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Thema: Ich sehe keinen Ausweg mehr

  1. #1
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    Standard Ich sehe keinen Ausweg mehr

    Hallo,
    wie ihr im Titel schon lesen konntet, sehe ich keinen Ausweg mehr. Ich bin fast 17 Jahre alt und mein Leben gleicht einem Trauerakt. Begonnen hat in meiner Kindheit. Meine Eltern sind getrennt. Ich war, bevor ich 10 Jahre alt war (!) zweimal in Therapie, weil ich angeblich ADHS hatte, wozu es aber nie eine eindeutige Diagnose gab. Kurzgefasst habe ich dort schon den ersten Knacks in meiner Psyche bekommen, und zufriedengeben muss ich mich heute mit einem "Man hat sich halt auf die Ärzte verlassen." von meinen Eltern. In der Schule damals wurde ich dann als das Psychiatrie-Kind abgestempelt, was dann letztendlich meinerseits zu einer Schulverweigerung von eineinhalb Jahren geführt hatte. Man hat mich dann einfach auf eine andere Schule gesteckt, in der Hoffnung das Problem löst sich von allein, aber nach ein paar Monaten fing genau dasselbe Drama wieder an. Dann wollte man mich letzten Endes in ein Kinderheim deportieren, was aber zum Glück nicht passiert ist, da mein Vater mich aufgenommen hat. Mein Vater ist selbstständig und arbeitet 6 (mit Buchhaltung 7) Tage in der Woche. Außerdem lebt er in einem Dorf, in welchem ich niemanden kannte. Ich fing also ziemlich schnell an emotional zu verwahrlosen und sozialen Kontakt hatte ich für ca. ein Jahr nur zu Erwachsenen. Dann kam ich auf eine Sonderschule, auf welcher ich noch bis letztes Schuljahr meine mittlere Reife nachholte. Auf dieser fühlte ich mich wohl, auch wenn ich es mir nie eingestehen wollte. Ich habe dann ca. zwei Jahre bei meinem Vater gelebt, bis ich dann wieder zu meiner Mutter in die Stadt gezogen bin. Zu der Zeit war ich 13-14 Jahre alt und da ich einige Zeit unter sehr einsamen Bedingungen gelebt habe, war ich ziemlich früh erwachsen geworden. Ich hatte auch damals nur Freunde, welche 16 und älter waren. Mit 13 Jahren habe ich das erste mal Cannabis geraucht, natürlich um "cool" zu sein. Darauf folgten bis ich 14 war dann einige Cannabis- und Alkoholexzesse, die letztendlich zu einer extremen Panikattacke geführt haben. Seitdem ist meine Wahrnehmung gestört, ich sehe und fühle alles wie im Traum und fühle mich innerlich leer. Ich habe Schlafstörungen, wogegen ich Amitriptylin nehme und grübele ständig über das Leben und philosophische Fragestellungen. Das Beunruhigende am Grübeln ist, dass ich auf keinen Punkt komme und das mich noch niedergeschlagener macht. Meine innere Rastlosigkeit und emotionale Magersucht befriedige kurzzeitig mit starken Schmerztabletten, Alkohol und teuren Klamotten. Ich weiß, dass das keine Dauerlösung ist, aber anders finde ich keinen Weg mehr mich abzulenken. Über Suizid denke ich auch des Öfteren nach, aber das kommt für mich niemals in Frage, da ich große Angst vor dem Tod habe. Ich möchte leben, ich möchte glücklich sein, aber ich fühle mich langsam wirklich von einer höheren Macht verarscht. Nach draußen gehe ich nicht gerne, zumindest nicht hier, da überall schlechte Erinnerungen lauern. Zurzeit besuche ich eine weiterführende Schule, welche ich voraussichtlich 2019 mit der Fachhochschulreife verlassen werde. Meine Noten schwanken von 2,5 bis 3,0, wobei ich ständig Angst habe zu versagen. Ich hasse es allgemein Zeit zu verschwenden und die Klasse wiederholen, oder vielleicht sogar die Schule wechseln, würde mir komplett den Rest geben. Meine Freunde kommen nur zu mir wenn sie etwas wollen, außer einer der weit weg wohnt. Generell kommen die Leute nur zu mir wenn sie etwas wollen und ich weiß, dass ich am Ende vom Tag alleine dastehen werde. Ich bin frustriert und alles um mich herum wirkt nur noch grau und desolat. Ich erfreue mich an nichts mehr wirklich, alles ist nur noch Mittel zum Zweck geworden. Ich wollte mir einfach mal meinen Frust von der Seele schreiben und hoffe, dass ihr ein paar Tipps habt.

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  3. #2
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    Standard AW: Ich sehe keinen Ausweg mehr

    Hallo Tapete,

    Genau dazu ist dieses Forum da. Um frust rauszulassen. Sich auszukotzen, wo man im tatsächlichen Leben keine Möglichkeit hat.

    Deshalb, super dass du hierher gefunden hast
    Nehme das Angebot hier gerne großzügig war.

    Was ich herauslese ist, ja viele Dinge sind schief gelaufen und ja vieles fühlt sich scheiße an!
    Was ich aber auch herauslese ist, dass du dich am fangen bist. So hast du die mittlere Reife. Wie, egal, du hast sie.. du machst deinen weiteren Abschluss. Wie? Scheiß drauf.. du gehst weiter und das ist wichtig. Du gehst weiter obwohl dir nicht immer zum weitergehen zumute ist. Und das ist ...S.T.A.R.K. !

    Auch du gehörst zu den vielen Menschen die bereits in jungen Jahren eine enorme Kraftanstrengung und Lebensleistung vollbracht haben. Bist du dir dessen eigentlich bewusst?

    Liebe Grüße

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