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Thema: der Tod mein ewiger Begleiter?

  1. #1
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    Standard der Tod mein ewiger Begleiter?

    Hey ihr, (m 31)

    ich bin ein ziemlich Lustgier Mensch und motiviere auch oft andere, bzw stecke sie mit meiner guten Laune an.

    An sich ist soweit alles toll, jedoch bedrückt mich etwas sehr sehr oft...

    Ich bin nun 31 Jahre alt, meine Eltern um die 64 und ich mach mir immer wieder Gedanken um das Thema Tod...

    Meine Mutter und auch mein Vater sind mir sehr wichtig, ich bin erst mit 29 von zuhause ausgezogen, was sicher auch ein Grund ist aber ich habe wirklich oft angst, sie durch einen Unfall der Krebs oder sonst etwas zu verlieren. Und ich mache mir jeden Monat Gedanken, wie ich sie aufheitern kann, was ich tun kann, damit sie eine "schöne Zeit" haben.

    Meine Omas sind vor einigen Jahren gestorben mein Opa auch, jetzt habe ich noch einen Opa mit 90 Jahren und ich mach mir einfach viele Gedanken und das ganze Thema und manchmal wenn ich Auto fahre und so darüber nachdenke wie es wäre, wenn sie nicht mehr da wären, brach ich fast in tränen aus.

    Ich habe noch zwei Geschwister die älter sind als ich und sagen, so ist das leben und man muss das beste daraus machen.

    Jedoch weiß ich schon jetzt dass ich mit der Situation vielleicht nicht klar kommen werde, meine Eltern sagen schon, was wird aus dem Haus wenn wir nicht mehr sind, wir haben es ja nicht umsonst gebaut... aber wenn ihr es nicht wollt müssen wir es vermieten oder verkaufen... meine Mutti sagt auch ab und zu naja wer weiß wie lange ich noch lebe.....

    Es sind einfach tolle Menschen und ich möchte sie nicht verlieren, sicher fall ich dann in ein tiefes loch und bring mich am ende selbst um.

    Ich habe einige Freunde bin auch so fast jeden Tag unter Menschen, wie gesagt sehr kommunikativ und so aber diese Sache beschäftigt mich schon sehr. und das schlimme ist, jedes Jahr wenn wir Geburtstage feiern, kommen weniger Gäste, da nach und nach alle gehen und man hat am ende nur noch den "harten" kern der noch da ist.

    Klar gibts neue Enkel und Kinder die geboren werden das ist auch sehr toll, jedoch bin ich in der Hinsicht sehr nah am Wasser gebaut und mach mir sorgen. Ich versuch mich dann abzulenken und auf andere Gedanken zu kommen was auch meist funktioniert aber dann denkt man doch wieder daran

    Was kann ich denn tun um vielleicht, wenn es so ist damit besser klar zu kommen

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  3. #2
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    Standard AW: der Tod mein ewiger Begleiter?

    Hallo Marvin,

    es gibt viele Möglichkeiten, mit etwas umzugehen, aber den Tod zu akzeptieren ist leider die einzig richtige. Tust Du das nicht, wird Dein Verhalten immer irgendwie "unangemessen" sein. Jemanden zu "bespassen" ist ja ganz nett, aber damit tust DU, was DU willst, und vielleicht nicht, was für Dein Gegenüber wichtig und richtig oder auch notwendig wäre.

    Unser aller Tod trägt dazu bei, sich Gedanken darüber zu machen, womit wir unsere Zeit verbringen, was uns wichtig und wertvoll ist. Ist das etwas Schlechtes? Würde ohne den Tod nicht alles "beliebig" werden, denn dann ist es ja egal, ob ich heute oder morgen aufstehe, oder erst in einer Woche. Ja, jemanden zu verlieren, den man gerne mag oder sogar liebt, ist hart. Es tut weh und es ist ein Schmerz, der einen verändern kann und das nicht immer nur zum Guten. Und doch ist es etwas, dem wirklich niemand auf Dauer entfliehen kann, auch wenn man es noch so sehr versucht. Warum vor etwas "davon laufen", das uns allen sicher ist?

    Du wirst in Deinem Leben immer wieder mit Dingen konfrontiert werden, die Du nicht ändern kannst. Daran kann man wachsen und reifen oder auch daran scheitern. Aber sieh es auch aus der Perspektive Deiner Eltern und Deines Opas: sie sehen, dass Du Angst hast, dass Du traurig bist und dass dies bei Dir im Vordergrund steht, anstatt dass Du Dich über sie und mit ihnen freust, über die Zeit, die ihr mit einander habt und dass Du sie wertschätzt. Wenn Du es an Mut fehlen lässt, wertest Du damit ab, was Dir doch im Grunde wertvoll ist, oder? Du kreist mehr um Deinen Schmerz, als Deine und eure Zeit zu nutzen.

    Du musst den Tod nicht willkommen heißen, aber wenn Du ihn ebenso akzeptierst, wie das Leben, dann braucht es keinen Kampf mehr, musst Du Deine Angst nicht mehr so sehr verstecken und hast etwas mehr die Wahl, wie Du mit der verbleibenden Zeit umgehst. "Integer" zu sein bedeutet, sich nicht mehr so sehr von äußeren Umständen treiben und jagen zu lassen, sondern seinen Weg durch die eigene, innere Haltung zu bestimmen. Das kann einen großen Unterschied machen.

    Ich wünsche Dir, dass Du zu Deiner "Integrität" findest.
    Man kann über alles reden, aber verstehen muss man wollen und können.

  4. Für den Beitrag dankt: Catley

  5. #3
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    Standard AW: der Tod mein ewiger Begleiter?

    Was du tun kannst ist einfach. Das Leben und den Tod akzeptieren so wie sie sind. Akzeptiert man den Tod verschwindet auch die Sorgen und die Angst. Den Zyklus von Leben und Tod kannst du nicht ändern.

    Egal wie sehr du es auch wünscht. Und je mehr du es dir anders wünscht je schlechter wird es dir gehen, weil du dadurch gegen die Existenz ankämpfst. Es ist ja nicht so als wäre der Tod etwas weit entferntes.
    Etwas in ferner Zukunft.

    Das trügt. Noch niemals ist jemand in der Zukunft gestorben. Immer im hier und jetzt. Der Tod ist also schon seit Geburt in mir. Genau wie das Leben. Nichts wovor ich Angst haben müsste. Und je mehr man sich mit dem Tod beschäftigt, je mehr verliert man die Angst davor.
    Wie soll ich Wissen was ich meinte, bevor ich las was ich schrieb?

  6. #4
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    Standard AW: der Tod mein ewiger Begleiter?

    Nein, sorry, masi, einfach ist es nicht. Und je älter man wird und je mehr Menschen vor einem gehen - und das ist dann leider der Fall - , desto schwieriger wird es, sich damit abzufinden.

    Aber ich greife mal einen Satz von dir auf, TE:

    Zitat Marvin:
    "Und ich mache mir jeden Monat Gedanken, wie ich sie aufheitern kann, was ich tun kann, damit sie eine "schöne Zeit" haben".

    Ich frage zurück: Hast du denn den Eindruck, dass sie depressiv werden und Aufmunterung brauchen - oder projizierst du deine eigene Angst "nur" in sie hinein?
    Schau: Deine Eltern sind noch nicht so arg alt - sicher, es können Krankheiten kommen, dies in jedem Alter.
    Aber sonst - sie können noch 20 Jahre vor sich haben.

    Willst du diese lange Zeit in dieser erdrückenden Angst leben, anstatt zu genießen, dass sie da sind?
    Wenn nicht anders, dann - und daran ist wahrlich nichts Schlimmes - such dir bitte auch um deiner Eltern willen - therapeutische Hilfe.
    Denn zumindest unterschwellig werden sie diese Angst ja auch spüren - und es wird sie belasten. So, wie sie dich quält und peinigt.

    Alles Liebe für dich - und finde bitte für dich und deine Eltern und all die Menschen, die noch kommen und auch wieder gehen werden, einen guten Weg!

  7. #5
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    ist doch egal oder?
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    Standard AW: der Tod mein ewiger Begleiter?

    Es gibt etwas, mit dem der Mensch sehr schlecht beziehungsweise garnicht umgehen kann. Das ist der Begriff "unendlich" oder "Endlich". Er läßt sich rein logisch gesehen für das Hirn nicht begreifen oder errechnen.

    Das ist der Grund, warum der Verlust von etwas Geliebten so schwer verarbeitet werden kann. Dabei ist es egal ob ein Verwandter geht oder der Freund/Freundin. Den Tod sollte man anders begreifen. Man sollte sich darüber freuen, das man gesund ist und doch lange gelebt hat. Die Tage und Wochen, wo es einem gut geht geniessen, denn es gibt sehr sehr viele Menschen bei denen das nicht so ist. die über Jahrzehnte leiden müssen ehe sie dann endlich "erlöst" werden.

    90 zu werden und immernoch halbwegs gesund zu sein, selbst laufen zu können und keine Schmerzen zu haben, das ist nur einem sehr sehr kleinen Teil der Menschen vergönnt. Ein doch sehr hohes Alter zu erreichen und sagen zu können "mein Leben war schön", das sind nichtmal 1% der Menschen, die das sagen können. Und wenn einem nach 80 Jahren ein Arzt sagt, das man "geht", dann ist das für mich OK.

    Akzeptieren, das das Leben so ist, das es irgendwann "Endlich" ist, das ist das einzige was man machen kann und sich zu freuen, das seine geliebten Menschen es gut hatten auf Erden. Oft frage ich mich, warum sollte man bis 65 arbeiten?? Ich meine wieviel bleibt einem dann noch an Zeit? Außerdem, jedes Jahr was man "mehr" arbeitet wird einem über die Rentensteuer und durch höhere Anteile an Abzügen sowieso weggenommen. Wozu dann also soviel Zeit Lebenszeit auf Arbeit verbringen, wenn man nicht weis, was einem noch bleibt. .....LG

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