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Thema: Zermürbendes Chaos im Kopf

  1. #1
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    Standard Zermürbendes Chaos im Kopf

    Hallo ihr Lieben ,

    ich wende mich hier zum ersten Mal an dieses Forum und habe ansonsten noch keine Erfahrung mit dieser Art von Hilfe. Ich entschuldige mich vorab für den vagen Titel, allerdings fiel mir zur Zusammenfassung der unterschiedlichen Aspekte kein treffenderer Begriff ein.

    Zu meiner Person: ich bin 24 Jahre alt, männlich, habe meinen Bachelor in BWL abgeschlossen und nun mit meinem Master in Logistik begonnen. Akademisch läuft bisher alles in Ordnung, auch wenn ich kaum Praxiserfahrung habe, was mir für die spätere Berufsfindung Sorgen bereitet. Nun zu meinem ersten richtigen Problem: Ich "brenne" nicht wirklich für das Studium, mein Interesse beschränkt sich stets auf einen kleinen Bereich und meine Fähigkeit, über einen längeren Zeitraum am Ball zu bleiben ist stark begrenzt, zudem bin ich sehr unorganisiert Bisher hat es mit den Prüfungsleistungen trotzdem gut geklappt, da ich mir Dinge sehr schnell aneignen kann und gut im Auswendiglernen bin. Ich mache mir ständig Gedanken, ob das Studium die richtige Entscheidung war und ein anderer Bereich nicht besser für mich geeignet wäre.

    Die Unstetigkeit bezieht sich leider nicht nur auf den akademischen Bereich. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich Menschen kaum zuhören kann und nach kurzer Zeit das Interesse an Ihnen verliere. Ich habe eine Hand voll enger Freunde im Studium kennen gelernt und auch aus der Schulzeit sind noch ein paar übrig geblieben. Ansonsten tue ich mich allerdings schwer, neue Netzwerke zu knüpfen und muss mich enorm anstrengen, oberflächlich interessiert zu wirken. Ich bin mittlerweile 24 Jahre alt und hatte noch nie eine Beziehung, was auch wieder nur an mir liegt. Ich scheine unfähig, Menschen über einen längeren Zeitraum kennen lernen zu wollen und meine Meinung ändert sich in in Sekundenschnelle. Mal sehne ich mich nach dem Mann fürs Leben, mal habe ich nichtmal Interesse an einer Konversation.

    Kurzum: Mein Leben hat keinen roten Faden und ich fühle mich wie ein Alien auf dem falschen Planeten. Ich kann mich bisher mit keinem konkreten Beruf identifizieren und irre ziellos von einem Lebensabschnitt in den nächsten. Ich schäme mich so sehr für meine Situation, habe aber gleichzeitig keine Idee um ihr zu entkommen. Nach außen hin bin ich angepasst, höflich und gut gelaunt. In den ruhigen Minuten könnte ich regelmäßig heulen und frage mich, was mit mir los ist.

    War jemand schonmal in einer ähnlichen Situation oder hat einen Verdacht, was mit mir nicht stimmt ? Ich bin mit meinem Latein am Ende und über jeden Tipp, jede Anregung dankbar.

    Vielen Dank im Voraus und ganz liebe Grüße,

    HighHope
    Geändert von HighHope (15.10.2019 um 00:18 Uhr)

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  3. #2
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    Standard AW: zewrmürbendes Chaos im Kopf

    Hallo HighHope,

    Cooles Thema, das kenne ich auch zu gut!

    Nicht für das zu brennen, was man tut, ist wirklich kräfteraubend und verwirrend, vor allem wenn man etwas im Kopf hat und merkt dass es so ist. Viele sterben ja mit 40 und danach altern sie nur noch :-))

    Kannst du später aus dem kleinen Teil, der dich an deinem Studium interessiert vielleicht eine Nische besetzen? Etwas Spezielles daraus machen? Vielleicht bist du ja genau dafür geboren und der Rest ist halt schmückendes Beiwerk, der erst später Sinn ergibt :-)

  4. Für den Beitrag dankt: HighHope

  5. #3
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    Standard AW: zewrmürbendes Chaos im Kopf

    Zitat TE
    Zu meiner Person: ich bin 24 Jahre alt, männlich,.....

    Mal sehne ich mich nach dem Mann fürs Leben,.....
    Zitat Ende

    Wie gehst Du mit Deiner Homosexualität um? Lebst Du sie offen oder schämst Du Dich oder verheimlichst es aus anderen Gründen ?

    Darüber habe ich nichts gelesen. Finde ich aber wichtig, um die Situation richtig einzuschätzen.

    Es gibt so den zurückgezogenen Homosexuellen, der es niemals auf der Arbeit oder in der Öffentlichkeit wagen würde, sich zu outen.
    Es gibt genauso den extrovertierten Homosexuellen, der damit gar keine Probleme hat und offen sagt, was er fühlt.


    Den Menschentypus gibt es natürlich auch bei allen anderen Menschen der eine Flucht nach vorne, der andere Rückzug.

    Mir fällt auf, mit 24 noch nie ne Beziehung - bedeutet für mich - keine Beziehung , aber sicherlich sexuelle Erfahrungen oder ?
    Oder auch keine sexuellen Erfahrungen ?

    Das deutet für mich auf Rückzugsstrategie, aber warum , weil die anderen hetero sind ? Weil Du nicht akzeptiert wirst oder Angst hast akzeptiert zu werden ?

    Schnitt -----------------

    Job - Logistik , hm , hat Zukunft, später ins Managemt und so , Bürojob sozusagen ...gut - Job ist, Geld zum Leben also für mich, für andere mag es die persönliche Erfüllung sein, das zu tun, was sie glücklich macht und dafür auch noch Geld zu bekommen, auf meine persönlichen Erfüllungsempfindungen hat der Job keinen Einfluß, aber das Leben ,als Gesamtes Ding, meiner Selbst, mit Gefühlen und Gedanken.

    Es gibt im Bereich "Logistik" viele Dinge, auf die man sich spezialisieren kann, wo vielleicht das eine auf das andere aufbaut. Je nach Firma und Fachbereich völlig unterschiedliche Anforderungen, aber anders als bei ner eigenen Firmengründung , alles schon eingespielte meist funktionierende Systeme, die es zu optimieren gilt oder einfach zu übernehmen.

    Da kommt Dir die schnelle Auffassungsgabe zugute und das Auswendiglernen können, von daher solltest Du Dir einen Bereich in der Logistik suchen, wo Du a DeineStärken mit einbringen kannst
    b Dir nicht lanweilig wird , weil Du ständig vor neuen Anforderungen stehst
    c Du Aufstiegschancen hast.

    Du hast zwar keine Berufserfahrung , aber trotzdem eine gute Vorraussetzung, aufgrund der Qualifikation einen guten Job zu finden.

    So nun zum "Alienempfinden" , jeder der einer Minderheit angehört, kennt wohl dieses Gefühl , sich so zu fühlen , als wäre mit einem Selbst was nicht in Ordnung.

    Man stellt den Vergleich an, wie sind die anderen, wie bin ich, das ist ein Prozeß, der Mensch versucht im Laufe seiner Jahre, einen Standpunkt zu finden.

    Da sind wir dann beim nächsten Thema, Lebensabschnitte , der Abschnitt studieren / Berufsvorbereitung ist dann abgeschlossen, dann kommt so der der ersten eigenen Gehversuche und dann meist irgendwann der Lebensabschnitt der eigenen Vollverantwortlichkeit.

    Chaos ist immer ein Zeichen dafür , das noch keine Strukturen gewachsen sind , die geordnet sind.

    Das die bisher gewachsenen Strukturen nicht ausreichen, die Informationsflut verarbeiten zu können, also zuviel Input und Machine irgendwann stopp sozusagen.

    Oder aus Rückzugslethargie, dem Mangel an geistiger Fitness, wird die sonst alltäglich mit Leichtigkeit zu verarbeitende Informationssumme plötzlich überfordernd. Das Faß läuft sozusagen über.


    Versuche Deinen Kopf zu ordnen, daß ist mein grundlegender Rat und denke mal über die Lebensabschnitte nach, vielleicht kannst Du Dir den zukünftigen mit der richtigen Jobsuche so gestalten, wie noch keinen anderen zuvor , also in guter Hinsicht, das würde ja dann schon mal ein wenig Ordnung hineinbringen, oder ?
    Wer Wahrheit nicht hören will hat seine Gründe

  6. Für den Beitrag dankt: HighHope

  7. #4
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    Standard AW: zewrmürbendes Chaos im Kopf

    Zitat Zitat von HighHope Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben ,

    ich wende mich hier zum ersten Mal an dieses Forum und habe ansonsten noch keine Erfahrung mit dieser Art von Hilfe. Ich entschuldige mich vorab für den vagen Titel, allerdings fiel mir zur Zusammenfassung der unterschiedlichen Aspekte kein treffenderer Begriff ein.

    Zu meiner Person: ich bin 24 Jahre alt, männlich, habe meinen Bachelor in BWL abgeschlossen und nun mit meinem Master in Logistik begonnen. Akademisch läuft bisher alles in Ordnung, auch wenn ich kaum Praxiserfahrung habe, was mir für die spätere Berufsfindung Sorgen bereitet. Nun zu meinem ersten richtigen Problem: Ich "brenne" nicht wirklich für das Studium, mein Interesse beschränkt sich stets auf einen kleinen Bereich und meine Fähigkeit, über einen längeren Zeitraum am Ball zu bleiben ist stark begrenzt, zudem bin ich sehr unorganisiert Bisher hat es mit den Prüfungsleistungen trotzdem gut geklappt, da ich mir Dinge sehr schnell aneignen kann und gut im Auswendiglernen bin. Ich mache mir ständig Gedanken, ob das Studium die richtige Entscheidung war und ein anderer Bereich nicht besser für mich geeignet wäre.

    Die Unstetigkeit bezieht sich leider nicht nur auf den akademischen Bereich. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich Menschen kaum zuhören kann und nach kurzer Zeit das Interesse an Ihnen verliere. Ich habe eine Hand voll enger Freunde im Studium kennen gelernt und auch aus der Schulzeit sind noch ein paar übrig geblieben. Ansonsten tue ich mich allerdings schwer, neue Netzwerke zu knüpfen und muss mich enorm anstrengen, oberflächlich interessiert zu wirken. Ich bin mittlerweile 24 Jahre alt und hatte noch nie eine Beziehung, was auch wieder nur an mir liegt. Ich scheine unfähig, Menschen über einen längeren Zeitraum kennen lernen zu wollen und meine Meinung ändert sich in in Sekundenschnelle. Mal sehne ich mich nach dem Mann fürs Leben, mal habe ich nichtmal Interesse an einer Konversation.

    Kurzum: Mein Leben hat keinen roten Faden und ich fühle mich wie ein Alien auf dem falschen Planeten. Ich kann mich bisher mit keinem konkreten Beruf identifizieren und irre ziellos von einem Lebensabschnitt in den nächsten. Ich schäme mich so sehr für meine Situation, habe aber gleichzeitig keine Idee um ihr zu entkommen. Nach außen hin bin ich angepasst, höflich und gut gelaunt. In den ruhigen Minuten könnte ich regelmäßig heulen und frage mich, was mit mir los ist.

    War jemand schonmal in einer ähnlichen Situation oder hat einen Verdacht, was mit mir nicht stimmt ? Ich bin mit meinem Latein am Ende und über jeden Tipp, jede Anregung dankbar.

    Vielen Dank im Voraus und ganz liebe Grüße,

    HighHope
    Hallo.

    Mir kommt das Problem irgendwie bekannt vor, da ich vor kurzer Zeit noch einen Artikel im Zusammenhang mit Intelligenz und Sozialverhalten gelesen habe.

    Es kam so rüber, dass intelligente Menschen ständig Projekte und Analysen im Kopf haben und dadurch die "nutzlose" Zeit der Konversation mit anderen als überflüssig betrachten, da es eben Zeit kostet, und man in der Zeit zu Ergebnissen kommen könnte.

    Verbinde ich dies nun noch mit dem Verdacht der Homosexualität ( als Minderheit), so gäbe es einen extremen Mangel an Gelegenheit, der allerdings dazu führt, dass Leistung proportional und ausgleichend im Vordergrund steht.

    So zumindest meine Erfahrung, als ich den Freundeskreis eines Verwandten kennen gelernt habe und mit Erstaunen feststellen musste, dass sich ein großer Teil der Männer in gehobenen Positionen befand.

    Du kannst dir nun überlegen, den Sinn deines Lebens neu zu definieren, sprich: Deine Fähigkeiten zu nutzen und Schwächen abzuwerten.
    So erreichst du - nicht jetzt, aber später - das, von dem andere sich ablenken ließen, was sie dann vielleicht bedauern.

  8. Für den Beitrag dankt: HighHope

  9. #5
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    Standard AW: zewrmürbendes Chaos im Kopf

    Zitat Zitat von Taysy Beitrag anzeigen
    Hallo HighHope,

    Cooles Thema, das kenne ich auch zu gut!

    Nicht für das zu brennen, was man tut, ist wirklich kräfteraubend und verwirrend, vor allem wenn man etwas im Kopf hat und merkt dass es so ist. Viele sterben ja mit 40 und danach altern sie nur noch :-))

    Kannst du später aus dem kleinen Teil, der dich an deinem Studium interessiert vielleicht eine Nische besetzen? Etwas Spezielles daraus machen? Vielleicht bist du ja genau dafür geboren und der Rest ist halt schmückendes Beiwerk, der erst später Sinn ergibt :-)
    Vielen Dank für deinen Ratschlag ! Es gibt tatsächlich das Thema Schienengüterverkehr, was ich wahnsinnig interessant finde und auch im Bereich Logistik anzusiedeln ist. Vielleicht ergibt sich tatsächlich irgendwann die Chance, in diesen Bereich reinzukommen.

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