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Thema: Wieso,weshalb,warum

  1. #1
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    Standard Wieso,weshalb,warum

    Genau das ist die Frage. Naja, eine von vielen, aber im Grunde genommen die wichtigste. Wieso bin ich so? Wieso bin ich genauso geworden, wie ich jetzt bin. Wann bin ich falsch abgebogen und wieso? Ich wünschte, ich könnte diese Fragen, die so laut in meinem Kopf vor sich her brüllen beantworten. Aber ich werde sie nie beantworten können. Sie werden mich Zeit meines Lebens weiter anschreien und mich niemals in Ruhe lassen. Wie soll ich damit klar kommen, dass es niemals still sein wird? Das niemals jemand verstehen kann was wirklich gerade in mir vorgeht? Denn jedes Mal, wenn ich versuche darüber zu sprechen, versaue entweder ich es, indem ich versuche zu verharmlosen wie ich mich fühle oder mein Gegenüber lässt den berühmten Satz:“ Das wird schon wieder besser werden!“ fallen. Aber nein, es wird nicht besser. Alles wird unaufhörlich schlimmer. Ich weiß es. Es war schon immer so. Aber wieso kann ich nichts dagegen tun? Wieso schaffe ich es nicht, mir zu helfen? Wieso kann ich mich nur selbst zerstören? Und das wissentlich. So lange schon brennt das unaufhörliche Verlangen nach absoluter Stille in meinem Kopf. Einfach Ruhe. Aber ich bin nicht bereit mich dafür umzubringen. Nicht, dass ich nicht darüber nachgedacht hätte. Ich habe immer das Gefühl, ich könne mich niemals schlimmer fühlen als in dem Moment, indem ich darüber nach denke. Also wieso habe ich es noch nicht getan? Etwas scheint mich noch hier zu halten. Aber was? Natürlich zählt die Tatsache, dass ich meiner Familie trotz unserer jahrelangen Differenzen sowas nicht antun wollen würde. Die Vorstellung, wie meine Familie auf meiner Beerdigung weint und das nur, weil ich es nicht geschissen gekriegt hab mein Leben zu meistern, obwohl ich vieles hätte besser machen können, ist mir zu wider. Ich habe liebe Eltern. Klar haben auch sie Fehler in meiner Kindheit gemacht aber welcher Mensch ist schon unfehlbar? Zumindest habe ich auf keinen Fall das Gefühl, ich hätte eine schlechte Kindheit gehabt oder ich könne diese als Entschuldigung für mein heutiges „Ich“ nehmen. Wieso habe ich mich also irgendwann dazu entschlossen, mich selbst zu zerstören? Und wieso kann ich nicht damit aufhören?Ich weiß, was richtig und was falsch ist. Ich weiß, was ein Fehler und für mich fatal ist. Aber wieso laufe ich trotz rationalem Denken immer in die gleiche Richtung? Ich komme nie wieder raus aus diesem Sumpf. Als würde ich über keine Entscheidungsgewalt verfügen. Als würde ich mich selbst quälen wollen. Immer und immer wieder. Wieso bin ich unfähig, mir selbst zu helfen? Obwohl die Lösungen meist klar auf der Hand liegen. Ich bin kein dummer Mensch. Dachte ich zumindest immer. Aber ist mein Verhalten nicht auch ein Zeichen von Dummheit? Oder zählt geistige Schwäche nicht als Dummheit.. für mich ist „dumm“ zu sein eine der schlimmsten Vorstellungen. Einen eingeschränkten Horizont zu haben.. sich nur danach zu bewegen, was andere tun oder sagen und kein „eigener“ Mensch zu sein. Das ist für mich Dummheit. So etwas macht mich traurig. Sowohl für die Leute, die eingeschränkt leben als auch für mich, da ich nie so akzeptiert werde, wie ich bin. Ich werde nicht verstanden. Ich habe das Gefühl, nie so leben zu können, wie ich es will. Aber was soll ich dann noch hier? Ich bin 22 Jahre alt und habe noch ca. 50 Jahre vor mir wenn mein Körper trotz Drogen so lange durch hält. Aber will ich das, wenn ich jetzt schon am Ende bin? Ich will nicht wissen, was das Leben noch für mich bereit hält. Dazu hat es mich zu oft verarscht.
    Aber was tun, wenn sowohl weiter leben, als auch Suizid keine Lösung ist?

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  3. #2
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    Standard AW: Wieso,weshalb,warum

    Hmm das klingt wirklich nicht gut, doch habe ich ähnliches erlebt. Wenn du magst, kannst du mir eine PN schicken. Dann könnten wir uns ausführlich darüber unterhalten. Auch wenn ich nicht so oft online bin XD
    lg ^^

  4. #3
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    Standard AW: Wieso,weshalb,warum

    Hallo E.,

    ich höre dich aus diesem Beitrag herausschreiben, dass du verdammt noch mal eine Lösung brauchst.

    Du bist für mich ein absolut denkender Mensch. Du benutzt deine Kopf, hinterfragst das Leben und die Menschen und nach dem Sinn. Ich würde sagen, dass in dir ein Philosoph steckt. Aber ein recht unausgeglichener Philosoph. Das schwierige ist denke ich bei dir gerade, dass Gedanken und Gefühle total unter Spannung stehen. Sie sind durchmengt und heizen sich immer wieder auf. Ich glaube du solltest lernen sie mehr für sich zu betrachten. Gedanken sind mehr Theorien finde ich und Gefühle beschreiben mehr Bedürfnisse und können durch aus mal unlogisch sein. Wenn man älter wird denke ich sollte man lernen mit diesen Dingen feinfühliger umzugehen und ich denke dir würde es gerade immens viel bringen.
    Ich sehe dein Leben wie eine Gitarrensaite. Im Moment vibriert sie, wie wenn man ganz fest dran gezupft/gezogen hätte und der Ton ist schrill und laut. Du könntest lernen sie gekonnter anzuzupfen.
    Das eine ist der Gedanke den man denkt. Das andere ist, wie man den Gedanken denkt. Man kann es voller Gewalt und Überzeugung, so wie du mir erscheinst oder man kann sich in Ruhe sein Leben anschauen, um genau zu wissen, wo man steht.
    Du bist erst 22 Jahre alt und kennst einfach noch nicht genug, um die Fragen des Lebens beantworten zu können. Weil du kannst noch nicht genug Mist erlebt haben in nur 22 Jahren. ;-) Ich denke erst im Alter kann man wirklich lernen mit dem ganzen Zeug umzugehen und das einzige Ziel das man verfolgen kann mit 22 Jahren ist, dass man vielleicht mal so werden will. Du kannst alt und frustriert werden oder ausgeglichen und wissend. Und es dauert nun mal ein Menschenleben bis der Weg ausgereift ist. Aber es gehört eben auch dazu, dass man sich mit Menschen außeinander setzt. Mir hat das bei meiner inneren Karriere sehr geholfen, dass egal welches Problem ich hatte ich hab mir trotzdem die Welt angesehen und wie sie mir dabei erscheint. Deshalb rate ich dir bei all deinen wichtigen Gedanken, dass du nicht vergessen solltest, der Mensch von Natur aus schon irgendwie sozial ist. Nicht dass man Gesellschaft brauch und dann ist alles gut. Man brauch Gesellschaft, um sich besser mit sich selber außeinander setzen zu können oder so ähnlich. Ein komplizierter Weg. Aber glaub mir. Du wirst noch viel denken müssen. Weil ich denke schon 20 Jahre länger, wie du und ich hab auch noch nicht genug nachgedacht ;-)
    Ich muß aber schon sagen, dass du viele wichtige Themen des Lebens ansprichst in deinem Beitrag. Also du denkst denke ich schon über die richtigen Dinge nach. Und ich finde auch, dass dein Unfrieden gerechtfertigt zu sein scheint. Das macht leider nicht zufrieden, was deinem Problem näher kommen könnte.
    Was aber immer ein gutes Zeichen für richtiges Denken ist ist meiner Meinung nach, wenn man anderen Menschen mit seinen Gedanken eine Stütze sein kann. Für mich ist das immer ein wichtiges Zeichen, aber auch ein langer harter Weg.
    Ein Wort zum Schluss: Das Mindeste, was man vom Leben bekommt ist Scheiße. Deshalb muß man verstehen lernen, wie man das andere im Leben bewirkt. Und ich denke dir ist sehr geholfen, wenn du über deine Gedanken reden könntest.
    Du hast eine Ernsthaftigkeit, die dir nicht gut tut. Blödes Leben. Aber zum Glück kann sich unser Geist lösen und seinen eigenen Raum gestalten. Gestalte deinen eigenen Raum und lerne zu verstehen wie Frieden geht.
    lg
    Verwirkliche deine guten Absichten in deinem Leben. Dann hast schon mal du selbst auf jeden Fall etwas davon!
    Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. (Immanuel Kant; muß ich mir auch immer wieder sagen...)
    Man kann Probleme auf viele Arten lösen. Kann es doch erst nur dann wirklich gelöst sein, wenn es verstanden wurde.
    Was willst du mir erzählen?
    Ich hoffe etwas, was ich noch nicht weiß!
    Sei nicht Opfer deiner selbst!

  5. #4
    Registriert Avatar von Schroti
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    Standard AW: Wieso,weshalb,warum

    An welcher Stelle bist du denn falsch abgebogen und welche Konsequenzen hat das aktuell?

    Bitte Absätze machen!)

  6. #5
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    Standard AW: Wieso,weshalb,warum

    Ich denke, es ist weder eine bewusste Entschidung noch hat es irgendwas mit der Intelligenz einer Person zu tun, wenn derjenige verzweifelt ist oder sich selbst schadet.

    Und zu schauen wann und wo etwas in der Vergangenheit schiefgelaufen ist, kann ein wenig helfen, bestimmte eigene Verhaltensweisen klarer zu sehen... aber es ist nur ein Teil dessen, was heilen und die inneren Stürme beruhigen kann.

    Ja, es IST schwer, vorwärts zu schauen und zu gehen, wenn man sich so zerrissen und ratlos fühlt. Wenn man denkt, es kann nicht besser werden.
    Man steckt nur in der Vergangenheit und wühlt... und erträgt sogar das "Jetzt" nur schwer.

    Ich weiß, wie es sich anfühlt.
    Aber selbst wenn Du herausfindest, wer Dir Kratzer in die Seele gemacht hat und derjenige einsichtig ist und Dich aus vollem Herzen um Vergebung bittet.
    Selbst wenn Du auf dem zurückliegenden Weg die Stellen findest, wo ein Rad nach dem anderen begonnen hat, im Dreck zu laufen...
    ...dann musst Du damit etwas für Dich tun.
    Im Hier und Jetzt und für Deine Zukunft!

    Das sanfteste Pflaster mit der besten Heilsalbe hilft der Wunde nicht, wenn Du es runterreisst und weiter herumkratzt.
    Und der Heiltee, den Dir jemand bereitet, hilft nicht, wenn er auf dem Nachttisch kalt wird und Du ihm den Rücken zudrehst.
    DU musst ihn trinken und DU musst die Wunde in Ruhe lassen.

    Das ist nicht leicht und ich bin selbst immer noch auf dem Weg, das so richtig zu verinnerlichen.
    Und ich behaupte nicht, dass es ohne irgendwelches Zutun bei Dir auf jeden Fall und ganz fix und easy besser wird, aber es KANN besser werden und es muss auch nicht immer schlimmer werden.

    Und auch, wenn man sich nicht komplett "repariert" kriegt, kann das Leben unglaublich schön, spannend und (er)lebenswert sein.
    Ich war mit 19 an dem Punkt, dass ich nicht mehr konnte und wollte... und manchmal kommt das Grundgefühl nochmal hoch.
    Ich lese es dann als "SO kann und will ich nicht mehr, es muss sich etwas an der Situation ändern. Was kann ich ändern?"

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Mut!

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