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Thema: Das Problem mit mir selbst

  1. #1
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    Standard Das Problem mit mir selbst

    Hallihallo!

    Ich weiß nicht wie ich diesen Post beginnen soll, deshalb versuche ich einfach mal frei etwas zu fabrizieren.

    Gefühlt habe ich ein Problem mit mir selbst oder vielleicht auch eher meine Umwelt mit mir. Es ist mir schon unangenehm darüber zu berichten, aber ich suche einfach Antworten und möchte auch einfach mal eine Last von der Seele schmeißen. Zuerst fange ich mit meiner Umwelt an und was sie von mir hält:

    Okay um das schon mal vorweg zu nehmen, so viele Meinungen habe ich nicht gehört - vielleicht weil es mich auch zu sehr verletzt.

    Dennoch, meine Mutter ist zum Beispiel der festen Überzeugung, dass ich unnormal bin. Unnormal im Sinne von "du bist kein einfacher Mensch" "du trägst eine Maske" "du pflegst keine Kontakte". So wie ich es verstanden habe ich die Definition von "Einfach" laut meiner Mutter ein Mensch zu dem sich jede Person hingezogen fühlt, die locker ist und einfach mit Menschen Kontakte pflegt und gut mit ihnen umgehen kann. In diesem Zusammenhang betont sie auch, dass ich arrogant bin/wirke wobei dies sich eher ins meinem Auftreten zeigt (z.B. schreibe ich nicht jeden Tag mit jeder Person etc.). Die Maske ist ein Thema über das ich eigentlich nicht reden will, gerade weil es mich zutiefst verletzt. Damit meint sie meinen Blick, der nach ihr dem Fantomas ähnelt.
    Zudem hatte ich nie viele Freunde, ja ich habe auch den Kontakt zu zwei potentielle Freunde aufgegeben, weil ich mit mir selbst im Kampf stehe.

    Eine ehemalige Freundin von mir hat mir eigentlich immer gesagt, dass die Leute anscheinend nicht wissen wer ich bin und das viele mich falsch einschätzen. Sie war zum Beispiel oft schockiert über die Aussagen meiner Mutter, meinte das sie das so nicht unterschreiben kann. Nun das war aber auch vor unserem Bruch, ihre Meinung hat sich danach drastisch verändert aufgrund von Intrigen um es auf dem Punkt zu bringen.
    Jemand anderes sagt etwas Ähnliches. Doch ist nun auch der Meinung, dass ich gebrochen wirke, mein innerliches verletzt ist und ich psychologische Hilfe in Anspruch nehmen muss. Sie nennt es fehlendes Selbstbewusstsein und Überforderung alles perfekt zu machen und versuchen in einer heilen Welt zu leben um Konflikten aus dem Weg zu gehen.

    Wenn ich mich selbst beschreiben würde sähe das wie folgt aus: Ich bin ein Pessimist, der eher schüchtern ist und nicht an sich selbst glaubt. Vielleicht wirke ich aufgrund meiner Schüchternheit arrogant, da ich mich in fremden Gruppen eher zurückhalte und versuche nicht negativ aufzufallen. Ich nehme mir Kritik sehr zu Herzen, sodass mich das auch einige Tage begleitet, mich gar mental runterzieht. Wenn man in seinem Leben viel scheiße mitmacht, versucht sich zu ändern und doch nur mit dem Finger auf einen gezeigt wird "Du bist dran Schuld", das zieht einen sehr runter.
    Vor kurzem hat meine Mutter die Karten für mich legen lassen und angeblich hat die Kartenlegerin gemeint, dass ich das Problem bin. Ich muss meine arrogante Maske ablegen, nur dann werde ich ein glücklicher Mensch sein. Ich hätte dabei an die Decke gehen können, das frustriert mich seit letzter Zeit auch nur noch.
    Bezüglich meinem Kontakt mit meinen Freunden, ich habe bei den meisten das Gefühl, dass von ihnen nie etwas zurück kommt. Fast überall bin ich diejenige die Kontakt sucht, wenn ich mal nicht schreibe kommt auch von den meisten nichts zurück. Teilweise ist mir auch aufgefallen, dass Fragen zwar beantwortet werden, aber bei den wenigsten eine Gegenfrage oder irgendwas in dieser Art kommt. Auch Frage ich immer nach Treffen, ich glaube stark würde ich das nicht machen, dann würde niemand auf mich zukommen.
    Klar, wenn man etwas will muss man es selbst anpacken. Vielleicht ist das auch ein Problem von mir, nur ich erwarte auch Initiative von meinem Gesprächspartner...

    Außerdem würde ich mich als Verträumt darstellen. Okay ob das die richtige Bezeichnung ist, ich weiß ja nicht. Vielleicht eher so eine Träumerin. Ich liebe die Musik, wenn ich welche höre dann bauen sich in meinem Kopf Geschichten auf. Wenn ich allein bin, dann bewege ich mich zu der Musik. Es ist kein Tanzen, eher einfach so ein rumgehen - vielleicht ein bisschen wie bei einer Ballerina? - und meine Gedanken lasse ich freien lauf. Ich konstruiere gerne Geschichten in meinem Kopf, lasse Bilder vor meinem inneren Auge abspielen, sodass dies für mich sogar echt wirkt. Nun es ist nicht so, dass ich Realität vom surrealen nicht unterscheiden kann oder mich gar von der Realität abkopple. Diese Konstruktionen wirken auf mich echt, da die Hauptperson der jeweiligen Geschichte ich bin. Doch nicht 100 Prozent das reale ich, sondern einzelne Veränderungen. Vielleicht auch wünsche so wie ich sein will.
    Meine Träume stellen eine surreale Welt dar. Zwar überwiegen die positiven Aspekte - zum Beispiel Liebe, Mut und Tapferkeit - aber negative Züge treten auch auf.
    Ich weiß nicht warum ich das mache, aber es gefällt mir sehr und macht mir sogar sehr viel Spaß. Einfach etwas gedanklich zu konstruieren, eine Geschichte zu kreieren und diese zu gestalten. Doch solche Gedanken kommen mir nur, wenn ich allein bin oder Träume.

    Ich wünsche mir auch sehr gern ein verändertes Leben, eins wo man mich akzeptiert so wie ich bin, eins wo ich Leute hinter mir stehen habe auf die ich mich verlassen kann und weiß sie sind auch an mir interessiert. Ich möchte auch gerne Abenteuer erleben, etwas Spannung spüren und nicht immer nur das monotone zu spüren (aufstehen - essen - uni - lernen - essen - schlafen).

    Vielleicht habe ich wirklich einen knacks im Kopf, so wie es sich ließt. Doch was sagt ihr dazu?

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  3. #2
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    Standard AW: Das Problem mit mir selbst

    Hört sich für mich an, als wenn du dich mit anderem, positiverem umgeben müsstest.
    Wieso bitte lässt deine Mutter für dich Karten legen? Was weis die denn von dir? Außer das, was deine Mutter ihr erzählt hat? Da würde ich garnichts drauf geben. Sorry, aber für mich klingt das absurd, echt.

    Das mit der "Maske" habe ich nicht verstanden, ansonsten klingst du nicht "unnormal" finde ich. Eher wie jemand der kein Slebstbewusstsein hat, keinen Rückhalt (bei Freunden und Familie), wie eine sensible Person, die schnell missverstanden wird.
    Das Ziel des Lebens ist es ja nicht, "einfach" zu sein - und überhaupt, wer will denn das denn schon beurteilen?!
    Und eine Mutter die zum Kartenleger rennt nenne ich auch nicht "einfach"!

    Womit du (in dir) im Kampf stehst, weis ich nicht, aber da scheint einiges ungeklärt zu sein, vielleicht emotional oder sonst so.
    Klingt irgendwie traurig, wenn du beschreibst wie deine Mutter über dich denkt und spricht. NIcht sehr ermutigend, das ist schade. Eigentlich wünscht man sich das ja grade von einer Mutter, Verständnis, Akzeptanz, Liebe, Rückhalt...
    Naja, Mütter sind auch nur Menschen, und verstehen einen eben oft nicht.
    Aber nur weil man nicht wie alle anderen ist, ist man ja nicht "falsch".

    Hochsensible z.B. haben auch oft ähnliche Probleme (ob du das bist weis ich nicht, ich meine nur generell), werden oft missverstanden, sind eher zurückhaltend, verlieren sich gern mal in "Tagträumen", eher schüchtern besonders in Gruppen...
    Da ist nichts schlechtes dran.
    Bist du wirklich ein Pessimist? Oder eher Realist? Ich finde, das ist ein großer Unterschied. Wenn man als Realist einfach mehr mitkriegt, oder schon mehr erlebt hat als andere, dann kommt man oft als Pessimist rüber, auch wenn man das garnicht ist.

    Akzeptieren muss man sich an allererster Stelle einmal selbst, nur dann kann man Menschen finden die das auch tun.

    Wohnst du noch zu Hause? Vielleicht solltest du mal an Auszug denken wenn ja.
    Wenn du etwas Verändern möchtest, dann mach das doch. Mach mal eine Reise, fahr in eine andere Stadt, fotografiere, such dir einen Brieffreund, vielleicht in einem anderen Land...gibt ja viele Möglichkeiten, um etwas zu erleben muss man ja nicht gleich auswendern Wenn du mal in eine Stadt fährst die du nochnciht kennst, dann ist das ja auch ein "Abenteuer", zumindest könntest du es dazu machen, einfach in den Zug steigen und los an einem freien Tag.

    Übrigens erwarte ich auch von einem (ernsthaften) Gesprächspartner Initiative, oder zumindest eine Reaktion, kommt da nix, wieso soll ich dann meine Zeit verschwenden?
    Das Problem haben aber ganz viele hier, habe das schon in vielen Beiträgen gelesen, da bist du also in guter Gesellschaft also mach dir darum mal keine Gedanken.

  4. #3
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    Standard AW: Das Problem mit mir selbst

    Hallo Morningstar! (mir gefällt dein Name)

    Um mal das mit der Maske zu erklären:
    Sie ist der Meinung, dass ich aufgrund meines Auftretens von anderen gemieden werde. Also ich bin ein guter Mensch, hilfsbereit etc., aber dennoch haben anscheinend alle Leute - obwohl sie mich nicht kennen und ich ihnen nichts angetan habe - eine schlechte Meinung über mich und stoßen mich ab.
    Ich wirke eben so, als wolle ich keine tieferen Freundschaften haben. Und wenn alle von mir wegrennen, dann muss ich das Problem sein.
    Ja es stimmt, ich bin leider nicht mit einem einladenden Dauergrinsen beglückt worden, sondern mit einem monotonen Gesicht und wenn ich mich auf der Arbeit konzentriere, dann rede ich auch nicht viel, dafür aber in der Freizeit.
    In meinem Leben war es schon sehr oft so, dass Personen durch die Meinung oder Aussagen anderer sich von mir abgewendet haben ohne mir eine Chance zu geben.

    Sowas zu hören verletzt mich sehr und zieht mich mental runter. Ich habe im Gefühl egal was ich mache, es ist immer falsch. Ich denke es ist auch langsam besser, sich überhaupt keinem zu öffnen und einfach so weiter zu machen wie es gerade ist. Bis jetzt habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn ich jemanden etwas erzählt habe, haben sich die Leute in kurzer Zeit von mir abgewendet.
    Als ob ich ihnen eine Last sei oder sie sich denken Kümmer du dich um dein scheiß, ich zieh mich erstmal zurück.

    Mir wurde schon gesagt die Menschen melden sich bei mir nur aus Höflichkeit, nicht aus Freundschaft.
    Gefühlt kann keiner mit mir klar kommen und ich kann mich keinem öffnen ohne missverstanden zu werden, wenn schon mein bloßes Äußeres scheinbar jeden abschreckt.
    Gefühlt wird alles was ich sage oder mache auf die Waagschale geworfen und wenn ich etwas mache was nicht der Norm entspricht bin ich unnormal, nicht erwünschenswert.

    Ihr könnt mich ruhig Trauerkloß nennen, nur ich verliere langsam den Glauben und den Mut diesen Rückhalt auch zu finden und mich akzeptiert zu fühlen, einfach zu wissen das sind meine Leute und die akzeptieren und lieben mich so wie ich bin und für was ich stehe.

    Dennoch lieber Morningstar, deine Aussagen mit den Brieffreunden oder einfach mal was rumreisen, z.B. zur nächste Stadt finde ich sehr gut. Vielleicht ist das auch besser, einfach mal in einer komplett anderen Umgebung zu sein und dort nach etwas zu suchen.

  5. Für den Beitrag dankt: beihempelsuntermsofa

  6. #4
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    Standard AW: Das Problem mit mir selbst

    Ich finde es Toll, was ich dort lese, Sei Du selbst, Du must nicht in die Schablone anderer passen.

    Die Zeiten sind kalt, es gibt kaum noch richtige Menschen, alle hetzen nur noch, oder widmen sich ihrem Handy.
    In einer Welt aus Musik und Träumen, da wäre ich auch gerne.

    Frag dich doch eher mal, warum stört dich das anders sein, Das Besondere ist schön.
    Normal und gewöhnlich fällt nicht auf.
    Du bist deines Glückes Schmied.

    Lebe jeden Tag und denk nicht an Morgen.

  7. Für den Beitrag dankt: beihempelsuntermsofa

  8. #5
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    Standard AW: Das Problem mit mir selbst

    Hallo,

    Für mich hört es sich so an, dass deine Mutter das Ursprungs Problem ist. Ich weiß ja nicht wie deine Kindheit war, aber wenn sie sich da auch so kritisiert hat wundert mich das Ganze nicht. Deine Mutter sollte Dich unterstützen und dir deine positiven Eigenschaften vorhalten. Gibt es nicht die Möglichkeit dich etwas mehr von deiner Mutter abzugrenzen? Und ich denke eine Therapie könnte dir auch helfen, die Probleme aufzuarbeiten. Es gibt ja nicht nur extrovertierte Menschen, sondern eben auch introvertierte und das bedeutet ja nicht, dass diese unnormal sind. Natürlich fühlen sich die meisten Menschen von den extrovertierten angezogen und die introvertierten Menschen lernt man erst später schätzen. Ein bisschen erkenne ich mich in dem Geschriebenen selbst, da ich auch zu der introvertierten Sorte gehöre und dadurch Arrogant wirke. Ich habe selber immer damit zu kämpfen und kann dir jetzt keinen Rat geben, wie du mit deinen sozialen Beziehungen umgehen kannst. Oder ob du sie überhaupt brauchst. Ich denke es hilft dir aber weiter an deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten und innerhalb einer Therapie die tiefer liegenden Probleme zu lösen.

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