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Thema: Lieblingsgedichte

  1. #26
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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    Mein blaues Klavier

    Ich habe zu Hause ein blaues Klavier
    Und kenne doch keine Note.

    Es steht im Dunkel der Kellertür,
    Seitdem die Welt verrohte.

    Es spielten Sternenhände vier -
    Die Mondfrau sang im Boote.
    - Nun tanzen die Ratten im Geklirr.

    Zerbrochen ist die Klaviatur.
    Ich beweine die blaue Tote.

    Ach liebe Engel öffnet mir
    - Ich aß vom bitteren Brote -
    Mir lebend schon die Himmelstür,
    Auch wider dem Verbote.

    Else Lasker-Schüler
    Wir leben in einer Gesellschaft,
    die uns anhält, unseren
    Verstand zu gebrauchen,
    wenn unser Herz gefragt ist.
    Erich Fromm


    Meine Väter sind schwarz
    und meine Mütter sind gelb.
    Meine Brüder sind rot
    und meine Schwestern sind hell.
    Ich bin über zehntausend Jahre alt und
    mein Name ist Mensch.
    Ton Steine Scherben

  2. Für den Beitrag dankt: beihempelsuntermsofa

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  4. #27
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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    Losgelöst

    Losgelöst
    treibt ein Wort

    auf dem Wasser der Zeit
    und dreht sich
    und wird getragen
    oder geht unter.

    Du hast mich lange vergessen.
    Ich erinnre schon niemand,
    dich nicht
    und niemand.

    Dies Wort von mir zu dir,
    dies treibende Blatt,
    es könnte von jedem
    Baum

    auf das Wasser gefallen sein.

    Hilde Domin
    Wir leben in einer Gesellschaft,
    die uns anhält, unseren
    Verstand zu gebrauchen,
    wenn unser Herz gefragt ist.
    Erich Fromm


    Meine Väter sind schwarz
    und meine Mütter sind gelb.
    Meine Brüder sind rot
    und meine Schwestern sind hell.
    Ich bin über zehntausend Jahre alt und
    mein Name ist Mensch.
    Ton Steine Scherben

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  6. #28
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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    Nicolas Born:

    Selbstbildnis


    Oft für kompakt gehalten
    für eine runde Sache
    die geläufig zu leben versteht –
    doch einsam frühstücke ich
    nach Träumen
    in denen nichts geschieht.
    Ich mein Ärgernis
    mit Haarausfall und wunden Füßen
    einssechsundachtzig und Beamtensohn
    bin mir unabkömmlich
    unveräußerlich kenne ich
    meinen Wert eine Spur zu genau
    und mach Liebe wie Gedichte nebenbei.
    Mein Gesicht verkommen
    vorteilhaft im Schummerlicht
    und bei ernsten Gesprächen.
    Ich Zigarettenraucher halb schon Asche
    Kaffeetrinker mit den älteren Damen
    die mir halfen
    wegen meiner sympathischen Fresse und
    die Rücksichtslosigkeit mit der
    ich höflich bin.

  7. Für den Beitrag dankt: beihempelsuntermsofa

  8. #29
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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    Notwendige Fragen

    Das Gewicht
    der Angst
    Die Länge und Breite
    der Liebe
    Die Farbe
    der Sehnsucht
    im Schatten
    und in der Sonne

    Wieviel Steine
    geschluckt werden müssen
    als Strafe
    für Glück
    und wie tief
    man graben muß
    bis der Acker
    Milch gibt und Honig

    Erich Fried

  9. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, Kantorka

  10. #30
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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    Abschied


    Ich habe dir viel gegeben:
    Bewahr es gut,
    Wo fern vom Irren und Leben
    Es einsam ruht.

    Wie Schatten hingebreitet,
    die kommen und fliehn,
    Auf deiner Seele gleitet
    Die Welt dahin.

    Doch in die tiefern Gründe
    Schau ich hinab,
    Ob ich dort wiederfinde,
    Was ich Dir gab.

    Arthur Schnitzler
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    die uns anhält, unseren
    Verstand zu gebrauchen,
    wenn unser Herz gefragt ist.
    Erich Fromm


    Meine Väter sind schwarz
    und meine Mütter sind gelb.
    Meine Brüder sind rot
    und meine Schwestern sind hell.
    Ich bin über zehntausend Jahre alt und
    mein Name ist Mensch.
    Ton Steine Scherben

  11. Für den Beitrag dankt: beihempelsuntermsofa

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