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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    Gestutzte Eiche


    Wie haben sie dich, Baum, verschnitten
    Wie stehst du fremd und sonderbar!
    Wie hast du hundertmal gelitten,
    Bis nichts in dir als Trotz und Wille war!
    Ich bin wie du, mit dem verschnittnen,
    Gequälten Leben brach ich nicht
    Und tauche täglich aus durchlittnen
    Roheiten neu die Stirn ins Licht.
    Was in mir weich und zart gewesen,
    Hat mir die Welt zu Tod gehöhnt,
    Doch unzerstörbar ist mein Wesen,
    Ich bin zufrieden, bin versöhnt,
    Geduldig neue Blätter treib ich
    Aus Ästen hundertmal zerspellt,
    Und allem Weh zu Trotze bleib ich
    Verliebt in die verrückte Welt.

    Juli 1919
    "Ich spür", dass du da bist, und ich hoff', dass es wahr ist."

    "Sei was du bist. Gib was du hast."

    "Für immer bleibt, was einmal war."

    "Mit allen Kreaturen bin ich in schönster Seelenharmonie. Wir sind verwandt, ich fühle es innig, und eben darum liebe ich sie." (Wilhelm Busch)

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  4. #62
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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    Apropos, Einsamkeit!

    Man kann mitunter scheußlich einsam sein!
    Da hilft es nichts, den Kragen hochzuschlagen
    und vor Geschäften zu sich selbst zu sagen:
    Der Hut da drin ist hübsch, nur etwas klein ...

    Da hilft es nichts, in ein Café zu gehn
    und aufzupassen, wie die andren lachen.
    da hilft es nichts, ihr Lachen nachzumachen.
    Es hilft auch nicht, gleich wieder aufzustehn.

    Da schaut man seinen eignen Schatten an.
    Der springt und eilt, um sich nicht zu verspäten,
    und Leute kommen, die ihn kühl zertreten.
    Da hilft es nichts, wenn man nicht weinen kann.

    Da hilft es nichts, mit sich nach Haus zu fliehn
    und, falls man Brom zu Haus hat, Brom zu nehmen.
    Da nützt es nichts, sich vor sich selbst zu schämen
    und die Gardinen hastig vorzuziehn.

    Da spürt man, wie es wäre: Klein zu sein.
    So klein, wie nagelneue Kinder sind!
    Dann schließt man beide Augen und wird blind.
    Und liegt allein.


    Erich Kästner
    Wir leben in einer Gesellschaft,
    die uns anhält, unseren
    Verstand zu gebrauchen,
    wenn unser Herz gefragt ist.
    Erich Fromm


    Meine Väter sind schwarz
    und meine Mütter sind gelb.
    Meine Brüder sind rot
    und meine Schwestern sind hell.
    Ich bin über zehntausend Jahre alt und
    mein Name ist Mensch.
    Ton Steine Scherben

  5. #63
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    Standard AW: Lieblingsgedichte

    FRÜHLINGS ENDE

    KIBINO (gest. 775)

    Der Wind trieb alle Blütenblätter von
    Den Zweigen weg. Der Frühling, der schon lange
    Kränklich und blass war, ist geschwunden. Nur
    Der süsse Duft der Pflaumenblüte blieb
    Am Ärmel meines seidenen Gewandes
    Gleich einem schönen, müden Traum zurück.

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