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Thema: Das Leben einer Chaotin...wenn das Leben in falsche Bahnen läuft!

  1. #1
    Registriert Avatar von Blacklady
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    Standard Das Leben einer Chaotin...wenn das Leben in falsche Bahnen läuft!

    Guten Morgen an alle Leser,

    ich bin Blacklady und 26 Jahre alt. Ich lag nun im Bett und hab mich hin und her gewältzt. Meine Augen sind eigentlich klein und dick von der Müdigkeit. Aber ich kannn einfach nicht schlafen! Mein Gedanken kreisen um mein Leben, meine Probleme und nach dem Traum das alles irgendwann "richtig" läuft.

    Zur Zeit läuft nichts wirklich richtig. Gott sei dank habe ich aber eine relativ gute Phase momentan. Wenn ich in dieser Phase stecke bin ich nicht total Hoffnungslos und Traurig. Dann bin ich ansich Motiviert und glaube daran das alles besser wird. Nur es umzusetzen das klappt einfach nicht wirklich. Ich schleppe so ein paar Problemchen mit mir herum. Über die einen kann ich offen sprechen, bei anderen brauch ich richtig viel Überwindung. Da ich selbst "Roman-Beiträge" hasse werde ich jetzt ein Problem erläutern. Was mich auch zur Zeit am meisten beschäftigt.


    Wenn das innere Chaos zur äußeren Qual wird!

    Wann und wie dieses Problem wirklich angefangen hat kann ich überhaupt nicht mehr sagen! Dafür kämpfe ich schon viel zu lange damit. Das Problem ist meine Wohnung und das Chaos. Ihr müsst nun nicht denken das es hier völlig verwahrlost und dreckig ist. Nein! Aber ich habe vor zwei Jahren einmal so gelebt ja! Es gab eine Zeit da konnte man sagen ich hab Verwahrlost gelebt. Heute ist es so das oft Choas herrscht! Der Abwasch stapelt sich (öfters) und der Wäscheberg wächst regelmäßig. Manchmal krümmelt sich das Katzenstreu durch die Wohnung und der Boden ist nicht so sauber wie es normal ist. Zur Zeit ist der Zustand meiner Wohnung....mhm nicht in Ordnung aber überschaubar. Warscheinlich müsste ich nur einen Tag hier richtig durch wedeln und dann wäre es wieder Okay.
    Aber wenn ich Anfange aufzuräumen und zu putzen. Dann artet es aus das ich irgendwas total lange putze bzw. ordne und den ganzen Tag dafür brauche. Ich halte mich also total lange an einer Sache auf. Oder ich bin schnell müde und gestresst. Ich fühl mich oft in meiner Situation gefangen und nicht als echte Frau. Andere haben es auch nicht leicht! Arbeiten, haben Familie und sie schaffen es auch. Und ich?? Ich freu mich schon wenn ich einen Monat regelmäßig den Müll runter gebracht habe. Ich bin total passiv und hänge nur vor dem PC oder TV. Die Zeit vergeht total schnell vorbei! Dabei lief es bis August noch ganz gut! Die Wohnung war in einen Akzeptablen Zustand und ich konnte ohne mich zu schämen Besuch empfangen. Das könnte ich heute nicht! Und immer wieder diese Fragen! Wieso kann ich das nicht? Was hindert mich daran? Wieso bin ich so unfähig? Es ist so als würde man in sein eigenen Leben versagen!
    Heute hoffe ich das ich mich aufraffen kann. Ich habe einige Wege zu erledigen und dann muss die Wohnung in Schuß gebracht werden!
    Es wird Menschen geben die mein Problem nicht verstehen werden. Die denken dann machs doch einfach! Tja dann machs doch........dann wäre ich aber nicht hier!

    Liebe Grüße Blacklady

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  3. #2
    wolf-souled
    Gast

    Standard AW: Das Leben einer Chaotin...wenn das Leben in falsche Bahnen läuft!

    hallo blacklady
    also ich versteh dich da auf jeden fall...mir geht´s selber ähnlich...hab hier auch mal nen thema eröffnet "wie sauber muß der haushalt sein?".
    ich kann jetzt nicht genau einschätzen, wei´s in deiner wohnung ausschaut..bei mir isses halt so, dass ich mich bzw. meinen haushalt immer mit anderen vergleiche bei und dann reglmässig natürlich extrem schlecht abschneide. bei vielen leuten kannst du spontan zu besuch kommen und der haushalt sieht aus, als hätten sie grad stundenlang aufgeräumt und geputzt. halt einfach perfekt. wohingegen es bei mir selbst bei angemeldetem besuch und riesen putzaktion meinerseits...naja...immer noch chaotisch aussieht...ganz zu schweigen von unangemeldetetn besuchen.
    mir hat das schreiben und die antworten die ich hier bekommen habe schon sehr geholfen. ich schau nicht mehr so auf das, was andere von mir/über mich denken. und wenn jmd. meine haushaltsführung nicht passt, der braucht ja nicht kommen. ausserdem hab ich gelernt, lockerer zu sein. wenn ich heut nicht aufräum oder putz, weil mir nicht danach ist, dann ist das halt so. dann mach ich mir deswegen auch kein schlechtes gewissen. ich weiß, es kommt auch wieder ein tag, wo mir das alles verhältnismässig locker von der hand geht. und dann mach ich´s halt da. ich leb jetzt seit 15 jahren so (incl. 5 familienmitgliederen und diverser haustiere) und wir sind noch nicht im chaos versunken und es ist auch noch keiner krank geworden, nur weil´s nicht steril ist bei uns.
    nimm dir kleine schritte vor...zum beispiel jeden tag das geschirr zu spülen, einmal pro woche müll raus, einmal pro woche saugen. der rest nach lust und laune.

  4. Für den Beitrag dankt: Blacklady

  5. #3
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    Standard AW: Das Leben einer Chaotin...wenn das Leben in falsche Bahnen läuft!

    Hallo Blacklady,

    Ich hab manchmal den Eindruck, dass äußeres Chaos oft ein inneres repräsentiert. Auch aus eigener Erfahrung heraus. Du schreibst ja auch, du hast mehrere "Problemchen". Andererseits schreibst Du auch, dass du eine Zeit der Verwahrlosung überstanden hast. Das heißt, Du kannst es! Ist doch ein guter Ansatz, das jetzige, nicht ganz so schlimme Chaos auch anzugehen. Dabei wäre mein Tipp: Sei nicht zu streng mit Dir. Du musst dich in der Wohnung wohlfühlen, zu hohe, perfektionistische Ansprüche sorgen nur für Frust. Vielleicht hilft eine Prioritätenliste nach dem Motto: Abwaschen, Müll rausbringen, Katzenklo. Der Wäscheberg, die Fuseln auf dem Teppich, der nicht so saubere Boden sind nicht ganz so wichtig. Wenn die tägliche Aufgabe, die du dir stellst, überschaubar ist, organisierst Du dir selber leichter kleine Erfolgserlebnisse anstatt abends depri zu sein, weil du alles machen wolltest und nur ein kleines bisschen geschafft hast.

    Was mir noch auffällt: Du bist den ganzen Tag zu Hause? Und lebst alleine? Irgendwie ist es doch nachvollziehbar, dass Du irgendwann lethargisch und depri wirst. Deine Wohnung wird so zu einem bestimmenden, ganz wichtigen Problem. Du bist erst 26 - suchst Du einen Job, eine Ausbildung? Ich denke, du brauchst mehr Ziele als eine saubere Wohnung. Ziele, die einen motivieren, sind wie kleine Antriebsmotoren. Sie liefern Energie - auch für andere Lebensbereiche wie eben die Wohnung.

    Du musst diese ganzen Fragen natürlich nicht beantworten Es sind nur die, die mir beim Lesen deines Textes spontan eingefallen sind. Ich wünsch dir, dass Du etwas findest, was dich motivieren kann, was die Lust auf Leben (wieder) in dir weckt. Das Wohnungsproblem wird dann fast automatisch kleiner und unwichtiger werden.

  6. Für den Beitrag dankt: Blacklady

  7. #4
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    Standard AW: Das Leben einer Chaotin...wenn das Leben in falsche Bahnen läuft!

    Hallo lonely wolfe und Selah,

    danke für eure lieben Antworten. Mir ist mein Herz gleich ein wenig aufgegangen und habe mich über eure Antworten gefreut.

    @lonely wolfe

    Manchmal tut es gut zu Wissen das man nicht die einzige ist der es so geht. Zur Zeit sieht meine Wohnung echt überhaupt nicht gut aus. Anisch habe ich mir vorgenommen die Woche anzugreifen. Aber warscheinlich setze ich mich ungewollt unter Druck was mich wieder passiv macht. Heute habe ich es wenigstens geschafft das Katzenklo zu reinigen und den Müll runter zu bringen. Was beides aber Notwendig war! Denn heute kam die Müllabfuhr und da ich den Mülltonne rausstellen musste habe ich noch schnell alles runter gebracht aus meinem Eimer. An sich habe ich die Hygiene meiner Katze bzw. das Klo sehr wichtig genommen. Seit zwei Wochen habe ich das sehr schleifen lassen. Die Quittung habe ich heute bekommen. Meine Katze hat mir noch nie in die Wohnung gemacht außer heute. Ich hab die süße nicht ausgeschimpft, da ich selber daran schuld bin. Ich überlege gerade wie ich den Zustand hier beschreiben soll. Also sagen wir mal so mein Schlafzimmer ist nur Chaotisch und wohl am schnellsten aufgeräumt ( Nur ein paar sachen liegen bzw. stehen hier rum! Kleidung, Zierkissen und Papierkram!) Ansonsten ist er sauber! In meinen Wohnzimmer ist nichts drin außer ein Tisch und der Hamsterkäfig und ein Regal. Das hat damit zu tun das ich hier bis letzte Woche renoviert bzw. neuen Teppich verlegt habe. Mein Kleiderschrank, Sofa und Beistelltisch sind im September auf den Sperrmüll gewandert. Also ist mein Dreh und Angelpunkt mein Schlafzimmer. Der Hamster macht seit kurzen extremen dreck und schmeißt das ganze Streu raus so das ich eigentlich jeden Tag saugen müsste. Aber er ist erst sauber gemacht worden. Daran kann es also nicht liegen. Ich habe eine Schlauchwohnung das heißt alle räume außer das Bad sind hinter einander. Also eine ziemlich blöde Aufteilung. Also weiter zur Küche und Bad...das waren eigentlich immer die saubersten Räume und sind nun die reinste Katastrophe. Teilweise schmuddelig, überall liegt was rum bzw. steht was rum und es klept. Frische Sachen Obst und Gemüse riechen ein wenig weil sie nicht im Kühlschrank sind. Das ist eigentlich nur weil ich den Kühlschrank auswischen wollte. Im Bad und Flur stehen und liegen noch Malerzeug rum, ein wenig dreckige Wäsche .......Toilette ist total bääähhbhh (und morgen das erste was ich sauber mache!!).

    Das mit dem Haushalt vergleichen bzw. Putzanfälle wenn Besuch kommt kenne ich nur zu gute. Es gab schon momente da war ich mit meinen Haushalt zufrieden. Dann musste nur was passieren z.B. ein Besuch bei einer Freund wo alles perfekt schien, eine falsche Bemerkung von jemanden der mich Besucht.......und flutsch falle ich in ein Loch und dann kann es passieren das ich abrutsche. Selbst wenn alles sauber scheint finde ich etwas das nicht in Ordnung ist.
    Du hast recht wenn du sagst ich soll alles ein wenig locker sehen. Denn wenn ich anfange jeden Tag was zu machen und wenns nur ne Kleinigkeit ist dann wird es nach und nach zum Selbstläufer und man bemerkt wie jeden Tag die Wohnung wieder besser aussieht. Das schlimmste ist jeden Tag daran zu denken aber nichts zu machen. So geht es mir zur Zeit und den Kreislauf zu zerbrechen ist schwer aber auf jeden Fall machbar! Eine Freundin die meine Problematik kennt meinte auch ich will immer alles zu Perfekt machen und des klappt nicht. Und weil es nicht klappt frustriet es mich erst recht und ich mache noch weniger. Ich möchte einmal Besuch bekommen und ganz gelassen die Tür aufmachen ohne mich zu schämen.

    Ich werde es auf jeden Fall mit kleinen Schritten probieren und sobald ich einen Blog führen kann will ich auch alles festhalten Gefühle bzw. meine Erfolge und Misserfolge.

    @Selah

    Du hast geschrieben " Ich hab manchmal den Eindruck, dass äußeres Chaos oft ein inneres repräsentiert."

    Dieser Meinung bin ich auch deshalb habe ich ja auch als Überschrift geschrieben: Wenn das innere Chaos zur äußeren Qual wird!
    Ich denke auch das meine anderen Probleme wie z.B. die Einsamkeit und Arbeitslosigkeit sich darin äußern indem ich mein Inneres Seelenleben nach außen trage. Selbst im Bewerbung schreiben bin ich zur Zeit total passiv. Ich habe letzte Woche 10 Stück geschrieben aber es nicht geschafft sie abzuschicken. Dabei tut es mehr als Not!! Aber es muss erst noch nach Fehlern abgegrast werden, da ich eine LRS habe. Außerdem ist sie viel zu lang und eigentlich wollte ich sie kürzen. Das ärgert mich total. Ich muss bis Februar schnellsten etwas finden. Denn die Wohnung hier ist gekündigt. Aus verschiedenen Gründen. Ich muss deshalb auch schnell eine Grundordnung hier rein bekommen da die einen Termin für die Vorabnahme machen wollen. Und dieser Heini den ich da anrufen muss, da kann es passieren das er sagt "Ich komme heute vorbei!"......was ich dann natürlich abwimmeln muss.

    Du hattest ja auch geschrieben das ich ja die Zeit der Verwahrlosung überstanden habe. Darüber bin ich auch sehr froh und stolz. Ich möchte da nie wieder hin kommen. Und mein jetziges Chaos ist der reinste Witz gegen früher! Ich habe radikal Schränke und Kisten entrümpelt und gesammelte eiskalt entsorgt ohne das es mir danach schlecht ging. Es war befreiend die alt Lasten in den Müll zu verabschieden. Du hast recht wenn du schreibst ich darf nicht zu streng mit mir sein. Das bin ich wirklich! Ich stecke mir viel zu hohe Ziele und bin dann endtäuscht wenn ich es nicht schaffen. Nach dem Motto: An einem Tag alles Putzen und Aufräumen! Was natürlich totaler Quatsch ist! Ich habe sowas ähnliches wie eine Prioritätenliste gemacht:

    max 3 x mal Müll runterbringen (das klappte ansich gut außer in den letzten 2-3 Wochen!)

    jeden zweiten Tag saugen (klappt momentan garnicht)

    1 x in der Woche Boden wischen (...der Boden würde sich sicher mal wieder freuen einen Lappen und Wasser zu sehen.....ähm ja)

    regelmäßig die Toilette bzw. Katzenklo reinigen (klappt nicht!)

    jeden Tag abwaschen (klappt mal mehr mal weniger)

    am WE Wäsche waschen (klappt ab und zu)

    Außerdem einmal in der Woche groß Putz Bad bzw. Küche......

    Ich habe das alles in einem Putzplan festgehalten der natürlich total überladen aussieht....Ich werde auf jeden Fall versuchen deine Tipps zu geherzigen!

    Zu deinen Fragen:

    Du bist den ganzen Tag zu Hause?

    Zur Zeit leider ja. Ich habe im August mein Studium beendet. Danach habe ich meine Eltern besucht und seit ich wieder hier bin fing es wieder an richtig schlimm zu werden. Denn ich hatte von Jan- Jun ordentlich zu tun mit meiner Diplomarbeit. In dieser Zeit klappte das mit der Wohnung (fast) problemlos. Ich habe damals in der FH meine Arbeit geschrieben weil ich wusste das ich mich zu Hause durch Tv und Putzanfälle zu sehr ablenke. Meine Wohnung war echt teilweise ein Traum. Ich bin in dieser Zeit oft gerne nach Hause gekommen.
    Das beenden des Studium hat mir meinen festen Boden unter den Füßen wech gerissen. Kein regelmäßger Tagesbalauf.......kaum unter Leute........wenig Freunde.......viel Einsamkeit.....ich geh ja auch zur Zeit vor 3-4 Uhr nicht ins Bett. Schlafe dann viel zu lange und komme ewig nicht aus dem Arsch! Dann fing ich an richtig Depressiv zu werden. Habe nur geheult und im Bett gelegen und mich in meinen Selbstmitleid gesudelt! Ich erkannt mich überhaupt nicht mehr! Denn ansich bin ich eine kleine Kämpfernatur! Ich konnte mich kaum aufraffen mich für ein Anerkennunsjahr zu bewerben. Dann bekam ich wieder Mut. Bewerbungen---- Gespräche-------Absagen. Also kümmerte ich mich um den Zustand meiner Wohnung. Die war durch bestimmte Umstände wie z.B. die Verwahlosung sehr abgewohnt und sehr sehr sehr Renovierbedürftig. Also habe ich mich hier alleine zwei Wochen abgequält. Aber ich hatte etwas zu tun und das tat meiner Psyche sehr gut. Kurz lief der Haushalt wieder.........tja dann fing es aber sehr schnell wieder an.

    Und lebst alleine?

    Ja, die Einsamkeit und das Verlassen werden. Diese beiden Dinge begleiten und prägen mich schon mein Leben lang. Ich hatte meine letzte Beziehung vor 4 Jahren. Das hat zum einen den Grund das wenn die Männer mir zu nahm kamen ich abgeblockt habe. Sie könnten ja mein "Geheimnis" herausbekommen, mich abstoßend und unnormal finden. Zum anderen habe ich einfach noch nicht den Mann gefunden. Aber nicht nur das Single da sein ist ein Problem. Das viel größere ist eigentlich das ich wenig Freunde habe. Ansich stimmt das aber nur halb! Ich hatte hier meine kleine Gruppe gehabt aus dem Studium. Leider sind die alle fort gezogen außer einer lieben Person. Wir sehen uns ab und zu noch. Das tut natürlich verdammt weh und man fühlt sich so abgeschnitten und alleine. Obwohl ich als ich meine schlimme Phase hatte mit der Verwahrlosung hatte ich hier ja meine Freunde. Da fühlte ich mich aber ständig unverstanden und nicht richtig inigriert. Dann hatte ich noch außerhalb des Studiums einen kleinen Freundeskreis. Dieser ist seit Septemper aber zersprungen. Meine Familie wohnt in Sachsen-Anhalt und ich in Niedersachsen. Und trennen 6 Stunden Zugfahrt. Damals wollte ich etwas anderes sehen und an der Nordsee zu studieren.....das war der reinste Traum! Meine Familie ist auch sehr kompliziert und anstrengend. Aber wenn man nicht mal schnell besuchen kann. So ganz alleine mit seinen Problemen fertig werden muss, weil die Familie einfach zu weit wech wohnen, dann fällt man irgendwann erst recht in ein Loch. Deshalb möchte ich auch nach Köln ziehen. Da wohnt meine Cousine die gleichzeitig meine beste Freundin ist. Sie kennt meine ganzen Probleme wie kein anderer. Durch sie hätte ich wieder eine soziale Einbundung und halt!

    Du bist erst 26 - suchst Du einen Job, eine Ausbildung? Ich denke, du brauchst mehr Ziele als eine saubere Wohnung. Ziele, die einen motivieren, sind wie kleine Antriebsmotoren. Sie liefern Energie - auch für andere Lebensbereiche wie eben die Wohnung.

    Ich habe auf den zweiten Bildungsweg studiert und eine Ausbildung. Für mein Studium habe ich sehr kämpfen müssen. Ich bin damals in der Schule gemobbt worden und hatte von meiner Familie keinen wirklichen halt. So kam es das ich nach der 9 Klasse so schnell wie möglich die Schule verlassen habe. Leider nur mit einen Hauptschulabschluss. Danach habe ich eine Ausbildung als Haus- und Familienpflegerin gemacht und dabei gleichzeitig den Realschulabschluss nachgeholt. Danach habe ich zwei Jahre in der Altenpflege als Hilfskraft gearbeitet. Ich habe gemerkt das mein Beruf keine großartigen Chancen bereithielt. Ständig kannte niemand meine Berufsbezeichnung und ich wurde nur als Altenpflegehelferin oder Putzkraft eingestellt. Das war nicht das was ich mein Lebenlang machen wollte. Ich hatte aber Arbeit und war froh darüber. Dann kam die große Wende! Ich wurde von der neuen Stationsleiterin gemobbt! Irgendwann hatte ich dann einen Nervenzusammenbruch und habe gekündigt. Damit ich aber nicht in der Luft hänge und damals in die nähe meines Freundes ziehen wollte endschied ich mich erstmal das Fachabitur zu machen und mich dann nach einer neuen Ausbildung umzusehen. Ich zog also nach Thüringen und zog das Abi durch. Und dann kam eins auf den anderen und ich bekam ein Studienplatz und ergriff meine Chance. Damals dachte ich noch ich bin am Ziel meiner Träume. Es war alles Perfekt! Doch dann trennte ich mich von meinen Freund und zog hier her. Und relativ schnell glaube 6 Monate danach fing das Problem mit der Ordnung an. Natürlich schleichend bis 2007 der Höhepunkt war! Ich denke die Trennung von meiner Familie und meinen Freund haben ihren Teil dazu begetragen. Ende 2007 bekam dann doch jemand zum ersten mal mein Problem hier mit. Die Wohnung war der reinste Schweinestall und meine Mama und Stiefschwester räumten hier glaube zwei oder drei Tage auf. Danach musste ich alleine noch viel entrümpeln. Danach gab es mehrere Erfolge und Rückschläge.........aber glaube das ist normal! Nun bin ich aber von der Frage bissel abgewichen. Okay also ich muss nun noch ein Berufsanerkennungsjahr machen und habe leider bis jetzt noch keine Stelle bekommen.

    Du hast auf jeden Fall recht wenn du schreibst das ich wieder Freude am Leben wieder finden muss (obwohl ich die teilweise schon gefunden habe!). Nur wenn ich meine Vergangenheit aufarbeite und mein Leben in eine gerade Bahn bringe durch z..B Beruf und Freunde kann ich das Wohnungsproblem wirklich lösen.

    Ich hoffe das ich es heute schaffe etwas zu tun........egal wie viel Hauptsache etwas.

    Liebe Grüße Blacklady
    Geändert von Blacklady (11.11.2009 um 01:57 Uhr)

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