Zitat Zitat von Daoga Beitrag anzeigen
Wenn man selber in der eigenen Familie keine Liebe kennengelernt hat, geht man mit dem Thema wahrscheinlich automatisch kritischer um - oder macht sich selber psychisch kaputt, indem man Wunschträumen von der Liebe "die garantiert noch kommt" (irgendwann, in Millionen Jahren, nämlich von den Eltern) nachhängt, wie man es auch in diesem Forum immer wieder findet, Kinder die sich ihr ganzes eigenes Leben ruinieren bei dem vergeblichen Versuch, aus ihren Eltern doch noch irgendein (und wenn geheucheltes) "Liebes"-Bekenntnis herauszuschnitzen.

Da sollte man so realistisch sein und sich selber klar sagen, daß es tatsächlich Leute gibt, die nicht fähig sind, zu anderen Liebe zu entwickeln, selbst zu den eigenen Kindern, oder die ihre vorhandene Liebe nur selektiv auf ihre auserkorenen "Lieblinge" konzentrieren und jeder andere darf gern bleiben wo der Pfeffer wächst.
An solche Leute sollte man dann konsequent auch keine Gedanken mehr verschwenden und sich echte Liebe besser woanders suchen, bei jemandem der einen so mag (... oder liebt...) wie man ist. Irgendwo findet man Liebe immer ... aber die Suche danach kann lange dauern und einen an Orte führen, von denen man am Anfang nicht mal wußte, daß es sie gibt. Zwanghafte Suche bringt aber selten Erfolg, besser ist, offen zu bleiben, viel unterwegs zu sein und mitzunehmen, was einem dabei alles entgegenkommt.
Vielen Dank für die Antwort.

Du hast Recht, man geht mit Sicherheit kritischer mit dem Thema um. Ich bemerke es auch hin und wieder, wie ich mich "seelisch selbst torpediere" und alles hinterfrage. Meistens indem ich mich frage, warum ich in der Situation bin, in der ich bin, also warum meine Selbstwahrnehmung anscheinend so sehr davon abweicht, was die Welt von mir denkt. Liegt das nun an der Welt und "allen anderen" oder doch an mir, wenn einen anscheinend nichtmal die eigene Familie wirklich liebt oder zumindest so akzeptiert, wie man ist? Das kann einen doch ziemlich runterziehen, da ich ein Mensch bin, der eigentluch sehr gefühlsbetont und einfühlsam ist.

Ich bin zu Zeit einfach Gefühlstechnisch total verwirrt und unsicher. Einerseits sind da enorm viele Gefühle und Gedanken in mir, die da sind aber nicht rauskönnen und andererseits fühle ich mich total gefühlsleer, dieser innere Widerspruch verwirrt und belastet mich zur Zeit sehr, aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich Menschen in meinem Leben habe, die diese Gefühle verstehen würden.