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Thema: Selbstmordgedanken - Wann sind sie gefährlich? (evtl. Trigger?)

  1. #6
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    Standard AW: Selbstmordgedanken - Wann sind sie gefährlich? (evtl. Trigger?)

    Hallo Yannick,

    ich denke die Ursache für meine Gedanken sind mir bekannt. Grob umschrieben ist es eine ziemlich tiefe Hoffnungslosikeit was meine Zukunft, mein Sicherheit, mein Wohlbefinden betrifft. Näher möchte ich darauf auch gar nicht eingehen. Zu deiner Frage, ob ich solche Gedanken auch schon vor einem halben Jahr hatte: Kurz nach dem Ereignis hatte ich zeitweise solche Gedanken, sie waren aber anders, flüchtiger und nicht so intensiv. Es war vielmehr nur eine "Idee", ein Wunsch, den ich mir aber nicht erfüllte. Jetzt habe ich das Gefühl, dass diese Gedanken nach und nach zu einer Realität werden, schwer zu beschreiben.

    Ich selbst betreibe auch Laufsport, bin auch während der Therapie viel gelaufen, weil es mir einfach hilft ein bisschen Stress loszuwerden. Zur Zeit darf ich aber nicht wie gewohnt laufen, weil ich eine Verletzung am Sprunggelenk habe. Ich gehe stattdessen spazieren oder mache Pilates oder eben andere Dinge. Es hilft mir auch. Währenddessen kann ich eigentlich sogar recht gut abschalten. Höre ich aber auf, sind diese Gedanken sofort wieder präsent. Ich hinterfrage dann auch den Sinn hinter der Sporteinheit, weil es ja "sowieso sinnlos ist". Und ich kann ja nicht 24/7 Sport machen, das geht doch nicht.

    Und ja, natürlich könnte ich Sprach- Koch- Strick- Häkel- Mal- oder Yogakurse machen. Ebenso könnte ich auch einem spannenden Verein beitreten, in die Politik gehen oder mich irgendwo ehrenamtlich engagieren - aber all das erscheint mir gerade wirklich sinnlos und es motiviert mich so ziemlich wenig, da ich glaube, dass ich das alles eh nicht mehr gut hinbkommen könnte. Wenn ich nach Hause gehe erwartet mich wahrscheinlich keine sichere Umgebung, da hilft auch keine imaginäre Vorstellung von einem sicheren Ort. Das macht mir Angst und diese lähmt mich.

    Es ist kompliziert. :-(
    Geändert von Bumblebee* (13.10.2018 um 15:26 Uhr)
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  3. #7
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    Standard AW: Selbstmordgedanken - Wann sind sie gefährlich? (evtl. Trigger?)

    Hallo,

    ich würde dir empfehlen in eine
    Tagesklinik zu gehen wenn du
    nach dem Stationären Aufenthalt
    entlassen wirst.

    Ein Stationärer Aufenthalt bedeutet immer
    Sicherheit, eine strukturierten Tagesablauf
    und rund um die Uhr Ansprechpartner.
    Man fühlt sich einfach sicher.

    Dann, nach der Entlassung, muss man lernen sein
    Leben selbst wieder in die Hand zu nehmen.
    Das macht Angst, man hat das Gefühl,
    man stehe alleine da und weiß nicht
    wie die Tage und Nächte jetzt wieder
    zu bewerkstelligen sind.

    Ich, wie oben schon geschrieben, empfehle
    dir eine Tagesklinik aufzusuchen.
    Du wärst Tagsüber wieder strukturiert
    und am späten Nachmittag, bzw. Nachts wärst du
    zuhause. Das ist zu bewältigen.

    Eine Tagesklinik schafft den weichen
    Übergang von einem stationären Aufenthalt
    wieder in den Alltag.

    Viele Grüße und alles Gute.
    Muir
    Geändert von Muir (13.10.2018 um 23:09 Uhr)

  4. #8
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    Standard AW: Selbstmordgedanken - Wann sind sie gefährlich? (evtl. Trigger?)

    Hallo Muir,

    ja, vielleicht ist das eine Möglichkeit, auch wenn ich es gerade nicht als solche wahrnehme. Vielleicht kann ich das ja mal vorsichtig bei meiner noch jetzigen Therapeutin ansprechen und nachspüren was sie davon hält.

    Danke jedenfalls für deine Antwort.
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  5. #9
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    Standard AW: Selbstmordgedanken - Wann sind sie gefährlich? (evtl. Trigger?)

    Hallo Bumblebee,

    den Sinn der sogenanten Skills und Ablenkungen sehe ich eigentlich eher darin, das
    Belastungserleben unterbrechen zu können, bevor der Leidensdruck zu groß wird. Beim
    Sport, insbesondere bei intensivem Laufsport werden zusätzlich noch Botenstoffe aus-
    schüttet, die einige Zeit nachwirken können. Was am besten hilft, muss aber jeder für
    sich ausprobieren.


    Was hat sich inzwischen bei Dir ergeben? Hat sich eine Lösung gefunden?

    LG
    Der Sinn des Wanderns ist es, unterwegs zu sein.

  6. #10
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    Standard AW: Selbstmordgedanken - Wann sind sie gefährlich? (evtl. Trigger?)

    Zitat Zitat von Yannick Beitrag anzeigen
    Hallo Bumblebee,

    den Sinn der sogenanten Skills und Ablenkungen sehe ich eigentlich eher darin, das
    Belastungserleben unterbrechen zu können, bevor der Leidensdruck zu groß wird. Beim
    Sport, insbesondere bei intensivem Laufsport werden zusätzlich noch Botenstoffe aus-
    schüttet, die einige Zeit nachwirken können. Was am besten hilft, muss aber jeder für
    sich ausprobieren.


    Was hat sich inzwischen bei Dir ergeben? Hat sich eine Lösung gefunden?

    LG
    Hallo Yannick,

    entschuldige bitte, ich habe deine Antwort erst jetzt gelesen.

    Inzwischen habe ich mein Befinden bei meiner Therapeutin angesprochen und es wurden auch erst einmal die Medikamente umgestellt.

    Es geht mir dies betreffend auch schon ein bisschen besser. Zwar sind diese Gedanken nach wie vor da, aber ich versuche ihnen einfach keinen Raum zu geben. Sport hilft.

    Danke!

    LG, Bumblebee
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