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Thema: Lieblingsgedichte

  1. #31
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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    "Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
    Sie sprechen alles so deutlich aus:
    Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
    Und hier ist Beginn und das Ende ist dort.
    Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
    Sie wissen alles, was wird und war;
    Kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
    Ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.
    Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
    Die Dinge singen hör ich so gern.
    Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
    Ihr bringt mir alle die Dinge um."
    (Rainer Maria Rilke)
    "Ich spür", dass du da bist, und ich hoff', dass es wahr ist."

    "Sei was du bist. Gib was du hast."

    "Für immer bleibt, was einmal war."

    "Mit allen Kreaturen bin ich in schönster Seelenharmonie. Wir sind verwandt, ich fühle es innig, und eben darum liebe ich sie." (Wilhelm Busch)

  2. Für den Beitrag danken: Kantorka, ~scum~

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  4. #32
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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    Wie sind die Tage...

    Wie sind die Tage schwer!
    An keinem Feuer kann ich erwarmen,
    Keine Sonne lacht mir mehr,
    Ist alles leer,
    Ist alles kalt und ohne Erbarmen,
    Und auch die lieben klaren
    Sterne schauen mich trostlos an,
    Seit ich im Herzen erfahren,
    Dass Liebe sterben kann.

    Hermann Hesse
    Wir leben in einer Gesellschaft,
    die uns anhält, unseren
    Verstand zu gebrauchen,
    wenn unser Herz gefragt ist.
    Erich Fromm


    Meine Väter sind schwarz
    und meine Mütter sind gelb.
    Meine Brüder sind rot
    und meine Schwestern sind hell.
    Ich bin über zehntausend Jahre alt und
    mein Name ist Mensch.
    Ton Steine Scherben

  5. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, ~scum~

  6. #33
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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    Der Traum vom Gesichtertausch

    Als ich träumte, was ich jetzt erzähle,
    drängten Tausende durch jenes Haus.
    Und als ob es irgendwer befehle
    und das eigne Antlitz jeden quäle,
    zogen alle die Gesichter aus.

    Wie beim Umzug Bilder von den Wänden
    nahmen wir uns die Gesichter fort.
    Und dann hielten wir sie in den Händen,
    wie man Masken hält, wenn Feste enden.
    Aber festlich war er nicht, der Ort.

    Ohne Mund und Augen, kahl wie Schatten,
    griffen alle nach des Nachbarn Hand,
    bis sie wiederum Gesichter hatten.
    Schnell und schweigend ging der Tausch vonstatten.
    Jeder nahm, was er beim anderen fand.

    Männer trugen plötzlich Kindermienen.
    Frauen trugen Bärte im Gesicht.
    Greise lächelten wie Konkubinen.
    Und dann stürzten alle, ich mit ihnen,
    vor den Spiegel, doch ich sah mich nicht.

    Immer wilder wurde das Gedränge.
    Einer hatte sein Gesicht entdeckt!
    Rufend zwängte er sich durch die Menge.
    Und er trieb sein Antlitz in die Enge.
    Doch er fand es nicht. Es blieb versteckt.

    War ich jenes Kind mit langen Zöpfen?
    War ich dort die Frau mit rotem Haar?
    War ich einer von den kahlen Köpfen?
    Unter den verwechselten Geschöpfen
    Sah ich keines, das ich selber war.

    Da erwachte ich vor Schreck. Mich fror.
    Irgendeiner riß mich an den Haaren.
    Finger zerrten mich an Mund und Ohr.
    Ich begriff, als sich die Angst verlor,
    dass es meine eignen Hände waren.

    Ganz beruhigt war ich freilich nicht.
    Trug ich Mienen, die mich nicht betrafen?
    Hastig sprang ich auf und machte Licht,
    lief zum Spiegel, sah mir ins Gesicht,
    löschte aus und ging beruhigt schlafen.

    Erich Kästner
    Wir leben in einer Gesellschaft,
    die uns anhält, unseren
    Verstand zu gebrauchen,
    wenn unser Herz gefragt ist.
    Erich Fromm


    Meine Väter sind schwarz
    und meine Mütter sind gelb.
    Meine Brüder sind rot
    und meine Schwestern sind hell.
    Ich bin über zehntausend Jahre alt und
    mein Name ist Mensch.
    Ton Steine Scherben

  7. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, grisou, Stone, ~scum~

  8. #34
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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    Manchmal

    Manchmal, wenn ein Vogel ruft
    Oder ein Wind geht in den Zweigen
    Oder ein Hund bellt im fernsten Gehöft,
    Dann muss ich lange lauschen und schweigen,
    Meine Seele flieht zurück,
    bis wo vor tausend vergessenen Jahren
    Der Vogel und der wehende Wind
    mir ähnlich und meine Brüder waren.
    Meine Seele wird Baum
    Und ein Tier und ein Wolkenweben.
    Verwandelt und fremd kehrt sie zurück
    Und fragt mich. Wie soll ich Antwort geben?


    Hermann Hesse
    Wir leben in einer Gesellschaft,
    die uns anhält, unseren
    Verstand zu gebrauchen,
    wenn unser Herz gefragt ist.
    Erich Fromm


    Meine Väter sind schwarz
    und meine Mütter sind gelb.
    Meine Brüder sind rot
    und meine Schwestern sind hell.
    Ich bin über zehntausend Jahre alt und
    mein Name ist Mensch.
    Ton Steine Scherben

  9. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, ~scum~

  10. #35
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    Manchmal spricht ein Baum
    durch das Fenster mir Mut zu
    Manchmal leuchtet ein Buch
    als Stern auf meinem Himmel
    manchmal ein Mensch,
    den ich nicht kenne,
    der meine Worte erkennt.


    Rose Ausländer
    Wir leben in einer Gesellschaft,
    die uns anhält, unseren
    Verstand zu gebrauchen,
    wenn unser Herz gefragt ist.
    Erich Fromm


    Meine Väter sind schwarz
    und meine Mütter sind gelb.
    Meine Brüder sind rot
    und meine Schwestern sind hell.
    Ich bin über zehntausend Jahre alt und
    mein Name ist Mensch.
    Ton Steine Scherben

  11. Für den Beitrag dankt: beihempelsuntermsofa

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