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Thema: ich werde immer "unsozialer"...

  1. #26
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    Standard AW: ich werde immer "unsozialer"...

    Zitat Zitat von Arktur Beitrag anzeigen
    Wobei meine Erfahrungen eher gezeigt haben, dass zumindest in meinem Alterssegment das Interesse an sozialen Kontakten auch in solchen Freizeitangeboten begrenzt ist. Ich habe z.B. Sprachkurse und Chöre ausprobiert, aber die allermeisten Teilnehmer sind unmittelbar nach dem Ende des Kurses bzw. der Chorprobe sofort nach Hause gespurtet (manche haben nicht mal bis zum Ende abgewartet, sondern sind schon regelmäßig fünf Minuten vor Schluss verschwunden). Da haben sich dann auch keine neuen Kontakte ergeben, die über ein wenig fachlichen Smalltalk hinausgingen.
    Hm, ja, das kenne ich auch. Und das scheint so allgemein Usus geworden zu sein.
    Vielleicht spielt auch mit herein, dass das Ende oft zeitlich festgelegt ist, und dass man sich an einem konkreten Ort aufhält.
    Wenn das Ende offen ist, und man sich nicht nur an einem Ort aufhält, sieht es vielleicht etwas anders aus - ist aber eher eine Vermutung. So könnte ich mir vorstellen, dass bspw. Lauf- und Wandertreffs, oder auch Mountainbike- oder Motorradtreffs etwas geselliger sein könnten. Aber da spreche ich nicht aus Erfahrung.

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  3. #27
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    Standard AW: ich werde immer "unsozialer"...

    Zitat Zitat von Alte Jungfer Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber mit steigendem Alter ist es immer schwieriger, neue Leute kennenzulernen. Du kannst es halt nur versuchen.
    Das entspricht auch ungefähr meinen Erfahrungen: je älter ich werde, umso schwieriger wird es, neue Leute kennenzulernen. Das mag daran liegen, dass viele Gleichaltrige familiär gebunden sind und keine Zeit für neue Bekanntschaften haben, oder dass sie selbst im Lauf der Jahre weniger kontaktfreudig geworden sind.

    Im Frühsommer diesen Jahres bin ich in einem Finnisch-Sprachkurs gewesen, in dem überwiegend junge Teilnehmer im Studentenalter saßen, und da habe ich eine deutlich größere Bereitschaft zur Kommunikation festgestellt. Schon vor Beginn des Kurses haben wir meistens lebhaft geplaudert.

    Ansonsten kann es hilfreich sein, sich ein Hobby zu suchen, bei dem zumindest zeitweise viele gemeinsame Aktivitäten erforderlich sind. Beispielsweise habe ich mal bei einem Theaterprojekt mitgewirkt, und in der Schlussphase der Proben mussten wir uns auch an einigen Wochenenden zu intensiven Proben treffen. Das hat schon dazu geführt, dass sich die Teilnehmer besser kennengelernt haben.
    Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.
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  4. #28
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    Standard AW: ich werde immer "unsozialer"...

    Zitat Zitat von Alte Jungfer Beitrag anzeigen
    Es ist leider so, dass man ohne eigene Familie allein ist...
    Naja...
    ich habe z.b. meine Lieblingsitaliener mit Familie, andere Kontakte und Freunde hier und dort...
    Kommt immer auch wohl darauf an, wen man zur Familie zählen mag/kann....
    Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.

  5. #29
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    Standard AW: ich werde immer "unsozialer"...

    Zitat Zitat von ohne Beitrag anzeigen
    Naja...
    ich habe z.b. meine Lieblingsitaliener mit Familie, andere Kontakte und Freunde hier und dort...
    Kommt immer auch wohl darauf an, wen man zur Familie zählen mag/kann....
    Ich hatte früher eine Freundin, wir kannten uns seit unserem 3. Lebensjahr. Ich war Trauzeugin und Patentante. Aber vor einigen Jahren brach meine "Freundin" den Kontakt ab. Sie sagte: "Wir laden nur Paare und Familien ein."

  6. #30
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    Standard AW: ich werde immer "unsozialer"...

    Zitat Zitat von Sollilja Beitrag anzeigen
    Liebe Mitleser,
    Anfang des Jahres habe ich eine langjährige Beziehung beendet. Irgendwie hatte ich damals den Vorsatz, ich würde nun endlich sowas wie einen "Freundeskreis" (oder wenigstens einen "Bekanntenkreis") aufbauen. Nun heißt es ja immer, man solle sich mit den Dingen beschäftigen, die man gern tut, und dann würde man quasi "automatisch" Menschen finden, die zu einem passen.

    Genau das habe ich getan - ich bin sogar ziemlich im Freizeitstress. Ich habe in diesem Jahr diverse Reisen unternommen, außerdem gehe ich regelmäßig ins Fitness-Studio, in einen VHS-ähnlichen Kurs, habe im Sommer auch einen Wochenendkurs gemacht und seit Oktober mache ich noch einen Fernkurs. Gelegentlich Spieleabende, aber immer mit den gleichen Leuten, die ich entweder nicht sonderlich sympathisch finde bzw. zu denen ich auch keinen näheren Kontakt habe. Und dann besuche ich noch gelegentlich meinen Bruder und seine Familie.

    Meine sozialen Kontakte werden immer weniger... Die wenigen Leute, mit denen ich mich früher / selten getroffen habe, sind mit Kind und Kegel beschäftigt, oder ich habe irgendwas falsch gemacht, und sie melden sich nicht mehr.
    Der Versuch, an dieser Situation etwas zu ändern, würde mich extrem viel Kraft kosten und verursacht erfahrungsgemäß große Frustration.

    >> wie meinst du das? eine situation versuchen zu ändern kostet kraft und bringt frust? in der situation verharren bringt nicht weniger frust und kost nicht weniger kraft. würde ich mal sagen. es kommt wohl darauf an was du erwartest.<<

    Meistens bin ich mir selbst genug, aber zwischendurch kommen eben doch die Momente, in denen ich mir wünschen würde, dass es irgendwen gäbe, der mit mir Zeit verbringen will und den es interessiert, ob das Flugzeug, in dem ich reise, abstürzt oder sicher landet.

    >> das ist ganz natürlich. dieses pendeln zwischen den extremen des alleinseins und zusammenseins. das ist ein ganz nätürlicher prozess. man sollte seine gedanken nicht so ernst nehmen. und sich nicht in alles blindligs reinsteigern. sich in dem moment bewusst machen das man sich gerade wieder in etwas illusorisches reinsteigert, halte ich persönlich für den intelligenteren umgang damit. was meinst du?

    was wäre denn besser daran, wenn jemand um dich heult und trauert? ist trauer so schön, dass du es jemanden wünscht? die tiefe qual der trauer wünscht du jemanden, nur damit du zu lebzeiten dein ego aufpolierst? ein anderer muss leiden damit du dich gut fühlst? fragwürdige intention. fühlst du dich so mickrig? was hättest du davon, wenn jemand um dich trauert? ich rate. die illusion das du dich im leben wichtig und gebraucht fühlst? um diese subtile leere in dir zu füllen? bestätigung deiner selbst? hast du die wichtigkeit aus deiner selbst heraus noch nicht erkannt? ist dein ego so außer kontrolle geraten? was ist es, was du dir dadurch erhoffst?
    als wäre in der existenz das eine wichtiger als das andere. das ist die beschränkte ego-sicht. alles in der existenz hat die gleiche wichtigkeit. sonst wäre es ja nicht existent. wichtiger als andere zu sein ist nur das kranke ego. egal was du bist und was du hast, deine wichtigkeit kommt nur aus dir selbst. nicht die anderen menschen bestimmen deine wichtigkeit. sie ist tief in dir verborgen. und wenn du ihr auf den grund gehst, erkennst du das du ein unwichtiger niemand bist. ich will dich nicht beleidigen. bitte nicht falsch verstehen.
    aber in jedem ist ein niemand. wer sich selbst auf den grund geht, erkennt das da niemand ist. und tief in uns kenn wir das gefühl der leere in uns. wir wissen das tief in uns ein niemand ist. waber wir wollen das nicht wahr haben. darum hast du vermutlich auch dein freizeitstress. <<

    Und dann rächt es sich eben, dass ich nicht langfristig die viele dafür notwendige Energie aufgewendet und die Frustration in Kauf genommen habe, um ein paar Kontakte zu finden - sondern stattdessen Dinge getan habe, die mir Spaß machen.
    Für zwei Wochenenden war ich glücklich, eine Art "Liebelei" mit einer Zufallsbekanntschaft aus dem letzten Jahr. Aber wegen zu großer Entfernung lässt sich das auf absehbare Zeit nicht intensivieren, und ob er das wollen würde, weiß ich auch nicht...

    >> das hört sich für mich wie ein notwendiges übel an. so viel qualen und frustration? freunde sollen genau das gegenteil bringen. wie versuchst du denn freunde zu finden? wenn dich das frustriert, dann machst du etwas falsch. vermutlich sinds iwelche unrealistischen traumvorstellungshirngespinste, die mit der wirklichkeit nichts zu tun haben. wie so oft. aber für freundschaften ist es nie zu spät. es liegt viel an dir. <<


    Wie soll das denn mit mir weitergehen... Im Herbst habe ich zwei Wochen Urlaub gemacht und in der Zeit fast mit niemandem geredet (außer fragen nach dem Weg bzw. das übliche beim Ein- und Auschecken im Hotel oder das Bestellen im Restaurant...). Und das ist mir erst am Ende der zwei Wochen überhaupt aufgefallen.
    Irgendwie muss ich da gegensteuern. Aber ich weiß nicht, wie das zu mir passen soll. Wenn ich daran denke, dass ich nun 8 Staffeln Game of Thrones nachholen muss, damit ich endlich "mitreden" kann, dann graut es mir :-(

    >>mach dir um deine zukunft keine sorgen. die zukunft wird kommen, so oder so. auch nicht um deine vergangenheit. beide sind nicht existent. sorge dich lieber um das jetzt. dieser jetzige augenblick. da hast du genug mit zu tun. glaube mir.
    ich war auch mal auf der schiene. im ganzen urlaub mit mir allein gewesen und kaum geredet. das hat mich wenig beunruhigt. man dar sich da nicht reinsteigern. im tun es sich schon bewusst machen, was man gerade macht. und nicht erst am ende, wenns knallt. das du es erst gemerkt hast, als es vorbei war zeigt, dass du dir und deinem tun nicht bewusst genug warst.

    gegensteuern ja. aber in dem man nicht da gegnen an kämpft. du musst nichts tun was dir nicht passt, nur um mitreden zu können. wenn du eig. kein bock hast, dann akzeptiere es einfach und lass es. wer willst du sein? willst du du sein oder willst du jemand sein der seine fahne nach jedem lüftchen dreht? wenn du nicht ehrlich zu deinen freunden bist, werden deine freunde auch nicht ehrlich zu dir sein. und in der tat, je mehr man zu sich selbst gelangt, je weniger passt man in diese welt. das ist der preis, der zu zahlen ist. nicht ich passe nicht in diese welt. diese welt passt nicht (mehr) in mich. und das ist auch nicht nötig. im gegenteil. <<


    .
    bitte mir meine worte nicht übel nehmen. meine intention war es nicht, deine person anzugreifen, denn egal wie du gerade drauf bist, du bist gut so wie du bist.

    alles gute und viel glück
    Wie soll ich Wissen was ich meinte, bevor ich las was ich schrieb?

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