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Thema: Versagensängste zwingen mich in die Knie :(

  1. #1
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    Standard Versagensängste zwingen mich in die Knie :(

    Hey ihr da draußen,

    Ich quäle mich jetzt schon eine Weile mit meinem Leben rum, und langsam habe ich das Gefühl, ich kann nicht mehr, obwohl es mir von außen betrachtet gut gehen sollte. Ich bin 20 und Studentin im 5. Semester. Bis jetzt bin ich in der Regelstudienzeit, meine Noten sind ganz okay und mit meinem Fach werde ich wenig Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben. Trotzdem könnte ich jeden morgen weinen. Ich habe so furchtbare Angst vor dem Leben! Schon das kommende Semester macht mir eine höllische Angst, da ich dort wieder viel ins Labor muss und außerdem einen Vortrag halten muss. Hier muss ich sagen, dass ich eine leichte Angststörung habe, allerdings ohne Panikattacken, was mich eher wundert. Ich warte jeden Tag darauf, mal so eine Attacke zu kriegen. Meine größte Angst dahingehend ist, dass ich durch die Angst irgendwann nicht mehr weiterstudieren kann. Wer weiß, was so eine Attacke mit einem macht...vielleicht werde ich ja verrückt.

    Der Auslöser meines psychischen Dachschadens war zu Beginn des Studiums die große Veränderung, die Panik zu versagen und das Entsetzen, bald von daheim ausziehen zu müssen. Zur Info: Ich wohne noch bei meinen Eltern, und der Gedanke an eine eigene Wohnung schwebt wie eine Axt über mir.
    Meine Ängste an dieser Stelle:

    - Ich fühle mich inzwischen in Supermärkten unwohl. Was, wenn ich nicht mehr alleine einkaufen gehen Kann? Was wenn ich mich aus lauter Stress nicht überwinden Kann, zu essen?
    -Eine Wohnung kostet Geld. Wenn ich im Beruf versage, stehe ich auf der Straße
    -Was ist, wenn ich Panik kriege und alleine bin?

    Dieses Unwohlsein hat sich auf mein ganzes Studium ausgewirkt und es hat sich von Anfang an alles in mir gewehrt, zu studieren, aber ich hab's trotz täglicher Panik durchgezogen. Mein Selbstbewusstsein ist durch die ganze Sache komplett weg. Am liebsten würde ich mich für immer bei meinen Eltern verkriechen. Jetzt hätte ich die Möglichkeit, ein 3-monatiges Praktikum im Frühjahr zu machen. Jetzt habe ich wieder Panik:

    -Was ist, wenn ich morgens aus lauter Angst garnicht dort hinkomme?
    -Was ist, wenn ich mittags in der Kantine nichts runterbekomme, oder mir schlecht wird?
    -Was ist, wenn ich dort eine Panikattacke kriege und alle das mitkriegen?
    -Was ist, wenn ich das Praktikum nicht schaffe und versage?

    Ich habe so furchtbare Angst, später nicht arbeiten zu können! Ich will doch nur normal sein! Ich will keine Angst mehr vor einer Panikattacke habe, obwohl ich noch nie eine hatte! Das geht bei allem was ich tue so ...
    Bin schon in Therapie...Hat jemand Trost?

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  3. #2
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    Standard AW: Versagensängste zwingen mich in die Knie :(

    Es gibt wohl kaum jemand, der sich keine Sorgen um die Zukunft macht.

    Deine Sorgen nehmen jedoch schon immer mehr Raum in Deinen Alltag ein und weiten sich zu Zukunftsängsten aus.
    Es ist gut, dass Du versuchst, diese mit Hilfe eines Therapeuten in den Griff zu bekommen.
    Denn die permanente Angst kann Deine Lebensqualität sehr einschränken.

    Um all die Sorgen um die Zukunft solltest Du nicht vergessen, welche Schwierigkeit Du bereits gemeistert hast, welche Erfolge Du in Deinem Studium erzielen konntest. Du hast Dein Abi gemeistert und jetzt hast Du Dir gute bis sehr gute Noten im Studium erarbeitet. Das zeigt Dir doch, dass Du Vertrauen in Dir selbst haben kannst und dass Du auch in Zukunft alles schaffen kannst, was Du Dir vornimmst.

    Es liegt doch an Dir selbst, Chancen zu sehen und wahr zu nehmen. Das Leben ist und bleibt, was Du draus machst. Die Welt steht Dir offen. Zeig, was Du kannst, denn Du bist gut, Du kannst alles schaffen. Du wirst neue Menschen treffen, die Dich inspirieren. Und natürlich auch welche, die Dir zeigen, wie Du nie sein willst. Du wirst Gutes in Deinem Job leisten, Dein erstes Gehalt verprassen, reisen und natürlich auch weiterhin feiern, leben und lachen.
    Der König sprach zum Bischof: Halt Du sie dumm, ich halt sie arm.

    Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.
    Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht.
    Albert Schweitzer

  4. Für den Beitrag dankt: JPreston

  5. #3
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    Standard AW: Versagensängste zwingen mich in die Knie :(

    Zitat Zitat von Skyma Beitrag anzeigen
    Hey ihr da draußen,

    Ich quäle mich jetzt schon eine Weile mit meinem Leben rum, und langsam habe ich das Gefühl, ich kann nicht mehr, obwohl es mir von außen betrachtet gut gehen sollte. Ich bin 20 und Studentin im 5. Semester. Bis jetzt bin ich in der Regelstudienzeit, meine Noten sind ganz okay und mit meinem Fach werde ich wenig Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben. Trotzdem könnte ich jeden morgen weinen. Ich habe so furchtbare Angst vor dem Leben! Schon das kommende Semester macht mir eine höllische Angst, da ich dort wieder viel ins Labor muss und außerdem einen Vortrag halten muss. Hier muss ich sagen, dass ich eine leichte Angststörung habe, allerdings ohne Panikattacken, was mich eher wundert. Ich warte jeden Tag darauf, mal so eine Attacke zu kriegen. Meine größte Angst dahingehend ist, dass ich durch die Angst irgendwann nicht mehr weiterstudieren kann. Wer weiß, was so eine Attacke mit einem macht...vielleicht werde ich ja verrückt.

    Der Auslöser meines psychischen Dachschadens war zu Beginn des Studiums die große Veränderung, die Panik zu versagen und das Entsetzen, bald von daheim ausziehen zu müssen. Zur Info: Ich wohne noch bei meinen Eltern, und der Gedanke an eine eigene Wohnung schwebt wie eine Axt über mir.
    Meine Ängste an dieser Stelle:

    - Ich fühle mich inzwischen in Supermärkten unwohl. Was, wenn ich nicht mehr alleine einkaufen gehen Kann? Was wenn ich mich aus lauter Stress nicht überwinden Kann, zu essen?
    -Eine Wohnung kostet Geld. Wenn ich im Beruf versage, stehe ich auf der Straße
    -Was ist, wenn ich Panik kriege und alleine bin?

    Dieses Unwohlsein hat sich auf mein ganzes Studium ausgewirkt und es hat sich von Anfang an alles in mir gewehrt, zu studieren, aber ich hab's trotz täglicher Panik durchgezogen. Mein Selbstbewusstsein ist durch die ganze Sache komplett weg. Am liebsten würde ich mich für immer bei meinen Eltern verkriechen. Jetzt hätte ich die Möglichkeit, ein 3-monatiges Praktikum im Frühjahr zu machen. Jetzt habe ich wieder Panik:

    -Was ist, wenn ich morgens aus lauter Angst garnicht dort hinkomme?
    -Was ist, wenn ich mittags in der Kantine nichts runterbekomme, oder mir schlecht wird?
    -Was ist, wenn ich dort eine Panikattacke kriege und alle das mitkriegen?
    -Was ist, wenn ich das Praktikum nicht schaffe und versage?

    Ich habe so furchtbare Angst, später nicht arbeiten zu können! Ich will doch nur normal sein! Ich will keine Angst mehr vor einer Panikattacke habe, obwohl ich noch nie eine hatte! Das geht bei allem was ich tue so ...
    Bin schon in Therapie...Hat jemand Trost?
    Vielleicht solltest du dir die Vorteile einer eigenen Wohnung vor Augen halten. Eine eigene Wohnung zu haben, ist das geilste was einen jungen Menschen widerfahren kann. Keine Rechtfertigung, kannst machen was du willst, man muss halt nur bereit sein, auch Konsequenzen zu trafen. Was Finanzierung gibt es genug Anlaufstellen und Unterstützung, in Deutschland muss niemand verhungern. Wegen den Panickattacken bist du ja schon in Therapie.

  6. #4
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    Standard AW: Versagensängste zwingen mich in die Knie :(

    Vielleicht solltest du dir die Vorteile einer eigenen Wohnung vor Augen halten. Eine eigene Wohnung zu haben, ist das geilste was einen jungen Menschen widerfahren kann. Keine Rechtfertigung, kannst machen was du willst, man muss halt nur bereit sein, auch Konsequenzen zu trafen. Was Finanzierung gibt es genug Anlaufstellen und Unterstützung, in Deutschland muss niemand verhungern. Wegen den Panickattacken bist du ja schon in Therapie.
    Es fällt mir unglaublich schwer, hier positiv zu denken. Klar habe ich manchmal die Sehnsucht, meine Ruhe zu haben, aber der Druck, plötzlich komplett für mich selbst verantwortlich zu sein, würde mir vermutlich den Rest geben... Was, wenn ich irgendwann nicht mehr kann?

    Deine Sorgen nehmen jedoch schon immer mehr Raum in Deinen Alltag ein und weiten sich zu Zukunftsängsten aus.
    Es ist gut, dass Du versuchst, diese mit Hilfe eines Therapeuten in den Griff zu bekommen.
    Denn die permanente Angst kann Deine Lebensqualität sehr einschränken.
    Es schränkt mich bereits extrem ein Ich würde mich am liebsten Zuhause eingraben. Ich fühle mich unwohl, wenn ich weiter weg muss..

    Um all die Sorgen um die Zukunft solltest Du nicht vergessen, welche Schwierigkeit Du bereits gemeistert hast, welche Erfolge Du in Deinem Studium erzielen konntest. Du hast Dein Abi gemeistert und jetzt hast Du Dir gute bis sehr gute Noten im Studium erarbeitet. Das zeigt Dir doch, dass Du Vertrauen in Dir selbst haben kannst und dass Du auch in Zukunft alles schaffen kannst, was Du Dir vornimmst.
    Zu Schulzeiten war ich viel positiver. Aber seit ich "erwachsen" sein sollte, setzte ich mich immer so extrem unter Druck. Mir fällt es total schwer auchmal loszulassen. Die Angst lähmt mich gerade extrem. Ich weiß garnicht was grad mit mir los ist Naja, vielleicht sind es meine Hormone...

  7. #5
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    Standard AW: Versagensängste zwingen mich in die Knie :(

    Zitat Zitat von Skyma Beitrag anzeigen
    Es fällt mir unglaublich schwer, hier positiv zu denken. Klar habe ich manchmal die Sehnsucht, meine Ruhe zu haben, aber der Druck, plötzlich komplett für mich selbst verantwortlich zu sein, würde mir vermutlich den Rest geben... Was, wenn ich irgendwann nicht mehr kann?
    Nun, das gehört eben zu erwachsen werden dazu.
    Statt dass Mami und Papi dich da rausboxen, du selbst deine Probleme lösen musst. Kann es sein (und das meine ich an dieser Stelle nicht böse) dass du sehr lange behütet wurdest und dir dementsprechend die Grundwerkzeuge fehlen?

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