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Thema: Nicht der, der man will sein können.

  1. #1
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    Standard Nicht der, der man will sein können.

    Hallo, liebe Community. Ich bin wirklich froh, so ein Forum wie dieses hier gefunden zu haben, weil ich denke, dass ich Hilfe brauche bzw. Rat. Es geht um eine längere Geschichte...

    Vor einem Jahr lernte ich einen Mann kennen, mit dem ich nach ein paar Dates etwas sexuelles anfing. Über eine gewisse Zeit ging das gut, von beiden Seiten aus. Für uns beide war das etwas "lockeres". Bis er mich mal zu seiner Familie mitnahm. Das passierte dann auch öfter. Ich merkte, dass ich nun wirklich für ihn etwas emotionales aufbaute. Bei ihm ist es so, dass er mich mag und schätzt, jedoch möchte er momentan einfach keine Beziehung oder ähnliches führen, weil er für so etwas einfach nicht bereit ist (verstehe und respektiere ich vollkommen!). Des Weiteren hält er von dem Thema Monogamie auch nicht viel, da er glaubt, er würde sich nur selbst anlügen, wenn er jetzt eine monogame Paarbeziehung eingehen würde (da er noch nicht viel Erfahrung mit anderen Frauen gemacht hat und das noch machen will). Mit dieser Meinung bin ich auch komplett okay. Bloß nicht falsch verstehen! Es ist nicht so, dass er, neben mir, jede Woche eine Andere hat oder so. Im Gegenteil. Gerade dadurch, dass er wenig Erfahrung gemacht hat bisher, hätte er Angst, in einer Beziehung etwas zu verpassen und sich und Partnerin anzulügen.
    Ich habe mich durch diese maximale Nähe (Familie kennenlernen etc.) so emotional an ihn gebunden, dass ich gesagt habe, dass ich (gerade weil ich mich bei seiner Familie so wohl fühle) nicht mehr zu seiner Familie mitkommen möchte, da ich will, dass Emotionen und Erwartungen zwischen uns ausgeglichen und gleich unverbindlich sind.
    Theoretisch denke ich in Bezug auf monogame Beziehungen genau so wie er! Mag vielleicht nicht für jeden verständlich sein, aber tatsächlich glaube ich, dass ein Partner "für immer" sexuell nicht glücklich macht. Jedoch möchte ich trotzdem gerne eine Beziehung führen, aber weiß, dass ich so eifersüchtig bin, dass ich eine offene Beziehung nicht ertragen könnte. Das heißt, ich bin in der Theorie komplett für offene Beziehungen, könnte sie jedoch nie ausleben, da ich daran wahrscheinlich kaputt gehen würde. Ich hätte einfach ständig Angst, verlassen zu werden oder bin wie gesagt generell ein eifersüchtiger Mensch. Ich weiß einfach nicht, wie ich zu mir finden kann. Ich weiß, wie ich zu gewissen Themen stehe aber kann es einfach nicht leben. Wie geht das? Kann sich jemand von euch damit identifizieren?

  2. Für den Beitrag dankt:

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  4. #2
    Steffen113389
    Gast

    Standard AW: Nicht der, der man will sein können.

    Hallo clubswolemate,

    Du solltest dich meiner Meinung nach so schnell wie möglich von dem Mann verabschieden, du bist auf dem Weg in eine Katastrophe vom feinsten. Deine Emotionen werden wachsen und damit deine Eifersucht. Verlass die Situation... besser jetzt als wenn es zu spät ist.

    Liebe Grüße

  5. Für den Beitrag dankt: VorbeiundinsAus

  6. #3
    Registriert Avatar von GrayBear
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    Standard AW: Nicht der, der man will sein können.

    "Zwei Seelen wohnen ach! in meiner Brust!" ließ schon Goethe seinen Faust sagen. Und manchmal eröffnen diese unterschiedlichen Pole erst das Spannungsfeld der Kreativität. Gerade diese scheinbare Zerrissenheit gibt einen Raum zur Gestaltung frei. Aber natürlich MUSST Du diesen Raum dann auch gestalten wollen und können. Dabei könnten Deine Eifersucht und Deine Ängste vor dem verlassen werden natürlich eine Belastung sein.

    Aber was ist "besser", falls man dieses Prädikat hier überhaupt verwenden kann? Ist es besser, sich und seinen Partner in einer monogamen Beziehung zu bewachen und zu beschränken, um dann immer auf den nächsten "Fehltritt" zu warten? Oder beweist nicht gerade eine "längere Leine" ein Vertrauen in sich und den anderen? Und besteht nicht immer das Risiko, dass eine Beziehung zuende gehen kann, wenn man jemanden kennen lernt die/der einen einfach "umhaut", egal ob offene oder monogame Beziehung?

    Der Punkt scheint mir eher der zu sein: wenn Du wegen Deiner Eifersucht und Deinen Ängsten keine offene Beziehung leben kannst, dann könnten Deine Gedanken zu Deiner Hölle werden. Zwei meiner Bekannten leben zusammen, haben aber immer wieder auch andere Partner "zum Übernachten" zuhause, mal mit dem Partner, meistens ohne. Manche dieser Gäste kommen schon seit Jahren immer mal wieder "vorbei" und die Beziehung der beiden bleibt doch bestehen, wenn auch nicht mit wenig Konflikten, aber wo bleiben einem schon Beziehungskonflikte erspart.

    Wunschdenken hat schon viele Probleme bereitet. Wenn Dir Deine Gefühle immer wieder einen Strich durch Deine rationalen "Erwägungen" machen, dann könnte eine offene Beziehung ein Schleudergang werden, bei dem Du Dir nur blaue Flecken holst. Aber vielleicht lernst Du in einer offenen Beziehung auch, dass Du zwar nicht die einzige Sonne im Universum bist, aber Deine Planeten doch bei Dir bleiben, wenn auch nicht für immer. Nur Du kannst entscheiden, ob es Dir einen Versuch und das Risiko wert ist. Aber ganz "blöd" ist es, sich feige auf den kleinstem, gemeinsamen Nenner zu einigen, was immer der sein mag.

    Manche Entscheidungen sind ein Sprung von einem Sprungbrett. Die ersten Male sind nicht angenehm und eher beängstigend. Aber die Erkenntnis, dem stand gehalten zu haben, murig gewesen zu sein, eröffnet einem die Wahl für neue Entscheidungen. Und manchmal tut es einfach nur weh. So what? Ein "und" lebt sich manchmal schwieriger, als ein "oder". Wie war der dämliche Spruch aus der Pfeffferminzwerbung: "Sind sie zu stark, bist Du zu schwach". Aber man muss auch nicht immer stark sein, um wieder einmal stark gewesen zu sein, nicht jeden Berg erklimmen, nicht gegen jede Wand rennen. Aber Deine Entscheidung sollte zu Dir und euch passen.
    Geändert von GrayBear (27.06.2019 um 00:20 Uhr) Grund: Tippfehlerken
    Man kann über alles reden, aber verstehen muss man wollen und können.

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