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Thema: Studienversagerin - ich schäme mich

  1. #6
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    Standard AW: Studienversagerin - ich schäme mich

    Vielen lieben Dank für eure Antworten. ich hab mich riesig über eure meinungen gefreut...
    Es war für mich auch sehr interessant zu sehen wie unterschiedlich ihr meine lage beurteilt. Entschuldigt, dass ich euch jetzt nicht persönlich beim (Nick-) Namen nenne, bin ganz neu hier und sehe eure beiträge gerade nicht.

    Jemand hatte mir geantwortet, ich solle einfach gas geben, es wäre noch nicht zu spät. danke von herzen. ich würde so gerne so denken und habe mir bereits in der vergangenheit immer wieder diese worte gesagt. doch dann kommen eben diese ganzen selbstzweifel. (wer nimmt dich denn mit 40 als berufseinsteigerin ohne berufserfahrung, wenn er eine 24 jährige haben könnte? wie willst du die vergangenen jahre erklären?
    jemand sagte, ich solle herausfinden was ich eigentlich will..
    momentan ist es natürlich in erster linie der abschluss. ich traue mich gar nicht weiter zu planen... rechtsanwältin wäre natürlich ein traum. bisher habe ich ja nicht einmal das erste staatsexamen gepackt...

    Eine von euch schrieb sinngemäss ich solle zufrieden sein mit dem was ich habe. ich will dir sagen: ja, du hast recht. es geht mir (bis auf einige eheprobleme und mein fehlendes selbstwertgefühl) relativ gut. und ich sollte dankbar sein. aber es fällt mir wirklich schwer im alltag dies umzusetzen. immer wieder verfalle ich in diese tiefe unzufriedenheit, die mich mittlerweile ja sogar schon in die soziale isolation gebracht hat.

    ich vermute einfach ihr alle habt recht. danke für eure denkanstöße.
    viele liebe grüsse
    anni

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  3. #7
    Registriert Avatar von Zebaothling
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    Standard AW: Studienversagerin - ich schäme mich

    Wenn Du die Lage mal genau sondierst, x -Stunden arbeiten gehen, Müll rausbringen+handwerkl.Tätigkeiten, dann hört sich das für mich erstmal so an , wie das was der eine Nachbar hier grade macht, der kommt brav von der Arbeit , baut das Haus um und geht dann abends noch ne Runde mit dem Hund, die Frau holt das Kind von der Schule, geht aber auch nicht arbeiten, weil er verdient ja das Geld.

    Auf der anderen Seite hört es sich so an, als wärest Du überlastet oder hättest das Gefühl überlastet zu sein und ungerecht behandelt, es hört sich so an , als widerstrebte das vorhande Arbeitspotential Deinem Gerechtigkeitssinn.

    Aber diese Verteilung der Dinge die anfallen und gemacht werden müssen, sind ja zeitlich durch Faktoren gebunden, die Ihr beide bewältigen müsst, andererseits hat man mit nem 8 jährigen weniger Arbeit, als mit nem Baby , um das man sich 24h am Tag mehr oder weniger sorgt, doch je älter die Kinder werden, desto größer werden u.U. auch die Aufgaben der Eltern, denn die wachsen einfach mit.

    Wie sagt man so schön kleines Familienunternehmen na und was macht der Chef im kleinen Familienunternehmen, wenn er ein guter Chef ist ? Er bürdet sich selbst mehr Arbeit auf....genauso wie Du - denke ich - klar Du könntest auch ins XYZ gehen zum Tratsch und was Frauen alles so machen....das also alles an Dir hängenbleibt sozusagen, an wem liegt es das abzuändern?

    Wenn aber Dein Selbstwertgefühl dadurch an Kraft gewinnt, das Du das Ding Kindererziehung Haus Hof etc. gut auf die Reihe bekommst, dann liegt die Wechselwirkung klar vor Augen ....

    der studienrende Teil in Dir will endlich fertigwerden, schämt sich für das eine Handeln , was als Versagen empfunden wird etc. Der Plan war gefasst, aber es mangelte an Konsequenz ....oder es kamen Mann und Kind und Haus dazwischen wie auch immer, da ist das Selbstwertgefühl unten.

    Die Familenunternehmenschefin Mutter, Arbeitskraft, Managerin, Fahrdienst, Köchin, Gärtnerin etc....oder der Teil in Dir , der gleicht das Manko irgendwo wieder aus, da Du das geregelt und gehandelt bekommst, wertest Du Dich auf.

    Nun Huhn oder Ei was gabs zuerst...sorgt die Aufwertung auf häuslicher Basis dazu, das die Konsequenz ausbleibt, weil die Abwertung auf studierender Seite, deshalb nicht tief genug geht ?

    War die Familienunternehmensherausforderung willkommene Ausrede zum Auffschieben, weil klar,

    es geht Kind vor Karriere - oder nicht ?

    Der beste Rat an Dich, nimm Dir ein weißes Blatt Papier und auf das Blatt schreibst Du alle Dinge, die Du Dir wünschst, die irgendwo real sind , also nicht den Lottogewinn, sondern sowas wie mehr Verständnis und Kindererziehungsbteiligung durch Deinen Mann oder sowas oder fertigstudieren etc. was für Dich etwas ist , was wirklich zu dem gehört was Du ehrölich möchstest aber noch nicht hast oder erreicht hast....

    Dann nimmst Du Dir noch ein weißes Blatt das erste legst Du weg und Du läßt Dir mal ne Stunde Zeit , machst was anderes.
    Dann schreibst Du auf das zweite Blatt was Du wirklich hast.Also nicht was Du Dir wünschst, sondern den Alltag den Du praktisch lebst.

    Und klar auf dem einen Blatt steht nun fertigstudieren, auf dem anderen noch nicht fertigstudiert.

    Aber was steht bei Deinen gefühlen, die Antwort ist im grunde nur wichtig für Dich selbst , weil je sinnvoller Du das gliederst, was Du auf die Blätter schreibst und je konsequenter und ernsthafter Du das tust, desto klarer wird Dir die Wegführung, die notwendig ist, um die Dinge unter einen Hut zu bringen, weil bei dem absolut zufriedenen Menschen,
    steht auf dem Wunschblatt : Nichts

    Auf dem Haben Blatt : Alles

    mal ganz vereinfacht dargestellt...und wenn Du nun hingehst und Dir klar ist , da soll mich mein Weg hinführen, weil das ist für mich das Ziel, dann kannst Du Dein Selbstwertgefühl dadurch stärken, das Du dieses Ziel erreichst.

    Dann ist das nicht mehr abhängig von der Wechselwirkung, sondern orientiert sich an der Zielerreichung.

    Nun mal zum Beruf Rechtsanwalt von mir aus mit 40 also mit 40 fertig Null Berufserfahrung, aber eben schon 40 und damit so lebenserfahren wie ein 40 jähriger.

    Na und da gegenüber 26 Null Berufserfahrung und genauso lebenserfahren, wie ein 26 jähriger....

    was sagste den beiden in der Bewerbungsgesprächsrunde - Sie haben Null Beruserfahrung.......

    was sagste einem der 40 ist und schon 15 Jahre Berufserfahhrung hat ? " Sie sind schon 40 - hmmm"

    Laß Dir davon mal nicht den Kopf vernebeln, sondern denke real, jder der 40 ist , weiß doch, was es für Mühe kostet und wieviel Konsequenz notwendig ist, um so ein Studium neben Haus und Familie abzuschließen.

    Na und wenn ein Chef jetzt nicht strunzenblöd ist, dann arbeitet der Dich ein und nach 5 Jahren bist Du ein Top Anwalt in Deinem Bereich und wer weiß, wo Dich der Weg dann hinführt ?

    Also da sind die Karten doch noch nicht gemischt.....von daher, mach Dir Gedanken über die Eier die da sind und über die die Du haben willst, um sie auszubrüten, aber mach Dir keine Gedanken um Eier, die noch nicht mal gelegt sind.

    Wenn Du also die zwei Blätter dann nebeneinander legst, nachdem Du das zweite fertig hast könnte es sein, das Du so ne Erfahrung machst wie , wie konnte ich das denn nur auf dem Blatt vergessen.....oder wieder was streichst....da sind die Pferde mit mir durchgegangen....aber letztendlich hast Du eine klare Sicht auf das , was Dir wichtig ist , damit hast Du im Grunde auch ein klares Ziel.
    Wer Wahrheit nicht hören will hat seine Gründe

  4. #8
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    Standard AW: Studienversagerin - ich schäme mich

    Ich finde es gut, wenn du dein Studium, oder falls das nicht klappt , einen anderen Beruf ergreifst um unabhängig vom Partner zu sein.
    Ein Kind, ein großes Haus und "nebenbei" noch ein anspruchsvolles Studium ist in meinen Augen zu hart.
    Da müsste dein Partner dich mehr unterstützen.


    Eine Ehe ist keine Garantie auf lebenslange materielle Versorgung.
    Ich habe immer für mein Auskommen selbst gesorgt, trotz meiner chronischen Krankheit. Diese Unabhängigkeit hat meinem Selbstwertgefühl, meinem Ego unheimlich gut getan. Ich möchte das nicht missen.
    Hausfrau und Mutter hätten mich auf Dauer depri gemacht, Ich brauchte den beruflichen Erfolg.
    Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

    Eine Frau mit 40 hat noch fast 30 Berufsjahre vor sich. Ich kenne viele Unternehmer, die bevorzugen genau diese Altersgruppe. Die Kinderplanung ist abgeschlossen. in dem Alter zieht man normalerweise nachts nicht mehr um die Blöcke, weiß man was man will und hat keine Flausen mehr im Kopf. Ein idealer Arbeitnehmer - von daher würde ich mir gar keine Sorgen machen.

    Ich bin mit 44 Jahren durch meinen damaligen Lebensgefährten beruflich sehr erfolgreich in ein total anderes Umfeld gewechselt.
    Warum sollte dir das nicht auch gelingen?
    Wichtig ist doch, dass der Job Spaß macht, man ihn gerne macht, dann empfindet man Arbeit nicht als Arbeit sondern als Bereicherung.

    Mach dir nicht so viele Gedanken, was andere von dir denken könnten.

    Überlege in Ruhe was du beruflich wirklich machen könntest, was du mit deinen Möglichkeiten auch tatsächlich realisieren kannst. Wunschträume, die nicht zu bewerkstelligen sind bringen dich nicht weiter.
    Wenn du dir Klarheit verschafft hast, dann pack es an und zieh es durch.
    Hinterhergeflogen kommt dir nichts - du musst es wollen und dann konsequent durchziehen.
    Viel Erfolg

  5. #9
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    Standard AW: Studienversagerin - ich schäme mich

    Zitat Zitat von Sil the evil Bitch Beitrag anzeigen
    Zunächst einmal ist es wichtig, dass du dir klarmachst was du eigentlich willst.

    Willst du immer noch Rechtsanwältin werden? Wenn ja, mach einfach und scheiß drauf was andere denken.

    Apropos was andere denken könnten: Die meisten Menschen können schlecht über andere denken, weil sie zu beschäftigt sind darüber nachzudenken, was andere über sie denken könnten

    Eigentlich wollte ich ein paar eigene Gedanken schreiben, doch dann las ich Sils Beitrag - und eigentlich ist doch darin alles gesagt, woraufs ankommt, oder?

  6. #10
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    Standard AW: Studienversagerin - ich schäme mich

    Man kann auch einfach Hausfrau und Mutter sein, sich mit anderen Müttern und den Kindern treffen, mit denen was unternehmen, da kommen einem auch Ideen. Evtl. gibts in Deinem Ort oder in der Nachbarschaft auch Frauen, die sich organisieren. Diese Frauen bringen Dich evtl. auf die richtige Idee. Vielleicht wirst Du statt Anwältin nachher Besitzer einer Eisdiele mit Deinen besten Freundinnen gemeinsam. Bei uns gibts sowas. Ein paar Damen, die sich zusammengetan haben und nun eine kleine Eisdiele nebenher mit Self-Service betreiben.

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