Ich schreibe das hier, weil ich es irgendwo loswerden muss. Ich steh kurz davor zusammenzubrechen. Mein Leben war noch nie ein Ponyhof und ich erwarte auch keines. Schon klein auf musste ich mit ansehen, wie meine Mutter verprügelt wurde und in der Schule war ich der gemobbte Außenseiter. Mir wurde vieles am Kopf geworfen, dass ich es nie zu was bringen werde und dass ich es nicht wert bin, geliebt zu werden. Das und noch andere Faktoren, mit denen ich nicht zu sehr ins Detail gehen will, erdrücken mich immer mehr. Heute geht es meiner Mutter gut, seitdem mein Vater weg ist, habe Freunde, ne erfolgreiche Ausbildung und einen festen Job. Wenn meine Freunde oder Familie Probleme haben, kommen sie zu mir und nennen mich den "sicheren Hafen". Aber dass bin ich nicht. Ich trage die Vergangenheit mit mir und kann sie nicht loswerden. Immer, wenn ich glaube, dass es gut läuft, kommt es anders. Ich habe diese negativen Stimmen und Gefühle in mir, die mich jeden Tag schwächer und schwächer machen. Aber ich kann und mag mit niemandem darüber reden. Zum einen, weil ich niemanden belasten will und zum anderen, weil ich meinen Freunden und Familie die Illusion vom "sicheren Hafen " nehme. Ich will nicht mehr sein und glaube nicht mehr, dass ich lange da sein werde. Ich weiß, dass es anderen Menschen viel schlechter geht als mir doch ich ertrage es einfach nicht mehr. Wenn das hier tatsächlich jemand liest, dann tut es mir leid, diesen ellenlangen Text hier reingestellt und dir/euch wertvolle Zeit gestohlen zu haben. Keine Notwendigkeit, hierauf was zu antworten. Ich wollte es nur schon länger loswerden.