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Thema: Motivation von Mir für Mich

  1. #1
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    Standard Motivation von Mir für Mich

    Der Titel des Threads mag auf den einen oder anderen vlt. etwas befremdlich wirken, aber zu meiner momentanen Situation passt er ziemlich gut.

    Ich sitze hier und die Tränen rinnen mir über das Gesicht. Nicht vor Trauer oder Verzweiflung sondern aus purer Wut!
    Aus purer Wut auf mein halbwegs beschissenes Leben aber auch auf unseren Staat!!

    Seit 10 Jahren motiviere ich mich fast jeden Tag täglich selber, dass alles irgendwann für mich besser wird. Ich war in meiner Jugend in ziemlich unentschlossener Mensch und wusste nicht gleich was mit mir anzufangen. Ich habe immer versucht finanziell auf einen grünen Zweig zu kommen, habe es bisher aber nicht geschafft. Jeden Monat habe ich gekämpft, dass mir mein Geld ausreicht. Meistens hatte ich jedoch zu wenig.
    Aber ich dachte mir immer, irgendwann wird es auch für mich besser.
    Jetzt endlich nach 10 Jahren, habe ich endlich meine Sinn gefunden und damit auch meinen Traumjob. Also habe ich eine neue Ausbildung angefangen.

    Ich wusste von vornherein, dass es nicht leicht werden würde....aber das man es mir so schwer macht....
    Jeden Monat hänge ich mittlerweile wieder am Hungertuch und hoffe, jeden Monat durchzustehen.
    Dass ich von unseren lieben Staat keinerlei Unterstützung in meinem Fall bekommen würde, hat man mir schon früh gesagt. Mir war es egal, weil ich es die letzten Jahre auch irgendwie geschafft habe.

    Damit ich meine kleine Ausbildungsvergütung aufstocken kann, habe ich einen Nebenjob angenommen, jeden Samstag. Der Nebenjob ist sehr anstrengend und macht mich Krank. Ja im wortwörtlichen Sinne. Seit dem ich den Nebenjob angefangen habe, bin ich viel öfter erkältet und mir geht es körperlich schlechter. Aber das ist leider einer der wenigen Nebenjobs, die mit meinen Arbeitszeiten halbwegs vereinbar ist.

    Nebenbei Spende ich noch Blutplasma, nicht wegen dem Geld. Das Geld ist ein schöner Nebeneffekt, ich helfe gerne Menschen.

    Jetzt kam gestern der Schlag ins Gesicht von Mutter Staat. Das Finanzamt hat mich auf eine andere Steuerklasse gesetzt und mir fast die hälfte meiner Ausbildungsvergütung abgezogen.....
    Jetzt habe ich für diesen Monat fast gar nichts mehr...ich könnte echt heulen.....Dan gibt es eben diesen Monat wieder nur hauptsächlich Brot mit Gurkenscheiben, weil das billig ist. Jetzt arbeite ich schon in zwei Jobs und jetzt das. Was soll ich den noch machen? noch einen dritten Job annehmen um über die Runden zu kommen...ich würde alles machen um ein bisschen mehr Geld zu verdienen. Hab schon an Medikamententester gedacht und sogar, ob ich Plastikflaschen sammeln soll.....

    Meine letzten Fünf Euro habe ich gestern dazu ausgegeben, mir ein Zugticket zu meiner schwerkranken Oma im Krankenhaus zu kaufen um sie besuchen zu können....ihr Anblick gab mir dann noch zusätzlich den Rest.....

    Ich frag mich nur Warum??
    Warum bekommt man als älterer Auszubildender in Deutschland keinerlei Unterstützung?
    Warum werden einen auch noch zusätzlich Steine in den weg gelegt?
    Warum führe ich so ein beschissenes Leben und bekomme nichts auf die Reihe?
    Warum habe ich diesen Weg nicht schon viel früher eingeschlagen?
    Warum bin ich so wie ich bin?

    Aber eins wurde mir jetzt klar....um es mal mit einem Zitat von einer bekannten deutschen Rockband zu sagen...
    Deutschland, deine Liebe
    ist Fluch und Segen,
    meine Liebe kann ich dir nicht geben.
    und das werde ich leider auch nicht mehr tun. Für den einen oder anderen mag das jetzt befremdlich klingen, aber ich hole jetzt mein Fachabitur an der Abendschule nach und danach werde ich Studieren. und danach wandere ich aus!
    Tut mir leid, aber warum soll ich einem Land, was mich so behandelt danach noch meine Akademische Arbeitskraft zur Verfügung stellen.....auch wenn hier meine Heimat ist...

    Nun zur eigentlichen Sache und dem eigentlichen Namen des Threads:

    Lieber Kampfzwerg01 ich weiß was du alles durchgemacht hast und wie es dir momentan geht. Aber ich möchte dir sagen: GIB NICHT AUF!!
    Du wirst alles schaffen, was du dir vornimmst und wirst es allen zeigen, die über dich lachen und dich klein halten wollen.
    Du hast wunderbare und wundervolle Ideen, welche aus deinem kreativen Kopf herausströmen du musst sie nur verwirklichen und dann wirst du Erfolg haben!!
    Du musst nur immer weiter an dir Arbeiten und dann wird das Glück ganz allein zu dir kommen.
    Glaub an dich, denn es gibt einen Menschen, der ganz sicher an dich Glaubt: nämlich ICH!

    wollt ich nur mal gesagt haben....
    Ich hoffe ich trete mit meinem Post niemanden auf den Slips, der nicht so sehr an sich glaubt. Aber vlt. nimmt sich der ein oder andere auch ein kleines Beispiel an mir.
    Kennt jemand den Film das Streben nach Glück?
    Das ist meine Motivation.
    Ich Glaube ganz fest daran, dass wenn man nur hart genug an etwas arbeitet und an etwas ganz fest glaubt, erntet man irgendwann den Erfolg für seine Arbeit.

  2. Für den Beitrag danken: Sil the evil Bitch, ~scum~

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  4. #2
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    Standard AW: Motivation von Mir für Mich

    Hi Kampfzwerg,
    einerseits verstehe ich dich, andererseits finde ich das Auswandern schon ein bisschen eine übertriebenen Maßnahme.

    Es geht vielen Menschen so wie dir. Ich arbeite, bin in einer Steuerklasse, zahle in die ganzen Versicherungen ein und es ist immer wieder ärgerlich, was vom Brutto beim Netto noch rauskommt. Das ist unser System. Da zahlt jeder ein und es ist jeder abgesichert.

    Natürlich gibt es Ausbildungsbeihilfen. Bafög zum Beispiel. Das Problem ist, dass man mit dem normalen Ausbildungsgehalt praktisch in allen Bereichen, die ausbilden alleine nicht leben kann. Das ist aus meiner Sicht ein Fehler im System. Da ist die Politik gefragt. Natürlich kann man auch einfach auswandern, man könnte aber auch aktiv daran arbeiten, dass sich da was ändert.

    Wie gesagt, ich finde das übertrieben, dass du jetzt Deutschland den Rücken kehren willst, das ist aber alleine deine Sache.

    Ich finde sehr gut, dass du dich weiterbilden willst. Du hast keine geradlinigen Lebensweg, bist aber jetzt auf dem richtigen Weg!

  5. Für den Beitrag dankt: Sil the evil Bitch

  6. #3
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    Standard AW: Motivation von Mir für Mich

    Ich habe noch mal deine anderen Beiträge quergelesen.

    Dass du so über Deutschland schimpfst, weil sie dir bei der Ausbildung nicht hilft, verstehe ich nicht ganz. Du warst Beamter und bist freiwillig ausgeschieden. Also hast du eine längere Zeit durchaus vom System profitiert. Du bist ausgeschieden und hast jetzt eine neue Ausbildung angefangen. Du hast Entscheidungen getroffen, einen sicheren Job aufzugeben und was Neues anzufangen. Also hast du bereits eine Ausbildung. Hattest du jetzt keine Rücklagen?

    Ich finde, du solltest da ein bisschen realistisch sein. Klar ist deine Situation im Moment doof. Aber wie du dein Leben gestaltest, welche Entscheidungen du triffst, das liegt erst mal an dir.

    Also schimpfe nicht so sehr auf das System, sondern versuche eine realistische Lösung zu finden.

  7. Für den Beitrag dankt: Schroti

  8. #4
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    Standard AW: Motivation von Mir für Mich

    In welchem Land sieht es denn besser aus?

    LG
    Toni

    P.S das interessiert mich wirklich. Die Frage ist durchaus Ernst gemeint. Mir fällt nämlich kein Land ein.

  9. Für den Beitrag dankt: Schroti

  10. #5
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    Standard AW: Motivation von Mir für Mich

    @Lalelu123
    Danke für deine Antworten. Ja ich war Beamter und habe mich freiwillig dazu entschieden aufzuhören. Aber das ich vom "System" Profitiert habe würde ich nicht so sagen. Es waren einige schwerwiegende Gründe, warum ich damals mich entschieden habe, den Beamtenberuf nicht mehr auszuüben. Weil ich eben für mich erkannte, dass ich nicht mehr zu 100% hinter meinem Staat stehe, mein Dienstherr das jedoch von mir erwartet hat.
    Ja ich hab schon eine Ausbildung und hab auch vor meiner Beamtenlaufbahn gearbeitet, war nie Arbeitslos und habe auch sonst kräftig in das "System" eingezahlt. Was mich jetzt nur bitter aufstößt, ist die Tatsache, dass wenn ich jetzt das System benötige, ich einfach links liegen gelassen werden.
    Ich möchte ja nicht meine komplette Ausbildung und sonst alles gezahlt bekommen, mir würden schon 100€ Wohngeld oder Ausbildungsbeihilfe reichen...
    Nein ich habe leider keine Rücklagen aufbauen können, da das Geld bisher so wie jetzt auch nur immer ganz knapp zum Leben gereicht hat und ich wenn alles gut gelaufen ist, höchstens mal 50€ wegsparen konnte.
    Und Aktiv an einer Änderung arbeite ich auch, deswegen gehe ich auch jedes mal tatkräftig wählen.

    Es tut mir leid, wenn es so rübergekommen ist, als dass ich über das System geschimpft habe. Ich wollte einfach mal alles rauslasen, was mich momentan zur Verzweiflung bringt.
    Und ich habe auch eine sehr realistische Lösung. Ich mache meine Ausbildung zu Ende, studiere danach und wandere danach aus.

    Ich habe es vlt auch blöd ausgedrückt, aber den Drang auszuwandern hatte ich schon immer, nur hat es diese Geschichte nur noch verstärkt.

    @Kolya
    Es ging mir nicht darum welches Land besser ist, sondern einfach darum, dass ich nicht in Deutschland bleiben möchte. Ich weiß, dass es uns hier sehr gut geht. Unser Sozialsystem mit den Sozialversicherungen ist gut, wo andere Länder sehr weit hinterherhängen.
    Aber um deine Frage etwas beantworten zu können, Länder, die mich interessieren würden sind Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien, Norwegen, Schweden, Kanada
    Aber richtig vergleichen, kann man das eh nicht, weil jedes Land seine Eigenheiten und Kultur hat.

  11. Für den Beitrag dankt: Kolya

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