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Thema: das leben mit borderline

  1. #11
    Registriert Avatar von Johnny_B
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    Standard AW: das leben mit borderline

    Zitat Zitat von CrystalAnn Beitrag anzeigen
    Bedeutet Borderline wirklich nur, dass man mit zu vielen Gefühlen überfordert ist?
    Ich denke, das dürfte eine weniger akkurate Beschreibung sein, die jedoch angenehmer für die Betroffenen ist. Zu der Diagnose gehört schon mehr, wie du selbst schon erkannt hast.
    Be kind to everyone. You never know what battles they are facing. Life is too short to spread hate

    low quality -> low self esteem -> low energy -> low quality -> low self esteem -> low..

  2. Für den Beitrag dankt: Catley

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  4. #12
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    Standard AW: das leben mit borderline

    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    Ich denke, das dürfte eine weniger akkurate Beschreibung sein, die jedoch angenehmer für die Betroffenen ist. Zu der Diagnose gehört schon mehr, wie du selbst schon erkannt hast.
    Wenn das das Maß der Dinge ist, wäre ich ja auch einer. Aber ich habe jetzt keine krassen Traumatas in der frühen Kindheit erfahren und ich kriege mein Leben doch ganz gut auf die Ketten.

    Und es gibt bestimmt viele neurotische Menschen, die mit ihren Emotionen und Wehwehchen nicht klarkommen, da bin ich jetzt keine Besonderheit. Wo zieht man überhaupt die Trennlinie?
    Auch andere PS haben ein Problem mit der emotionalen Regulation.

  5. #13
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    Standard AW: das leben mit borderline

    Ich hab jetzt ehrlicherweise nicht alles gelesen.

    Das mit den Diagnosen ist so eine Sache. Ich denke, nicht alle Borderliner haben unbedingt Traumata erlebt, wobei man das auch oft nicht weiß, weil das auch sehr frühe Traumata sein könnten, woran man sich gar nicht erinnert.

    Ansonsten gibt es viele Überschneidungen bei den Diagnosen, auch eben viele Mehrfachdiagnosen.

    Ich gebe nicht mehr so viel auf Diagnosen, für die Psychiatrie und Therapie ist es eine notwendige Geschichte, Diagnosen zu stellen, das ist einfach nötig für die Krankenkasse.

    Wenn ich will, kann ich mich vielen Diagnosen zugehörig fühlen, dann aber auch wieder nicht. Hochsensibilität trifft, glaube ich, auch auf mich zu.

    Naja egal, ich hatte und habe psychische Probleme, ich weiß, dass ich viele Geschichten erlebt habe, die nicht unbedingt förderlich sind für eine gesunde psychsiche Entwicklung. Insofern war und ist mein Leben nicht leicht, ich bin und war schwierig, das Leben ansich ist und war schwierig.

    Mir sind Diagnosen inzwischen nicht mehr wichtig, bin aber auch schon etwas älter. Für mich ist nur noch wichtig, wie ich mit mir und meinem Leben umgehen kann, und natürlich mit anderen Menschen.

    Ich will keine Therapie mehr, hatte ich mehr als genug, ich will nur noch leben, irgendwie.

  6. Für den Beitrag dankt: grisou

  7. #14
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    Standard AW: das leben mit borderline

    Zitat Zitat von CrystalAnn Beitrag anzeigen
    Bedeutet Borderline wirklich nur, dass man mit zu vielen Gefühlen überfordert ist? Wenn dem so ist, dann gäbe es ganz schön viele Erkrankte.
    erst mal ist die unterscheidung von sinneseindrücken und gefühlen wichtig. hochsensibilität ist nicht gleich hochsensibilität. es macht schon einen unterschied, ob man schnell von äußeren reizen überflutet und überfordert wird oder von den eigenen gefühlen.

    die überforderung mit den gefühlen ist auch nur eine der ursachen.


    Ich glaube, das ist nur ein Aspekt von vielen. Ich stelle diese Frage, weil ich mit meinen Gefühlen auch überfordert bin und manchmal auch Wutausbrüche habe. Aber der Rest der Diagnosekriterien trifft nicht unbedingt auf mich zu.
    die diagnose orientiert sich an den symptomen, nicht an den ursachen.


    Auch schreiben Angehörige, dass diese Störung noch ganz andere Komponenten beinhaltet.
    wie gesagt, man muss zwischen ursache und symptomen unterscheiden. außerdem ist borderline nicht gleich borderline. es kommt immer auf die zweiterkrankung an.


    Hochsensibel ist der Schuh, den ich mir immer angezogen habe, aber wo BPS verdammt wird, werden dem HSP nur positive Merkmale zugeschrieben.
    hochsensibel ist auch nicht das eigentliche kriterium, sondern eine schnelle reizüberflutung und gleichzeitig eine impulskontrollstörung. man hat nicht gelernt, mit den gefühlen umzugehen. also da gibt es viele voraussetzungen.


    Zitat Zitat von CrystalAnn Beitrag anzeigen
    Wenn das das Maß der Dinge ist, wäre ich ja auch einer. Aber ich habe jetzt keine krassen Traumatas in der frühen Kindheit erfahren und ich kriege mein Leben doch ganz gut auf die Ketten.
    trauma ist auch nur einer der auslöser, etwa 70 prozent glaube ich haben eine traumatische erfahrung gemacht bei den borderline-betroffenen.


    Und es gibt bestimmt viele neurotische Menschen, die mit ihren Emotionen und Wehwehchen nicht klarkommen, da bin ich jetzt keine Besonderheit. Wo zieht man überhaupt die Trennlinie?
    es gibt keine klare trennlinie. wie murmeltier bereits schreibt, eine diagnose ist erst mal nur eine richtlinie, um die richtige art der hilfe zu finden. da sind die übergänge oft fließend.



    Auch andere PS haben ein Problem mit der emotionalen Regulation.
    ich hatte eher diesen einen punkt rausgestellt, weil vio gefragt hat, wo der unterschied zu ihrer hochsensibilität liegt, und ich hatte auch geschrieben, dass es weitere aspekte gibt.
    Menschenrechte statt rechte Menschen
    _____________________________________

    Was die Raupe „Ende der Welt“ nennt, nennt der Rest der Welt „Schmetterling“. Laotse

  8. #15
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    Standard AW: das leben mit borderline

    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    Ich denke, das dürfte eine weniger akkurate Beschreibung sein, die jedoch angenehmer für die Betroffenen ist. Zu der Diagnose gehört schon mehr, wie du selbst schon erkannt hast.
    Ja. Auch wenn es ein weites Spektrum gibt und Komorbidität eine bedeutsame Rolle spielt, gibt es Kriterien, die erfüllt sein müssen, um die Diagnose stellen zu können.


    Wenn ich mir das so durchlese:
    F60.3-
    Emotional instabile Persönlichkeitsstörung
    Info:
    Eine Persönlichkeitsstörung mit deutlicher Tendenz, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, verbunden mit unvorhersehbarer und launenhafter Stimmung. Es besteht eine Neigung zu emotionalen Ausbrüchen und eine Unfähigkeit, impulshaftes Verhalten zu kontrollieren. Ferner besteht eine Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und zu Konflikten mit anderen, insbesondere wenn impulsive Handlungen durchkreuzt oder behindert werden. Zwei Erscheinungsformen können unterschieden werden: Ein impulsiver Typus, vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle; und ein Borderline- Typus, zusätzlich gekennzeichnet durch Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Präferenzen, durch ein chronisches Gefühl von Leere, durch intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen.
    https://www.icd-code.de/icd/code/F60.3-.html


    Auch was im „DSM V“ zu lesen ist...

    Es ist sicher sehr belastend für die Betroffenen. Und für das Umfeld - die Mitmenschen kann es auch sehr belastend sein. Von einer Partnerschaft mit einer betroffenen Person würde ich tendenziell abraten und mich auch selbst nicht darauf einlassen.
    Geändert von ~Kimi~ (23.10.2019 um 23:30 Uhr)
    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Liebe ist ein offenes Geheimnis.
    ~Kimi~

    In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
    Dalai Lama

  9. Für den Beitrag dankt: Johnny_B

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