meint, mich mit einem sorry erstmal ruhig stellen zu können und ist beleidigt, wenn ich mal kein Verständnis zeige.
    Ich kriege das Bild nicht mehr aus dem Kopf, dass er seine depressiven Verstimmungen als Ausrede instrumentalisiert. Angeblich leidet er ja auch unter manischen Depressionen, welche sich aber nicht in wochen- bis monatelangen Schwankungen abzeichnen, sondern darin, dass er mal zwei Tage total aufgedreht ist und danach nicht. Gibt es eine solche Art manischer Depressionen?
    Gut, sich vor jeglicher Verantwortung drücken zu wollen und seine Bedürfnisse so in den Mittelpunkt zu stellen, sodass man die anderer nicht mehr sieht, ist ja nun auch keine "normale" Verhaltensweise. Aber das ist nichts, woran man nicht arbeiten könnte oder?? Er meint, er versuche ja, etwas zu ändern, aberes geht einfach nicht in seinen Kopf hinein, dass nicht irgendwas von außen, sondern nur er sich helfen kann und dass auch mit Depressionen eine Besserung möglich ist.

    Ist schwer zusammenzufassen. Fragt, wenn was unklar ist.

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  3. #2
    kasiopaja
    Gast

    Standard AW: Mein wehleidiger, trauriger Freund...

    Im Endeffekt finde ich jetzt gar den Grund für sein Verhalten so entscheidend, obwohl man auch mit Depressionen nicht tun und lassen kann, was man will, sondern, ob und wie lange Du es noch ertragen kannst und willst.

    Es ist ja auch Deine Lebenszeit, die vergeht und in der Du genervt und nicht glücklich bist.

    Und da würde ich in erster Stelle an mich selber denken, anstatt aus lauter Mitleid und Verständnis, noch ewige Zeit der unbefriedigenden Situation ausgesetzt sein zu müssen.

    Möglicherweise kann er tatsächlich nichts dafür, dass es ist , wie es ist - aber Du noch viel weniger.

  4. Für den Beitrag dankt: Zitronentorte

  5. #3
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    Standard AW: Mein wehleidiger, trauriger Freund...

    Hallo Mia,

    ich kann deine Unzufriedenheit gut verstehen, nur deine Reaktion ist total daneben. Ob er Depressionen hat oder nicht, ob er faul oder sonst was ist, spielt keine Rolle, er ist wie er ist. Und es gibt genau zwei Möglichkeiten: entweder du akzeptierst ihn so oder du suchst das Weite. Dein Ansatz mit genügend Gemotze ihn ändern zu wollen, ist völlig fehl am Platz.

    Sorry für die deutlichen Worte.


  6. #4
    kasiopaja
    Gast

    Standard AW: Mein wehleidiger, trauriger Freund...

    Zitat Zitat von Querdenker Beitrag anzeigen
    Hallo Mia,

    ich kann deine Unzufriedenheit gut verstehen, nur deine Reaktion ist total daneben. Ob er Depressionen hat oder nicht, ob er faul oder sonst was ist, spielt keine Rolle, er ist wie er ist. Und es gibt genau zwei Möglichkeiten: entweder du akzeptierst ihn so oder du suchst das Weite. Dein Ansatz mit genügend Gemotze ihn ändern zu wollen, ist völlig fehl am Platz.

    Sorry für die deutlichen Worte.
    Was soll sie denn sonst tun, solange sie in der Beziehung ist. Ihn noch dafür loben?

  7. #5
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    Standard AW: Mein wehleidiger, trauriger Freund...

    Hi Querdenker,

    naja jetzt fährst du da aber sehr stark mit dem klassischen Raster "Frau hör auf, den Mann ändern zu wollen" drüber.
    Wie ich schon geschrieben habe, war ich bis zu diesem Sonntag immer die Verständnisvolle, bin dann alleine zu den Terminen gegangen, zu denen wir gemeinsam wollten, verzichte seit zwei Monaten auf Sex, weil er gerade nicht kann und sage immer "ist okay Schatz, wird schon wieder", aber so wird es anscheinend nicht wieder. Natürlich war mein "RUmgemotze" nicht die richtige Reaktion, deshalb frage ich hier nach.
    Soll er alles machen, wie er will, aber sobald es mich beeinträchtigt und MICH verändert, kann ich sehr wohl danach fragen, welche Möglichkeiten es gäbe, dass sich die Situation ändert. Wenn sich ein negativer Zustand verhärtet, muss daran etwas geändert werden.

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