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Thema: Trauer/Einsamkeit/allein gelassen

  1. #1
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    Standard Trauer/Einsamkeit/allein gelassen

    Hallo Zusammen,

    Ich bin neu hier.

    Vor zwei Jahren ist meine Mutter an Krebs erkrankt, im Juni 2019 ist sie verstorben.
    Mein Vater war 2018 ebenfalls wegen Prostatakrebs in Behandlung.
    Ich habe mich zwei Jahre gekümmert, bin zu Ärzten gefahren, Krankenhaus, habe Zuhause geholfen bei der Wäsche, essen, etc.
    Meine Schwester wohnt zwei Autostunden entfernt und konnte sich dadurch nicht so viel kümmern.
    Außerdem hat meine Schwester drei Kinder, das kleinste ist jetzt im September geboren.

    Alle Leute fragen mich seit zwei Jahren, wie geht es deinen Eltern, jetzt werde ich gefragt wie es meinem Papa geht mit dem Verlust, wie es meiner Schwester geht mit dem Verlust und den Kindern.

    Ich kümmere mich immer noch um meinem Papa, ich beschwere mich nicht, ich habe mich zwei Jahre nicht beschwert.
    Aber was ist mit mir? Wie geht es mir? Ich funktioniere und das ist gefühlt für alle selbstverständlich. Ich habe auch meine Mama verloren.
    Aber im Beruf, im Freundeskreis, überall werde ich normal behandelt. Direkt nach dem Tod meiner Mutter wurde mal kurz nach mir gefragt, das wars.
    Ich kümmere mich, ich funktioniere, immer.

    Außerdem bin ich Anfang 30, verheiratet, aber kinderlos. Unfreiwillig. Es klappt bisher noch nicht.

    Ich kann nicht mehr, ich kann mein Leben gerade überhaupt nicht mehr.
    Ich fühle mich absolut allein und einsam, trotz dass ich nicht allein bin.
    Ich fühle mich, als wenn es niemanden interessiert, was mit mir ist. Als wenn ich immer diejenige sein muss, die immer da ist und sich kümmert. Als wenn man sich um mich nicht sorgen muss.
    Ich will nicht überall als Selbstverständlich angesehen werden.

    Ich bin unglaublich unzufrieden und unglücklich und keiner weiß, wie es wirklich in mir aussieht und wie es mir wirklich geht. Und scheinbar will es auch keiner wissen.

    Ich fühle mich einfach absolut allein auf dieser Welt und absolut unwichtig für diese Welt.

    Ich schreibe das hier, weil ich es einfach irgendwo mal loswerden muss.

    Ich kann nicht mehr!

  2. Für den Beitrag dankt:

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  4. #2
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    Standard AW: Trauer/Einsamkeit/allein gelassen

    Hallo und herzlich Willkommen liebe Andrea,

    mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.
    Ich kann sehr gut nachvollziehen wie du dich fühlst, wenn andere es als Selbstverständlichkeit hinnehmen, dass man alles für andere macht und man selbst dabei zu kurz kommt. Als ob mein kein eigenes Leben hätte, wird nur nach den anderen gefragt.

    Die Menschen fühlen sich oft mir der Trauer von anderen überfordert. Es ist dann nicht böse gemeint, sie denken wahrscheinlich, dass es besser ist, nicht darüber zu sprechen.

    Du bist Anfang dreißig, ihr seid kinderlos, doch ihr möchtet gerne. Der ganze Druck, der momentan auf dir lastet ist wahrscheinlich viel zu hoch. Viele Paare gibt es, bei denen es erst dann geklappt hat, wenn sie sich eigentlich damit abgefunden haben, dass es doch nicht klappt.

    Ich kenne dieses Gefühl auch alleine zu sein, obwohl man es eigentlich nicht ist. Was ist mit deinem Mann? Ist er dir eine Hilfe, unterstützt er dich, kümmert er sich auch mal um dich?

    Du musst dir Zeit für dich nehmen, vielleicht einmal einen schönen Wellnessabend, an dem es nur darum geht, dass es dir gut geht. Du musst immer im Hinterkopf behalten, dass du in deiner eigenen Welt der Mittelpunkt bist, du musst dich zuerst um dich kümmern, bevor du es um andere kannst.

    Liebe Grüße
    Dunkler_Engel
    Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

    -Friedrich Wilhelm Nietzsche-

  5. Für den Beitrag dankt: Regis

  6. #3
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    Standard AW: Trauer/Einsamkeit/allein gelassen

    Was ist mit deinem Mann? Ist er dir eine Hilfe, unterstützt er dich, kümmert er sich auch mal um dich?
    Diese Frage von Dunkler_Engel habe ich mir auch gestellt. Es klingt so, als würde alles nur an Dir hängenbleiben. Kümmert sich Dein Mann auch mal um euren Haushalt, wenn Du Deinen Vater betreust?
    Kannst Du abgesehen davon auch mal mit ihm über Deine Sorgen reden? Oder hast Du eine gute Freundin, der Du Dich anvertrauen kannst?
    Den Tipp mal raus zu gehen und sowohl räumlichen als auch gedanklichen Abstand zum Alltag zu nehmen finde ich gut.

  7. #4
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    Standard AW: Trauer/Einsamkeit/allein gelassen

    Hallo.

    Mein herzliches Beileid.



    Ich weiss jetzt nicht, wie du dir das vorstellst, wie Kollegen und auch Freunde mit dir mittrauern sollten.


    Dass Eltern sterben erlebt jeder Mensch. Auch durch die Trauer muss jeder Mensch.

    Und ich denke, Freunde und Kollegen wissen, dass du eine schwere Zeit durchmachst, wenn deine Mama gestorben ist und fühlen mit dir mit.

    Aber diese Trauer um deine Mama ist deine Trauer, die aus der Liebe und Dankbarkeit für sie kommt. Die kann dir auch niemand abnehmen.
    Und die braucht auch ihre Zeit.

    Ich glaube, bei dir handelt es sich um eine Erschöpfung, die zu deiner grossen Trauer noch dazugekommen ist.

    Kannst du ein paar Tage wegfahren, mit deinem Mann vielleicht? Dir etwas Gutes tun.



    Es ist auch ganz sicher nicht so, dass du unwichtig für deine Mitmenschen bist, da bin ich sicher.

  8. #5
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    Standard AW: Trauer/Einsamkeit/allein gelassen

    Ich muss sagen, dass ich schon immer viel mit mir selber ausgemacht habe. Daher weiß mein Mann schon, dass es mir nicht 100% geht, aber er weiß nicht, wie es wirklich aussieht. Er unterstützt mich schon.

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