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Thema: Mein Leben in der Emigration oder die innere Heimat

  1. #1
    Igor
    Gast

    Standard Mein Leben in der Emigration oder die innere Heimat

    Die Waschmaschine war kaputt. Zwei Handwerker sind gekommmen. Ein überhaupt auf meine Fragen nicht reagierte, er stand in der Diele mit den gespreizten Beinen und etwas böse zischte durch die Zähne. Ich dachte, hötte er die wafffe, er würde mich und meine Frau sofort erschiessen. Er flüsterte dann dem Anderen:" Hier (bei diiesen Ausländern, also) so STINKT!" Aber, selbstverständlich, die ganze Schlauche waren so verstopft nach mehr als 20 Jahren, schon früher als wir ins Haus eingezogen haben, vor zirca 10 Jahren. Schliesslich, die kleine Pumpe war ersetzt, aber das ganze schmutzige Wasser floss ins Waschbeken und wir konnten nicht Wachbeken benutzen, nicht die verdammte Maschine. Aber der Chef sagte, das sollte der Sanitär die reinigung machen, er gab meiner Frau 2(!!!!!) Cents Zurückgabe, obwohl die Reparatur 180 Euro kostete. Das war wie die Spucke ins Gesicht.
    Meine Frau weinte, denn um die verstopfte Rohr zu reinigen, man sollte 200 Euro bezahlen. Dann wir versuchten es selbst mit dem Abpumpen, und das war echt das Wunder, aber ich glaube an keine, apropo, denn das waschbeken war wie vor der Reparatur, durchflüssig. Ich meine, nicht mehr verstopft. Also 200 Euro wir haben doch gespart.
    Meine Frau weinte wieder. " Das war so... Wie sie uns mit der Fresse ins Mist niedergestreckt haben"-schluchzte sie.
    Der Emigrant, wenn er sogar mehr als 10 Jahren hier lebt, bleibt wie der Fremdkörper für die Aborogene, das macht mir immer zu schaffen. Wir "stinken" doch, und damit man sollte "arrangieren". Oder ignorieren. Oder wegzuschauen und machen das Gute Gesicht, wenn dir sogar die Verzweiflung erwürgt. Und das ist das Leben.

  2. Anzeige

  3. #2
    Gast
    Gast

    Standard AW: Mein Leben in der Emigration oder die innere Heimat

    nun.. du schreibst.. "sofort erschiessen", "spucke ins gesicht", "mit der fresse ins mist niedergedrückt", "er würde mich und meine frau erschiessen".

    ich weiss nicht, was du alles schlimmes erlebt hast. aber ich glaube, dass deine ehemaligen erlebnisse hier stark in die situation reinwirken und diese stark mitprägen.

    er hat euch weder wirklich angespuckt, noch direkt gedroht oder ist handgreiflich geworden!!!

    er hatte eine miese laune. das ist alles. nehmt das nicht persönlich! das muss man nicht überbewerten. was mir schon alles direkt und indirekt gesagt wurde!

    ich habe deine zeilen mehrmals gelesen. aber habe nicht genau verstanden, wie das jetzt mit der reparatur und der bezahlung gelaufen ist. wurdet ihr abgezockt? dann musst du rumtelefonieren und motzen. (das geht manchen einheimischen bürgern genau gleich, dass sie "übers ohr gehauen" werden.)

    bezüglich den preisen: da werden wir alle "angespuckt"! glaub mir! egal ob emigrant oder aborogene (auch wenn ich glaube, dass es sowas nicht mehr gibt.. ist nur ein gerücht.. und wenn nicht.. dann sind wir alle zusammen irgendwelche abkömmlinge von diesen aborogenen).

    eigentlich könnt man dauernd ausflippen, wenn man so sieht, was alles passiert. aber das ist nicht gut. man muss gute strategien finden, um in der welt zu leben und zu überleben.

  4. #3
    Ginga
    Gast

    Standard AW: Mein Leben in der Emigration oder die innere Heimat

    Hallo Igor,

    das nächste Mal keinen Handwerker kommen lassen, sondern besser gleich eine neue Waschmaschine kaufen. Das ist unterm Strich auch nicht teuerer. Und Ihr habt den Stress nicht.

    Tut mir leid, dass Ihr so behandelt wurdet

  5. #4
    Blacksurfer
    Gast

    Standard AW: Mein Leben in der Emigration oder die innere Heimat

    Zitat Zitat von Igor Beitrag anzeigen
    Die Waschmaschine war kaputt. Zwei Handwerker sind gekommmen. Ein überhaupt auf meine Fragen nicht reagierte, er stand in der Diele mit den gespreizten Beinen und etwas böse zischte durch die Zähne. Ich dachte, hötte er die wafffe, er würde mich und meine Frau sofort erschiessen. Er flüsterte dann dem Anderen:" Hier (bei diiesen Ausländern, also) so STINKT!" Aber, selbstverständlich, die ganze Schlauche waren so verstopft nach mehr als 20 Jahren, schon früher als wir ins Haus eingezogen haben, vor zirca 10 Jahren. Schliesslich, die kleine Pumpe war ersetzt, aber das ganze schmutzige Wasser floss ins Waschbeken und wir konnten nicht Wachbeken benutzen, nicht die verdammte Maschine. Aber der Chef sagte, das sollte der Sanitär die reinigung machen, er gab meiner Frau 2(!!!!!) Cents Zurückgabe, obwohl die Reparatur 180 Euro kostete. Das war wie die Spucke ins Gesicht.
    Meine Frau weinte, denn um die verstopfte Rohr zu reinigen, man sollte 200 Euro bezahlen. Dann wir versuchten es selbst mit dem Abpumpen, und das war echt das Wunder, aber ich glaube an keine, apropo, denn das waschbeken war wie vor der Reparatur, durchflüssig. Ich meine, nicht mehr verstopft. Also 200 Euro wir haben doch gespart.
    Meine Frau weinte wieder. " Das war so... Wie sie uns mit der Fresse ins Mist niedergestreckt haben"-schluchzte sie.
    Der Emigrant, wenn er sogar mehr als 10 Jahren hier lebt, bleibt wie der Fremdkörper für die Aborogene, das macht mir immer zu schaffen. Wir "stinken" doch, und damit man sollte "arrangieren". Oder ignorieren. Oder wegzuschauen und machen das Gute Gesicht, wenn dir sogar die Verzweiflung erwürgt. Und das ist das Leben.
    Hallo Igor,

    zunächst freue ich mich zu hören, dass du deiner Frau wieder beistehst und sie offenbar nicht mehr betrügst, weil das Leben als Ausländer in Deutschland so schwer ist.
    Ansonsten macht jeder mal schlechte Erfahrungen. Das hat nicht mit deinem Bürgerstatus zu tun.
    Pack einfach dein Leben an. es hat ja auch sicher Gründe, warum du und deine Frau lieber in deutschland lebt.
    alles Gute.

  6. Für den Beitrag danken: -sofia-

  7. #5
    Igor
    Gast

    Standard AW: Mein Leben in der Emigration oder die innere Heimat

    @Blacksurfer. Meine Frau ist der einzige Mensch, der mir beisteht. Ich bereue doch so sehr vieles, aber auf diesem Thread geht überhaupt nicht darum. Gell?
    Ja, lebewohl, meistens man betrachtet uns als die Leute von zweiter Klasse. Die Leute wundern sich manchmal, wenn sie erfahren, dass ich lesen und schreiben kann. Viele auch sprechen sehr langsam und fast buchstabieren.
    Wenn ich L.Wiitgenstein oder S.Freud normal lese, das bringgt mich auf die Palme.
    Und das Leben ist echt strapaziernd, denn man sollte alles sofort verstehen, sofort reagieren, momentan handeln.
    Wenn ich zum Arzt oder zum Beamten gehe, ich denke doch nicht auf russisch, ich bastele die Phrasen im meinen kranken Kopf auf deutsch zusammen. Und sehr schlimm, wenn ich verwirrt oder aufgeregt bist. Dann kann ich bestimmte worte vergessen, oder sie umtauschen, und die Leute verstehen mich absolut nichts. Dieser verdammter russischer Akzent fast immer verrät meine Herkunft sofort und die Leute reagieren auf mich oder gönnend-nachsichtig, oder versteckt feindlich. Und das macht den Alltag hier verdammt schwer.
    Ich werde weiter hier schreiben, denn das ist meiner aufgestaute Schmerz, mehr nicht.
    LG. und danke euch allen, wer antwortet und wer einfach still liest.
    Igor.

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