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Thema: Schwere Depressionen, Todeswunsch - Ausweglosigkeit

  1. #1
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    Standard Schwere Depressionen, Todeswunsch - Ausweglosigkeit

    Hallo liebe Community,

    ich bin bald 21 und seit ca. 5 Jahren schwer depressiv und ich wäre so gern Tod. Ich bin vor Jahren schonmal alle Möglichkeiten durchgegangen und mir bleiben, dadurch, dass ich Rollstuhlfahrer bin, nur die brutalsten Sachen übrig, zu denen ich mich nicht überwinden kann. Ich habe schonmal eine Therapie gemacht, die nicht geholfen hat. Eine zweite kriege ich nicht genehmigt. Mein Neurologe sagt, dass die Medikamente keinen Lebenswillen geben können. Nach lagem hin und her habe ich jetzt noch Antidepressiva in Form von Tropfen bekommen, allerdings fragt man sich auch da irgendwann, was das alles soll. Ich hatte auch schon 2 Psychiatrieaufenthalte, weil mir die Sicherungen durchgebrannt sind und ich meine Mutter gehauen habe. Beim 2ten mal meinten die in der Psychiatie, ob ich nicht nach Hause will, weil die nur zur Stabilisation da sind. Meine Behinderung habe ich seit meiner Geburt und kenne es nicht anders, also wäre das jetzt für mich nicht "die eine Ursache".

    Das einzige was mir "hilft" um mich von der ganzen Sache abzulenken ist Arbeit und eine feste Struktur. Ich habe jetzt 2 Wochen Urlaub und das Gefühl auseinanderzufallen. Ich kann mich selbst nicht zu irgendwas aufraffen, habe aber glrichzeitig ein Problem damit etwas tun zu müssen, außer man zwingt mich, womit ich auch nicht glücklich bin.

    Kann mir jemand helfen oder wenigstens was nettes schreiben? Danke

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  3. #2
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    Standard AW: Schwere Depressionen, Todeswunsch - Ausweglosigkeit

    Zitat Zitat von ruhig Beitrag anzeigen
    Das einzige was mir "hilft" um mich von der ganzen Sache abzulenken ist Arbeit und eine feste Struktur. Ich habe jetzt 2 Wochen Urlaub und das Gefühl auseinanderzufallen. Ich kann mich selbst nicht zu irgendwas aufraffen, habe aber glrichzeitig ein Problem damit etwas tun zu müssen, außer man zwingt mich, womit ich auch nicht glücklich bin.

    Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Ich bin selbstständig und deswegen keine klaren Arbeitszeiten. Wenn ich meinem Tag nicht selber eine klare Struktur gebe, dann versumpfe ich in kürzester Zeit.

    Mir hilft mein "Arschtrittzettel".


    Zitat Zitat von ruhig Beitrag anzeigen
    ...oder wenigstens was nettes schreiben?
    Schön, dass du da bist
    Die Religionen der Welt geben zwar falsche Antworten - Aber sie stellen die richtige Art von Fragen.

  4. #3
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    Standard AW: Schwere Depressionen, Todeswunsch - Ausweglosigkeit

    Zitat Zitat von ruhig Beitrag anzeigen
    Kann mir jemand helfen oder wenigstens was nettes schreiben? Danke
    Von mir kriegst du auch ein Blümchen schön dass du da bist.


    Also, ja, "Lebenswillen" in dem Sinne können Medikamete dir nicht geben. Die können bestimmte Sachen unterdrücken, oder so, dann kommt man halt irgendwie durch den Tag. Aber es gibt ja auch so viele unterschiedliche, die alle unterschiedlich wirken.

    Das du so lange schon schwer depressiv bist, und dir bisher noch keiner helfen konnte ist wirklich schlimm. Absolut verständlich dass man es irgendwann als ausweglos ansieht.

    Was würde dir denn helfen, weist du das? Außer jetzt die Arbeit als Ablenkung meine ich.

    Es gibt so viele unterschiedliche Therapiearten, ich kann mir auch nicht vorstellen, wenn es dir nunmal so schlecht geht, dass du nicht noch eine andere Therapie machen kannst. Vielleicht gibt es auch sowas wie Tiergestützte Therapie irgendwo in deiner Nähe? Oft erreicht man mit sowas viel mehr.
    Es gibt auch unterschiedliche Therapierichtungen (Verhaltenstherapie, Analytische oder Tiefenpsychologisch), vielleicht war es beim letzten mal einfach (noch) nicht die richtige.
    Du solltest nicht aufgeben.

    Ansonsten gibt es auch noch die Möglichkeit, dass dir dein Hausarzt eine Akuteinweisung für eine Klinik (keine Psychiatrie) schreibt, hast du davon schon gehört? Aber auch dort gibt es meist lange Wartezeiten (mehrere Monate).
    In den Kliniken gibt es aber andere Möglichkeiten, mehr unterschiedliche Therapien, Körpertherapie, Gestalttherapie...und sowas alles. Wenn du mal die richtige für dich fändest, vielleicht würde dir das helfen? So ein Aufenthalt sind ja mehrere Wochen.


    Zum Abschluss noch mal ein Blümchen (davon kann man nie genug haben)

  5. Für den Beitrag dankt:

  6. #4
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    Standard AW: Schwere Depressionen, Todeswunsch - Ausweglosigkeit

    Wenn du von Geburt an im Rollstuhl sitzt, kannst du dich damit sicherlich auch besser bewegen als Leute, die erst später durch Unfall oder so dazu gekommen sind. Wäre es denn nicht eine Möglichkeit, dass es mal mit Rollstuhlbasketball versuchst? Bei uns gibt es einen solchen Verein, die haben richtig Spiele und Reisen auch durch ganz Deutschland mit dem Verein um gegen andere anzutreten. Vielleicht solltest du dich auf sowas konzentrieren. Das gibt dir Lebensfreude zurück, du lernst Leute, Gleichgesinnte kennen und kommst mal durch die Gegend. Ich würde es einfach mal mit Sport auf diese Art und Weise versuchen. Du musst dir einfach ein neues Betätigungsfeld suchen. Du darfst auch nicht den Gedanken hinterher hängen, als gesunder Mensch sei alles leichter oder besser. Guck einfach mal in solche Broschüren, die es für jede Stadt gibt, was es für Vereins Möglichkeiten für Menschen mit Behinderungen gibt.

  7. #5
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    Standard AW: Schwere Depressionen, Todeswunsch - Ausweglosigkeit

    Vielen Dank für die netten Worte und die umfangreichen Tipps! Das ist sehr lieb! Mir geht es heute immerhin schon etwas besser als in den letzten Tagen!

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