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Thema: Vielleicht fühlst du dich angesprochen, du bist nie alleine.

  1. #1
    a_f
    Gast

    Standard Vielleicht fühlst du dich angesprochen, du bist nie alleine.

    Hallo ihr Lieben
    Dies wird kein Hilferuf, oder eine Frage zu einer Lösungssuche. Dies wird eine kleine Geschichte darüber, wie ich aus meinem Loch herausgekommen bin.
    Kurz um, vor einiger Zeit war ich komplett orientierungslos, ich verwahrloste in meiner Wohnung, isolierte mich aus jedlichem Sozialleben. Ich war ein Wrack und war kurz davor dem ganzen ein Ende zu setzen, mir ein Ende zu setzen... Und ehe ich es bemerkte nahm das Schicksal seinen Lauf: Ich wurde der Schule verwiesen, mein Vater kam in meine Wohnung ohne Ankündigung und seinem Notfallschlüssel und meine Mutter konfrontierte mich mit meinem psychischem Problem. Ich dachte jetzt, in diesem Moment, ist mein Leben vorbei. Alle wissen es. Und das war der Wendepunkt. Alle wussten es. Sie WUSSTEN es. Es war und ist nicht einfach gewesen, ich musste viel weinen, ich musste viel durchmachen, ich musste viel reden, ich musste viel zuhören. Wut, Angst, Schuldgefühle, Traurigkeit, Selbstmitleid... Alles. Aber ... jetzt bin ich in guter Behandlung, meine Familie baut mein Zuhause neu auf, ich kann mich für alles entschuldigen, erkläre allen was und wer ich bin, warum ich bin, habe Hoffnung. Ich möchte nur jedem, der sich verloren fühlt einfach den Mut geben anzurufen, und zwar die Person, die euch jetzt in den Sinn kommt, und sagen, dass ihr Hilfe braucht. Ihr könnt in diesem Forum zwar schreiben, dass ihr Hilfe braucht, aber ihr selbst müsst auch etwas tun. Tut etwas. Jeder muss sein Päckchen mit sich schleppen, aber manchmal ist es zu schwer um es alleine hochzuheben.


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  3. #2
    eisblume90
    Gast

    Standard AW: Vielleicht fühlst du dich angesprochen, du bist nie alleine.

    Wow...
    Du hast eine tolle Familie!
    Das ist ein großes Geschenk!
    Behandle es mit Sorgfalt, denn nicht jedem ist solch ein großes Geschenk gegeben...

    GLG

  4. #3
    Registriert Avatar von Mauii
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    258
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    Standard AW: Vielleicht fühlst du dich angesprochen, du bist nie alleine.

    Zitat Zitat von a_f Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben
    Dies wird kein Hilferuf, oder eine Frage zu einer Lösungssuche. Dies wird eine kleine Geschichte darüber, wie ich aus meinem Loch herausgekommen bin.
    Kurz um, vor einiger Zeit war ich komplett orientierungslos, ich verwahrloste in meiner Wohnung, isolierte mich aus jedlichem Sozialleben. Ich war ein Wrack und war kurz davor dem ganzen ein Ende zu setzen, mir ein Ende zu setzen... Und ehe ich es bemerkte nahm das Schicksal seinen Lauf: Ich wurde der Schule verwiesen, mein Vater kam in meine Wohnung ohne Ankündigung und seinem Notfallschlüssel und meine Mutter konfrontierte mich mit meinem psychischem Problem. Ich dachte jetzt, in diesem Moment, ist mein Leben vorbei. Alle wissen es. Und das war der Wendepunkt. Alle wussten es. Sie WUSSTEN es. Es war und ist nicht einfach gewesen, ich musste viel weinen, ich musste viel durchmachen, ich musste viel reden, ich musste viel zuhören. Wut, Angst, Schuldgefühle, Traurigkeit, Selbstmitleid... Alles. Aber ... jetzt bin ich in guter Behandlung, meine Familie baut mein Zuhause neu auf, ich kann mich für alles entschuldigen, erkläre allen was und wer ich bin, warum ich bin, habe Hoffnung. Ich möchte nur jedem, der sich verloren fühlt einfach den Mut geben anzurufen, und zwar die Person, die euch jetzt in den Sinn kommt, und sagen, dass ihr Hilfe braucht. Ihr könnt in diesem Forum zwar schreiben, dass ihr Hilfe braucht, aber ihr selbst müsst auch etwas tun. Tut etwas. Jeder muss sein Päckchen mit sich schleppen, aber manchmal ist es zu schwer um es alleine hochzuheben.
    Ich freue mich sehr für Dich, dass Dir jetzt geholfen wird und Du wieder Licht am Ende des Tunnels sehen kannst - das ist wirklich toll!

    Doch Du musst auch bedenken, dass Dein "Rat" vielen hier ganz und gar nicht helfen wird... vielleicht sogar das Gegenteil bewirkt. Deine Erfahrungen und die Lösung Deiner Lage lassen sich nämlich auf viele Menschen gar nicht übertragen, denn sie sind allein. Du hingegen hast Menschen die Dich lieben und die sich genügend Sorgen um Dein Wohlergehen machen, so dass sie diese radikalen Schritte einleiteten um Dir zu helfen. Du hast in deiner Krise Menschen an Deiner Seite. Das ist mehr wert als alles andere! Nur leider keine Selbstverständlichkeit...

    Du schreibst die anderen hier denen es auch schlecht geht, sollen statt hir ihr Leid zu posten und Rat zu suchen, doch lieber einen nahestehenden Menschen anrufen... Aber das ist es ja gerade: Viele posten hier, gerade weil sie ansonsten, in ihrer realen Umwelt niemanden haben. Ich weiß Du hast Deinen Ratschlag aus Deinen persönlichen Erfahrungen heraus sicher nur gut gemeint - aber leider streust Du damit einsamen Menschen eher noch zusätzlich Salz in ihre Wunden. Stell es Dir so vor: Jemandem geht es mindestens so schlecht wie es Dir ging, er ist aber ganz allein damit, fühlt sich somit wahrscheinlich ohnehin schon ungeliebt und vielleicht wertlos als Mensch deswegen. Und dann liest er Deine Geschichte, wie bei Dir nahestehende Menschen intervenierten und Dich an die Hand nahmen, Dich zu einer Therapie brachten, weil Du Familie hast und weil Du wichtig bist. Während sie ohne eine Aussicht auf irgendeinen Beistand und ohne dass es jemanden interessiert allein leiden. Ich glaube das wird dann doppelt weh tun und ihnen noch mehr das Gefühl geben selbst schuld oder nicht gut genug zu sein... denn andere Menschen bekommen, im Gegensatz zu ihnen, wie man an Deiner Geschichte ja sieht, Beistand und andere sorgen sich um sie. Verstehst Du was ich meine?

    Alles Liebe!
    Nothing is impossible, the word itself says 'I'm possible'!

    Remember, if you ever need a helping hand, it's at the end of your arm, as you get older, remember you have another hand: The first is to help yourself, the second is to help others.

    People, even more than things, have to be restored, renewed, revived, reclaimed, and redeemed; never throw out anyone.
    Audrey Hepburn

  5. Für den Beitrag danken: Seth, spamburger

  6. #4
    Registriert Avatar von spamburger
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    Standard AW: Vielleicht fühlst du dich angesprochen, du bist nie alleine.

    Es hätte auch so kommen können, dass man dich nicht mit einem psychischen Problem konfrontiert und sagt, dass du Hilfe brauchst. Man hätte dich auch beschimpfen können, dich als wertloses Stück Dreck betiteln können und was nicht alles. Du hast großes Glück, eine Familie zu haben, die sich offenbar mit psychischen Problemen auseinandergesetzt hat. Die überwiegende Mehrheit denkt immer noch, der Depressive ist faul und muss nur mal den Arsch hochheben.
    Ich weiss nicht, was ich tue, aber ich kann immer.

  7. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, Fadeaway, Lena7

  8. #5
    Registriert Avatar von Lena7
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    Standard AW: Vielleicht fühlst du dich angesprochen, du bist nie alleine.

    Ich finde es toll, dass Du Deine Geschichte hier rein geschrieben hast! Manches was im Leben passiert, versteht man nicht immer!Aber wer könnte besser anderen Menschen Mut machen, als solche die selbst solche Tiefs erlebt haben....gerade diese Menschen sind oft auch die wertvollsten, bzw, werden es durch das was sie erlebt haben.
    Ich meine das natürlich nicht so,das die Menschen einen unterschiedlichen Wert haben, sondern in dem Sinn, "Diamanten werden geschliffen". Mir hat kürzlich auch jemand so etwas schönes geschrieben, was mich sehr berührt hat. Die jenige schrieb mir, du bist ein Diamant der sich für Glas hält.
    Du hast durch Deine tolle Familie Hilfe bekommen, zu einem Zeitunkt als du nur noch mit dem schlimmsten gerechnet hast. Natürlich hat nicht jeder dieses Glück. Ich finde nicht,das Du jemanden Salz in die Wunden streust, wie hier jemand schrieb. Man muß es nur richtig verstehen. Die Hilfe kann bei jedem durch etwas anderes kommen, aber Deine Geschichte zeigt auf jeden Fall,das man die Hoffnung nie aufgeben darf!




    Liebe Grüsse
    Lena
    Geändert von Lena7 (13.07.2013 um 17:56 Uhr)
    "Du wirst alsbald Erleichterung finden, wenn du mitten im
    Unglück Gott als stärker ansiehst als dein gegenwärtiges Leid."

    Glauben heißt erkennen, dass die Aufgabe die vor uns liegt nie so groß ist,wie die Kraft, die hinter uns steht.

    Gerade wenn alles unmöglich scheint sucht ER Dein Vertrauen !

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