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Thema: verliebt und psychisch krank...

  1. #1
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    Standard verliebt und psychisch krank...

    Hallo,
    Ich brauche mal wieder eure Hilfe... ertsmal sorry für den langen Text.
    Ich hab mich schon wieder verliebt... ich weiß, ich war vor wenigen Tagen noch völlig am Boden wegen Liebenskummer, aber vor einiger Zeit habe ich ihn kennengelernt und er hat sich einfach in mein Gehirn eingepflanzt und ich hab alles andere vergessen.
    Ich bin so begeistern von ihm...
    Jedenfalls hat er mich, nachdem wir uns das erste Mal gesehen haben, nach meiner Nummer gefragt und er hat sich auch kurz drauf bei mir gemeldet.
    Ich war die ganze Zeit aber ziemlich verwirrt, ob er es rein freundschaftlich meint oder er sich eventuell auch mehr vorstellen könnte. Vielleicht sollte ich noch dazusagen, dass er einige Jahre jünger ist als ich.
    Wir haben jedenfalls miteinander geredet, er wollte mich besser kennenlernen, hat mich nach Hobbys gefragt, ob ich nen Freund hätte usw.. Er schien ziemlich erfreut darüber zu sein, dass ich keinen Freund hatte.
    Wir haben uns kurz darauf verabredet, bei mir zu Hause.
    Wir haben ein paar Filme gegucktund es ist nichts gelaufen. Seine Körpersprache hat Abwehr signalisiert und da ich mir keine falschen Hoffnungen machen wollte, hab ich das so akzeptieren wollen, auch wenn seine Worte teilweise seiner Körpersprache wiedersprachen.
    Z.B. hat er deutlich gemacht, wie glücklich er war, dass er mich nach meiner Nummer gefragt hat und vor allem darüber, dass ich sie ihm ohne zu zögern gab. Er hat auch deutlich gemacht, dass er sich über einige Dinge, die ich vorher in den Gesprächen erwähnte, informiert hat. Und er hat mehrmals erwähnt, wie verdammt schüchtern er gegenüber Frauen wäre.
    Tja, ich bin auch schüchtern und sehr labil in dem Bereich. Ich bin es nicht gewohnt, dass die Männer nichts tun... und wenn sie doch nichts tun, dann passiert halt einfach nichts. Ich bin psychisch noch nicht dazu in der Lage.
    Nachdem mehrere Stunden lang nichts lief, wir mit Abstand nebeneinander saßen, ist es durch Zufall (ja, das war es wirklich) zu einem Kuss gekommen. Das hat uns beide etwas aufgetaut, zumindest wusste ich, dass wohl doch Interesse da war und auch er hat plötzlich von seinen Zweifeln geredet, dass er ja so eine Angst gehabt hätte und dachte, ich wollte nur auf Freundschaft hinaus.
    Wir haben noch einige Zeit gekuschelt, uns geküsst und es war toll. Dass er sehr unsicher war (noch mehr als ich) war nicht zu übersehen. Er hätte, wie er gesagt hat, die ganze letzte Woche wohl nicht viel anderes gemacht, als alle Leute, die wir beide kennen, über mich auszufragen.
    Seine Unsicherheit, sein plötzliches Zurückschrecken, seine Direktheit, seine Traurigkeitsanfälle haben mich nicht gestört. Wir haben nur dagegelegen und ich habe es genossen, für mich war es einfach wunderschön.
    Irgendwann fing er an, schon was von Beziehung zu plaudern... das ging mir zu schnell und das machte ich auch deutlich. Dafür kannten wir uns definitiv zu schlecht! Er hat es akzeptiert, war danach aber verunsichert. Wir haben uns verabschiedet, ohne etwas neues auszumachen.
    Deswegen hab ich mich schließlich wieder bei ihm gemeldet, ihm gesagt, ich würde ihn gerne wiedersehen. Schließlich fragte er, ob ich nicht jetzt sofort vorbei kommen möchte. Da ich ihn sehr vermisst hatte, bin ich zu ihm hingefahren.
    Er war gleich wieder sehr verunsichert, haben uns nicht mal richtig umarmt bei der Begrüßung.
    Plötzlich bekam er wieder einen Unsicherheitsanfall, richtig furchtbar! Er war kurz vorm heulen, fing an mir seine Phobien, seine Ängste, seine Depressionen aufzulisten. Fing an sich selber völlig fertig zu machen, er sei nicht liebens- oder begehrenswert. Das von vorher wäre ein Fehler gewesen, er sei dazu nicht in der Lage. Er habe Angst vor Menschen, Angst vor Beziehungen, Angst vor Nähe... eigentlich hat er vor allem Angst, wovor man Angst haben kann. Angst ist schon fast harmlos ausgedrückt, eigentlich sind es alles ziemlich stark ausgeprägte Phobien. Er bezeichnete sich selber als hochgradig krank und psychisch gestört... und ich befürchte, ich muss ihm zustimmen.
    Eigentlich wollten wir noch zusammen Essen gehen und er wollte mich seinen Eltern vorstellen, doch plötzlich schmiss er mich aus der Wohnung raus. Völlig am Boden zerstört. Er müsse nachdenken und in meiner Nähe könne er nicht mehr klar denken.
    Ich bekam raus, dass er vor mehreren Jahren eine kurze Beziehung hatte, die der reinste Horror war. Für ihn war kein einziger schöner Moment dabei und allgemein glaubt er nicht, dass es bei Beziehungen etwas schönes geben kann. Nein, ganz furchtbare Bilder tauchten in seinem Kopf auf, Bilder die er nie wieder erleben möchte. Er schmiss mich raus, meinte er würde sich melden, nach dem er einige Tage nachdenkt und ich ging heim.
    Ich sprach mit den Leuten, bei denen er sich über mich informiert hatte. Alle haben das gleiche Bild: Er sei hals über Kopf verliebt, hätte sich, seit er mich kennt, so verändert, wäre über sich hinausgewachsen und alle haben sich so für ihn gefreut... auf dem Weg wieder ein normaler Mensch zu werden.
    Doch im Moment sieht es eher so aus, als würde er sich gegen Nähe und damit auch gegen mich entscheiden und auch mich nimmt das extrem mit.
    ich bin fertig, weiß nicht was ich tun soll, wenn er sich meldet und mir sagt, dass er nicht in der Lage dazu ist.
    Ich weiß nicht, wie man mit psychisch kranken Menschen umgeht!
    Ich bin total verliebt, er hat es mir einfach angetan, aber ich habe natürlich auch Angst um mich. Ich komme gerade so selber mit meinem eigenen Leben klar, ich habe Angst dass ich Wochen oder gar Monate meines Lebens damit vergeuden könnte, einem psychisch kranken Menschen zu erzählen, wie schön eine Beziehung ist und das seine alte Beziehung nicht repräsentativ ist. Es wird mich runtermachen und wahrscheinlich werde ich es nicht einmal schaffen, Zugang zu ihm zu finden.
    Aber sobald ich mir überlege, dass ich es lassen sollte, einfach zu meinem eigenen Schutz den Kontakt abbrechen, fallen mir wieder die schönen Momente ein. Er kann ja auch ganz normal sein und nur weil er nicht die Selbstsicherheit in Person ist muss das ja kein KO-Kriterium sein.
    Will ich es probieren, wie wahrscheinlich ist es, dass ich entweder gestärkt oder so wie vorher, aus der Geschichte wieder rauskomme? Ich will nicht wieder in den Strudel geraten, dass ich nicht mehr weiß, wie ich mit meinem Leben klar kommen soll! Da war ich schonmal drin und ich habe lange gebraucht, mich wieder selber aus dem Sumpf herauszuziehen. Keine Ahnung, ob ich dazu nochmal in der Lage wäre!
    Aber ok, ich bin das kleinere Problem. Meine Freunde würden mir beistehen und ich habe in meinem Leben so viel erreicht, ich sollte es schaffen können.
    Aber wie mache ich ihm deutlich, dass ein "nein, ich kann es nicht versuchen" die falsche Entscheidung ist? Soll ich ihm dann gleich die Freundschaft anbieten? Manche unserer gemeinsamen Bekannte sagen, dass wir eine reine Freundschaft ja doch nicht aushalten würden und es sehr wahrscheinlich ist, dass wir einfach so in eine Beziehung schleddern und er es nicht einmal richtig merkt. Und so furchtbar kann seine Angst vor Nähe nicht sein, schließlich hat er, als wir gekuschelt haben auch ständig wieder meine Nähe gesucht. Auch ich bin hin und wieder weggerutscht und war in den Überlegungen: "abhauen, heimgehen, heulen und alles vergessen". Einfach Gedanken die kommen, wenn man so unsicher ist... In solchen Momenten hat er mich genommen und mich immer wieder geküsst und mich beruhigt. In den Momenten wo er unsicher war, hab ich ihn umarmt und ihn beruhigt. Aber es müsste halt auch wieder zu dieser Situation kommen... wie wahrscheinlich ist das, wenn es bereits das letzte Mal reiner Zufall war?
    Oder soll ich ihm sagen, was ich für ihn empfinde, dass wir alles ganz langsam angehen lassen, nichts tun was er nicht will, dass ich für ihn da bin, ganz egal wie es ihm gerade geht.
    Und wenn er darauf nicht anspringt, kann ich es immer noch über den Weg der Freundschaft probieren.
    Vielen Dank fürs durchlesen!
    Habt ihr vielleicht Tipps für mich?

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  3. #2
    Gast
    Gast

    Standard AW: verliebt und psychisch krank...

    Hallo Telena,
    ich bin auch so ein psychisch kranker Mensch will sagen,dass du ihm am besten sagst einfach wie es ist. Ich habe zum Beispiel auch Ängste vor Menschen und hatte bzw. habe Probleme mit Beziehungen. Wenn du ihn wirklich liebst, dann würde ich an deiner Stelle ihm so sagen wie es ist. Es wird auf keinen Fall sein dass er vor lauter Angst dich ablehnt, nach Hause oder wie auch immer schickt und nie wiedersehen möchte, würde ich auch als psychisch Kranker nicht machen. Es soll auf jeden Fall aufrichtig sein. Mache das und es wird sich lohnen. Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allem viel Liebe.
    Gruß
    Viktor

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