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Thema: Pechsträhne ohne Ende, weil ich es nicht anders verdient habe?

  1. #1
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    Standard Pechsträhne ohne Ende, weil ich es nicht anders verdient habe?

    Hey ihr Lieben,

    ich hab momentan ein Ding nach dem Nächsten und frag mich, ob ich ein böser Mensch (geworden?) bin, oder wieso mir in letzter Zeit so viel Schlechtes widerfährt.

    Es fing ja noch ganz "harmlos" damit an, dass es in meiner Wohnung, in die ich neu gezogen bin, an den Fensterrändern zu schimmeln angefangen hat. Jetzt hat mir vor 2 Wochen meine Mutter erst mal geholfen, zumindest das zu beseitigen, so gut es ging. Aber da kommt am Donnerstag auch noch mal der Hausverwalter, um sich das anzugucken (dann werde ich ihm auch alles andere berichten, kommt aber später).

    Während der Schimmelphase hatte ich Klausurenphase, währenddessen bin ich einmal nachts nach dem Aufstehen, um auf Toilette zu gehen, ohnmächtig oder bewusstlos geworden (das weiß ich nicht mehr so genau, ich kann mich nicht an alles erinnern).

    Zum Arzt bin ich nicht gegangen, da ich dachte, "OK, war wohl stressbedingt" und seitdem ist körperlich alles fit bei mir, bis auf eine kleine Erkältung, die ich zwischendrin hatte. Immer mal wieder Geldprobleme hatte ich auch, da es Schwierigkeiten mit meinem Vater und dem Unterhalt gab, den er an mich zahlen muss. Ist aber (vorerst) geklärt.

    Kurz, nachdem das mit dem Schimmel ok war, ist mein Kühlschrank kaputt gegangen. Der war von vornherein in der Wohnung und wird so seine 20 Jahre alt sein.
    Vor vier Tagen, als ich in meinen Keller schaute, durfte ich feststellen, dass eingebrochen wurde und mein alter Rechner und mein Fahrrad gestohlen worden sind. Das Schloss ist auch geklaut worden.
    Mein alter Rechner, auf dem 500 Seiten meines Lebens geschrieben stehen und fünf Jahre - in dem quasi meine Seele gespeichert ist, und bei dem ich beim Einzug in die Wohnung feststellen durfte, dass ein Virus drauf ist, nachdem ich ihn während meiner Landesabwesenheit meinem Bruder geliehen hatte; den ich deshalb erst mal in den Keller gestellt habe.
    Mein Fahrrad, für das ich lang selbst gejobbt habe, um es mir kaufen zu können, das noch ziemlich neu war, auf das ich mich für den Sommer schon so gefreut hatte.

    Als ich vor drei Tagen in meinem Briefkasten nach Post geguckt habe, musste ich feststellen, dass die Tür sich fast gar nicht mehr schließen lässt. Die hing allerdings von Anfang an nicht wirklich sicher am Kasten, doch jetzt ist es endgültig aus.

    Ich hab gestern mit meiner Mutter darüber gesprochen, die daraufhin meinte, es wäre momentan doch gar nichts, was ich an Problemen hätte. Und ich solle endlich erwachsen werden und mich drum kümmern. Irgendwo hat sie ja recht, aber irgendwie hat mich das alles so überfordert und ihre Reaktion hat mich nur noch mehr runtergezogen.

    Ich weiß, ich hätte die Polizei wegen des Einbruchs anrufen müssen. Schon mit dem Vermieter wegen des Kühlschrankes gesprochen haben müssen. Den Hausverwalter öfter verständigen müssen. Ich hatte Glück, dass er heute zufällig wegen des Schimmels angerufen hat. Aber ich war einfach zu feige, ich hab mich geschämt. Und das war/ist einfach nur kindisch.

    Trotzdem hab ich gestern schlechter über meine Mutter mit meiner fast besten Freundin geredet, als sie es verdient hätte. Richtig über sie hergezogen, und meinte, sie könne oder wolle ihre eigene Tochter nicht verstehen. Hab sie manchmal zwar auch bei meiner Freundin gelobt, aber ich denke, dass das nicht ausgereicht hat.

    Vorhin hat sie angerufen, um mir zu erzählen, wann meine Schwester (24 Jahre halt, hat ein kleines Kind und einen Haufen Sorgen) wieder operiert werden muss. Sie hatte einen (gutartigen!) Tumor im Ohr, der ihr vor ca. einem halben Jahr rausoperiert wurde. Leider war das wohl schon so weit fortgeschritten, dass ihr Gehirnknochen angefressen war und sie ihr Ohr komplett ausleeren mussten und anschließend Implantate reinsetzen. Dieses war irgendwie verrutscht, und heute sollte sie noch mal zur Untersuchung, um einen Termin für die Operation zu bekommen, dabei haben sie wohl festgestellt, dass das Geschwür wiedergekommen ist. Das macht mir ziemliche Sorgen. Sie soll in drei Wochen ins Krankenhaus. Ich kann meine Mutter verstehen, dass sie schon genug mitfühlen muss - wegen meiner Schwester. Meinem Bruder geht es auch nicht so gut (gesundheitlich schon, aber er hat andere Probleme). Hab versucht, das erst mal zu verdrängen. Dafür mach ich mir Vorwürfe. Beschäftige mich mit meinen eigenen Pupssorgen, statt mit ihren.

    Wollte dann erstmal einkaufen, da ich Besuch einer Freundin erwartet habe. Dabei bin ich so blöd ausgerutscht, dass ich vor Fußschmerzen schreiend und heulend auf dem Boden liegen geblieben bin. Es sind gleich drei Leute da gewesen, die um mich herum standen, und mir geholfen haben. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar! Hab auch schon erlebt, dass jemand gesagt hat, ich solle doch mal aus dem Weg gehen, als ich (allerdings wegen einer Ohnmacht nach einem Flug) bei der Gepäckausgabe am Flughafen auf dem Boden lag.
    Jedenfalls bin ich dann zusammen mit der Freundin zur Notaufnahme gefahren, um das mit dem Fuß untersuchen zu lassen. Danach wurde mir bewusst, was für ein Schwächling ich eigentlich bin, wegen so einer Kleinigkeit gleich so einen Aufstand zu machen. Es ist nur ne Verstauchung. (Also ich bin froh, dass es nicht Schlimmeres ist!). Wie kann jemand nur so wehleidig sein, wie ich es bin, und andere dann mit seinem unbegründeten Rumheulen belasten?

    Ich hab dem Typen, in den ich ca. 4 Jahre lang verliebt war, wieder geschrieben, und er hat mir auch geantwortet, und jetzt antwortet er mir nicht mehr. Er hat definitiv kein Interesse. Ich hab irgendwie gemerkt, dass ich doch noch nicht ganz über ihn hinweg bin. Jetzt reichts aber wirklich...

    Vielen lieben Dank an alle, die sich das bis hierher durchgelesen haben! War ja ne ziemliche Menge. Ich würde mich über jede Art von Hilfe freuen.

    Liebe Grüße
    Carolyna
    "Amarte a ti es mi pasatiempo
    Y el tuyo es irte como el viento
    ignorando mis sentimientos
    mientras yo muriendo
    quedó en la nada."

    "Me hice promesas,
    yo misma me juré olvidarte
    y no tuve fuerzas
    Solo las tengo pa' amarte
    Amame, por favor"
    -------------------------------------
    "el amor es lo más grande del mundo, lo más hermoso, sea correspondido o no, lo importante es saber que tenemos la capacidad de amar..."

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  3. #2
    Dr. House
    Gast

    Standard AW: Pechsträhne ohne Ende, weil ich es nicht anders verdient habe?

    Ich würde dir helfen. Aber du hast keine Probleme.

    Dein einziges Problem ist, dass du die Dinge nicht getrennt voneinander betrachten kannst. Es hat also bei dir nicht geschimmelt und dann ist bei dir im Keller eingebrochen worden und du bist hingefallen und dann das und das und das.

    Nein, es hat bei dir an den Fenstern geschimmelt. Punkt.
    Es ist bei dir im Keller eingebrochen worden. Punkt.

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Nichts hat miteinander zu tun, also betrachte die Dinge auch so. Du hast in dem Sinne auch keine Pechsträhne. Und vor allem solltest du dir eines klar machen: Mit deinem Ärger bzw. deinem Bedauern über dich selbst, kannst du nichts Geschehens wieder rückgängig machen.

    Es bringt dir also nichts.

    Das einzige, was du machen kannst, ist daraus zu lernen und die Konsequenzen zu ziehen: Bei einer nächsten Wohnung wirst du genauer auf Schimmel achten. An deinem Keller wirst du ein stärkeres Schloss anbringen, nachts, aber das kommt nach solchen Stürzen sowieso, wirst du besser aufpassen usw.

    Alles "Probleme", die durchaus "lösbar" sind.

  4. Für den Beitrag dankt: Carolyna

  5. #3
    Sonnenlicht
    Gast

    Standard AW: Pechsträhne ohne Ende, weil ich es nicht anders verdient habe?

    Helfen kann man ja nicht wirklich..

    eigentlich ists schon so,das es wirklich nur kleine dinge sind,die mit deiner power zu regln wären. war viel auf einmal, das ist wohl das problem,da kann man dann schon recht genervt sein. aber wenn du mal an einer ecke anfängst komste schnell durch.
    warum solte dir das peinlich sein den vermieter anzu sprechen? der ist doch für deine wohnungsprobs zuständig...


    also mach was.... das kriegste hin

  6. Für den Beitrag dankt: Carolyna

  7. #4
    Gast
    Gast

    Standard AW: Pechsträhne ohne Ende, weil ich es nicht anders verdient habe?

    Hallo!

    Was hier als erste Antwort geschrieben wurde, war in den Grundzügen richtig. Man muss sich am Riemen reißen und durch all das durch. Man sollte Probleme einzeln betrachten und sie nicht in einen Zusammenhang stellen.

    Dennoch kann ich sehr gut mitfühlen. Manchmal hat man wirklich das Gefühl, dass das Schicksal seine Finger mit im Spiel haben muss, weil so viele Dinge nacheinander passieren. ich denke, nur Stück für Stück lassen sich die Probs regeln.

    Ich habe ein Gefühl der Ohnmacht bei fast allen Tätigkeiten, die andere für normal halten. Ich muss mich beim Haushalt tierisch zusammennehmen und ein Ende ist noch lang nicht in Sicht. Ich sage mir jetzt aber, dass ich jeden Tag immer ein wenig geschafft haben muss und jeder Schritt, den ich bewältigt habe, einer gegen die Trägheit ist. Bevor ich nun gar nichts hinbekomme, habe ich wenigstens ein Stück vom Kuchen.

    Du bist jung, so dass durchaus die Hilfe der Mutter angebracht wäre. Wieviele Menschen Anfang 20 kenne ich, die wirklich null im Stande sind, etwas allein zu regeln. Das ist ganz normal!! Leider!!

    Du solltest dir mal vor Augen führen, was du für Probleme hast. Ich denke, wenn man alles betrachtet, heißt das Fazit, dass du ne schlimme Wohnung ergattert hast, die dir all diesen Scheiß beschert. Das heißt, es ist im Grunde ein Problem, das aus vielen Einzelbestandteilen zusammengesetzt ist. Für den Schimmel und den Kühlschrank musst du dich nicht schämen, denn das ist ein Versagen des Vermieters. Ich würde umgehend ausziehen, denn du mutest deiner Gesundheit extrem viel zu. Ich habe auch mal mit Schimmel Vorlieb nehmen müssen, was mein Körper durchaus gemerkt hat!!

    Du kannst mit Sack und Pack gehen. Lass dich vom Mieterschutzbund beraten. Quassel nicht lang mit dem Vermieter und guck dich nach nem Platz im Studentenwohnheim um. Da hast du alles und es funktioniert in der Regel.

  8. #5
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    Standard AW: Pechsträhne ohne Ende, weil ich es nicht anders verdient habe?

    Hallo,

    Erstmal: ich kann diese "Denke" nachvollziehen, ich hab auch ne Veranlagung dafür, Probleme nur als Paket zu sehen - was sie natürlich gleich drei Mal schwieriger aussehen lässt. Allerdings kenn ich das mittlerweile und versuche entsprechend, beizeiten gegenzusteuern. Das mit dem "Aufteilen" ist schon ein guter Tipp.

    Die Sache mit dem Schimmel "läuft" ja wohl insofern als dass der Hausverwalter vorbeikommt und sich die Sache anschaut.

    Meld den Diebstahl unbedingt der Polizei. DU hast ja nix verbrochen - musst also auch keine Angst haben, zum Revier zu gehen.

    Den kaputten Briefkasten soll sich der Hausverwalter gleich mit anschauen.

    Die Sache mit deiner Mutter: Mach dir nicht zuviele Vorwürfe. Man ist auch mal auf Menschen sauer, die man eigentlich liebt. Man fühlt sich mal unverstanden/ungerecht behandelt und reagiert entsprechend. Du hast dich ja nicht mit IHR gestritten, sondern "nur" über sie geredet. Passiert ist passiert, versuch das einfach abzuhaken. Keinem nützt es was, wenn Du dich selber fertigmachst.

    Die "Wehleidigkeit"...jeder Mensch ist da ein bisschen anders. Der Eine ist schmerzempfindlicher als der andere. Mancher schreit im Falle einen Sturzes mehr von Schreck als vor Schmerz, andere "erstarren" innerlich und kriegen keinen Ton raus. Ich denke, niemand nimmt es jemandem übel, der nach einem Sturz schreit. Okay, es war "nur" verstaucht. Trotzdem hat es weh getan und es hätte ja auch was Schlimmeres sein können. Mach dir wegen so etwas keine Vorwürfe - das ist wirklich Quatsch.

    Mein Eindruck ist, dass du nicht besonders viel von Dir selber hälst. Du wirfst Dir alles vor, hälst dich für "böse", "schwächlich", "wehleidig". Damit verletzt du den Menschen, der Dir am wichtigsten sein sollte: Dich selber. Jeder hat Fehler, jeder rutscht mal durch Nachlässigkeit in ein Problem rein, hält mal was nicht durch ect. - da kann man schon mal kurz sauer auf sich sein - aber man muss sich selber Fehler auch verzeihen können. Die gehören zum Leben. Wenn du eine Sache falsch gemacht hast, zieh nicht dein gesamtes Leben in Zweifel. Einer der Vorposter schrieb es schon: Man lernt aus Dingen, die schief laufen. Und darum gehts im Leben - nicht darum, alles immer gleich richtig hinzukriegen

  9. Für den Beitrag dankt: Carolyna

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