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Thema: Zu hilflos und unfähig für das Leben?

  1. #1
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    Standard Zu hilflos und unfähig für das Leben?

    Hallo zusammen,

    eigentlich geht seit einer gewissen Zeit vieles in meinem Leben drunter und drüber, aber zwischendurch habe ich mich bereits unzählige Male wieder aufgerafft und ich habe neue Erkenntnisse gewonnen oder meine Sichtweise hat sich desöfteren geändert(sowohl zum Guten, als auch zum Schlechten). Momentan beschäftigt mich aber eine Sache besonders und ich habe sowieso schon ein sehr zerstörtes Selbstbewusstsein und allgemein halte ich nicht so viel von mir und genannte Sache macht es nicht unbedingt besser.

    Als ich 11/12/13 Jahre alt war und ich in der 5. und 6.Klasse war, wurde ich gemobbt. Dazu kam auch noch, dass meine beste Freundin aus Grundschulzeiten ebenfalls in dieser Klasse war und mich nun ja, hintergangen hat, kann man sagen. Das hat natürlich sehr an meiner Psyche gezerrt und meiner mentalen Gesundheit ernorm geschadet. Ich habe eine soziale Phobie entwickelt, Berührungsängte und bin seitdem unfähig irgendjemanden zu vertrauen. Nun bin ich 18 und kam später in eine bessere Klasse(die Klassen wurden neu gemischt). Während der Mobbingzeit und nachdem mich meine beste Freundin verraten hatte, bin ich das erste Mal schwer depressiv geworden und habe mich lieber den ganzen Tag in mein Zimmer versteckt. Ich wurde ziemlich süchtig nach Anime und habe mich von dieser Traumwelt völlig einnehmen lassen. Dazu kam noch, dass ich mich auch sehr in viele verschiedene fiktive Charaktere verliebt haben.(Die Liebe zu diesen Charakteren hält noch bis heute an, aber sie helfen mir heute den Alltag zu überwinden und inspirieren mich weiterzumachen.) Aber nachdem ich in die 7.Klasse kam wurde es besser: Die Klasse war netter und ich konnte einige Kontake knüpfen und meine Verbitterung und Depression wurden besser. Aber trotzallem konnte ich immer noch nicht wirklich Freundschaften knüpfen. Seitdem die eine Sache passiert ist, konnte ich nie wieder eine gute Freundin habe. Nur flüchtige Bekanntschaften. Ich bin jetzt schon auch in einer neuen Schule. Von der Realschule bin ich nun in die 11.Klasse gegangen.

    Nun gut, soviel zu meiner Vorgeschichte. Ich bin mir zwar nicht wirklich sicher, aber ich glaube, mein jetztiges Problem hängt mit dieser Vorgeschichte zusammen. Denn nach alledem habe ich beschlossen nicht weiter verbittert zu sein und meine schlimmen Erfahrungen eher als Vorteil zu sehen, dass ich so besser mit anderen mitfühlen kann, die so etwas erleben. Ich bin eine Idealistin. Mehr oder weniger zwar ziemlich gebrochen und enttäuscht von dieser Welt, aber ich habe noch den Willen diejenigen zu beschützen und zu helfen, die es auch nicht so gut mit dieser Welt getroffen haben. Oder die sogar schwächer sind als ich. Demnach habe ich sehr hohe Erwartungen an mich, aber hier kommt das Problem: Ich erfülle diese Erwartungen nicht udn ich bin schwer enttäuscht von mir selbst und das macht mich fertig.

    Ich bin hilflos. Ich sehe nicht, wenn jemand Hilfe braucht. Allgemein wenn es irgendwas zu tun gibt oder ähnliches muss ich immer auf Anweisungen warten, weil ich Angst habe, etwas auf eigene Faust zu unternehmen, weil ich fürchte, ich könnte etwas falsch machen. Meine soziale Phobie und Berührungsängte tragen eben auch nicht wirklich dazu bei, eine ,,gute'' Person zu sein. Ich bin zu unfähig jemanden zu helfen. Ich weiß nicht, wie ich mit Menschen umgehen soll. Da ich auch noch introvertiert bin, werde ich auch sehr schnell müde, wenn ich zu lange mit Menschen zusammen bin. Auch betreibe ich viel Realitätsflucht. Diese Welt ist mir zu traurig und brutal. Ich werde geradezu jeden Tag darauf, dass einer meiner fiktiven Geliebten mich aus diesen Albtraum rausholt. Ich bin einfach zu sensibel für diese Welt.

    Vielen Danke fürs Durchlesen; wirklich vielen Dank.

    Geht es irgendjemandem ähnlich? Oder gibt es vielleicht Leute, die mir Tipps geben könnten?
    Für Antworten wäre ich sehr dankbar.



    LG Ayoko

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  3. #2
    Registriert Avatar von maryanne
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    Standard AW: Zu hilflos und unfähig für das Leben?

    Hallo!

    Du bist ja noch ganz jung! Wie ist denn dein Verhältnis zu deinen Eltern und zu deiner Familie? Helfen sie dir, wenn du down bist?
    Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.

  4. Für den Beitrag dankt: Ayoko

  5. #3
    wavery
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    Standard AW: Zu hilflos und unfähig für das Leben?

    Es verändert sich mit der Zeit. Die Unsicherheit verschwindet von selbst. Aber du musst auch etwas vorarbeiten. Zieh am besten aus, sobald du kannst.

  6. #4
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    Standard AW: Zu hilflos und unfähig für das Leben?

    Hi!

    Ich finde es toll, dass du so sehr an andere denkst und ans Helfen, aber ich glaube, viel wichtiger ist auch, dass du dir selbst helfen kannst.
    Dass du die Dinge, die damals passiert sind, vielleicht irgendwie verarbeiten kannst.

    Das Problem beim Mobbing ist ja nicht so sehr das Dissen und das blöde Gelaber. Und körperliche Angriffe sind wieder was anderes. Aber das Schlimmste ist, dass man irgendwann ziemlich irre im Kopf wird und sich selbst nicht mehr trauen kann. Denn wenn man täglich hört, du bist scheiße, du bist...xy (also klein, groß, dumm, fett...oder tausend andere Dinge) übernimmt man den Mist irgendwann und denkt: Ja, die haben Recht. Ich habe das verdient, ich bin xy.

    Und ich glaube, das ist der eigentlich schlimmste Effekt beim Mobbing und der kommt eher schleichend.

    In der Schule jetzt scheint es dir besser zu gehen. Schau mehr auf dich wie es dir geht. Es ist schön, anderen zu helfen, aber gerade, um das zu können, musst du auch eigene Kraft haben. Und du bist es sicher wert, dass dir geholfen wird oder zu zumindest irgendwie...weiß nicht "achtsam" zu dir selbst bist!

    Alles Gute!
    Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind.

    Charles Bukowski

  7. Für den Beitrag dankt: Ayoko

  8. #5
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    Standard AW: Zu hilflos und unfähig für das Leben?

    Zitat Zitat von maryanne Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Du bist ja noch ganz jung! Wie ist denn dein Verhältnis zu deinen Eltern und zu deiner Familie? Helfen sie dir, wenn du down bist?


    Meine Familie weiß nicht, wie es mir geht. Ich habe allgemein auch kein tiefe Bindung zu ihr. Wir verstehen uns gut, aber ich bin mehr oder weniger das ,,schwarze Schaf'' der Familie. Nicht in dem Sinne, dass sie auf mir rumhacken ect., sondern ich passe einfach nicht rein. Insklusive Verwandte habe ich ein extrovertierte, gesellige Famile, während ich eher introvertiert bin und mich nach wirklichen tiefen Beziehungen sehne.


    Zitat Zitat von wavery Beitrag anzeigen
    Es verändert sich mit der Zeit. Die Unsicherheit verschwindet von selbst. Aber du musst auch etwas vorarbeiten. Zieh am besten aus, sobald du kannst.

    Danke für den Tipp, aber in inwiefern soll mir das in meiner Situation weiterhelfen?

    Zitat Zitat von Sadie02 Beitrag anzeigen
    Hi!

    Ich finde es toll, dass du so sehr an andere denkst und ans Helfen, aber ich glaube, viel wichtiger ist auch, dass du dir selbst helfen kannst.
    Dass du die Dinge, die damals passiert sind, vielleicht irgendwie verarbeiten kannst.

    Das Problem beim Mobbing ist ja nicht so sehr das Dissen und das blöde Gelaber. Und körperliche Angriffe sind wieder was anderes. Aber das Schlimmste ist, dass man irgendwann ziemlich irre im Kopf wird und sich selbst nicht mehr trauen kann. Denn wenn man täglich hört, du bist scheiße, du bist...xy (also klein, groß, dumm, fett...oder tausend andere Dinge) übernimmt man den Mist irgendwann und denkt: Ja, die haben Recht. Ich habe das verdient, ich bin xy.

    Und ich glaube, das ist der eigentlich schlimmste Effekt beim Mobbing und der kommt eher schleichend.

    In der Schule jetzt scheint es dir besser zu gehen. Schau mehr auf dich wie es dir geht. Es ist schön, anderen zu helfen, aber gerade, um das zu können, musst du auch eigene Kraft haben. Und du bist es sicher wert, dass dir geholfen wird oder zu zumindest irgendwie...weiß nicht "achtsam" zu dir selbst bist!

    Alles Gute!

    Du meinst, ich sollte mich eher nicht so darauf fixieren, anderen zu helfen und mich erst mal um mich selbst kümmern?
    Eigentlich immer wenn ich jemanden sehe, der einer anderen Person geholfen hat(sagen wir z.B. im Bus), da bin ich immer ziemlich enttäuscht von mir, dass ich das nicht ,,mitbekommen'' habe, dass diese Person Hilfe braucht und irgendwie macht das mein Selbstwertgefühl nicht gerade besser...Solche Situationen habe ich sehr oft. im Alltag.

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