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Thema: Karma?

  1. #11
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    Standard AW: Karma?

    Wer die Wahrheit nicht hören möchte, hat seine Wahrheit!
    Verwirkliche deine guten Absichten in deinem Leben. Dann hast schon mal du selbst auf jeden Fall etwas davon!
    Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. (Immanuel Kant; muß ich mir auch immer wieder sagen...)
    Man kann Probleme auf viele Arten lösen. Kann es doch erst nur dann wirklich gelöst sein, wenn es verstanden wurde.
    Was willst du mir erzählen?
    Ich hoffe etwas, was ich noch nicht weiß!
    Sei nicht Opfer deiner selbst!

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  3. #12
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    Standard AW: Karma?

    Was ich nie verliere ( auch wenn innerlich manchmal recht mickrig ) ist die Hoffnung. Ich wünsche mir tatsächlich, dass es bessere Zeiten geben wird. Immerhin hat man ja theoretisch die Zeit und Kraft als junger Mensch. Und man kämpft ja täglich in irgendeiner Form dafür.
    Genau hier liegt der Hund begraben. Die Hoffnung nicht zu verlieren, hört sich erst mal gut und vernünftig an, aber sie versetzt dich immer wieder in die Zukunft und somit an einen Punkt, an dem du deine Probleme nicht lösen kannst. Nur die Gegenwart kann dich von Vergangenheit und Zukunft befreien.
    Es wird keine besseren Zeiten geben, solange du deine unbewussten Denk- und Verhaltensmuster nicht erkennst und auflöst. Ansonsten werden deine Probleme aus der Vergangenheit auch deine Probleme in der Zukunft sein. Mehr Zeit wird dich niemals von deiner Last befreien, sondern im schlimmsten Fall alles komplizierter machen und den Teufelskreis vergrößern. Es gibt nur eine Zeit: Jetzt!

    Was bedeutet Karma aus meiner Sicht? Je weiter man sich von seiner wahren Natur entfernt, desto mehr Karma häuft sich an. Wie löst man Karma auf? Indem man den täglichen Kampf aufgibt! Sämtliches Karma löst sich auf, wenn man sich selbst erkennt. Wer ist der Feind? Alle Gedanken. Widerstandslosigkeit ist der Schlüssel zum Sieg. Wer gegen ein Phantom ankämpft, hat bereits verloren.

  4. #13
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    Standard AW: Karma?

    Weil alle mentalen "Probleme" nur Einbildungen des Verstandes sind. Wie Einstein schon richtig erkannte:
    "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."

    Wie kann der Verstand also Probleme lösen, die er selbst erschaffen hat? Das ist unmöglich. Deshalb muss man sich vom Verstand befreien, um zu erkennen, dass es im zeitlosen Jetzt keine Probleme gibt. Die Wurzel allen Leidens ist nun mal der Verstand, der ständig innere und äußere Konflikte erschafft, die er überhaupt nicht lösen kann bzw. möchte, weil er von Vergangenheit und Zukunft lebt. Und weil Zeit eine Illusion ist, existiert nur die Gegenwart. Löst sich der denkende Verstand im Selbst auf, bleibt nur Bewusstsein zurück - das Selbst, unsere wahre Natur. Solange man sein eigenes "Fehlverhalten" nicht erkennt, lebt man in völliger Unbewusstheit und ist zum Leiden verdammt. Achtsamkeit und bewusstes Sein ist der Ausweg aus dem Teufelskreis. Wenn jemand glaubt, sich unbedingt von Hoffnung ernähren zu müssen, dann soll er das tun und mit den Konsequenzen leben.

  5. #14
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    Standard AW: Karma?

    Hallo Lila,

    ich erkenne mich genau in deinen Gedankengängen wieder und befinde mich in einer ähnlichen Situation. Nur, glaube ich, einen Schritt weiter.

    Ich bin 30 und habe (wie ich finde) die letzten 6 Jahre recht viel mitmachen müssen.
    Meine Mutter ist als ich 25 war an Krebs erkrankt, die Krankheit hat uns 3 Jahre hoffen und verzweifeln lassen bis sie letztendlich verstorben ist. Meine einzige Schwester ist phasenweise schwer depressiv. Während meine Mutter krank war, war sie oft monatelang in einer Klinik mit Angststörung. Das alles ging los als ich gerade mein Studium beendet hatte und versucht habe in Berlin - weit weg von zu Hause - eine Anstellung zu finden. Ich war hin und hergerissen. Ansonsten kenne ich bisher in meiner Familie auch nur Krankheit und Beerdigungen, erfreuliche Events wie Hochzeiten oder Babys gibt es nicht.
    Meine damalige Partnerschaft ging vor 3,5 Jahren auf meinen Wunsch zu Ende. Seitdem etliche grauslige Erfahrungen auf dem Singlemarkt gesammelt. Zwischendrin wurde mir auch mal meine Anstellung gekündigt, ich musste aus meiner Wohnung ausziehen, ich hatte selbst einen sehr schweren Fahrradunfall, grade liegt mein Vater nach einem Motorradunfall im Krankenhaus (wird aber wieder) und und und.

    Wie auch immer... ich hab mich - so wie du - trotzdem nie unterkriegen lassen und hatte eine recht unerschütterliche Zuversicht in mir, dass es früher oder später auch mal ganz einfach und gut laufen wird. Ich war bis zum jetzigen Zeitpunkt auch ein sehr aufgedrehter, aktiver und lustiger Mensch. Mein Motto:
    „Mitten im tiefsten Winter wurde mir endlich bewusst, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt.“ (Albert Camus)

    Leider hat mir jetzt genau diese Zuversicht irgendwie den Boden unter den Füßen weggezogen. Daher dachte ich, schreibe ich dir mal.

    Ich bin diesem Irrglauben auf den Leim gegangen, dass nach viel Schlechtem ja irgendwann etwas Gutes kommen muss. Dass man das ja quasi "verdient" hat. Als "Belohnung", weil man so stark war und sich weiter dem Leben zugewandt hat. Wie du ja im Titel schreibst, Karma oder sowas.
    Als dieses vermeintlich Gute dann auftauchte (ich habe einen tollen Mann kennengelernt und alles hat sich genau richtig angefühlt) aber das auf übelste Art und Weise gegen die Wand gefahren ist, hat mich das jetzt von jeglichem Glauben abfallen lassen, dass es jemals besser wird. Irgendwas ist damit in mir zerbrochen.
    Ich habe realisiert: Das Leben schuldet einem eben garnix. Ich habe dieser Hoffnung auf "DAS GUTE", das irgendwann passieren wird, zu viel Bedeutung beigemessen. Meine Theorie hat sich quasi nicht bestätigt und in mir hat sich jetzt eine fette Blockade aufgebaut: Ich habe keinen Bock mehr. Finito. Ich will nix mehr wissen. Keine Lust mehr aus Zitronen irgendeine blöde Limo zu machen und zum 100 Mal mir Podcasts zu R
    esilienz anzuhören. Es geht doch eh immer so weiter! und weiter und weiter.
    Und nach jahrelang starke, lebensfrohe Singlefrau, gehe ich jetzt doch übermorgen in eine psychosomatische Klinik weil es mir nach fast 4 Monaten immer noch schlecht geht wegen einem Typen den ich nur 3 Monate gekannt habe. Dabei habe ich schon meine Mutter bis in den Tod begleitet und bin ständig für meine Schwester da.

    Bevor ich jetzt hier zu viel schreibe und von mir quatsche, was will ich dir damit einfach sagen? Hmmm ja, dass die Erwartungshaltung auf eine bessere Zeit in der Zukunft natürlich irgendwie wichtig ist, man aber auch nicht zu sehr auf diesen Zeitpunkt hinleben sollte. Es gibt keine Wiedergutmachung für schlimme Dinge, die wir erleben müssen. Wenn man das erwartet, wird man im Zweifelsfall bitter enttäuscht.

    Ich hoffe jetzt in der Klinik irgendeine neue Lebenshaltung zu finden, mit der ich nicht ganz schwarz in die Zukunft sehe aber trotzdem nichts erwarte. Bisher ist es mir ein Rätsel, was das sein soll.

    Hoffe das klingt jetzt nicht alles so negativ. Bin gerade in einer komischen Phase.
    Geändert von hirnundherz (17.08.2019 um 20:33 Uhr)

  6. #15
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    Standard AW: Karma?

    Heute und jetzt schaue ich mal wieder ins Forum, eben dann, wenn es einem mal schlechter geht. Wenn man Die Zeit gefunden hat, intensiver über Dinge nachzudenken und sich zu reflektieren.

    Oftmals erkenne ich mich selbst nicht wieder. Einen Tag bin ich oben auf, denke all die Dinge zu bewältigen. Oder vergesse sie und lebe sogar für kleine Momente.
    An anderen Momenten, den meisten eigentlich, fällt mir Ablenkung sehr schwer. Der Tag füllt sich mit schier endlosen Kreisen von Gedanken und Ängsten. Dialoge sind mir oft fremd. Weil ich mich nicht wiedererkenne. Meine Antworten kommen mir fremd und gezwungen vor. Mein Ich hat sich verloren.

    Ich danke euch für eure Antworten. Dass ihr euch Zeit nehmt für Menschen wie mich. Es tut gut, auch hier und da keine Vorwürfe zu erfahren. Die gibt man sich ja eh selbst schon genug.

    Außerdem...
    ...@hirnundherz... ich finde deinen Schritt so mutig. Ich traue mich nicht in eine Klinik zu gehen. Weil man immer noch denkt, stark genug zu sein. Irgendwie hält man ja schließlich noch die Familie zusammen. Man geht arbeiten. Bisher funktioniert es irgendwie.
    Mir tat es gut, deine Geschichte zu lesen. Nicht aus Egoismus,zu denken, dass es "Gott sei dank" anderen auch schlecht ginge. Nein.
    Sondern weil es einfach gut tut, sich verstanden zu fühlen. Ich denke, es wird dir helfen. Du wirst zu dir finden.
    Nie werden Dinge sein, wie sie waren. Und von all den versprochenen Strategien hat mir noch keine geholfen.
    Aber ich denke, dass man lernen kann, wieder sich zu leben und zu lieben.
    Ich drücke dir die Daumen.

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