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Thema: Gedanken an den Ex versus aktuelle Beziehung...

  1. #1
    Registriert Avatar von monroe
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    Standard Gedanken an den Ex versus aktuelle Beziehung...

    Hallo ihr Lieben

    Ich habe ein Problem, mit dem ich schon seit längerem immer wieder kämpfe - die Gedanken an meinen Ex. Ich hoffe hier kann mir vielleicht jemand einen kleinen Denkanstoß geben, ich bin da mental mittlerweile sehr festgefahren.

    Also, ich versuche es kurz zu machen: vor anderthalb Jahren habe ich jemanden kennengelernt, mit dem ich sofort auf einer Wellenlänge war, Humor, Ansichten, Freizeitgestaltung, alles. Dieser Jemand wurde dann kurz darauf mein Freund, und eigentlich lief alles wunderbar, bis mir nach einigen Monaten klar wurde, dass es so nicht weitergehen kann... ich war sehr gern in seiner Nähe, hab mich sicher bei ihm gefühlt, er hat mir die Welt zu Füßen gelegt, seine Freunde, die ich bald sehr mochte, haben mich akzeptiert, ich kam wunderbar mit seiner Familie zurecht, alles prima. Es gab allerdings einige Probleme... ich bin ein sehr offener, extrovertierter Mensch, selbstbewusst und mittlerweile auch sehr zufrieden mit seinem Leben. Er ist ganz anders, er lässt sich leicht verunsichern, ist nicht kritikfähig, meist eher verschlossen... mir gegenüber hat er sich geöffnet, aber er hatte ein ziemlich negatives Bild von anderen Menschen, und obwohl ich immer versucht habe ihn zu unterstützen und ihm zu helfen selbstbewusster zu werden hat es doch nie gereicht, was mich auf Dauer sehr frustriert und verunsichert hat - natürlich ist das nicht meine Verantwortung, es ist ja sein Leben, aber egal was ich tat, es schien einfach nicht besser zu werden. Zudem war er sehr eifersüchtig auf meine Freunde (männlich + weiblich), vor allem auf meinen besten Freund. Deswegen hatten wir einige Streits, irgendwann hab ich das Ganze eben entnervt beendet.

    Kurz darauf kamen wir wieder zusammen, alles prima, dann wieder Ende von meiner Seite.

    Ein halbes Jahr später, im Winter diesen Jahres, dann wieder dasselbe Spiel. Ich war glücklich, ich dachte er auch. Dass es immer so ein Hin und Her war hat ihn sehr mitgenommen, und das tat und tut mir auch ehrlich leid. Ich würde mir wirklich wünschen ich hätte ihm das Ganze erspart, aber immer wenn sich die Wogen geglättet hatten und ich mir Gedanken gemacht hatte kam ich eben wieder auf neue Ideen, von denen ich dachte, dass es damit vielleicht funktionieren könnte... kurz und gut, wir kamen also wieder zusammen, alles prima, dann wieder Ende. Das lag zum Einen daran, dass wir völlig verschiedene Zukunftsvorstellungen haben, dann auch an seiner Eifersucht, die er allerdings inzwischen viel besser im Griff hatte, und zu guter letzt daran, dass ich mich einfach körperlich nicht von ihm angezogen gefühlt habe. Der Sex bzw die Lust darauf war einfach weg, auch wenn wir einige Änderungen vorgenommen haben, die unser Sexleben sehr verbessert haben. Aber ich bin ein sehr unabhängiger Mensch und habe zudem den Eindruck, unter Bindungsängsten zu leiden, während er sehr viel Nähe und Bestätigung braucht und nicht lange ohne mich kann. Selbst wenn ich meinen Partner liebe ist es für mich in Ordnung, wenn jeder vielleicht eine Woche lang sein eigenes Ding macht, man sieht sich dann ja wieder, aber so etwas ist für ihn undenkbar. Die ganzen Reibereien wieder hochkochen zu lassen habe ich mir verboten, im Endeffekt haben wir deswegen nur Streit, er gibt sich die Schuld, wird noch unsicherer, braucht noch mehr Nähe... ein Teufelskreis. Nun also der finale Schlussstrich, wie ich dachte und auch immer noch denke. Er hat mir auch klargemacht dass das für ihn das letzte Mal war, was ich gut finde, weil er wirklich genug gelitten hat.

    Jedenfalls kam ich dann nach einiger Zeit mit meinem besten Freund zusammen, mit dem es eigentlich schon seit Jahren darauf hinauslief. Mit ihm bin ich eigentlich sehr glücklich, er kennt mich von allen Menschen auf dieser Welt wohl am Besten, wir haben viel miteinander durchgestanden und haben auch sehr ähnliche Zukunftsvorstellungen. Mein Verhältnis zu ihm ist ein ganz anderes als zu meinem Ex, was ja auch gut ist, und es ist nicht schlechter... wir passen menschlich besser zusammen. Allerdings fehlt mir vieles aus meiner alten Beziehung, was ja normal ist, vor allem, da zwischen den beiden Beziehungen nicht viel Zeit lag. Mein jetziger Freund weiß, dass mich das noch immer beschäftigt, und eigentlich stellt es auch keine Gefahr für unsere Beziehung dar. Ich war mir sehr sicher, nie wieder etwas mit meinem Ex anzufangen, einfach weil es bewiesenermaßen nicht funktioniert, und ich will auch nicht dass es jetzt wieder dazu kommt.

    Allerdings war ich am Wochenende aus und habe die besten Freunde meines Exfreundes getroffen und mich lange mit ihnen unterhalten... sie sagen beide dass sie nicht verstehen, wieso nun doch Schluss ist, sie kannten uns als Pärchen und unser Verhältnis zueinander sehr gut, haben uns beide unterstützt und naja, sie wünschen sich wohl dass ich wieder mit meinem Ex zusammenkomme. Das ist ja eigentlich nicht relevant, es ist ja nicht ihre Beziehung, aber seitdem dreht sich das Gedankenkarussell wieder...

    Ich weiß selbst nicht wirklich, was die Quintessenz dieses viel zu langen Textes sein soll, ich weiß nur dass ich meinen Ex nicht aus dem Kopf bekomme... ist es einfach die Sehnsucht nach Nähe, die ich jetzt nicht habe, da ich gerade eine Fernbeziehung führe? Oder fehlt mir einfach der sichere Rahmen, die Vertrautheit, das Gefühl, bei ihm und seiner Familie willkommen und Zuhause zu sein? Sind das Ausläufer des Verarbeitungsprozesses, oder gab es vielleicht etwas das ich übersehen hab, womit die Beziehung hätte funktionieren können? Ich bin gerade ziemlich ratlos, einige Gedanken von Außenstehenden würden mir vielleicht sehr helfen...

    Und ja, ich weiß dass das wirkt als wäre ich sehr rücksichtslos und nur auf meine eigenen Gefühle bedacht... vielleicht stimmt das sogar, aber das will ich gar nicht so. Ich halte mich ja schon von meinem Ex fern und meide Veranstaltungen, auf denen ich ihn treffen könnte, auch wenn ich mir sehr wünsche ihn nochmal zu sehen... ich will ihn nicht wieder zurückreißen in die Gefühle die er gerade verarbeitet, er tut sich schwer damit darüber hinwegzukommen, sagen seine Freunde. Ich hab einfach den Eindruck als wäre jede Entscheidung, die ich treffe, die falsche, als würde ich den Menschen die mir etwas bedeuten einfach nur immer weiter wehtun und zu keinem Ergebnis kommen, deswegen bin ich gerade auch so gelähmt. Ich will das doch nicht mehr...

    Danke für jede Antwort, und liebe Grüße
    monroe
    Geändert von monroe (17.06.2013 um 15:35 Uhr)
    ...ich ändere lieber meine Meinung und kann es begründen, als dass ich ihr treu bleibe, ohne zu wissen warum.

    Ein Freund ist jemand, der dir zuhört.
    Jemand, der dir sagt was er denkt.
    Jemand, der dich schützt, wenn du schwach bist.
    Jemand, der dich fordert, wenn du stark bist.
    Jemand, der dir verzeiht.
    Jemand, der zu verstehen versucht.
    Und vor allem: jemand, der nicht sagt, wie müde er ist, sondern wach bleibt, solange du ihn brauchst.

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  3. #2
    Pierre-Adrian
    Gast

    Standard AW: Gedanken an den Ex versus aktuelle Beziehung...

    U
    Zitat Zitat von monroe
    ....


    *Das lag zum Einen daran, dass wir völlig verschiedene Zukunftsvorstellungen haben, dann auch an seiner Eifersucht, die er allerdings inzwischen viel besser im Griff hatte, und zu guter letzt daran, dass ich mich einfach körperlich nicht von ihm angezogen gefühlt habe. ....

    Ich weiß selbst nicht wirklich, Ist es einfach die Sehnsucht nach Nähe, die ich jetzt nicht habe, da ich gerade eine Fernbeziehung führe? Oder fehlt mir einfach der sichere Rahmen, die Vertrautheit, das Gefühl, bei ihm und seiner Familie willkommen und Zuhause zu sein? Sind das Ausläufer des Verarbeitungsprozesses, oder gab es vielleicht etwas das ich übersehen hab, womit die Beziehung hätte funktionieren können ....

    . Ich hab einfach den Eindruck als wäre jede Entscheidung, die ich treffe, die falsche, ....
    Hallo monroe,

    dann bist es ja eigentlich Du, die nicht recht weiss, was sie will, denn Dein Ex-Partner wollte ja die Beziehung, und Du hast den Schalter Aus-An-Aus-An-Aus-Geknipst.
    So gesehen hatte Dein Expartner
    auch Grund zur Eifersucht. Du bist bei dem gelandet, auf den er eifersüchtig war.

    Ansonsten, das in Deinem Text von mir gefettete, ist wohl zutreffend.

    Zu dem, wie die Beziehung hätte funktionieren können: Du hättest
    vermutlich einen längeren Atem gebraucht. Da er sich im einen und anderen Punkt bereits geändert hatte. Aber sowas geht nicht von einem Monat auf den anderen nachhaltig.
    Andererseits soll er sich ja nicht verbiegen für Andere. Zumal Dir die sexuelle Anziehung zu ihm fehlte...

  4. #3
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    Avatar von monroe
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    Standard AW: Gedanken an den Ex versus aktuelle Beziehung...

    Zitat Zitat von Pierre-Adrian Beitrag anzeigen
    U
    Hallo monroe,

    dann bist es ja eigentlich Du, die nicht recht weiss, was sie will, denn Dein Ex-Partner wollte ja die Beziehung, und Du hast den Schalter Aus-An-Aus-An-Aus-Geknipst.
    So gesehen hatte Dein Expartner
    auch Grund zur Eifersucht. Du bist bei dem gelandet, auf den er eifersüchtig war.

    Ansonsten, das in Deinem Text von mir gefettete, ist wohl zutreffend.

    Zu dem, wie die Beziehung hätte funktionieren können: Du hättest
    vermutlich einen längeren Atem gebraucht. Da er sich im einen und anderen Punkt bereits geändert hatte. Aber sowas geht nicht von einem Monat auf den anderen nachhaltig.
    Andererseits soll er sich ja nicht verbiegen für Andere. Zumal Dir die sexuelle Anziehung zu ihm fehlte...
    Hallo Pierre-Adrian

    Das stimmt, ich wusste wirklich nicht was ich will. Ich hab immer gesagt, er ist der Richtige - aber zum falschen Zeitpunkt. Ich will reisen, neue Erfahrungen machen, leben, und er konnte damit nicht umgehen und hat mich etwas eingeengt... irgendwann dachte ich immer, dass es dann besser ist, Schluss zu machen, aber dann habe ich gemerkt wie sehr er mir fehlt.

    Das, was du als fett markiert ist, ist das, was ich auch gerade für mich selbst zu bestätigen versuche... ich habe ja einen Freund, ich muss eben nur damit auskommen, dass er nicht immer körperlich anwesend ist. Ich wünsch mir halt nur ich könnte diese wiederkehrenden ''was wäre wen...?''-Gedanken ausschalten...

    Danke und liebe Grüße
    monroe
    ...ich ändere lieber meine Meinung und kann es begründen, als dass ich ihr treu bleibe, ohne zu wissen warum.

    Ein Freund ist jemand, der dir zuhört.
    Jemand, der dir sagt was er denkt.
    Jemand, der dich schützt, wenn du schwach bist.
    Jemand, der dich fordert, wenn du stark bist.
    Jemand, der dir verzeiht.
    Jemand, der zu verstehen versucht.
    Und vor allem: jemand, der nicht sagt, wie müde er ist, sondern wach bleibt, solange du ihn brauchst.

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