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Thema: My life in a nutshell

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    Standard My life in a nutshell

    Vorweg, ich erwarte von niemanden sich diese Wall of Text durchzulesen. Es sind meine Gedanken die gerade durch meinen Kopf schwirren und ich will den ganzen scheiß einfach mal loswerden. Ich entschuldige mich im Vorfeld für meine Ausdruckweise und Rechtschreibfehler wenn sich welche eingeschlichen haben.

    Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll bzw. wieso ich das mache. Eigentlich hab ich keinen Grund mich zu beschweren. Normalerweise wäre ich um diese Zeit mit Freunden unterwegs. aber dazu hab ich immer weniger Lust und das kotzt mich dermaßen an. Ich bin 28, hab einen tollen Job (ok, könnte etwas besser bezahlt sein, aber darum geht es hier nicht) wirklich viele Freunde und eine mega geile Familie. Über die letzten beiden Sachen bin ich auch wirklich dankbar, dass ich sowas habe. Ich kann so gut wie auf jeden zählen und sie sich genauso auf mich. Und da liegt schon mein erstes Problem, ich kann nicht nein sagen. "Kannst mir beim Umzug helfen?" "Hab ein Problem mit meinem Auto, kannst du dir das mal angucken?" Könnte die Liste bis ins unendliche weiterführen. Sie sagen zu mir "der loyalste Russe, auf den immer verlass ist. Versteht mich nicht falsch, ich helfe echt gerne, aber manchmal hab ich das Gefühl das ständig irgendwer was von mir möchte, weil die Leute wissen das auf mich verlass ist. Die meisten wissen das ich eigentlich nur am arbeiten bin und so gut wie nie zu Hause bin, weil die Arbeit neben dem Sport das einzige ist was mich richtig ablenkt.

    Da sind wir auch schon beim zweiten Punkt, Sport. Ich hab mein ganzes Leben eigentlich schon Sport gemacht, hab aber für ein paar Jahre pausiert weil ich extrem viele Probleme mit den Knien hatte. Wollte halt nicht riskieren das ich mir die komplett ins Nirvana schieße. Also hab ich letztes Jahr wieder aktiv angefangen Fußball zu spielen... Es war so ein geiles Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen. Der erste Dämpfer lies aber nicht lange auf sich warten, beim zweiten Spiel umgeknickt, zack Bänderdehnung. Kein Problem, 3 Wochen pausieren und dann gehts weiter. Pustekuchen, ich bin schon wieder verletzt, diesmal ne Zerrung im Oberschenkel, die 6. Verletzung in über einem Jahr. Ich denk mir das kann doch nicht wahr sein, aber wenn ich so zurückblicke ist es eigentlich schon normal das egal was ich mache (sei es positiv oder negativ) Karma mir ins Knie fickt, wenn ich das so sagen darf.

    Da kommen wir auch zum nächsten Punkt, meine pessimistische Denkweise. Kennt ihr das? Jeder von uns denkt sich irgendwelche Szenarien im Kopf aus, die mit 99.9% wahrscheinlichkeit nie passieren werden, weil sie meistens das sind was wir uns wünschen oder was extrem cool wäre (fiktive Szenarien wie Superheld sein). Jedenfalls hab ich Szenarien im Kopf die halt das komplette Gegenteil sind. Beispiel: Ich hab mehrere Azubis die ich Ausbilde. Einer fährt ein Auto raus und ich denk mir nur "hoffentlich fährt er nicht gegen ein anderes Auto". Zack, 2 Sekunden später ist der Arsch von der Karre in der Schnauze von einem anderen. Ist vielleicht ein banales Beispiel, aber es schildert meine Situation. Egal was ist, ich denke tief im inneren immer negativ, vorallem wenn ich alleine bin.

    Von außen wirke ich aber nicht so. Ich bin ein sehr fröhlicher Mensch, ich lache sehr viel mit meinen Freunden und keiner von ihnen hat den blassen Schimmer wie ich eigentlich wirklich bin. Man denkt von mir das ich alles schaffen kann, wenn ich es will. Mein bester Freund sagte zu mir "du kannst eigentlich alles, du würdest alleine ein Haus bauen obwohl du nur ein Mechaniker bist. Du bist aber so schlau das du dir alles irgendwie selber beibringst und die scheiße rocken wirst". Im Grunde ist das komplett übertrieben, aber er hat schon teilweise recht. Ich hab mir alles selber erarbeitet und ich finde für jedes Problem eine Lösung, dass ist eine Eigenschaft die mir oft nachgesagt wird und worauf ich auch etwas stolz bin. Im Grunde genommen weiß ich sehr viel und kann mir schnell Sachen aneignen.

    Ihr denkt euch jetzt wahrscheinlich "was ist mit dem Typen los, hat der noch alle Speichen im Rad? Ihm gehts gut, anscheinend läuft es bei ihm auch, was ist sein scheiß Problem?" Tja, wahrscheinlich könnt ihr es euch schon denken. Es ist dieses leidige scheiß Thema, was jeden Menschen früher oder später verfolgen wird, Liebe/Partner/Beziehung.

    Eigentlich könnte ich schon wieder anfangen zu heulen. Ich hab sowas von kein Bock mehr auf diese Scheiße. Ich bin ein Spätzünder was das angeht. Damals in der Schule hatte ich wenig Kontakt zu Mädchen gehabt, weil ich selber dumm wie scheiße war. Ich hab ständig irgendwelche perversen Sprüche oder ähnliches rausgehauen. Ich fands lustig, heute weiß ich das es nicht ein Stück lustig war. Zudem war ich extrem laut und aufgedreht, zum Glück bin ich schon seit Jahren viel ruhiger geworden. Ich bin auch nicht der Typ der auf eine Frau zu geht und sie anspricht, weil ich 1. meistens das Glück habe vergeben/verheiratete Frauen anzusprechen (da könnte ich auch viele Geschichten Erzählen, aber das ist nicht das Thema) und 2. ich Angst davor habe einen Korb zu kassieren. Ich hasse es zu verlieren, ich bin wahrscheinlich der schlechteste Verlierer den es gibt.
    Meine erste Beziehung hatte ich mit 24. Ja, wirklich so spät, auch wenn ihr sagen werdet ist doch nicht so schlimm. Es war auch mehr gewollt als Zufall. Es war die Cousine von einem Freund, der uns miteinander vorgestellt hatte auf einem Geburtstag. Lange rede gar kein Sinn, irgendwann waren wir dann auch zusammen. Die Beziehung hielt fast ein Jahr und es war die schönste Zeit in meinem ganzen scheiß Leben. Kurz vor unserem Jahrestag hatte sie sich dann aber getrennt. Plötzlich, auf einmal. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, wir hatten schon fast unsere erste gemeinsame Wohnung und sonstige Pläne für die Zukunft gehabt. Problem war jedoch das wir in der selben Stadt wohnten und ich auf dem weg zur Arbeit an ihrer Wohnung vorbeifahren musste (gut, ich hätte auch einen mega umweg nehmen können, aber egal). Ich hab dann irgendwann ein paar Tage später ein Auto vor ihrer Wohnung entdeckt das ich nicht kannte. Da ich es nicht sein lassen konnte hab ich recherchiert - sie hatte einen Neuen. Das schlimme ist, dass sie ihn auf einem Junggesellenabschied von ihrer besten Freundin kennengelernt hat. Von ihrer besten Freundin hab ich dann auch die wildesten Sachen erfahren, wo mir alles aus dem Gesicht gefallen ist. Sie hat mich für den Trottel verlassen, den sie mittlerweile geheiratet hat. Gut, ich bin mittlerweile froh, dass wir nicht zusammen sind, weil da noch einige Sachen aufgetreten sind die mein komplettes Bild von ihr verändert haben. Mich hat das ganze so hart gefickt. Ich war nur noch traurig, hab Eimerweise geheult und saß mit 3 Promille fast im Auto. Fast, eine Freundin hat mich davon abgehalten. Das ganze ist 3 Jahre her und ich hab zum Glück schon lange nicht mehr solche Gedanken. Ich hab mich komplett verändert in den letzten 3 Jahren. Ich zieh mir desöfteren zurück und mache einfach mein Handy aus, weil ich keine Lust auf Kontakt zu anderen Menschen habe. Selbst wenn Abends jemand an der Tür klingelt mache ich nicht auf. Ich liege lieber im Bett und heule mir Seele aus dem Leib.

    Also hatte ich sonst nie wirklich Glück mit Frauen im Leben gehabt, also hatte eine Freundin mich bei den ganzen Online Dating Portalen angemeldet. Ich war davon anfangs nicht begeistert, aber irgendwann dachte ich mir "give it a try". Was soll ich sagen? Ich bin da jetzt seit über einem Jahr angemeldet und es ist die größte oberflächlichste Scheiße die es gibt. Ich bin dafür einfach nicht geschaffen, vorallem weil ich nicht wirklich gut aussehe (vom Gesicht her, Körperbau ist normal). Ich hab in dieser Zeit 4 Frauen kennengelernt, mit 3 von ihnen lief auch was. Wenn es dann aber Ernst wurde hat man sich irgendwelche billige Ausreden einfallen lassen. Bin nicht bereit für eine Beziehung, sehe dich als besten Freund usw. In Wirklichkeit ist man entweder zweigleisig gefahren oder wollte auf gut deutsch nur ficken. Dieses ganze Dating hat mich so ausgebrannt, dass ich echt keine Lust mehr habe mich für irgendwen zu öffnen oder mir großé Mühe zu geben. Ehrlich es nervt einfach nur. Ich hab mich heute auch von den ganzen Portalen abgemeldet, da ich heute jemanden gefragt hab ob sie lust hat sich mal zu treffen keine Antwort bekommen hat nach intensivem hin und her schreiben. Stattdessen wurde meine Nummer direkt gelöscht und ich wurde bei Whatsapp blockiert. Ich hasse diese Generation, anstatt eine normale Antwort zu geben macht man lieber so eine scheiße. Die ganzen sozialen Netzwerke machen einen nur kaputt.

    Was mich zusätlich innerlich kaputt macht sind meine Freunde und Familie, die mir sehr oft ins Herz schießen obwohl sie es nichtmal wissen. Ich war dieses Jahr auf 3 Hochzeiten und nächstes Jahr sind bin ich auf 4 eingeladen. Versteht mich nicht falsch, ich freue mich für jeden einzelnen. Es ist für mich nur hart zu sehen das meine ganzen Freunde mittlerweile das haben was ich auch gerne hätte. Die meisten sind in einer Beziehung, viele verheiratet bzw. bald oder haben schon Kinder. Ich sitze hier mit nichts. "Irgendwann kommt die richtige", "wie läuft es bei den Frauen?", "du bist der geilste Typ von allen, wenn dich jemand verlässt ist sie selber Schuld". ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN!!! Ehrlich, ich könnte jedesmal anfangen zu heulen wenn man das zu mir sagt. Dann kommt noch meine Familie, "na, hast du endlich eine Freundin?" "Wann kommt die Frau, Haus, Kind?" "Wir wollen deine Hochzeit feiern". Das sind Sätze, die ich jedesmal höre. Vorallem meine Mama baut da den Druck noch mehr auf. "Ich will endlich Oma werden" "ich hab dich mit 23 bekommen, wann gehts denn los?" geht wohl schlecht ohne den Gegenpart. Ich weiß, dass niemand das böse meint. Es ist für mich nur jedesmal ein Schlag ins Gesicht. Ich bin das älteste Kind in der Familie und da sind die Erwartungen von ihnen wohl sehr hoch.

    Naja, ich bin da aber auch selber Schuld, immerhin will ich das ganze ja auch. Ich will es mir beweisen das ich das schaffe und das alle anderen endlich die Schnauze halten. Ich bin der letzte aus der Familie der in Russland geboren wurde und ich will die Werte die man mir weitergegeben hat auch behalten, nur tut mir das wohl nicht immer gut. Ich will meine Familie Stolz machen. Endlich sagen ich bin am Ziel, ich habs geschafft. Irgendwann vielleicht, irgendwann. Ich glaube aber nicht mehr wirklich dran.

    Es ist gleich 3 Uhr morgens, ich sollte schon längst schlafen. An diejenigen die sich das ganze durchegelesen haben, ihr habt meinen Respekt. Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber irgendwann ist auch schluss. Ich entschuldige mich nochmal für die Rechtschreibfehler und meine Ausdruckweise.

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  3. #2
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    Standard AW: My life in a nutshell

    Mit 28 merkst Du so langsam, dass das Leben anders läuft, wie man es Dir beigebracht hat, oder wie Du es Dir denkst und wünschst. Und nun? Deine derbe Ausdrucksweise hilft Dir nicht weiter, der Alkohol auch nicht und immer einen blöden Spruch drauf zu haben, verärgert andere Menschen. Als Begründung für einen Nobel-Preis reicht es nicht ganz.

    Du hast scheinbar einige gute Voraussetzungen, kannst dazu lernen und bist handwerklich begabt. Begründet das auch, dass Du eine tolle Partnerin finden solltest? Du meinst, dass das Leben Dich f***t oder dass Dir andere Menschen dankbarer sein sollten?

    Du bist mit Deinen Gedanken disziplinlos und beschäftigst Dich mit nutzlosen Überlegungen. Wenn Du bei einem Umzug helfen willst, dann tu das, wenn nicht, dann nicht. Schon fertig. Ein "Nein" zeigt auch Dir, wie andere Menschen zu Dir stehen. Was soll man mit Menschen tun, die einen nur als Umzugshelfer sehen? Nutze diese Zeit besser.

    Mit Deinen Entscheidungen beeinflußt Du Deinen Lebensweg. Manches davon hast Du im Griff, manches nicht. Also setze Prioritäten und lerne aus Deinen Fehlern. Mehr kann man nicht tun und wer weniger tut, trägt dafür die Konsequenzen. In jedem Leben gehen Dinge schief. Entscheidend ist, wie Du damit umgehst und ob Du nörgelnd aufgibst. Finde heraus was "funktioniert". Niemand behauptet, dass das leicht ist.
    Man kann über alles reden, aber verstehen muss man wollen und können.

  4. #3
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    Standard AW: My life in a nutshell

    Niemand hat ein Recht darauf, grossmutter oder grossvater zu werden. Mach , was dir gefällt und nicht anderen.

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