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Thema: Wenn wir irgendwas nicht haben, was wir uns wünschen würden…

  1. #1
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    Standard Wenn wir irgendwas nicht haben, was wir uns wünschen würden…

    Wenn man die Eltern bekommen hat, die einem nur beigebracht haben an sich zu zweifeln, sich zu hassen und zu hinterfragen? Wenn Du psychotisch geworden bist, oder ängstlich, oder ein Säufer, oder..ein hochintelligenter Mensch jedoch ohne Boden unter den Füssen, weil Du die Schockerlebnisse nicht verarbeiten kannst, egal, wie Du Dich anstrengst.


    Wenn Du Deine Träume nicht verwirklichen kannst, weil so viele Hindernisse um einem herum sich aufbauen. Du schläfst, Du nimmst Mahlzeiten zu Dir, Du kommunizierst mit den anderen sogar, aber Du weißt, dass Du irgendwie dahinvegetierst, in einem dunklen Brunnen sitzt , die Sonne scheint, und Du streckst deine Hand danach- doch, verflogen..ein Häppchen Luft, die sich auflöst.


    Wenn Du Dein ganzes Leben nach einem Seelenverwandten suchst, und verbittert feststellen musst für dich- Liebe ist nur ein Traum- siehe Träume oben.


    Wenn Du eine Mutter werden wolltest, Fehler machtest und nun es nie erfahren wirst wie es nun sein könnte.


    Wenn Du unheilbar krank geworden bist, lernst Du langsam aber stets das zu schätzen, was der Tag mit sich bringt.


    DAS BESTE DARAUS zu machen. Das ist wohl die Devise.


    Nein, ich schreibe nicht explizit über mich. Meine Gedanken, so allgemein und doch ntl. auf mich selber bezogen.


    Leben ist wunderschön, und doch- trage einen Schwert mit Dir, wenn Du kannst. Um Dich zu schützen, um nicht ohne Kampf zu resignieren.
    Geh hin, allein, und heile alle Blinden,
    Damit du in der Zweifelsstunde siehst,
    Wie deine Schüler schadenfroh sich winden
    Und in der Menge keiner dich vermisst.

  2. Für den Beitrag danken: Abendsonne, Hase C., Paletti

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  4. #2
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    Standard AW: Wenn wir irgendwas nicht haben, was wir uns wünschen würden…

    Es bleibt uns nichts anderes übrig, als aus dem bißchen was wir noch haben, das Beste zu machen.
    Positiv ist, daß ich gelernt habe, mich über die kleinen Dinge des Lebens zu freuen und das Glück
    nicht mehr in den großen Ereignissen zu suchen. Bei psychischen Krankheiten kommt noch der Umstand
    dazu, daß man sie nicht gleich körperlich sehen kann, obwohl sich das Leben eben auch sehr behindern
    können, was die Gesunden jedoch meist nicht verstehen. Ich schäme mich immer noch so leben zu
    müssen, weil es nicht anders geht. Habe schließlich über Jahrzehnte sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft.
    Irgendwann kommt einfach der Punkt, wo man seine engen Grenzen erkennen und achten muß und
    den kleinen Spielraum lernen so zu nutzen, daß noch etwas Lebensqualität bleibt.

  5. Für den Beitrag danken: Abendsonne, JPreston

  6. #3
    SFX
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    Standard AW: Wenn wir irgendwas nicht haben, was wir uns wünschen würden…

    Hallo,

    das sind sehr interessante Gedanken. Wenn wir uns etwas wünschen, so müssen wir recht strategisch vorgehen. Zunächst einmal müssen wir unseren Wunsch entweder in die Kategorie "erfüllbar" oder in die Kategorie "unerfüllbar" einsortieren.

    Unerfüllbar: Wir müssen uns im Normalfall damit abfinden, diesen Wunsch nicht verwirklichen zu können. Weil es nicht in unserer Macht steht. Weil es außerhalb unserer Kontrolle ist. Es nützt nichts, verbittert zu sein. Denn du kannst es nicht ändern. Was passiert denn, wenn du beispielsweise jeden Tag verzweifelst, weil sich dein Kinderwunsch nie erfüllt hat und du nun zu alt bist? Genau! Es passiert: NICHTS und du könntest die Zeit auch mit schönen Dingen füllen, anstatt dich zu ärgern. Es ändert nichts an der Situation.

    Erfüllbar: Hier solltest du deinen Wunsch weiter kategorisieren. Es gibt Wünsche, die kurzfristig erreichbar sind (z.B. Stricken lernen), Wünsche, die mittelfristig erreichbar sind (z.B. Erreichen des Wunschgewichtes) und auch Wünsche, die langfristig erreicht werden können (z.B. Erwerb einer Immobilie). Schreibe zu jedem Wunsch dazu, wie genau du ihn erreichen kannst und stecke dir erreichbare Unterziele und Meilensteine auf dem Weg zum großen Ziel.

    Stricken Lernen: In ein Geschäft gehen, für ein paar Euro ein Knäuel Wolle und ein paar Stricknadeln kaufen. Videos im Internet ansehen und jeden Tag zwei Stunden üben.

    Wunschgewicht erreichen: Gesundheitszustand ärztlich überprüfen lassen, geeignete Diätmethode finden, Sport treiben und die Ernährungsgewohnheiten umstellen. Der Erfolg stellt sich mittelfristig ein.

    Immobilie erwerben: Kann ich monatlich größere Summen sparen? Wenn unzureichend: Wie kann ich das erreichen? Jobwechsel? Ausgaben reduzieren? Ist ein Bausparvertrag sinnvoll? Wann habe ich genügend Eigenkapital? Bankverhandlungen über einen Kredit führen, in wie vielen Jahren ist die Immobilie abbezahlt... etc. Langer Weg, dieses Ziel ist in mehreren Jahrzehnten erreichbar.

    Liebe Grüße,
    SFX
    "All is well, as long as we keep spinning"

  7. Für den Beitrag dankt: kasiopaja

  8. #4
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    Standard AW: Wenn wir irgendwas nicht haben, was wir uns wünschen würden…

    In unserer Gesellschaft sind die meisten Menschen fest davon überzeugt, dass Ziele und Wünsche für ein glückliches Leben absolut essenziell sind, doch tatsächlich ist es so, dass alles Wünschen, Wollen und Verlangen in Wirklichkeit Leid bedeutet - wie Buddha schon vor Jahrtausenden lehrte. Warum? Weil wir selbst das Glück sind, das wir normalerweise in äußeren Dingen suchen. Alles Leid kommt vom Verstand. Alles Glück ist unsere wahre Natur. In der unendlichen Geschichte von Michael Ende darf der kleine Bastian sich alles wünschen, was er will, doch die Gefahr besteht darin, dass er mit jedem Wunsch immer mehr vergisst, wer er in Wirklichkeit ist. Am Ende gibt es nur noch einen Wunsch: Er möchte nicht geliebt werden, sondern selbst lieben können! Schließlich erinnert er sich an seinen Vater und gelangt zur Quelle des Lebens - zum innersten Selbst. Anspielung auf das Gleichnis vom verlorenen Sohn, der sich selbst vergisst und wieder zum Vater heimkehrt, der ihn dann mehr liebt als zuvor.

    Von daher ist es auch kein Wunder, wenn so viele Menschen psychisch erkranken, weil sie ihr ganzes Leben lang irgendwelchen Luftschlössern hinterherlaufen, die sich am Ende als vergänglich und illusionär herausstellen. Und selbst, wenn die großen Träume und Wünsche wahr werden, ist damit noch lange nicht garantiert, dass sie uns auch wirklich glücklich machen. In der Vorstellung sind die Dinge meistens schöner, als sie in Wahrheit sind. Ein Sprichwort besagt, dass es zwei Arten von Unglück gibt:

    1. Wünsche, die unerfüllt bleiben.
    2. Wünsche, die in Erfüllung gehen.

    Die üblichen Fragen lauten: Was brauche ich noch, um glücklich zu werden?
    Anstatt: Was ist Glück überhaupt? Liegt es innerhalb oder außerhalb von mir?
    Oder: Wer möchte ich eines Tages sein?
    Anstatt: Wer bin ich hier und jetzt?

    Was bleibt uns also übrig? Entweder man stellt sich die Frage nach dem <Wer bin ich wirklich?> und begibt sich auf die Suche nach dem Selbst, das auf unser Erkennen wartet oder man findet sich mit seiner Situation ab und sucht sich anderweitig Hilfe, um das Leid ein wenig zu verringern.

    "Das Glück wird nicht von irgendwelchen Wunschobjekten vermittelt. Sie rauben uns den Frieden und vervielfachen das Leid. Selbst das Gefühl, ein Wunschziel oder Objekt erlangt zu haben, macht uns nicht wirklich froh, weil wir jetzt abhängig sind. Die Abwesenheit von Wünschen offenbart das wahre Glück. Wünsche sind Quälgeister, Störenfriede, die Ursache jeder Form von Geistesgestörtheit. Ohne Wunschvorstellungen leben wir im wunschlosen Glück des wahren Selbst, das wir immer sind."
    H. W. L. Poonja

    "Es geht nicht um das Werden, sondern um das Sein." Ramana Maharshi
    Geändert von Stille85 (18.10.2019 um 17:03 Uhr)

  9. Für den Beitrag danken: Abendsonne, beihempelsuntermsofa, Schokoschnute

  10. #5
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    Standard AW: Wenn wir irgendwas nicht haben, was wir uns wünschen würden…

    Mein Leben ist schon seltsam begonnen.

    2 Mal bin ich dem Tod entkommen im Kinderalter, einmal durch die Impfung.


    Meine Eltern wollten mich nicht, es gab aber damals keine Abtreibung. Also Schwanger- gebäre!


    Tja. Hätten sie mit meinem Kind auch so verhandeln sollen, als ich mit 17 Schwanger wurde und wusste nicht wohin. Hab nur Faust meines Vaters ins Gesicht bekommen, das vergisst man nicht.


    Wurde dann in ein Kaff zum Abtreibung geschickt, die ganz schlecht durchgeführt wurde, so, dass ich wieder fast ums Leben kam. In der Nacht, als ich fast verblutete, rief meiner Mutter, die inzwischen einen neuen Liebhaber hatte , der bei uns wohnte (mit meinem Vater gemeinsam!, der fast durchdrehte, aber nix dagegen machen konnte) den Notarzt an. Sofort- eine NotOP.

    Zum meinem Pech, hat der russischer Arzt gerade gefeiert und war total betrunken. Auch die Schwester , die mir die Narkose verabreichte. D.h. ich bekam die ganzen schlimmen Schmerzen mit, konnte mich aber nicht bewegen. OP im Wachzustand, wer kann das schon von sich behaupten.


    Gerade zu viel. Mache ne Pause. Später etwas mehr.

    Hab gerade nur mit meinem Bruder telefoniert, kommt alles hoch.
    Geh hin, allein, und heile alle Blinden,
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    Wie deine Schüler schadenfroh sich winden
    Und in der Menge keiner dich vermisst.

  11. Für den Beitrag dankt: CabMan

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