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Thema: YOLO oder Wiedergeburt?

  1. #6
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    Standard AW: YOLO oder Wiedergeburt?

    Selbst wenn es Wiedergeburt gibt, was hindert einen daran zu leben als wäre es der letzte Tag?
    "Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben."
    - Epiktet

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  3. #7
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    Standard AW: YOLO oder Wiedergeburt?

    Zitat Zitat von glimmer_of_hope Beitrag anzeigen

    Sieh's doch mal so: Wenn es tatsächlich eine Hölle gibt, und du dort auf ewig drin steckst und wortwörtlich Höllenqualen erleidest: Ist es dann nicht besser, etwas asketischer zu leben hier auf dieser Erde, dauert ja nur ca. 80 Jahre, und lieber hier etwas mehr leiden als dann ewig in der Hölle zu leiden?
    Diese ewigen Höllenqualen habe ich eigentlich immer schon als äußerst ungerechtfertigt gesehen. Mir scheint, kein noch so grausamer weltlicher Herrscher wäre in der Lage, eine derart überzogene und grausame Strafe zu verhängen, und mir scheint auch kein Vergehen so schlimm zu sein, dass eine ewige Höllenstrafe gerechtfertigt wäre. Für mich war das eigentlich immer eher ein Zeichen dafür, dass sich sowas letztlich nur sadistisch denkende Menschen ausdenken können.

    Man stelle sich mal vor: ewig würde bedeuten, dass die Opfer noch in 10 Milliarden Jahren Höllenqualen leiden würden. Zu einem Zeitpunkt also, zu dem vermutlich kein Mensch mehr leben und sich sicher niemand mehr an die Taten der Opfer erinnern wird. Welchen Sinn sollte es ergeben, die Höllenstrafe immer weiter fortzusetzen?
    Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.
    Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.
    Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

  4. #8
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    Standard AW: YOLO oder Wiedergeburt?

    Es gibt keine Wiedergeburt, aber weil du "vergessen" hast, was du in Wirklichkeit bist, könnte man in dem Sinne von einer Wiedergeburt sprechen. Würdest du genau in diesem Moment deine wahre Natur erkennen, würden sich alle Theorien über Karma, Reinkarnation oder Wiedergeburt auflösen. Frage dich nicht, was nach dem Tod kommt, sondern wer du Jetzt bist. Das ist doch viel wichtiger! Wurdest du überhaupt geboren? Davon gehst du verständlicherweise aus, weil du dich mit dem Körper identifizierst, der geboren wurde und sterben wird, aber bist du der Körper? Finde es heraus. Du hast Angst davor, etwa im Leben zu verpassen, aber in Wirklichkeit verpasst du das Leben selbst - die Fülle im Hier und Jetzt. Die meisten Menschen verwechseln das Leben mit den Aktivitäten in der Welt und glauben dann, etwas zu verpassen. "Die Welt" und "das Leben" sind wie Tag und Nacht.

    Das Thomas Evangelium beginnt mit dem Lehrspruch:
    "Wer die Bedeutung dieser Worte versteht, der wird den Tod nicht schmecken."

    Achte genau auf die Formulierung. Jesus sagte nicht:
    Wer die Bedeutung dieser Worte versteht, der wird unsterblich.

    Das würde implizieren, dass es eine "Person" gibt, die unsterblich wird.
    "Den Tod nicht schmecken" bedeutet, dass man erkennen wird, was der Tod ist.
    Deshalb heißt es auch nicht Leben und Tod, sondern Geburt und Tod.
    Das ewige Leben kennt kein Gegenteil.

  5. #9
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    Standard AW: YOLO oder Wiedergeburt?

    Zitat Zitat von glimmer_of_hope Beitrag anzeigen
    Sieh's doch mal so: Wenn es tatsächlich eine Hölle gibt, und du dort auf ewig drin steckst und wortwörtlich Höllenqualen erleidest: Ist es dann nicht besser, etwas asketischer zu leben hier auf dieser Erde, dauert ja nur ca. 80 Jahre, und lieber hier etwas mehr leiden als dann ewig in der Hölle zu leiden?
    Dieses Argument ist meiner Meinung nach nicht schlüssig.

    Nehmen wir an, du bist katholisch. Du lebst 80 Jahre lange ein asketisches Leben, fastest, gehst in die Kirche, lebst keusch, zahlst Kirchensteuer und isst am Freitag kein Fleisch.
    Dann bist du nach dem Tod auf der sicheren Seite. Das ist ungefähr deine Argumentation, oder?

    Dummerweise geht die aber nicht auf. Was, wenn die evangelikalen Christen recht haben? Dann kommst du als Katholik in die Hölle, und zwar auf ewig. Das ganze fasten und keusche Leben hilft dir nichts. Nach der Evangelikalen Lehre musst du das richtige glauben, Werke helfen dir nichts.

    Das selbe Argument könnte man mit Islam und Hindusimus und allen Stammesreligionen ausführen.

    Es gibt keine "sichere Religion". Quasi wenn ich das und das glaube, oder wenn ich das und das tue, dann bin ich auf jeden Fall gerettet. Wenn du Jesus anbetest, dann ist es nach dem Islam kompett falsch. Und wenn du zu Allah betest, ist es für den christlichen Gott ein großer Frevel.
    Die Religionen der Welt geben zwar falsche Antworten - Aber sie stellen die richtige Art von Fragen.

  6. Für den Beitrag dankt: mikenull

  7. #10
    GrayBear
    Gast

    Standard AW: YOLO oder Wiedergeburt?

    Die Angst, dass unsere paar Lebensjahre schon "alles" gewesen sein könnten, treibt alle Regionen und Menschen seit Urzeiten an. Wenn ich mir eine Göttin oder einen Gott vorstelle, der all dies, dieses ganze Universum geschaffen hat und mir dann vorstellen soll, dass sie oder er Teile seiner Schöpfung in eine Hölle des Leids verbannen wird, dann frage ich mich: warum? Was macht das für einen Sinn? Wäre das nicht göttlicher Irrsinn? Gott lässt Millionen Menschen über Jahrtausende elend in Kriegen und Katastrophen sterben, um sie dann noch einmal abzuurteilen? Auf solche Ideen kommen nur Menschen.

    Ein evangelischer Pfarrer hat mir einmal gesagt: "Wenn ich an einen Gott der Liebe glaube, und das tue ich, dann wird er jede Seele in seinem Himmel aufnehmen". Damit kann man leben und sterben.

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