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Thema: Kann das Leben nicht genießen.

  1. #6
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    Standard AW: Kann das Leben nicht genießen.

    Ich bin der Meinung, dass man nicht viel im Leben braucht, um glücklich zu sein. Vielleicht hast du einfach noch nicht die eine Sache gefunden, in der du aufblühen kannst, die so richtig mit Leidenschaft tun kannst. Du könntest ja einfach mal versuchen über den Tellerrand zu blicken, nach neuen Dingen zu suchen, die du dann einfach mal ausprobierst. Mit etwas Glück ist dann vielleicht die eine Sache dabei, wo du sagst: „Ja, das ist es!“ Haustiere und ein Partner können eine Bereicherung im Leben sein und in der Hinsicht bist ja glücklich. Aber ich finde es ist auch wichtig eine eigene Sache zu haben, die man mit Begeisterung machen kann. Vielleicht ist das dein fehlendes Puzzleteil? Einfach mal als ein kleiner Denkanstoß.

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  3. #7
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    Standard AW: Kann das Leben nicht genießen.

    Zitat Zitat von Entität Beitrag anzeigen
    Vielleicht macht es Sinn nach den Gründen zu fragen, warum es so ist.
    Ich bin mir nicht sicher. Ich denke, dass es im Grunde daran liegt, dass mir meine Eltern von Kindheit an das Gefühl gegeben haben, dass Spaß nicht wichtig ist. Sie haben stets die richtigen Worte gefunden, um mir schöne Dinge madig zu machen und sie haben dafür keine Gelegenheit ausgelassen.

    Zitat Zitat von Entität Beitrag anzeigen
    Ich trete beruflich seit Jahren auf der Stelle. Eigentlich will ich dort nicht weiter arbeiten. Doch mir fehlt es an Alternativen. Eigentlich hätte ich bereits 2016 entfristet werden müssen, doch bekomme weiterhin nur Vertragsverlängerungen.

    Gleichzeitig habe ich mindestens genauso lange keine wirklichen Erfolge, die für mich persönlich einen Stellenwert hätten. Ich sitze im Hamsterrad und merke, dass ich mich nur im Kreis bewege. Doch ich schaffe nichts Neues. Ich arbeite nicht an einem höheren Ziel. Aber genau das ist es, was ich mir wünschen würde.
    Wieso hast du keine Alternativen? Woran liegts?

    Zitat Zitat von Herzenfolger Beitrag anzeigen
    Ich bin der Meinung, dass man nicht viel im Leben braucht, um glücklich zu sein. Vielleicht hast du einfach noch nicht die eine Sache gefunden, in der du aufblühen kannst, die so richtig mit Leidenschaft tun kannst. Du könntest ja einfach mal versuchen über den Tellerrand zu blicken, nach neuen Dingen zu suchen, die du dann einfach mal ausprobierst. Mit etwas Glück ist dann vielleicht die eine Sache dabei, wo du sagst: „Ja, das ist es!“ Haustiere und ein Partner können eine Bereicherung im Leben sein und in der Hinsicht bist ja glücklich. Aber ich finde es ist auch wichtig eine eigene Sache zu haben, die man mit Begeisterung machen kann. Vielleicht ist das dein fehlendes Puzzleteil? Einfach mal als ein kleiner Denkanstoß.
    Ich versteh schon was du meinst. Allerdings bin ich jemand, der ohnehin alles mal ausprobiert haben muss. Ich habe fotografiert, geschrieben, gekocht, gejoggt, war im Fitnessstudio, zelten, habe mir Nähen beigebracht, mich an Pois versucht, programmieren gelernt, ich singe und spiele Gitarre, habe mit einer DAW-Software gemixt, einen Kurzfilm gedreht, ich bilde mich und lerne und so weiter und so weiter – und im Bett hab ich auch nichts anbrennen lassen. Ich bin "sogar" vegan (aber die "leidenschaftliche" vegane Szene ist mir zu extrem und verbohrt). So richtig packt mich nichts. Ich habe nie das Gefühl von "wow" und es fällt mir schwer, längere Zeit an etwas dranzubleiben. Die meisten Sachen davon kann ich ganz gut, aber richtige Ambitionen entwickle ich nicht.

    Ich habe in meinem (jungen!) Leben schon so viele Sachen erlebt und ausprobiert, dass ich das Gefühl habe, dass es kaum noch etwas gibt, das mich flashen kann.

    Wahrscheinlich liegt das auch irgendwo an mir selbst. Fällt euch was dazu ein?

  4. #8
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    Standard AW: Kann das Leben nicht genießen.

    Zitat Zitat von ano2201049 Beitrag anzeigen
    Ich bin mir nicht sicher. Ich denke, dass es im Grunde daran liegt, dass mir meine Eltern von Kindheit an das Gefühl gegeben haben, dass Spaß nicht wichtig ist. Sie haben stets die richtigen Worte gefunden, um mir schöne Dinge madig zu machen und sie haben dafür keine Gelegenheit ausgelassen.
    Ich vermute hierin auch eine Form der Vernachlässigung.

    Zitat Zitat von ano2201049 Beitrag anzeigen
    Wieso hast du keine Alternativen? Woran liegts?
    Ich denke, wie Herzenfolger habe ich auch schon vieles ausprobiert. Doch oft werde ich dem schnell überdrüssig.

    Bei mir liegt es daran, dass andere zu oft von meiner Arbeit profitiert haben und ich leer ausging. Das war schon in meiner Kindheit so. Ich bin auf kooperatives Wachstum aus und habe erkannt, dass ich ein falsches Bild von den Menschen hatte. Wieso also etwas tun, was nur missbraucht wird/werden könnte? (Im Zusammenhang mit meinen anderen Beiträgen wird klar wie ich das meine).

    Ja, und so ist die Welt ein Irrenhaus geworden. Oder war sie es schon immer? ...völlig frei von jeglicher Bedeutung. Das Leben ist nur das, was man selbst daraus macht. Doch auch danach habe ich geforscht. Was bleibt ist das blanke Uhrwerk, an dem Schicksale nach einem festen Takt und auf festen Bahnen auf und untergehen.

  5. #9
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    Standard AW: Kann das Leben nicht genießen.

    hmm.. ich find es krass euch zu lesen, da ihr ja alle anscheinend das gleiche problem habt.

    ihr wisst schon das ihr privilegiert seid mit diesem leben? an euren aufzählungen erkenne ich das es euch im grunde an nichts im leben fehlt und ihr trotzdem nicht zufrieden seid. das problem kenne ich und kann mich euch wohl anschließen, obwohl ich schon gut genug weiss, woher meine depressiven gedankenmuster kommen.

    ich glaube, es geht vielen menschen genau so wie euch/uns. eine welt die einem alles anbietet und in der man sich alle wünsche erfüllen kann und wenn man sich diese wünsche noch erfüllt.. kann sehr schnell leer und sinnlos erscheinend, weil es einem immer schwerer fällt, zu träumen. man hat ja schon alles. job, beziehung, geld, hobbys. und trotzdem fühlt man sich leer. der kapitalistische albtraum und der grund, wieso manche einfach nicht aufhören können: weil sie keinen anderen wert mehr in der welt sehen, als selbstverbesserung durch kapitalsteigerung.

    ich gehe mal davon aus, das ihr nicht diese träume habt, sonst würdet ihr ja einfach arbeiten und hier nicht nachfragen..

    aber das wäre doch mal ein ansatz: berufliche selbstverwirklichung. das ist zum beispiel ein traum für mich (der aber mittlerweile auch teil meiner depression ist, weil: gefühlt unereichbar.

    oder, wenn das keine option ist: gutes tun! organisiert euch. sucht euch ein thema und macht ne initiative auf, plant gruppen, vernetzt euch. ich weiss, es gibt keine energie für nichts.. aber wäre das keine motivation? unsere gesellschaft, wenigstens im kleinen, zu verbessern? auch wenn hier und auch bei mir öfters viel misanthropie mitschwingt und es so scheint als wären hier manche schon durch mit der ganzen menschheit..

  6. Für den Beitrag dankt: Herzenfolger

  7. #10
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    Standard AW: Kann das Leben nicht genießen.

    Zitat Zitat von Entität Beitrag anzeigen
    Bei mir liegt es daran, dass andere zu oft von meiner Arbeit profitiert haben und ich leer ausging. Das war schon in meiner Kindheit so. Ich bin auf kooperatives Wachstum aus und habe erkannt, dass ich ein falsches Bild von den Menschen hatte. Wieso also etwas tun, was nur missbraucht wird/werden könnte?
    Welchen Schluss hast du daraus gezogen? Wie verhältst du dich inzwischen gegenüber deinen Kollegen?

    Zitat Zitat von Asozialarbeiter Beitrag anzeigen
    ihr wisst schon das ihr privilegiert seid mit diesem leben?
    Ja. Dennoch kann ich mich nicht daran erfreuen. Was für andere Menschen ein Privilegium sein mag, fühlt sich an wie eine Last.

    Zitat Zitat von Asozialarbeiter Beitrag anzeigen
    ich glaube, es geht vielen menschen genau so wie euch/uns. eine welt die einem alles anbietet und in der man sich alle wünsche erfüllen kann und wenn man sich diese wünsche noch erfüllt.. kann sehr schnell leer und sinnlos erscheinend, weil es einem immer schwerer fällt, zu träumen. man hat ja schon alles. job, beziehung, geld, hobbys. und trotzdem fühlt man sich leer. der kapitalistische albtraum und der grund, wieso manche einfach nicht aufhören können: weil sie keinen anderen wert mehr in der welt sehen, als selbstverbesserung durch kapitalsteigerung.
    Ich habe kein Geld. Ich fühle mich in der Berufswelt sehr unwohl und unsouverän. Am liebsten würde ich niemals arbeiten, nicht weil ich faul bin, sondern weil mir kotzübel wird, wenn ich an hierarchische Strukturen denke. Das ist eine riesen Belastung für mich. Ich werde versuchen mich selbstständig zu machen, aber das ist mehr eine Notwendigkeit als eine Wahl. Ich mache das nur, weil ich keine Lust habe, mich von einer einzigen Stelle abhängig zu machen, mich beim Chef lieb Kind zu machen, zu springen, weil jemand schnippt – und stets künstlich höflich zu bleiben, weil man sonst nicht befördert wird. Klar ist man in der Selbstständigkeit in einer ähnlichen Situation. Der Unterschied ist aber, dass Kunden kommen und gehen und man sich niemals von einem einzigen Auftrag abhängig macht, sondern mehrere Geldquellen aufbaut. Du verstehst sicher was ich meine. Vom großen Geld träume ich allerdings nicht. Ich habe da keine Erwartungen mehr an mich.

    Zitat Zitat von Asozialarbeiter Beitrag anzeigen
    oder, wenn das keine option ist: gutes tun! organisiert euch. sucht euch ein thema und macht ne initiative auf, plant gruppen, vernetzt euch. ich weiss, es gibt keine energie für nichts.. aber wäre das keine motivation? unsere gesellschaft, wenigstens im kleinen, zu verbessern? auch wenn hier und auch bei mir öfters viel misanthropie mitschwingt und es so scheint als wären hier manche schon durch mit der ganzen menschheit..
    Wollte ich. Da brenne ich tatsächlich für ein Thema. Feminismus. Das habe ich tatsächlich mal begonnen, aber der Widerstand ist sowas von hässlich und herablassend, dass es mich auffrisst. Kein Vorwurf an dich, aber wenn es um Frauenrechte geht, dann kommen die Menschen mit genau solchen Argumenten und sie sind darin so gefestigt, dass alle Argumente ignoriert werden:

    Zitat Zitat von Asozialarbeiter Beitrag anzeigen
    ihr wisst schon das ihr privilegiert seid mit diesem leben?
    Frauen werden vergewaltigt und Vergewaltiger werden freigesprochen, Frauenärztinnen werden wegen illegaler "Werbung" über Schwangerschaftsabbrüche zu 2000€ Geldstrafe verurteilt, und im Berufsleben wird man mehr oder minder subtil diskriminiert.

    Die schlimmsten Kritiker des Feminismus sind Frauen, die diese Probleme nicht kennen oder kennen wollen und ihren Geschlechtsgenossinnen in den Rücken fallen.

    Könnte ich etwas bewirken, würde mich das tatsächlich glücklich machen, denke ich. Aber gerade bei diesem Thema habe ich das Gefühl, dass alles ins Lächerliche gezogen wird, man wird beleidigt und belächelt, von genau denen, die daran Mitschuld tragen.

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