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Thema: Mein Gedankenchaos und Ich

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    Standard Mein Gedankenchaos und Ich

    Hallo,


    ich weiß gar nicht wirklich was ich mir hiervon erhoffe oder wo ich überhaupt anfangen soll aber ich dachte es könnte vielleicht helfen wenn ich alles einmal niederschreibe und aus diesem Grund bin ich hier. Ich kann mir vorstellen, dass das hier ein sehr langer Text wird, aber mal sehen ob es mir überhaupt gelingt, meine Gedanken in Worte zu fassen. Wenn es jemand liest und einen Rat für mich hat, wäre ich sehr dankbar, wenn nicht, dann eben nicht.


    Ich bin 17, bald 18 Jahre alt, besuche die 12. Klasse eines Gymnasiums und weiß einfach nicht mehr wohin mit mir. Ich war früher ein sehr aufgeschlossenes und fröhliches Kind, war immer beliebt und hatte viele Freunde. Das änderte sich allerdings als ich auf die weiterführende Schule, also das Gymnasium, welches ich aktuell immer noch besuche, wechselte.


    Ich hatte schon immer eine etwas andere Art und Denkweise als die anderen Kinder und umso älter ich wurde, umso mehr zeigte sich das in den Reaktionen meiner Mitmenschen auf mich. Ich kann gar nicht mehr genau sagen warum aber in der Mittelstufe hatte ich irgendwann eine Phase, in der es mir überhaupt nicht gut ging. Ich entwickelte eine Essstörung und Panikattacken, welche mich bis heute verfolgen, von denen aber niemand weiß. Außerdem bekam ich eine sehr ungesunde Sicht auf das Leben.


    Da ich es leid hatte mich immer rechtfertigen zu müssen und immer wieder bloßgestellt zu werden, wurde mir einfach alles immer egaler. Ich begann damit, meine Meinung zu Dingen einfach für mich zu behalten und irgendwann bildete ich sie mir erst gar nicht mehr. Ich hielt zwar Kontakt zu meinen alten Freunden, vermied diesen aber zu allen anderen Menschen. Ich hatte immer wieder Phasen, in denen ich unheimlich traurig war und ich einfach wollte, dass alles aufhörte aber dann auch wieder gute Phasen, in denen ich viel Lachte und Freude am Leben hatte.


    Meine Eltern haben schon immer viel gearbeitet und deshalb nie gemerkt, wie ich oft den ganzen Tag Zuhause in meinem Bett lag, weinte und über den Sinn des Lebens nachdachte.
    Da ich immer noch viele Freunde von früher hatte, ist nie jemandem aufgefallen, wie ich mich immer mehr von den Menschen um mich herum abgrenzte. Geredet habe ich nie mit jemandem, da ich schon immer große Probleme hatte meine Gefühle zu äußern und mich, falls ich doch mal mit jemandem geredet habe, immer missverstanden und letztendlich noch schlechter als zuvor gefühlt habe.


    Ich hab mich dann so irgendwie vor mich hinlebend durch die Jahre geprügelt. Ich habe zunehmend den Spaß an Dingen verloren, wurde immer stiller und immer nachdenklicher.


    So viel zu meiner Vorgeschichte. Es ist also nie wirklich etwas großartiges passiert, dass ich heute so bin wie ich bin. Es hat sich irgendwie langsam entwickelt und jetzt stecke ich fest in meinen eigenen Blockaden und meiner eigenen Gedankenwelt.


    Ich hatte vor kurzem noch eine Phase, in der es mir wieder recht gut ging, doch aktuell bin ich an meinem persönlichen Tiefpunkt angelangt. Ich habe das Gefühl, dass ich überhaupt keine Persönlichkeit mehr habe. Dass das was mal meine Persönlichkeit war, sich Stück für Stück aufgelöst hat und inzwischen nichts als eine gähnende Leere zurückgeblieben ist.


    Ich habe keine Meinung zu nichts, zu gar nichts. Mir ist alles egal und auch, wenn ich noch so sehr versuche mir eine Meinung zu bilden, ist da einfach nichts. Ich bin schon mit einfachen Fragen überfordert. Meine Lieblingsfarbe? Was ich am liebsten esse? Welche Art von Kleidung ich mag? Keine Ahnung.
    Das behindert mich schon bei alltäglichen Sachen extrem und macht es mir zudem auch sehr schwer, mir meine Zukunft vorzustellen.
    Meine früheren Werte habe ich komplett verloren aber ich halte immer noch an ihnen fest, ohne sie begründen zu können, da ich Angst habe für meine „neue“ Einstellung geradezustehen.
    Ich habe keine Ziele, keine Träume mehr, da ich nicht weiß, was ich überhaupt vom Leben möchte. Den Spaß an den Dingen, die mir früher gefallen haben, habe ich komplett verloren. Mir macht aktuell eigentlich überhaupt nichts Spaß. Wenn ich dann aber alleine Zuhause bin, habe ich den Drang mich irgendwie zu beschäftigen (so wie auch jetzt gerade), da ich nicht weiß, was ich mit mir anfangen soll. Ich will nicht mit meinen Gedanken alleine sein, da ich weiß, dass ich dann wieder einen Nervenzusammenbruch gefolgt von einer Panikattacke bekomme, da ich so unfassbar verzweifelt mit meiner eigenen Person bin.
    Ich will aber auch nicht unter Leuten sein, da ich immer das Gefühl habe, sie zu stören und dass sie mich eigentlich sowieso nicht dabei haben wollen. Wenn ich unter Menschen bin, rede ich meistens kein Wort, aus Angst etwas falsches zu sagen. Es ist wie eine Art Blockade in meinem Kopf, ich kann gar nicht anders als still zu sein. Meistens traue ich mich nicht mal mich zu bewegen, da ich das Gefühl habe dabei komisch auszusehen und mich allgemein sehr unwohl fühle und keine Aufmerksamkeit auf mich ziehen will. Also sitze ich nur da, still und unbeweglich, verloren in meinen Gedanken, immer kurz vor einem nervlichen Zusammenbruch. Die meisten Menschen denken deshalb oft ich wäre arrogant und langweilig, obwohl ich einfach unglaublich schüchtern bin und Angst davor habe, wie ich auf andere wirke. Aus diesem Grund schaffe ich es nicht neue Freundschaften zu schließen und so langsam merke ich auch, wie sich meine Freunde, die ich noch von früher habe, immer mehr von mir abwenden. Mich wundert das nicht, ich würde mich selbst auch nicht mögen. Ich habe so Angst bald komplett alleine zu sein. Ich habe immer das Gefühl ich würde andere Menschen mit meiner bloßen Anwesenheit belästigen, weshalb ich mich nie traue, jemanden zu fragen etwas mit mir zu unternehmen.


    Auch in der Schule habe ich große Probleme. Meine schriftlichen Noten sind zwar, trotz der Tatsache, dass ich nie lerne, da ich mich einfach nicht dazu motivieren kann, im durchschnittlichen bis guten Bereich aber das Gehen zur Schule ist für mich eine riesige mentale Herausforderung.
    In den Unterrichtsstunden habe ich große Probleme mich zu konzentrieren. Egal wie sehr ich es auch versuche, nach wenigen Minuten bin ich wieder komplett in meine unendlichen Welt der Gedanken abgerutscht und bekomme von meiner Außenwelt überhaupt nichts mehr mit. Wenn ich dann aufgerufen werde oder etwas präsentieren soll, spielt mir mein Kopf wieder Streiche und macht komplett zu. Es ist als wäre mein gesamtes Wissen ausgelöscht. Hinzu kommen die vielen Menschen, die in der Schule um mich herum sind und deren Dasein allein mich schon total überfordert. Ich unmotiviertes, schlecht gelauntes und zukunftsloses Stück Scheiße fühle mich so unfassbar fehl am Platz zwischen all den schlauen, motivierten Schülern mit großen Träumen und Plänen für die Zukunft. Ich fehle in der Schule deshalb häufig. Manchmal schaffe ich es morgens erst gar nicht hinzugehen, andere Male bin ich nach wenigen Stunden so fertig mit meinen Nerven, dass ich das Gefühl habe, es an diesem Ort keine Minute länger auszuhalten. Mein Fehlen begründe ich mit Migräneattacken, welche ich wirklich desöfteren in starkem Ausmaß habe.


    Ich fühle mich in der Gesellschaft allgemein fehl am Platz. Ich verstehe nicht, wie Menschen darin aufgehen können ein Teil des für mich völlig unbegreiflichen Systems zu sein und gleichzeitig beneide ich sie um diese Fähigkeit. Das ganze gesellschaftliche System ergibt für mich einfach keinen Sinn, ich kann mich darin nicht wiederfinden und will mich nicht fügen, auch wenn ich weiß, dass das wohl der einzige Weg aus meiner Situation ist.


    Manchmal wenn ich über dieses System, über die Gesellschaft, die Menschheit, das Universum nachdenke, gerate ich in einen komplett realitätsfernen Zustand. Die Außenwelt fühlt sich weit weg an, ich bin völlig weggetreten. Es fühlt sich fast ein bisschen an wie high sein. Danach endet das ganze meistens in einer Art Panikattacke, da ich Angst vor mir selbst und der Welt bekomme.


    Ich bin mit diesen ganzen Gedanken überfordert, habe das Gefühl sie sind zu viel für mich. Ich möchte das alles nicht mehr. Ich möchte nicht jeden einzelnen Tag nur über mich ergehen lassen. Ich habe keinen Spaß an der Gegenwart, hänge oft in der Vergangenheit und kann mir für mich keine Zukunft vorstellen.
    Beenden möchte ich mein Leben nicht. Naja, mich würde es nicht stören, wenn es beendet wäre, aber ich weiß, dass da - warum auch immer - Menschen sind, die mich lieben. Ich könnte ihnen das niemals antun.
    Ich fühle mich häufig schlecht für meine Gedanken. Es gibt so viele Menschen, denen es wirklich schlecht geht. Die wirklich schlimme Dinge durchleben mussten. Menschen, die trotz allem stark sind und positiv bleiben. Ich hatte immer ein gutes Leben und eine schöne Kindheit und trotzdem bin ich so, wie ich bin.

    Der Gedanke daran noch so viele Jahre auf dieser Welt zu sein macht mir Angst.



    Über professionelle Hilfe habe ich natürlich auch schon nachgedacht aber wenn man davon absieht, dass es für mich aktuell fast unmöglich ist, diese zu erhalten, denke ich, dass ich aufgrund meiner Blockaden Und Persönlichkeitsstörungen, wenn ich mit jemandem rede mein Problem nicht ausdrücken könnte.
    Meine Eltern möchte ich damit nicht belasten, da gerade meine Mutter sehr wenig von psychischen Problemen hält und ich nicht will, dass sie das Gefühl hat bei mir in irgendeiner Form versagt zu haben.


    Ich könnte noch so viel mehr schreiben. Über mich, über die Gesellschaft, über das Leben. Aber ich will es erstmal hierbei belassen, auch wenn ich nicht das Gefühl habe, wirklich den Kern meines Problems getroffen zu haben.


    Vielleicht kann ja trotzdem irgendjemand etwas damit anfangen und mir einen Rat geben. Ich bin dankbar für jeden Kommentar

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  3. #2
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    Standard AW: Mein Gedankenchaos und Ich

    Erstmal vorweg: Du wirkst nicht belästigend.

    Was du schreibst wirkt eher sehr traurig, bedrückend und auch schon recht hoffnungslos.

    Ich denke schon, dass du den Kern ziemlich gut getroffen hast.
    Mit dem was du schreibst kann ich etwas anfangen, dennoch fällt ein Rat mir schwer.

    Du musst dich jemandem anvertrauen, wenn es deine Mutter nicht sein soll, vielleicht hast du einen Vertrauenslehrer bei dem du einen Termin machen kannst oder eine Tante, Patentante oder anderen Verwandten? Was ist mit deinem Vater?

    So weit wie du offenbar in dem was du beschreibst schon drinnsteckst benötigst du eine Therapie, das schafft man nicht so einfach allein.
    Wenn du nicht darüber reden kannst, das kann ich verstehen, dann drucke den Text aus und bitte die andere Person ihn zu lesen.

    Vielleicht bist du auch einfach sehr sensibel, hast du von Hochsensibilität schon mal etwas gehört?
    Ich denke viele hochsensible Personen haben teilweise ganz ähnliche Probleme wie du sie beschreibst.
    Falls das so ist, dann kannst du vielleicht anders damit umgehen (wenn du es weist, woran es liegt).

    Die Welt hat einiges zu bieten, wenn man die richtige Niesche für sich findet. Ich weis, das ist nicht so einfach - aber möglich.

    Weist du was du nach dem Abi machen möchtest?

    Vielleicht einen Auslandsaufenthalt, ein FÖJ, FSJ, Bundesfreiwilligendienst... das könnte dir vielleicht gedanklich eine andere Richtung geben? Das wäre vielleicht eine positive Zukunftsaussicht?

    Ich würde dir wirklich raten dir irgendeine vertrauenswürdige Person zu suchen und mit dieser über deine Probeleme zu reden, falls du überhaupt gar niemanden weist auch deinen Hausarzt. Ich denke einfach, dass du mit der Problematik die du beschreibst jemanden brauchst der dir da raushilft.

  4. Für den Beitrag dankt: doppelpunktklammerzu

  5. #3
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    Standard AW: Mein Gedankenchaos und Ich

    Erstmal vielen lieben Dank für deine Antwort!

    Ich habe mich einmal einer Freundin anvertraut und habe es total bereut, da sie mich seitdem ganz anders behandelt und ich das Gefühl habe, sie sieht mich nur noch als diesen Menschen und nicht mehr als die Person mit der sie sich damals angefreundet hat. Ich habe Angst, dass mich meine Verwandten/Freunde auch anders behandeln würden wenn ich darüber spreche, da ich mich dann noch mehr fehl am Platz fühlen würde.
    Mein Vater ist beruflich sehr viel unterwegs. Ich habe zwar trotzdem ein recht gutes Verhältnis zu ihm aber ich sehe ihn nur relativ selten und er ist außerdem nicht so die einfühlsamste Person.

    Hochsensibilität hatte ich schonmal irgendwo gehört, mich aber nie damit befasst. Ich habe mir gerade einige Dinge durchgelesen und erkenne mich in vielem wieder.
    Ich habe an hektischen Orten mit vielen Menschen große Probleme. Ich nehme jeden Blick auf mir, jedes Geräusch um mich herum wahr und bin dann sehr schnell überfordert und habe das Bedürfnis mich der Situation zu entziehen. Ich reagiere sehr empfindlich (oft bis zu fast lähmenden Migräneanfällen) auf bestimmte Lichtverhältnisse und Muster und in meinem Kopf herrscht ein ständiges Chaos an Gedankenketten.
    Ich werde mich mal noch genauer damit auseinandersetzen aber vielen vielen Dank für den Hinweis, vielleicht kann ich so ja wirklich lernen besser damit umzugehen!

    Ich werde nach meinem Abi erstmal ein Fsj machen. Das war mir wichtig um erstmal eine Perspektive für die Zeit direkt danach zu haben und neue Einblicke zu bekommen.
    Aber was ich danach machen will weiß ich nicht, da ich irgendwie keine wirklichen Interessen/Begabungen habe, die mich in eine Richtung lenken könnten.

    Ich denke auch, dass ich irgendjemanden brauche, der mir hilft aber meinem Hausarzt vertraue ich aufgrund vergangener Vorfälle nichts mehr an und bei anderen Personen habe ich wie gesagt sehr große Angst, anders behandelt zu werden oder diese gar zu verlieren.

  6. #4
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    Standard AW: Mein Gedankenchaos und Ich

    Ja, es ist leider oft so, dass andere einen nicht ernst nehmen oder nicht richtig verstehen oder schlichtweg überfordert sind. Habe ich selbst auch erlebt und weis wie sich das anfühlt.
    Deine Freundin wusste vermutlich einfach nicht wie sie reagieren soll.
    Wenn du selbst sehr sensibel bist, dann brauchst du auch ein sensibles Gegenüber.

    Wenn du deinem Hausarzt sowas nicht anvertrauen kannst, bzw. dem garnicht vertraust, dann solltest du eine/n anderen Arzt/Ärztin suchen. Das wäre schon wichtig.
    Was sagt der Arzt zur Migräne? Sollte man ja auch abklären. Versuch einen guten neuen Arzt für dich zu finden.
    Wenn du dann 18 bist (oder vorher?) vielleicht auch eine Psychologin die dir hilft, oder es zumindest versucht (Essstörung, Panik, andere Symptome, Ursachenforschung...)

    Gibt es einen netten Lehrer dem du sowas erzählen könntest, oder einen anderen Verwandten?

    Hm, ja, also du müsstest auch offenbar irgendwie anders behandelt werden, um eine Veränderung herbeizuführen. Weist du was ich mein?

    Ich sag dir mal ein paar Seiten über Hochsensibilität die ich mir angesehen habe. Anmelden würde ich mich nirgendwo und auch nichts bezahlen (Coaching, Bücher etc), diese Informationen sind kostenlos und dienen nur als allgemeine Information - um eine mögliche Hochsensibilität besser zu verstehen.

    https://www.zartbesaitet.net/

    https://www.feinimsein.de/kriterien/

    https://www.karriere.at/blog/zu-sens...eine-gabe.html

    https://open-mind-akademie.de/catego...sensibilitaet/

    https://www.hsp-institut.de/


    Du musst aber auf jeden Fall mit irgend einer geeigneten Person reden, grade auch die Esstörung und Panikattaken die du erwähntest, sowas ist behandlungsbedürftig, da ist garnicht mit zu spassen. Eine mögliche Depression müsste auch behandelt werden, so wie du es beschreibst.
    Ich bin kein Arzt, manchmal dauert es etwas bis man die richtige Person findet die helfen kann - gib nicht auf!

    Wie ich schon sagte, wenn du nicht drüber reden kannst (sowas fällt mir auch immer schwer) dann drucke deinen Bericht hier aus, da beschreibst du alles sehr gut - der Peron an die du dich wendest sagst du, dass du nicht die richtigen Worte finden kannst und es daher aufgeschrieben hast und bittest sie es zu lesen, mit dem HInweis das es dir schlecht geht und du Hilfe brauchst, aber feststeckst und nicht weist was du machen sollst.
    Das wäre mein Rat.

  7. #5
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    Standard AW: Mein Gedankenchaos und Ich

    Zitat TE

    Ich fühle mich in der Gesellschaft allgemein fehl am Platz. Ich verstehe nicht, wie Menschen darin aufgehen können ein Teil des für mich völlig unbegreiflichen Systems zu sein und gleichzeitig beneide ich sie um diese Fähigkeit. Das ganze gesellschaftliche System ergibt für mich einfach keinen Sinn, ich kann mich darin nicht wiederfinden und will mich nicht fügen, auch wenn ich weiß, dass das wohl der einzige Weg aus meiner Situation ist.


    Manchmal wenn ich über dieses System, über die Gesellschaft, die Menschheit, das Universum nachdenke, gerate ich in einen komplett realitätsfernen Zustand. Die Außenwelt fühlt sich weit weg an, ich bin völlig weggetreten. Es fühlt sich fast ein bisschen an wie high sein. Danach endet das ganze meistens in einer Art Panikattacke, da ich Angst vor mir selbst und der Welt bekomme.

    Zitat Ende

    Danach suchen viele Menschen, also nach dem Sinn des Systems.
    Ich sehe das so, Profitgier und Habgier, Machtgeilheit und Triebsteuerung, Gewissenlosigkeit und Emphatielosigkeit .....Gemetzel Sklaverei Ausrottung von ....

    zu viel mehr, hat der Mensch es bisher noch nicht gebracht,

    Andere sehen Handy,FoodFunFitness, Selbstverwirklichung, gut die Menschen werden älter, die Medizinischen Möglichkeiten was zu reparieren oder zu heilen nehmen zu etc., es wird wärmer , ist doch toll, sparen wir Heizung.

    Du gehörst eher zu denen, die ersteres sehen - oder ?

    Grundsätzlich stellst Du Dir die Frage, wie Du damit klarkommst. Je besser Du mit Dir selbst klarkommst, desto besser kommst Du auch mit Deiner Umwelt klar.
    Je mehr Erfahrung und Information Du hast und glaub mir mit 40 siehst das wieder ganz anders aus also der Blickwinkel aus dem Du das betrachtest, als jetzt, weil Du grade mal fast 20 bist.
    Du kannst das noch nicht so sehen, wie Du es mit 40 sehen wirst.

    Nein das System ändert sich nicht und die klaren Strukturen der Lebensfeindlichkeit sind zu offenkundig, aber der Blickwinkel , der ändert sich.

    Das System empfinde ich als weltumspannend.

    Das System ist für mich nicht kippbar, weil die dafür zu schaffenden Vorraussetzungen sind ein Ding der Unmöglichkeit.

    Das System ändert sich.

    Grundsätzlich halte ich das Wahlrecht für Frauen für ein wichtiges Ding, in vielen Ländern existiert das noch nicht, da oder dort wird es grade eingeführt, ist ähnlich wie mit Schulbildung oder medizinischer Versorgung.

    Schaust Du Dir mal das Elend an, das Menschen tötet, die Armut, die sie umbringt, so machst Du Dir ganz genau Gedanken, um die Stulle, die Du wegwirfst, weil Du die Wurst nicht magst.

    Du änderst den Blickwinkel.

    Wir leben ja hier mit sehr viel Input alle Teilbereiche des Lebens sind detailliert aufschlüsselbar es ist nicht so das man froh ist irgend eine Arbeit zu finden, sondern man macht sich Gedanken, welcher Job einem Spaß machen könnte , was für ein Luxus oder ?

    Aber diese ganzen Wahlmöglichkeiten, die man hat, die erfordern auch die Verantwortung damit umzugehen, die erfordern auch das Verständnis darüber nachzudenken, ob es nun ein Glück oder ein Fluch ist, daß unser Wohlstand auf der Armut und jahrhundertenlangen Ausbeutung irgendwelcher Kolonien aufgebaut ist.

    Vielleicht nimmt das etwas von dem Druck weg , das richtige zu machen. Sich eingliedern zu sollen etc.....

    Wie sagen die jugendlichen Menschen " Ein korrekter Ehrenmann werden "....manche Menschen sind in der Lage, über den Tellerrand hinauszuschauen, andere wiederum nicht, manche Menschen haben eine rege Fantasie, andere wiederum nicht
    na und manche Menschen sind systemkritisch, weil sie das System falsch finden
    und manche sind systemkritisch, weils grade in ist No Future an die Wand zu sprühen oder Null Bock oder Punk, die Bewegung gibt es seit den späten Sechzigern......
    die ganzen Hippiekommunen und Aussteigerdinger, die Wagenburgen und Selbstversorgerklamotten, alles Protest gegen das System.

    Manche haben da aus voller Überzeugung mitgemacht, genau wie das Mädel, das die Schule schwänzt, um zu protestieren, gegen den Klimawandel oder andere vermeindliche Weltenretter, alles Systemkritik.

    Genauso aber auch das Gesetz, das leibliche Väter ihre Kinder sehen dürfen, weil sie ein Recht dazu haben, wenn sie nicht verheiratet sind mit der Mutter des Kindes, für viele ein Meilenstein für den sie Jahre gekämpft haben.

    Bevor Du aber jetzt resignierst, so nach dem Motto hat also doch keinen Sinn, laß Dir gesagt sein, selbst wenn Du so ein Naturding lebst, mußt Du Dich aufraffen um Essen und Wasser und Feuer zu haben, von nix kommt nix, hier im System gibt es ganz viele verschiedene Möglichkeiten das zu tun.

    Das ist vielleicht ein Grund dafür, das viele denken, das System ist gut.

    Wer Wahrheit nicht hören will hat seine Gründe

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