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Thema: Ich fühle mich unverstanden

  1. #1
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    Standard Ich fühle mich unverstanden

    Ich habe einige Zeit gebraucht bis ich mich wirklich entschieden habe mich an ein Forum zu wenden. Ich bin aktuell 19 Jahre alt. In meinem Leben habe ich bisher in allem versagt. Ich versuche seit Jahren eine Ausbildung zu machen. Nach meinem Abschluss habe ich mein Abitur angefangen. Nach wenigen Monaten allerdings hab ich es abbrechen müssen aus psychische Gründen. Nachdem ich dann einige Zeit Zuhause war und viele Bewerbungen später habe ich meinen Sozialassisten angefangen. Ich habe die Arbeit mit älteren Menschen wirklich gemocht. Ich denke ich mag es immer noch. Allerdings musste ich mein Praktikum abbrechen weil ich zu große Angst hatte das die Menschen um die ich mich kümmere am nächsten Tag nicht mehr da sind. Ich war daraufhin 4 Wochen in einer Jugendpsychiatrie. Meine Ausbildung würde daraufhin abgebrochen. Danach wusste ich erst nicht weiter aber mir wurde Hilfe versprochen. Ich ging in ein berufliches Trainingszentrum und dort versprach man mir im Anschluss eine Ausbildung in einem Berufsbildungswerk, speziell für psychisch erkrankte Menschen. Ich tat alles was von mir verlangt wurde und auch dort ging ich erneut in ein Praktikum. Diesmal auch passend zu dem Beruf den ich später Ausführen möchte. Allerdings hab ich es nicht durchgehalten. Die zuständigen dort haben mich unter Druck gesetzt weil ich erneut ein Praktikum machen sollte. Es eskalierte zu einem Konflikt sodass die zuständige psychologische Betreuerin vom Trainingszentrum mich als nicht Ausbildungsreif beschrieb. Durch den Abschlussbericht wurde mein Ausbildungsplatz im Berufsbildungswerk gecancelt. Seitdem bin ich Zuhause. Das ist nun 6 Monate her. Ich spüre wie ich immer mehr in meinen Depressionen versinke. Gerade Abend kommt die Angst das ich nie richtig arbeiten gehen kann. Ich möchte es wirklich aber schaffe es einfach nicht. Meine Tage werden sinnloser und eigentlich beschäftige ich mich damit nichts zutun oder zu schlafen. Es wirkt einfach so aussichtslos. Ich kämpfe mit meinen Depressionen seit ich 12 Jahre alt war. Es scheint einfach kein Ende zu nehmen und manchmal ist mein Leben einfach nur ein riesen Unglück.

    Ich weiß nicht genau was ich von euch erwarte. Irgendwelche Tipps vielleicht?

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  3. #2
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    Standard AW: Ich fühle mich unverstanden

    Ich denke in dir steckt leider ein tiefergehendes Problem, was du alleine nicht lösen kannst (u.a. weil es dir möglicherweise gar nicht bewusst ist). Meiner Meinung nach solltet du das zuerst in Ordnung bringen und dich dann wieder um deine berufliche Situation kümmern. Ich rate dir zu einem Gespräch mit einem Psychologen, dazu wendest du dich an deinen Hausarzt, der dich dann weiter vermittelt.

  4. #3
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    Standard AW: Ich fühle mich unverstanden

    @Querdenker Danke für die Antwort. Ich bin seit Jahren wirklich dauerhaft in Behandlung und habe aktuell auch wirklich regelmäßige Termine. Ich weiß nicht was als tiefergehendes Problem dahinterstecken kann (oder vielleicht weiß ich es doch und es ist mir gar nicht so genau klar).

    Das Problem ist nur das wir aktuell an etwas arbeiten was ich für gar nicht so wichtig halte. (Aber das Arbeitsamt verlangt es von uns) Hauptsächlich geht es in meiner Behandlung aktuell darum, warum ich introvertiert bin und wie ich extrovertiert werden kann. Klar ist das wahrscheinlich gar nicht so schlecht das Thema aber ich bin mir nicht sicher ob das wirklich das "große Problem" ist.

  5. #4
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    Standard AW: Ich fühle mich unverstanden

    Hallo Vanessaa,

    ich finde es mutig, dass du deine Geschichte in diesem Forum teilst, das kostet erst einmal Überwindung!

    Ich möchte dir ein paar Ratschläge geben:

    Zunächst einmal wäre es wichtig, dass du eine Beschäftigung findest, damit du nicht weiter in deinen Depressionen versinkst und immer hoffnungsloser wirst. Eine Beschäftigung muss ja nicht gleich eine richtige Arbeit sein, es kann alles sein, was du möchtest. Malen, Häkeln, Lesen, Spazieren gehen usw. Es ist mit Depressionen natürlich schwierig, sich dazu zu überwinden, aber ohne Aktivitäten bleibst du in der Abwärtsspirale gefangen. Eine andere Möglichkeit wäre es, sich ehrenamtlich zu beschäftigen. Da du ja gerne mit alten Menschen gearbeitet hast, könntest du dir ja wieder etwas in diesem Bereich suchen. Beispielsweise in einem Seniorencafé, bei den Einkäufen helfen oder in einer kirchlichen Einrichtung (wenn dir sowas zusagt). Du kannst ja erst einmal mit einer Stunde in der Woche anfangen und die Zeit dann allmählich steigern. Über solche Hilfen sind die Menschen immer sehr dankbar

    Wenn du dich stabil genug fühlst, könntest du erst einmal einen Minijob machen. Dafür brauchst du keine Ausbildung und hast evtl. etwas Geld für dich (ich weiß gerade leider nicht, ob und wieviel dir das Arbeitsamt davon abzieht. Aber es geht ja erst einmal darum, wieder rauszugehen und aktiv zu werden und nicht darum, das große Geld zu machen).

    Wohnst du noch zu Hause? Wenn ja, hast du schonmal überlegt in eine Wohngruppe für junge psychisch kranke Menschen zu gehen? Dort würdest du viel Unterstützung mit der Tagesstrukturierung bekommen und könntest Hilfe dabei bekommen, ein neues Praktikum, eine Arbeit etc. zu finden.

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass es dir bald besser geht und du deinen Weg findest!

    LG momo

  6. Für den Beitrag dankt: Keep Going

  7. #5
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    Standard AW: Ich fühle mich unverstanden

    Erstmal danke Momo für die Tipps!

    Um ganz ehrlich zu sein hab ich zwei überwiegende Hobbys die mich früher auch wirklich glücklich gemacht haben. Allerdings hab ich mit der Zeit angefangen mich weniger damit zu beschäftigen. Ich wollte zwar wieder anfangen allerdings kam ich bisher einfach noch nicht über diesen 'Punkt' wirklich anzufangen. Ich versteh ehrlich gesagt auch nicht ganz warum, weil es wirklich Dinge sind die mich immer mit Glück erfüllt haben. Wichtig ist für mich glaube ich auch mehr an die Luft zu kommen. Ich bin viel Zuhause. Mein Freund ist dabei allerdings eine große Unterstützung weil er mich dann doch öfters dazu bringt mit ihm gemeinsam raus zu gehen.

    Wegen der Beschäftigung, Ich wohne in einer etwas kleineren Stadt und unsere Möglichkeiten sind eher begrenzt. Ich habe mich vor einer Weile bei einigen Unternehmen wie der Lebenshilfe und den Elsterwerkstätten (Ich hoffe die sind bekannt) erkundigt ob dort Hilfe gesucht wird, allerdings wollen die keine ehrenamtlichen Leute weil sie die Plätze für die Auszubildenen sparen wollen, welche ein Praktikum machen müssen. Ich dachte bereits an eine Art Minijob, gerade um halt ein wenig Geld dazu zu verdienen da ich ja zum aktuellen Zeitpunkt kein Einkommen habe (Ich gelte halt nicht als Arbeitslos, also bekomme ich auch nichts vom Arbeitsamt.) Die Minijobs bei uns in der Gegend sind allerdings hauptsächlich im Einzelhandel und das ist wahrscheinlich nichts was ich aushalten würde. Durch meine Soziale Phobie fühle ich mich oftmals sehr unwohl inmitten von sovielen Menschen (Ich hasse es sogar selbst Einkaufen gehen zu müssen wegen der ganzen Leute). Eventuell wollte ich bei unserem Pizzaservice Jobben, dafür muss ich aber erst meinen Führerschein fertig machen. Da bin ich erst kurz vor der Theorieprüfung also müsste das noch etwas warten.

    Aktuell wohne ich noch Zuhause bei meiner Mutter weil etwas anderes könnte ich gar nicht finanzieren. Von solchen Wohngruppen habe ich noch gar nichts gehört. Da müsste ich mich erstmal informieren ob und wo es sowas hier in der Nähe geben würde. Geplant war bisher auch eigentlich das ich in naher Zukunft mit meinem Freund in eine gemeinsame Wohnung ziehe.

    Ich vermute das mir Struktur wirklich helfen könnte. Es ist nur das Problem mit der Umsetzung. Es ist sicher schwierig das alleine zu machen. Ich könnte anfangen meinen Tag wirklich zu planen. Mir Zeit für Dinge nehmen die ich gerne mache. Aber was ist wenn ich mich daran dann nicht halten würde. Dieses Vorhaben erfordert viel Disziplin von mir und in meiner aktuellen Lage weiß ich einfach nicht ob ich die habe. Ich würde es allerdings gerne versuchen.

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