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Thema: Gedanken in Gedichtform

  1. #6
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    Standard AW: Gedanken in Gedichtform

    Ich finde die Aussage von diesem Menschen total bescheuert. So ein blöder Spruch. Was soll das heißen, alles zu haben? Was ist alles? Man kann keinen Schalter umlegen und eine Wahl treffen. Du hast das Recht dich unglücklich zu fühlen und das auch auszudrücken. Du bist auf der Suche, nach Dir, nach Zielen, nach deinem persönlichen Weg. Ich finde das toll und total tief und schön. Du willst eben nicht die blöde Oberfläche sondern etwas echtes, wahres, intensives, ehrliches. Lass dich bloß nicht davon abbringen. Es ist super und macht dich interessant und wertvoll. Liebe Grüße Frosch

    Zitat Zitat von Dunkler_Engel Beitrag anzeigen
    Vielen Dank Frosch.
    Ich kann nicht sagen, ob ich etwas besonderes bin. Ich habe neulich das Gespräch mit jemanden geführt, der kein Verständnis für meinen Wunsch nach Individualität hat. Das Gespräch bezog sich auf mein erstes Gedicht.
    Meine Probleme und Sorgen sind die gleichen wie von vielen. Wahrscheinlich sind es die Gleichen, doch nicht die Selben, das macht für mich einen Unterschied. Er könne nicht nachvollziehen, warum ich so unglücklich bin, obwohl ich doch alles habe. Es gibt keinen Grund dafür, ich müsste einfach eine Wahl treffen, Problem gelöst.

    Deshalb stelle ich mir die Frage, was möchte ich eigentlich vom Leben. Ich habe oft das Gefühl, dass ich zu viele Dinge möchte, zu verschiedene, die ich nicht in Einklang bringen kann.

    Momentan fühlt es sich oft nur so an, als würde ich nur an der Oberfläche kratzen.
    Ich habe keine Freunde, nur Bekannte, mit denen ich mich mal gelegentlich treffe. Das bespricht man keine tiefgründigen Probleme. Ich kann über deren Witze nicht lachen, ich fühle mich einfach nur Fehl am Platz.

    Meine Familie hat ihre eigenen Probleme und Sorgen, da bin ich meistens der Kummerkasten.

    Mein größtes Problem ist, dass ich nicht weiß wer ich bin.

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  3. #7
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    Standard AW: Gedanken in Gedichtform

    Zitat Zitat von Froooosch Beitrag anzeigen
    Ich finde die Aussage von diesem Menschen total bescheuert. So ein blöder Spruch. Was soll das heißen, alles zu haben? Was ist alles? Man kann keinen Schalter umlegen und eine Wahl treffen. Du hast das Recht dich unglücklich zu fühlen und das auch auszudrücken. Du bist auf der Suche, nach Dir, nach Zielen, nach deinem persönlichen Weg. Ich finde das toll und total tief und schön. Du willst eben nicht die blöde Oberfläche sondern etwas echtes, wahres, intensives, ehrliches. Lass dich bloß nicht davon abbringen. Es ist super und macht dich interessant und wertvoll. Liebe Grüße Frosch
    Alles zu haben liegt wahrscheinlich im Auge des Betrachters. Es wir immer Menschen geben, die mehr haben, ebenso welche die weniger haben. Das ändert für einen selber aber rein gar nichts.
    Die Worte dieser Person haben mich getroffen, ich fühle mich dann nicht ernst genommen. Wie eine Prinzessin, die von allen belächelt wird.
    Ich bin auf der Suche, zu lange bin ich einen festgelegten Weg gegangen. Ich fühle mich nicht frei. Gefangen in den Erwartungen an mich, die umso höher werden, desto mehr ich sie erfülle.
    Vielen Dank für deine lieben Worte.

    Mein Gedicht für heute:
    Deine Arme um mich,
    deine Stärke, deine Wärme,
    an mein Herz dringt es nicht,
    doch habe ich dich gerne.

    Genug für ein gemeinsames Leben,
    obwohl ich dich habe belogen?
    Du hast mir vergeben,
    doch fühltest dich betrogen.

    Unsere Zeit war nie einfach,
    waren nie auf Wolke sieben.
    Es war mehr als Freundschaft,
    doch was ist geblieben?
    Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

    -Friedrich Wilhelm Nietzsche-

  4. #8
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    Standard AW: Gedanken in Gedichtform

    Guten Morgen,
    bestimmt bist du eine Prinzessin, aber bestimmt keine die belächelt wird oder nicht erst genommen. Eine faszinierende, traurige Prinzessin vielleicht, die eingesperrt ist oder sich selber eingesperrt hat, und die viel zu viele Erwartungen an sich selber hat. Du siehst schon, im Gegensatz zu dir ist der Begriff Prinzessin für mich sehr positiv besetzt; ich bin schließlich ein Frosch. Warum diese Erwartungen an dich? Es reicht völlig wenn du du selber bist.Du musst fliegen lernen, traurige Prinzessin. Du hast bereits alles was dafür nötig ist.Dein Gedicht ist sehr traurig. Und auch schön.
    Liebe Grüße Frosch

  5. #9
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    Standard AW: Gedanken in Gedichtform

    Dir auch einen guten Morgen lieber Frosch,

    tatsächlich scheint in meiner Welt das Wort Prinzessin sehr viel negativ belasteter zu sein als für dich. Es steht für jemanden, dem das Leben alles bereitgestellt hat. Man muss es sich nur nehmen.
    Vielleicht erwecke ich den Eindruck nach außen, ich lasse niemanden hinter meine Fassade blicken. Ich bin aufgewachsen unter enormen Leistungsdruck. Für meine Opa war ich die erste Enkelin, die im Leben etwas erreichen könnte. Eine zwei war nie gut genug, da gab es doch noch Luft nach oben. Bei einem Zeugnis, das fast nur aus Einsen bestand, lief er mich meinem Zeugnis durch die Nachbarschaft um mit mir anzugeben. Er war in diesem Moment stolz auf mich, doch es erhöhte den Druck auf mich. So bin ich auch noch heute gefangen in einer Spirale des Leistungsdrucks und Anerkennung. Sei es im beruflichen, im Sport oder auch im privaten Bereich.
    Manchmal stelle ich mir, dass ich einfach fortgehe. An einen Ort, wo keiner Erwartungen in mich setzt.

    Keiner versteht, warum ich so unendlich traurig bin. Mein Mann nicht, der mich mit Worten wie, "ich habe nichts außer dich" unter Druck setzt, den einen Bekannten von dem ich sprach, der mir sagt, dass er mir doch egal wäre, so für jeden anderen auch.

    Ich möchte nicht undankbar klingen, es ist nur momentan alles zu viel für mich.

    Liebe Grüße
    Dunkler_Engel
    Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

    -Friedrich Wilhelm Nietzsche-

  6. #10
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    Standard AW: Gedanken in Gedichtform

    Guten Morgen, Traurigkeit ist kein Privileg einer bestimmten Klasse oder Personengruppe, und sie ist unabhängig von Armut, Reichtum, Besitz oder anderen Dingen. Es gibt auch keine Abstufungen der Traurigkeit, und keine Bewertungen welche Traurigkeit nun berechtigt ist oder nicht. Wer traurig ist ist traurig, und er darf es auch sein und niemand hat das Recht diese Traurigkeit zu bewerten oder zu beurteilen. Wenn du so willst habe ich auch alles, sogar mehr als das, und doch bin ich wie ich bin. Würdest du mir das vorwerfen? Nein, würdest du nicht. Du wurdest geprägt durch das Verlagen Leistung zu erbringen, dadurch haben andere deinen Wert definiert. Dass das Unsinn ist weißt du selber. Deinen Wert machen aber andere Dinge aus; deine Freundlichkeit, deine Zugenwandtheit, deine offene und schöne Art zu schreiben, dein Bestreben auf andere zuzugehen und zu helfen, beispielsweise. Jetzt, in diesem Moment, gibt es keine Erwartungen mehr an dich. Du kannst sein wie du willst, traurig, glücklich, frei, unfrei, es gibt keine Grenzen, nur Möglichkeiten. Und dich, so wie du wirklich bist. Das reicht vollkommen aus. Natürlich ist es ein schwerer Weg dahin, sich von alten Vorstellungen und dem Druck zu lösen, den andere auf dich ausüben. Aber du hast das Recht auf die Suche zu gehen nach dem was du wirklich bist und sein möchtest. Du bist frei. Und das was ich hier von dir sehe ist wundervoll und bereichernd. Liebe Grüße Frosch

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