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Thema: Gedanken in Gedichtform

  1. #1
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    Standard Gedanken in Gedichtform

    Der Weg vor mir ist in Nebel gehüllt,
    welche Abbiegung ist die, die mich erfüllt?
    Sie naht heran, ich kann sie erahnen,
    ich bin allein, niemand kann mich warnen.
    Keiner ist diesen vor mir gegangen,
    keiner ist da um mich aufzufangen.
    Die Räder der Zeit bleiben nicht stehen,
    ich fürchte mich, ich kann die Möglickeiten nicht sehen.
    Welches ist der, der mich zu Dir führt,
    welches ist der, der mein Herz berührt?
    Es geht nur vorwärts, nicht zurück,
    werde ich finden mein persönliches Glück?
    Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
    -Friedrich Wilhelm Nietzsche-

    So wilde Freude nimmt ein wildes Ende,
    Und stirbt im höchsten Sieg, wie Feu'r und Pulver
    Im Kusse sich verzehrt. Die Süßigkeit
    Des Honigs widert durch ihr Übermaß,
    Und im Geschmack erstickt sie unsre Lust.
    Drum liebe mäßig; solche Lieb' ist stät:
    Zu hastig und zu träge kommt gleich spät. -William Shakespeare-

  2. Für den Beitrag dankt: leahcim

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  4. #2
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    Standard AW: Gedanken in Gedichtform

    Zitat Zitat von Froooosch Beitrag anzeigen
    Schön geschrieben. Und die Antwort ist ja. Vielleicht wirst du bereits durch den Nebel getragen ohne dass du es weißt.
    Und die Abzweigungen...führen vielleicht alle zum Ziel.
    Liebe Grüße
    Frosch
    Ich danke dir. Momentan kenne ich die Antworten noch nicht, vielleicht werde ich sie irgendwann bekommen.

    Mein heutiges Gedicht:

    Ist die Individualtät ein erstrebsames Ziel,
    wollen die Menschen vom Leben zu viel?
    Ist man nur ein Teil einer grauen Masse,
    warum ist es das, was ich so hasse?
    Der Raum ist voll, doch ich fühle mich allein,
    wie kann ich dann ein einfacher Teil davon sein?
    Sie tanzen und lachen, sie wirken so frei,
    ich sehne mir das Ende des Abends herbei.
    Meine Sorgen unterscheiden sich von anderen kaum,
    manchmal kommt mir alles vor wie ein schrecklicher Traum.
    Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
    -Friedrich Wilhelm Nietzsche-

    So wilde Freude nimmt ein wildes Ende,
    Und stirbt im höchsten Sieg, wie Feu'r und Pulver
    Im Kusse sich verzehrt. Die Süßigkeit
    Des Honigs widert durch ihr Übermaß,
    Und im Geschmack erstickt sie unsre Lust.
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  5. #3
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    Standard AW: Gedanken in Gedichtform

    Zitat Zitat von Froooosch Beitrag anzeigen
    So schön geschrieben. Vielleicht bist du einfach besonders? Möchtest mehr als das?
    Tieferes, ehrlicheres, echtes?
    Was würde dir Freude machen?
    Wie bist du?
    Liebe Grüße Frosch
    Vielen Dank Frosch.
    Ich kann nicht sagen, ob ich etwas besonderes bin. Ich habe neulich das Gespräch mit jemanden geführt, der kein Verständnis für meinen Wunsch nach Individualität hat. Das Gespräch bezog sich auf mein erstes Gedicht.
    Meine Probleme und Sorgen sind die gleichen wie von vielen. Wahrscheinlich sind es die Gleichen, doch nicht die Selben, das macht für mich einen Unterschied. Er könne nicht nachvollziehen, warum ich so unglücklich bin, obwohl ich doch alles habe. Es gibt keinen Grund dafür, ich müsste einfach eine Wahl treffen, Problem gelöst.

    Deshalb stelle ich mir die Frage, was möchte ich eigentlich vom Leben. Ich habe oft das Gefühl, dass ich zu viele Dinge möchte, zu verschiedene, die ich nicht in Einklang bringen kann.

    Momentan fühlt es sich oft nur so an, als würde ich nur an der Oberfläche kratzen.
    Ich habe keine Freunde, nur Bekannte, mit denen ich mich mal gelegentlich treffe. Das bespricht man keine tiefgründigen Probleme. Ich kann über deren Witze nicht lachen, ich fühle mich einfach nur Fehl am Platz.

    Meine Familie hat ihre eigenen Probleme und Sorgen, da bin ich meistens der Kummerkasten.

    Mein größtes Problem ist, dass ich nicht weiß wer ich bin.
    Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
    -Friedrich Wilhelm Nietzsche-

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  6. #4
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    Standard AW: Gedanken in Gedichtform

    Zitat Zitat von Froooosch Beitrag anzeigen
    Ich finde die Aussage von diesem Menschen total bescheuert. So ein blöder Spruch. Was soll das heißen, alles zu haben? Was ist alles? Man kann keinen Schalter umlegen und eine Wahl treffen. Du hast das Recht dich unglücklich zu fühlen und das auch auszudrücken. Du bist auf der Suche, nach Dir, nach Zielen, nach deinem persönlichen Weg. Ich finde das toll und total tief und schön. Du willst eben nicht die blöde Oberfläche sondern etwas echtes, wahres, intensives, ehrliches. Lass dich bloß nicht davon abbringen. Es ist super und macht dich interessant und wertvoll. Liebe Grüße Frosch
    Alles zu haben liegt wahrscheinlich im Auge des Betrachters. Es wir immer Menschen geben, die mehr haben, ebenso welche die weniger haben. Das ändert für einen selber aber rein gar nichts.
    Die Worte dieser Person haben mich getroffen, ich fühle mich dann nicht ernst genommen. Wie eine Prinzessin, die von allen belächelt wird.
    Ich bin auf der Suche, zu lange bin ich einen festgelegten Weg gegangen. Ich fühle mich nicht frei. Gefangen in den Erwartungen an mich, die umso höher werden, desto mehr ich sie erfülle.
    Vielen Dank für deine lieben Worte.

    Mein Gedicht für heute:
    Deine Arme um mich,
    deine Stärke, deine Wärme,
    an mein Herz dringt es nicht,
    doch habe ich dich gerne.

    Genug für ein gemeinsames Leben,
    obwohl ich dich habe belogen?
    Du hast mir vergeben,
    doch fühltest dich betrogen.

    Unsere Zeit war nie einfach,
    waren nie auf Wolke sieben.
    Es war mehr als Freundschaft,
    doch was ist geblieben?
    Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
    -Friedrich Wilhelm Nietzsche-

    So wilde Freude nimmt ein wildes Ende,
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  7. #5
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    Standard AW: Gedanken in Gedichtform

    Dir auch einen guten Morgen lieber Frosch,

    tatsächlich scheint in meiner Welt das Wort Prinzessin sehr viel negativ belasteter zu sein als für dich. Es steht für jemanden, dem das Leben alles bereitgestellt hat. Man muss es sich nur nehmen.
    Vielleicht erwecke ich den Eindruck nach außen, ich lasse niemanden hinter meine Fassade blicken. Ich bin aufgewachsen unter enormen Leistungsdruck. Für meine Opa war ich die erste Enkelin, die im Leben etwas erreichen könnte. Eine zwei war nie gut genug, da gab es doch noch Luft nach oben. Bei einem Zeugnis, das fast nur aus Einsen bestand, lief er mich meinem Zeugnis durch die Nachbarschaft um mit mir anzugeben. Er war in diesem Moment stolz auf mich, doch es erhöhte den Druck auf mich. So bin ich auch noch heute gefangen in einer Spirale des Leistungsdrucks und Anerkennung. Sei es im beruflichen, im Sport oder auch im privaten Bereich.
    Manchmal stelle ich mir, dass ich einfach fortgehe. An einen Ort, wo keiner Erwartungen in mich setzt.

    Keiner versteht, warum ich so unendlich traurig bin. Mein Mann nicht, der mich mit Worten wie, "ich habe nichts außer dich" unter Druck setzt, den einen Bekannten von dem ich sprach, der mir sagt, dass er mir doch egal wäre, so für jeden anderen auch.

    Ich möchte nicht undankbar klingen, es ist nur momentan alles zu viel für mich.

    Liebe Grüße
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