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Thema: "Eine endlosse Geschichte" Oder "Wie man kein Glück findet"

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    Standard "Eine endlosse Geschichte" Oder "Wie man kein Glück findet"

    Erstmal ein Hallo an alle, die hier drauf geklickt haben und dann auch ein herzliches Danke an diejenigen, welche sich tatsächlich erbamen sollten den Text auch zu lesen.

    Ich bin hochgradig deprimiert über mein Liebesleben, was in erster Linie wohl daran liegt, dass es schlicht und weg nicht vorhanden ist. Darüber hinaus exisitiert noch zusätzlich das allgegenwärtige Gefühl, dass mein weiteres Scheitern geradezu determiniert ist.

    Oder anders ausgedrückt: Ich habe das Gefühl die Frauenwelt mag mich nicht.

    Ein Paar Worte vor Anfang:
    Ich weiss nicht recht wie ich anfangen soll. Wahrscheinlich suche ich gerade nach ein paar konstruierten Argumenten, um rechzutfertigen, weshalb ich gleich in ungeheurem Masse und total ungerechtfertigt über einen Teil meines bisherigen Lebens jammern werde. Wie dem auch sei; Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es

    mir bestimmt helfen würde, einfach mal meinem ganzen Frust und Kummer in geschriebener Form Luft zu machen. Und natürlich auch zu sehen wie das auf Aussenstehende wirkt, denn meine eigenen Gedanken kenne ich ja schon.

    Gedacht hatte ich mir das in der Form, dass ich chronologisch meine Erfahrungen in Sachen Liebe respektive mit dem anderen Geschlecht beschreibe. Das ganze dann aus meiner verjammerten Sicht.

    Wie ich mich selber kenne wird das hier wahrscheinlich zu einer nie dagewesenen Wall of Text ausarten, wofür ich mich schon mal entschuldige. Ich bin mir bewusst, dass das mir selber schadet, da höchst wahrscheinlich keine Menschen Seele jemals diesen Text lesen wird, geschweige denn kommentieren wird, obwohl ich mir das sehr sehnlich wünsche. Man sehe sich ja nur schon das Ausmass dieser Einleitung an.
    Ich Fasse das ganze in Kapitel mit passendem Titel. Also kann man die langweiligen Teile einfach überspringen oder nur gewisse Parts kommentieren. Gerade der Anfang wird sehr jämmerlich sein.



    Kindheit ( -10)
    Ich war früher ein recht kleiner, kränklicher und zurückhaltender Junge. Deshalb bin ich meist einfach meinen Freunden nachgelaufen, wie Kinder eben so sind. Dazu bin ich recht früh in ein kleines Dorf umgezogen. Dort stand
    man dann als "der Fremde"
    da. Dennoch fand ich recht schnell neue Freunde. Darunter ein Mädchen.

    Hier beginnt dann mein Triumphzug (versteht mich nicht falsch; Es ist nichts das ich betrauer oder ähnliches. Es ist zeitlich gesehen einfach das früheste Ereigniss): Das Mädchen war das erste ihrer Art mit der ich auf täglicher Basis zu tun hatte. Glücklicherweise war ich für sie wohl mehr ein Hindernis, das sich zwischen sie und ihren besten Freund gequetscht hat. Das hat sie auch nicht gezögert mir immer wieder mitzuteilen. Wir kamen dennoch miteinander aus. Ich brauche wohl nicht hinzuzufügen, dass ich von ihr seit der tägliche Kontakt verschwand auch nie wieder etwas gehört habe.

    Einfach aus Nostalgie, noch eine Anmerkung: Das allererste Mädchen für das ich Interesse bekundete war meine Cousine xD, was mir heute noch gerne vorgehalten wird.

    Ein Freund meines Vaters im Nachbardorf hatte eine Tochter die als Erste ihrer Art mich als eigenes Individuum wahrgenommen hatte. Nur war damals im jungen Alter so eine Distanz vom eigenen Ort zum Nachbardorf schwer zu überwinden, wodurch man sich bald nichtmehr sah. Als ich dann 2 Jahre später dort zur Schule gehen sollte, war die Hoffnung gross, dass ich sie wieder sehen sollte. Was auch geschah, nur mit der kleinen Abdämpfung, dass ich vergessen wurde. Als Bonus war dann auch ein Freund von mir bei ihr "voll im Rennen" (was auch immer das in dem Alter heissen soll xD Zur Information: Ich habe mich mittlerweile vor Scham über mich selbt in die Ecke meines Zimmers verzogen).

    Meinen ersten Liebesbrief habe ich damals im Alter von 10 an ein Mädchen aus meiner Pfarrei geschrieben. Dieser half dann auch stark zur Belustigung aller.



    Gymi - 1.Hälfte (10 - 14)
    Auf das Gymi bin ich dann wieder an einem vollkommen neuen Ort gegangen (weil mich kaum eine Schule aufnehmen wollte, da ich keine Empfehlung hatte). Heisst auch vollkommen neue Leute. Nach wie vor war ich recht klein.

    Die ersten paar Jahre waren recht ereignislos. Ich hatte zwar nach einem Jahr durchaus mein Auge auf jemanden geworfen, war aber noch sehr zurückhaltend, da ich genug mit Schule und gemobbt werden zu tun hatte. Meine Gefühle wuchsen langsam an. Nach 2 Jahren hatte ich dann ausreichend Mut gesammelt um in die "Offensive" zu gehen. Also hatte ich mit viel Aufwand meine Leistung in der Schule und das Mobbing beendet. Als somit nicht mehr die Gefahr bestand von der Schule zu fliegen und ich ausreichend Beliebtheit gesammelt hatte, versuchte ich mich mit ihr erstmal anzufreunden. (Wie man als Kind so ist dachte ich vorher, dass sie bestimmt keinen so unbeliebten Jungen mögen könnte).
    Erstmal fest entschlossen funktionierte das auch ganz gut. Ich war deutlich eigenständiger geworden, wobei ich immer noch leicht "unterwürfig" war.

    Dann kam der erste Dämpfer, als ich erfuhr, dass ich 2 Jahre später wieder umziehen werde. Etwas verloren beschloss ich, dass ich im folgenden Jahr unsere Freundschaft erstmal festigen würde und dann aufs ganze gehen. Gesagt getan, oder auch nicht. Nach dem Jahr waren wir zwar schon ganz gut befreundet, nur wollte ich das nicht riskieren indem ich sie mit meinen Gefühlen für sie konfrontiere. Mit anderen Worten: Ich war zu ängstlich, wie ich es sonst auch schon war.

    Dann wurden Dinge unangenehm. Ich hatte damals um beliebter zu werden, das Mitleids einer Mitschülerin ausgenutz, welche mich zuvor gemobbt hatte. Diese war nicht so davon erfreut, dass ich der anderen die ganze Zeit nachlief. Nach einer Kette von pubertären Ereignissen wurde mir dann leider die Möglichkeit genommen meinem Herzblatt meine Gefühle selber mitzuteilen. Danach hatte ich wie erwartet, denn wohl nettesten Korb überhaupt bekommen. Sie meinte, dass sie das zwar irgendwie süss fände, sie jedoch einerseits mich nur als Freund sehe, weil ich zu nett wäre, und sich anderseits selber für sowas noch nicht bereit fühle.

    Rückblickend war das wohl eine meiner positivsten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Ich war danach zwar sehr geknickt und wollte Abstand nehmen, da sie aber tatsächlich danach weiterhin auf mich zu ging und Dinge unternehmen wollte, kam ich ganz gut klar. Etwas betrüblich war, dass sie danach wohl starkes Interesse an einem Klassenkameraden hatte und beide begannen ein wenig rum zu turteln. Lästig war, dass er wohl aktiver geworden ist, nachdem er es nicht für unmöglich hielt, dass das Mädchen meine Gefühle erwidern könnte.
    Dann kam der Tag an dem ich ging. Man verabschiedete sich und das war es dann erstmal. Wobei wir das Jahr danach noch in Kontakt geblieben waren.



    Gymi - 2.Hälfte (14 - 18)
    Wenige Wochen nach dem Umzug durfte ich dann erfahren das mein vorheriges Herzblatt einen "festen Freund" gefunden hatte (ein mir komplett Fremder, scheinbar irgendwer aus einem Jahr höher. Wenn ich mal lästern darf, war der viel hässlicher und ungebildeter als ich. Dafür war er aber schon älter - weil er häufiger Sitzen geblieben ist als er vermeindlich zählen kann - und durfte Alkohol trinken und rauchen *sigh*. Sowas pusht nicht gerade das Selbstwertgefühl.)

    Eine witzige Zusatzbemerkung: An einer Klassenreise fragte mich damals eine mir komplett Fremde aus einer Parallelklasse ob sie mich als Kissen missbrauchen könnte. Diese sah ich danach nie wieder, zumindest bis sie sich nach dem Umzug erkundigte, ob ich denn eine Freundin hätte und mal etwas unternehmen wolle. Hätte ich das vorher gewusst ...

    Nun gut. Das ganze Spiel begann von vorne: Neue - mir vollkommen unbekannte - Leute, neues Umfeld. Ich war ein wenig gewachsen und gehörte nicht mehr der Rasse der Zwerge an, eher der der hochwüchsigen Hobbits.

    1.UnterKapitel - HappyEnd
    Nach einem Jahr in der neuen Umgebung wuchs wieder das Interesse an einer Auserwählten. Um Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederhohlen, versuchte ich (und schaffte es auch) selbstbewusster aufzutreten, eigenständiger zu agieren und von Anfang an deutlichere Signale zu senden. Nach einem halben Jahr standen wir uns schon recht nahe.
    Nach Anfang der Ferien wollte ich einen Schritt gehen, den ich noch nie gegangen war, und sie ganz klar auf ein Date einladen. Sie willigte ein, worauf ich mehr als nur optimistisch war. Als ich an dem Tag dann aber sie mitsamt ihren ganzen Freundinnenn traf, war mir klar, dass das nur aus meiner Warte ein Date werden sollte. Ich beschloss danach den Kontakt erst mal wieder zurückzufahren; Mit Erfolg: Sie kam wieder auf mich zu. Wir unternahmen mehr Dinge alleine (während der Zeit in der Schule, ein zweiter Date-Versuch kam vorerst nicht mehr).
    Zusätzlich kam sie in familiäre und darauf auch folgende schulische Probleme. Sie schien mir sehr viel lebensunfreudiger zu sein, weshalb ich sie unterstützen wollte. Das lief mehr oder weniger gut, ich lernte sie immer besser kennen.

    Dann kam mein Glück wieder zum tragen: Eines harmlosen Tages auf dem Gang. Sehe ich sie und eine Freundin von ihr miteinander reden. Plötzlich kommt die Frage: "Wie sieht es eigentlich zwischen dir und XY (nicht ich) aus?". Sie entgegnete, dass da gar nichts wäre... Puh, nochmal Glück gehabt, hätte ich nicht genau gewusst, dass das gelogen war. Ich kannte sie mittlerweile gut genug, so dass sie es gar nicht lauter hätte rufen können, damit ich es verstünde. Ich hatte von dem anderen davor noch nie etwas gehört. Wann war das nur passiert. Ich war schon immer sehr Aufmerksam was mein Umfeld belangte, aber das sah ich nicht. In ihr war zwar auch noch nie zu lesen, dass sie für mich ähnliche Gefühle hätte, was ich jedoch ihrem Tief zugeschrieben hatte.

    Meine eigenen Befürchtungen ignorierend, hatte ich einfach weiter gemacht wie zuvor auch. Ich versuchte ihr auch körperlich näherzukommen (Hier rede ich einfach nur von vermehrten Körperkontakt). Es wurde von ihr nicht abgeblockt, die Hoffnung wuchs wieder. Mister XY begann ab da mich zu kontaktieren und mir körperlich zu drohen, falls ich von ihr nicht ablassen würde. Zugegebenermassen war ich unglaublich Stolz auf mich, da ich aus seinem Verhalten lass, dass er eine reale Chance für mich sah und er somit genau so unsicher war wie ich. Zusatzbemerkung: Es kam tatsächlich zur gewalttätigen Auseinandersetzung. Dabei hatte mein Gegenüber wohl nicht bedacht, dass ich trotz meiner Grösse deutlich mehr an Kraft zu bieten hatte (Ja, ich darf auch mal angeben).

    Dann war es endlich soweit. Was ich mir nie zu träumen erlaubt hätte. Ich, der bisher kein Glück hatte, hatte endlich seinen Moment und ... Drei Wochen später kamen XY und sie dann zusammen. Zum Trost hatte sie mir auf meine kurz zuvor offenbarten (und mehr als offensichtlichen) Gefühle geantwortet: Sie meinte, dass sie mich niemals auch nur als potenzieller Kanditat gesehen hat. Und ich solle mir gefälligst nichts auf mich einbilden. Ich wüsste scheinbar nichts über Liebe.

    2.UnterKapitel - Intermezzo
    Als direkt danach Freundinnen von ihr zu mir kamen und sich an meiner Trauer aufgeilen wollten. Hatte ich mich dazu entschlossen ihnen diese Genugtuung nicht zu geben und alles schlicht und einfach überspielt.

    Danach passierte erstmal gar nichts. Ein viertel Jahr später hatte ich in einem Kunstprojekt mit einer sehr charmanten Mitschülerin
    aus einer Parallelklasse gearbeitet. Ich hatte sehr viel Freude mit ihr zu reden, als ich dann aber erfuhr, dass sie bereits einen Feund hatte, war es auch schon wieder vorbei.

    Wieder zog einige Zeit durchs Land. Erneut wuchs das Interesse an einem Mädchen (Oder Frau, war 17). Dabei muss ich zugeben, dass sie eine optische Kopie des Mädchens aus dem 1.UnterKapitel war, wobei ich sie ironischerweise vor dem anderen Mädchen ins Auge gefasst hatte, was sich jedoch wieder verlaufen hatte.

    Mittlerweile war mein Selbstbewusstsein dermassen erschüttert, dass ich nicht recht weiter wusste. Also liess ich Dinge erst mal laufen. Mittlerweile hatte ich mich vom Schulversager zum kleinen Sternchen entwickelt, woran ich recht Freude hatte. Da ihre Freundinnen grosse Schwächen hatte in manchen Fächern, hatte ich angeboten ihnen zu helfen (Das hatte ich auch schon vorher bei anderen ausgiebig gemacht). Gesagt getan. Dadurch hatte ich auch deutlich mehr mit meinem neuen Herzblatt zu tun.

    3.UnterTeil - echtes Glück - Katharsis
    Um so mehr ich mit ihr zu tun hatte, um so mehr fiel mir etwas auf: Nicht nur dass sie genau wusste, dass ich Gefühle für sie hatte, sondern war es ihr auch richtig zuwider. Mal Abgesehen davon, dass sich mir durch diesen Widerlichen Anblick bald alles umgedreht hatte, fand ich das richtig faszinierend. Diese unglaubliche Antipathie. Ich hatte nicht den Eindruck, dass diese mir direkt galt, sondern vielmehr meinen Gefühlen ihr gegenüber. Ich fragte mich was denn da loss sei. Habe ich irgendwo nicht aufgepasst? Habe ich in der UBahn vielleicht versehentlich das Recht liegengelassen einen anderen zu mögen? Bin ich irgendwie ein minderwertiger Mensch, dessen Gefühle als Plage angesehen werden? Rückblickend war ich in der Vergangenheit häufig mehr Hindernis als Mensch gewesen.

    Danach wurde mir das meiste ziemlich egal. Durch gewisse Umstände war es mir möglich hohen sozialen Druck auf sie auszuüben, sodass sie sich immer mehr mit mir abgeben musste. Dazu war ich in die absolute Charmoffensive in alle Richtungen übergegangen. Dies führte dazu, dass zwar noch immer keiner an mir interessiert war, dafür war ich aber "ja viel netter als man vorher gedacht hätte". Zu meinem "Herzblatt" hatte ich immer verkorkstere Gefühle; Eine Mischung aus Wut, Missgunst und Zuneigung. Ich verstärkte den Druck bis ich eines Tages merkte, dass sie scheinbar auf meinen Freund stand. Diese hatte auch davor die Zuneigung von vielen Mädchen aus meinem Umkreis gewonnen. Ich erkundigte mich, wie es denn auf seiner Seite aussieht; Nix. Nicht mal annähernd. Er fand die Idee sehr amüsant. (Damit nicht der falsche Eindruck entsteht. Der Typ hat zwar auch seine Fehler und eine starke Doppelmoral, er ist aber im Durchschnitt ein guter Mensch. Ich muss kurz reihern gehen, dass ich das gerade zugegeben habe ).

    Um das ganze ein wenig zu kürzen: Es gab einen Haufen an Ereignissen zwischen meinem Herzblatt und mir. Diese haben jedoch alle einfach nur gemeinsam, dass ihr immer eine gute Möglichkeit einfielt, zu demonstrieren, dass sie meine Gefühle nicht einmal im Geringsten erwidern oder anerkennen möchte.

    Dann kam die grosse Abschlussfahrt. Wir alle gingen viel in Clubs. Mein grosses Ziel mit ihr wenigstens einmal zu tanzen konnte ich nicht erreichen. Dafür hatte sie jemand anderen gefunden, an den sie sich mit Vollkörperkontakt
    ranmachen konnte. Oder als ich versuchte irgendjemand anderem näher zu kommen, scheiterte das auch. Mein grösster Erfolg war, dass mich eine Ende 30 Jahre alte Frau zum tanzen aufgefordert hat. Dass diese dabei scheinbar dermassen betrunken war, dass sie kurz darauf auf den Boden gereihert hat, sehe ich einfach mal als Bonus an (think positiv!).


    Bei der zweiten kleineren Abschlussfahrt haben sich dann nur die Wogen geglättet. Mit der Anmerkung, dass ich ja gar nicht mehr so scheisse sei. Nachdem sie es auch geschafft hat, der generischen Abschiedsumarmung auszuweichen, habe ich sie bis heute nicht wieder gesehen.

    4.Unterteil - Extra und Höhepunkt (gleiche Zeit wie das davor)Zwei kleine Ereignisse in dieser Zeit möchte ich noch teilen:

    Die Beziehung des Mädchens aus dem 1.Unterteil ging dann auch so schnell in die Brüche wie sie begang. Ein Jahr später war sie mir dann plötzlich wieder deutlich positiver geneigt. Wir haben auch heute noch geringen Kontakt. Ich begründe das durch die Zeit in der ich versucht hatte ihr zu helfen. Das schien tatsächlich geholfen zu haben, weshalb sie wieder Kontakt zu mir suchte. Ich bin darauf nicht mehr wirklich eingegangen.

    Etwa zur Zeit gegen Ende des 3. Unterteils hatte ich begonnen vermehrt ausserhalb der Schule, also Vereine und Co potenztielle Anwärterinnen zu finden. Dadurch hatte ich dann auch eine Frau ausserhalb der Schule kennengelernt (In einem Kurs). Wir kamen soweit immer ganz gut miteinander aus. Ich fand sie soweit auch ganz in Ordnung. Als sie das bemerkte, fing sie plötzlich eines Tages an mir starke Annoncen zu machen. Diese gingen so weit, dass sie irgendwann sehr deutlich fragte, ob ich nicht mit ihr schlafen möchte. Auch wenn sie in meinen Augen wirklich super aussah und mich das ein wenig sehr ins stolpern brachte, blieb der Verdacht, dass da etwas nicht ganz recht läuft. Nachdem ihre "Angebote" immer krasser wurden, kam sie dann eines Tages nicht mehr ... zur Überraschung Aller war sie Schwanger.



    Uni (18 - heute)
    Gegen Ende des Gymis war mir klar, dass ich eine andere Art von Mensch bin als meine Mitschüler. Und ich würde wohl kaum unter diesen "Individuen der anderen Art" einen Menschen für mich zu finden. Deshalb wuchs die Hoffnung im Studium mehr Menschen meiner Art zu treffen.

    Generell habe ich bisher sehr wenig über meine Art selber geschrieben. Wie euch wahrscheinlich auch schon während diesem langen Text aufgefallen ist (Falls ihn überhaupt jemand gelesen hat) bin ich ein wenig Speziell. Mich selber definieren kann ich nicht wirklich. Objektiv würde man wahrscheinlich sagen, dass ich einen furchtbaren Charakter habe, wobei ich finde, dass das Betrachtungssache ist. Ich bin nicht all zu sozial (eigentlich gar nicht). Dazu gibt es dann noch eine endlos wirkende Liste an schlechten Eigenschaften. Es ist nicht so das ich nicht an mir arbeiten wolle. Das habe ich schon sehr viel getan. Nur sind manche Teile meines Charakters so tief in mir verankert, dass ich diese nicht aus mir rausbekomme. Wobei ich der Meinung bin, dass es auch diese sind die "mich" definieren. Soll heissen: Ich habe mich dennoch gern.

    Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass ganz egal wie speziell ich bin, es da draussen immer noch einen Menschen geben sollte, der zu mir passt, der mich lieben kann und den auch ich lieben kann.

    Nun aber noch zum Ende der Geschichte: Auch wenn es so manchen Menschen gab, der zu mir passte, waren die alle schon vergeben. Nur so nebenbei bemerkt: Alle anderen waren auch vergeben. "Bleib positiv" dachte ich mir und ging zu zusätzlichen Sprachkursen und anderen Möglichkeiten um andere Menschen kennenzulernen. Mit dem Erfolg: Nix. Absolut gar nichts.

    Damit befinde ich mich aktuell in absoluter Stagnation. Natürlich werde ich auch weiterhin auf täglicher Basis gefragt, ob ich bereits eine Freundin hätte. Nicht das mich dieses Gefrage kümmern würde, es nervt dennoch.




    Abschlussworte
    Um ehrlich zu sein kann ich mir nicht einmal vorstellen, dass irgendein lebendes Etwas (mein über alles geliebter Hund konnte mich auch nicht leiden, aber der hatte wenigstens das einfache Prinzip: "Liebe für Herrchen => kein Hungertot" verstanden) meine Gefühle erwidern würde, solange man ihm nicht eine Waffe an die Stirn hält. Und selbst dann würden sich die meisten wahrscheinlich noch wünschen dass man abdrückt.
    Allgemein kommt es mir vor, dass Antipathie bei mir ein Stoffwechselprodukt ist. Nur bei den andern kümmert mich das nicht.

    Nochmal versteht mich nicht falsch: Ich habe hier nur über einen kleinen Teil meines Lebens geschrieben. Ich bin abgesehen von der Liebesgeschichte sehr mit meinem Leben zufrieden. Auch hänge ich nicht so stark an den alten Geschichten wie man den Eindruck gewinnen könnte. Sie sorgen für viel Frust, aber ich denke manche von ihnen waren nötig.

    Ein Hauptproblem dabei ist immer noch das gute alte "was wäre wenn". Was wäre wenn nur eine von ihnen Ja gesagt hätte. Was wäre wenn ich das anders gemacht hätte. Was wäre wenn ... Es sollte wohl klar sein. Des weiteren hilft es auch nicht, dass mein Kopf bestimmte Prozesse extrem banalisiert. Er reduziert alles auf eine Ja/Nein Antwort vom Gegenüber. Als hätte ich eine Münze geworfen, die das eine Mal einfach Nein statt Ja angezeigt hat.
    "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit"
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    "Wenn alle Stricke reissen, häng ich mich auf"
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    "Aussprüche sehen intelligenter aus, wenn sie mit Anführungszeichen dastehen"
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  3. #2
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    Standard AW: "Eine endlosse Geschichte" Oder "Wie man kein Glück findet"

    Ist es wohl zu lang. Es muss nicht direkt über den Text gehen; Ich bin über (fast) jedes Feedback glücklich.
    Oder wirkt der Inhalt einfach abstossend?
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  4. #3
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    Standard AW: "Eine endlosse Geschichte" Oder "Wie man kein Glück findet"

    Hallo, Kleeblättchen,

    Du kannst nett schreiben. In einen Roman mit dem Titel "Irrungen und Wirrungen in der Jugendzeit" würde der Text gut passen können. Wir sind hier in einem Forum namens Hilferuf. Und nach einem Hilferuf sieht Dein Beitrag wirklich nicht aus.
    Und wenn Du eine Ansicht diskutieren möchtest, ist das auch möglich im Forum Gesellschaft.

    Solltest Du aber tatsächlich ernst gemeinte Fragen haben, dann empfehle ich Dir folgende Tipps:
    a) in der Kürze liegt die Würze
    b) Du solltest vorab das Wesentliche von wirklich nebensächlichen Dingen trennen.

    Auch beim Suchen des Glücks hilft die Konzentration auf das Ziel, welches erstmal genau definiert und benannt werden möchte. Und wenn es um das andere Geschlecht geht, wäre schon wichtig zu wissen, worauf Du Wert legst.

    LG, Nordrheiner
    Geändert von Nordrheiner (14.05.2015 um 16:18 Uhr) Grund: TF

  5. #4
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    Standard AW: "Eine endlosse Geschichte" Oder "Wie man kein Glück findet"

    Zitat Zitat von Nordrheiner Beitrag anzeigen
    Wir sind hier in einem Forum namens Hilferuf. Und nach einem Hilferuf sieht Dein Beitrag wirklich nicht aus.
    Und wenn Du eine Ansicht diskutieren möchtest, ist das auch möglich im Forum Gesellschaft.

    Solltest Du aber tatsächlich ernst gemeinte Fragen haben, dann empfehle ich Dir folgende Tipps:
    a) in der Kürze liegt die Würze
    b) Du solltest vorab das Wesentliche von wirklich nebensächlichen Dingen trennen.

    Auch beim Suchen des Glücks hilft die Konzentration auf das Ziel, welches erstmal genau definiert und benannt werden möchte. Und wenn es um das andere Geschlecht geht, wäre schon wichtig zu wissen, worauf Du Wert legst.

    LG, Nordrheiner
    Ich meinte die Leitfrage ergibt sich trivial, da sie in diesen Fällen eh meist generisch ist. Ich weiss nicht wie weiter. Wobei ich weiss schon, nur erwartet mich auch diesem Weg keine Erlösung.

    Keine Bange, für gewöhnlich arten meine Texte nicht dermassen aus. Ich sah nur das Problem, dass wenn ich kurz meine Lage beschreibe (da wäre in etwa der Letzte Uni Absatz) erhalte ich die gleichen Antworten wie immer.
    Und Antworten a la:

    • "Für jeden Topf gibt es einen Deckel, warte nur dann kommt schon die Richtige"
    • "Du darfst einfach nicht zwanghaft suchen, das regelt sich von alleine"
    • "Dann wird halt nichts daraus, man kann auch anders glücklich werden"
    • "Schau dich einfach mal ein wenig um, gehe z.B. in die Library, such dir ein nettes Mädchen aus und spreche ein wenig mit ihr"
    • Oder etwas exotischer: "Bezahl dir mal eine Professionelle dann bist du danach ein wenig entspannter"

    wollte ich vermeiden (um nur ein paar zu nennen).

    Ich bin, soweit ich das beurteilen kann, ein sehr nachdenklicher Mensch, der viel Selbstreflexion betreibt. Mitunter deshalb stecke ich dermassen tief in meinen Sumpf drin, dass ich nicht einmal mehr weiss wo Oben und Unten ist. Auch hierfür ist die Lösung offensichtlich: Ein Reset, gehe zurück auf Start, ein Neuanfang und dann nicht mehr verkrampft sondern locker mit freien Gedanken, lass dich spontan leiten. Dann wird alles Besser.

    Ich könnte diese Gedankengänge endlos weiterführen. Dem entsprechend habe ich immer und immer und immer wieder versucht einen neuen Blickwinkel auf die Dinge zu nehmen. Dies ist mir auch gelungen, glaube ich zumindest... Jetzt wollte ich gerade schreiben, wie ich dann zur Quintessenz komme, dass ich mich in einer Situation befinde in der ich mir nicht einmal vorstellen kann, dass (nicht wie) jemand meine Gefühle erwidert, aber mir ist gerade aufgefallen, dass deine Antwort wahrscheinlich nur Anteilnahme und kein wirkliches Interesse sein sollte. <Plötzlich ein Ruf aus dem Publikum: "Ich würde dir eine Therapie empfehlen". Die Masse ist jubelt. Der Vorhang geht zu ... warum auch immer der zu gehen sollte. In meinen Augen passte das gerade.>

    Daher wäre es wahrscheinlich recht lästig, wenn ich meinen Disput hier weiterführen würde. So sage ich einfach mal Danke für deine Anteilnahme.

    Vielleicht mache ich nochmal ein neues Thema auf, warte bis keiner Antwortet und überlege mir dann wieder ob ich ein neues Thema aufmachen sollte. Oder ich könnte mir auch wieder ein wenig selber antworten. Uhhh ich könnte einen Zweitaccount erstellen und mir damit selber antworten. Dabei veränder ich dann ein wenig meinen Sprachstil und nehme irgendeine eindimensionale Allerweltsposition ein. Wieso schreibe ich das jetzt? Ach ist doch egal.
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    Standard AW: "Eine endlosse Geschichte" Oder "Wie man kein Glück findet"

    Hallo nochmal, Kleeblättchen,

    wenn Du eine Frage stellst - und erhältst korrekte - aber völlig unbefriedigende Antworten, dann liegt es an der Fragestellung. So geht es dann nicht nur Dir - sondern jedem Menschen.

    Also meine Hilfestellung könnte darin liegen, dass ich Dir mit Hinweisen helfe, die Königsfrage zu finden, die Du selbst aber formulieren solltest. Erwarte nicht, dass andere auf die Frage stoßen, die Deine Königsfrage ist oder sie an Deiner Stelle formulieren.

    Und haben wir die Königsfrage gefunden, dann finden wir auch die richtige Antwort.

    Deal?

    LG, Nordrheiner

  7. Für den Beitrag dankt: Kleeblättchen

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