Anzeige
Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 6 bis 7 von 7

Thema: Irrsinnige Blockade, bitte um Hilfe

  1. #6
    Registriert
    Registriert seit
    09.03.2018
    Ort
    Nordhessen
    Beiträge
    388
    Danke gesagt
    225
    Dank erhalten:   174

    Standard AW: Irrsinnige Blockade, bitte um Hilfe

    Hallo Casey,

    nur um mal ins Blaue zu tippen, bzw. die häufigste Ursache (5% der Bevölkerung...) auszuschliessen: Hast Du mal einen AD(H)S-Test gemacht?

    Ich frage deshalb, weil Drogenprobleme oft auf AD(H)S zurückführbar sind. Drogen werden dabei unbewußt zur Selbstmedikation eingesetzt. [Quelle: https://www.pharmazeutische-zeitung....stmedikation/]

    Bedingung wäre allerdings, dass Du schon als Kind die wesentlichen Symptome gezeigt hast. Wobei es ADS und ADHS gibt. ADS ist ohne Hyperaktivität / Zappeligkeit. ADS ist die verträumte Variante. Bei Mädchen ist ADS meines Wissens häufiger. Später kann die verträumte Variante in eine mit Hyperaktivität übergehen.

    Wie dem auch sei. Hier ist ein Online-Test: https://adhs-trainerin.de/adhs/adhs-...er-erwachsene/

    LG
    Wolf

  2. Anzeige

  3. #7
    Registriert Avatar von Bodenschatz
    Registriert seit
    16.06.2018
    Ort
    Kreis Viersen Nähe Düsseldorf
    Beiträge
    1.559
    Danke gesagt
    173
    Dank erhalten:   408

    Standard AW: Irrsinnige Blockade, bitte um Hilfe

    Das was Du schreibst, ist für mich schwierig zu deuten. Zumindest im Moment krieg ich keine klaren Zusammenhänge hin, an die ich glauben könnte.

    Ich versuche aber mal was.

    Vermutlich bist Du dann ja jetzt Ende 20 etwa, aber noch keine 30.
    Vor kurzer Zeit (in Jahren gesehen) müsstest Du den Höhepunkt an Leistungsfähigkeit gehabt haben. Die hält sich noch ein bisschen, dann geht es langsam zurück.
    Komplett zerstört hast Du eigentlich auch noch nichts, vielleicht bist Du leicht angeschlagen.

    Da Du „erst“ in den 20ern bist, ist Deine Vergangenheit natürlich real für Dich. In meinem Alter fängt meine Vergangenheit, also das, was ich überhaupt bewerten würde, da erst an.
    Deswegen würde ich – wenn ich mich an Deiner Stelle befände – die Drogengeschichte einfach ausblenden, und das AlkProblem als behebbar ansehen. Auch scheint es mir ziemlich natürlich, wenn man eine Affinität zu Traumwelten hat , dass sich dann das eine mit dem anderen ablöst, also von der Droge zum Alkohol.
    So etwas kann – wie ich glaube – funktionieren, wenn es mit der Zeit weniger wird, wenn man auf sich aufpasst.
    Wichtig scheint mir persönlich dabei zu sein, dass Anforderungen von Aussen an einen gestellt werden, für die man Lust und Interesse aufbringen kann. Damit hätten wir dann auch den Zirkelschlag zurück zur Leistungsfähigkeit. Es geht also noch was.

    Was denn gehen soll, weisst Du aktuell vielleicht nicht, also machst Du Dir Gedanken darüber.

    Wenn Du ein Typ bist, der Aufgaben analysiert, bevor er sie erledigt, wenn Du ein Typ bist, der zu den Aufgaben auch immer einen Plan B im Hinterkopf entwickelt – falls mal was nicht klappt – ,dann kommst Du mit deinen Aufgaben eigentlich gut klar. Wenn sie fertig sind, sind sie abgehakt. Danach kommt dann vielleicht noch ein kurzes Durchdenken, ob alles gut und richtig war und was man hätte verbessern können. Im nächsten Moment steht aber neues an, und das Gedankenkarussell beginnt von vorne.
    So etwa ist es bei mir. Deswegen befinde zB ich mich selten im Hier und jetzt, aber im Morgen und Übermorgen.
    Die Sachen, die ich zu erledigen habe, sind entweder langweilig , wie beipielsweise Büroroutine, was dazu führt, dass ich mich kaum auf so etwas konzentrieren kann, zumal ich leider nicht multitaskingfähig bin. Damit meine ich, dass ich keine Texteingaben machen kann und dabei an etwas völlig anderes denken kann.
    Oder sie werden – sobald ich den Plan im Kopf fertig habe, ebenfalls langweilig, da es dann nur noch darum geht, sie zu realisieren.
    Das ist mühsam, eigentlich überflüssig. Insgeheim würde ich viel lieber den Plan benennen und durch andere realisieren lassen. Ich bin also ziemlich kreativ, und die Kreativität wird durch das „selbst-machen-müssen“ behindert, verzögert.

    Ich habe ziemliche Freude daran, Dinge zu entwerfen. Sagen wir mal eine Konstruktion.
    Ich brauche dafür kaum Zeichnungen oder Notizen. Natürlich erfordert das eine Menge „Träumerei“, damit alles später sitzt.
    Diese Masse an Details erledige ich allen Ernstes immer und ständig zwischendurch. Es kommt einfach.
    Das führt allerdings auch dazu, dass ich mich zusammen reissen muss, wenn ich draussen mit Kollegen eine rauche gehe, und die mich dann fragen, wie das Wetter wird.
    Leider musste ich erfahren, dass derartiger smalltalk eine Menge Übung erfordert, dass es mir also schwer fällt, viel zu reden ohne etwas zu sagen. Es strengt mich an. Würde der Kollege sich in dem Moment für Technik interessieren, so fände ich das Gespräch „nützlich“, und da kommt dann auch eine Menge.
    Du siehst also, dass es Leute gibt, die sich innerlich recht oft mit irgend etwas beschäftigen.
    Würde ich mich zB mit dem Schreiben eines Romans beschäftigen, so wäre ich komplett „weg“.
    Auch Familientreffen wären dann – und damit spreche ich Deine Situation an – für mich - hm ja, ich sag mal „lästig“, weil ich es nicht für wertvoll halten würde zu erfahren, wann wer wo im Stau stand und was gekocht wurde oder derartige Alltäglichkeiten.

    Etwas weiter oben meinte Schroti, dass Übungen fürs Gehirn wichtig sind.

    Ich befürworte das.
    Ich trink gerne Bier nach Feierabend, richtig ist das nicht – ich weiss, aber es fühlt sich doch irgendwie gut an, wenn man etwas gemacht hat und sich davor setzt, es ansieht und dann eben ein Bier trinkt.
    Das Bier nun schadet allerdings dem Gehirn. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen: es macht doof.

    Wenn man also gerne Bier trinkt und dazu aber nicht im Kopf Hochleistungen vollbringt, dann herrscht eine gewisse „Leere“ vor. Man denkt nach und kommt nicht drauf.
    Ich kann wiederum nur von mir berichten, dass ich vor vielleicht zwei Jahren ziemliche Erinnerungslücken hatte, dass mir Dinge nicht eingefallen sind. Auch Worte.
    Ich habe es darauf zurück geführt, dass ich immer noch zu wenig zu „denken“ habe, habe dies also geändert. Es hat sich gelohnt. Komischerweise fallen mir auf den Beruf bezogen dermassen viele Details zu „nichtigen“ Vorgängen ein, dass ich manchmal selbst erstaunt bin, an was ich mich erinnern kann.
    Auf dich bezogen würde der Tipp von Schroti also bewirken, dass Du keine „Leere“ verkörperst, wenn man Dich trifft, sondern dass Du in dem Moment „voll da“ bist, und dieses „hier“ mit einem „damals“ verknüpfen kannst. Der Nachbar, der Dir erzählt hat, dass Du einen Drogenblick hättest, bekäme dann eine Flut von „ach ja wissen Sie noch“ zu hören und würde vollkommen anders urteilen.

    Kommunikation muss wohl trainiert werden. Das ist leider so. Ziehst du Dich zurück, weil es aktuell nicht so klappt, dann ist es dasselbe, als wenn Du gerne laufen möchtest aber nicht genug Luft dafür hast. Du kannst es also sein lassen und Dich hinsetzen, aber dadurch wird die Kondition nicht besser, eher noch schlechter.
    Zurück ziehen ist also definitiv falsch.
    Im Übrigen bekommst Du durch Kommunikation feedbacks. Es gibt viele Menschen, die insgesamt wenig Ahnung haben, aber auch die haben garantiert ihre Bereiche, in denen sie echt gut sind.
    Und darum geht es: man muss heraus bekommen, was sie in welchem Bereich wissen, und so kann man auch von ihnen lernen. Sie wissen also in manchen Dingen, ob Du gerade etwas richtig oder falsch machst. Feedback eben.

Anzeige

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 13.11.2019, 19:11
  2. Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 27.08.2019, 19:17
  3. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 18.04.2017, 09:13
  4. Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 23.09.2009, 18:39
  5. Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 05.07.2007, 17:29

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Anzeige