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Thema: Ich weiß nicht mehr weiter

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    Standard Ich weiß nicht mehr weiter

    Hallo, ich weiß nicht wie es weiter gehen soll und will deswegen einfach mal alles hier ein wenig loswerden.

    Folgendes. Seitdem ich 13 Jahre alt bin leide ich unter Depressionen und Selbstmordgedanken. In dem Alter habe ich es kaum ernst genommen und es war auch nur 1-2 Tage in der Woche diese deppresive Stimmung und die Gedanken, weswegen ich mir immer dachte "Wird schon irgendwie". Das alles habe ich auch nur einem Freund erzählt, der es dann weiter gab an einem Lehrer da er Angst hatte das ich Selbstmord begehe. Da hatte ich aber auch nur hier und da Gespräche mit einem Lehrer, der mal was anderes gearbeitet hatte und deswegen Erfahrung in dem Bereich gehabt hat.

    Heute bin ich 17 Jahre alt und leide immer noch daran, nur ist es mittlerweile jeden Tag ununterbrochen.
    Ich habe immer überlegt woran es liegen könnte und dachte es ist deswegen weil man arbeiten muss. Dann dachte ich aber, selbst wenn ich Reich wäre und niemals arbeiten müsste, ich wäre ich nicht glücklich...
    Frühs aufstehen und zur Schule/Prakitkum/Maßnahme(BvB) zu müssen war so unglaublich anstregend und ich habe mich immer gezwungen obwohl ich mich am liebsten einfach umgebracht hätte.
    Aber irgendwann in der Zeit wo ich die Maßnahme besuchte (September 2017 - April 2018, abgebrochen) wurde es so schlimm, dass ich frühs einfach nicht mehr die Kraft hatte mich zu zwingen, mein Körper selbst wollte auch nicht. 7 Wecker, 4-8 Anrufe, 160 WhatsApp Nachrichten, ich habe nichts davon gehört und naja hab dann sehr oft verschlafen.
    Irgendwann hab ich mit einem Dozenten in der Maßnahme gesprochen und mich halt geäußert, weil ich war halt an dem Punkt wo ich mich entscheiden wollte. Höre ich auf oder probiere ich was dagegen zu tun.
    Danach hatte ich Termine bei einer Psychologin, später dann beim Psychiater. Durch meine Eltern wurden die Depression usw. auf das Zocken geschoben, bzw. weil ich ja soviel am Computer sitze. Hat mir dann halt auch nicht geholfen, was ich sagte juckte irgendwie keinen. Das hat sich dann alles ein wenig gezogen, und irgendwann hatte ich dann ein größeres Gespräch wo dann halt auch das Thema war stationär in der KJP bei mir aufgenommen zu werden. Ich wusste das es schwierig dort wird und wollte es nicht aber ich bin halt einfach hingegangen und habs versucht. Wurde auch direkt am Tag aufgenommen. Diese 3 Tage die ich dort war waren die schlimmsten in meinem Leben, und ich bin der Meinung das ein geregelter Tagesablauf, Gruppenaufgaben und einzelne Gespräche meine Probleme nicht lösen werden weswegen ich dort wieder raus wollte und auch zum Glück konnte. Die Aufnahme in diese KJP war auch dann der Grund warum ich die Maßnahme beendet hatte.


    Und naja, seitdem ich schlafen und aufstehen kann wann ich will und meine Freizeit habe gehts mir gut. Keine deppresive Stimmung mehr oder Selbstmordgedanken. Aber meine Eltern machen natürlich Druck, dass ich mir ja eine Ausbildung usw. suchen soll. Und das wenn ich keine finde rausgeworfen werde, bzw. irgendwo anders hin muss.(Was ich verstehen kann) Das Stresst mich und mach mich manchmal bissle fertig und halt das ich mit meiner Freundin schluss gemacht die ich immer noch Liebe und mit der ich seit 3 1/2 Jahren zusammen war...Seitdem Schlafprobleme, aber das wird irgendwie. Denke halt es ist das beste, da sie mit mir keine Zukunft hat auch wenn ich unglaublich gerne mit ihr zusammen leben würde...


    Ich habe keine Lust zu arbeiten, ich will einfach nicht 40 Stunden in der Woche irgendwo gezwunger Maßen sein müssen um zu Leben. Deswegen nehme ich auch lieber alles andere in Kauf. Zudem habe ich das Gefühl, dass ich dann wieder "krank" werde wenn ich anfange zu arbeiten. Ich würde niemals ein Jahr Ausbildung aushalten, einfach weil ich mich jeden Tag zwingen müsste und ich mir irgendwann sagen würde "So gehts nicht weiter, so werd ich nicht glücklich."


    Ich weiß aber nicht wie es weiter gehen soll. Ich will Leben, aber nicht so. Selbst Hartz 4 ist mir da lieber, kann ich mir zwar nichts gönnen was doof ist...Aber ist mir lieber als 1/3 meines Lebens mit Arbeiten zu verschwenden. Man lebt nur einmal, ich habe keine großen Ziele wie "Haus, geiles Auto, ..." und was weiß ich. Juckt mich nicht. Ich will einfach frei Leben ohne an so etwas wie arbeiten gebunden zu sein.
    Keine Ahnung was ich tun soll... Auf der Straße leben ist auch unnötig, da kann ich mich direkt umbringen und mir paar Jahre qual auf der Straße sparen.


    Ich hoffe man kann das ganze gut lesen und verstehen. Ich entschuldige mich für Rechtschreibfehler usw.
    Über mich noch: 17 Jahre alt, Depression, Selbstmordgedanken (Derzeit keine) und auch sowas wie eine Sozialphobie oder sogar genau das. (Ich steige in ein Bus, Herzrassen, schwitzen übertriebenes, angespannt/nervös...Das ist auch wenn ich mit Menschen im Gespräch bin, je nachdem wie gut ich die Person kenne garnicht vorhanden - sehr schlimm )

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    Standard AW: Ich weiß nicht mehr weiter

    Die Zahl der Menschen, und vorallem auch junge Menschen, die mit dem Lebensdruck überfordert sind hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Von daher bist Du Mitglied einer sehr großen Gruppe.
    Allerdings sind Psychologen damit auch überfordert und können selbst innerhalb einer Langzeittherapie nur bedingt hilfreich sein, wenn es in Deinem Umfeld nicht eine starke Motivationskraft gibt, die die Macht hat, Dich begleitend so weit zu führen, das aus einem "ich Muss" ein "ICH WILL" wird. Es mag für Dich vielleicht komisch klingen, aber es gibt nur eine Macht, die diese Macht hat - die Liebe. Wer liebt und geliebt wird fliegt durch das Leben - das Leben wird zum Spiel wo kein Berg mehr hoch genug sein kann, um als willkommene Herausforderung "angeflogen" zu werden - das nennt man Lebensfreude bzw Lebenslust. Getragen von der Neugier, was der nächste Tag bringen mag begleitet mit der Gier nach Herausforderungen.
    Das Problem ist - wir leben in einer Werteverschobenen Gesellschaft, die wirklich müde macht, bevor man munter geworden ist.

    Wichtig ist ersteinmal, das Du Dir wirklich bewusst wirst, wie wertvoll Du Dir selbst bist.
    Wie behandelst oder würdest du etwas bahandeln, was Dir so wertvoll ans Herz gewachsen ist, das Du es um keinen Preis der Welt verlieren möchtest........?
    Was wir am nötigsten brauchen,
    ist ein Mensch, der uns zwingt, das zu tun, was wir können. >Ralph Waldo Emerson<

    "Unmöglich – sagt Deine Angst, Zu viel Risiko – Deine Erfahrung, Sinnlos – Dein Zweifel
    Versuchs - flüstert Dein Herz"

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