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Thema: Meine Träume und Hoffnungen sind quasi allesamt zerstört

  1. #6
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    Standard AW: Meine Träume und Hoffnungen sind quasi allesamt zerstört

    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    Ich finde deinen Plan an sich nicht schlecht. Nur das mit der Kastration solltest du bleiben lassen. Ich weiß, dass du dir davon versprichst, dass dir dadurch ein Teil deines Leids erspart bleiben würde, aber so einfach ist das nicht. Auf Dauer ist es ja nicht nur der sexuelle Trieb, der stört. Und gerade den kann man ja durch den Besuch von Prostituierten noch irgendwo aushalten. Ich glaube nicht, dass die Kastration eine Lösung für deine Probleme ist.
    Arbeiten gehen würde ich auch nicht, wenn es dir nichts bringt. Die Isolation ist meiner Erfahrung nach die beste Option, wenn es keine Lösungsansätze mehr gibt. Das kannst du so machen.
    Alles was du schreibst ist vollkommen richtig und es ist besonders schade, dass Männern mit einem so schweren Schicksal auch noch vorgeworfen wird, sie würden übertreiben. Aber da du weißt, wie unsere Gesellschaft tickt, dürfte dich auch das nicht mehr überraschen.
    Was meinst du, könntest du dir das vorstellen, dich nur zu isolieren/zu schützen?

    Nicht arbeiten, weil es einem nichts bringt? Warum arbeitet denn der normale (normal aussehende bis hässliche) Mensch? Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sich eine eigene Wohnung leisten usw.

    Man kann sich ja mal in Selbstmitleid ergehen, aber zu behaupten, man wäre praktisch in der modernen Gesellschaft nichts wert, weil man nicht männlich genug aussieht, ist absolut lächerlich.

    Dann muss man sich eben wie ein Einsiedler zurückziehen. Aber warum das die Allgemeinheit finanzieren soll, erschließt sich mir nicht.

  2. Für den Beitrag dankt: Rose

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  4. #7
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    Standard AW: Meine Träume und Hoffnungen sind quasi allesamt zerstört

    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    a deine Gesundheit beeinträchtigt ist und die Arbeit den Zustand vermutlich noch verschlimmern würde (das ist aber von Person zu Person unterschiedlich. Das musst du selbst einschätzen), sage ich: Gesundheit geht vor. Genau dafür haben wir unser Sozialsystem.

    Moment mal, seine Gesundheit soll beeinträchtigt sein, weil sein Körper zu wenig Testosteron produziert? Und das soll ein Grund sein nicht arbeiten zu gehen? Wenn das so ist, melde ich mich sofort arbeitsunfähig....

  5. Für den Beitrag danken: Rose, ~scum~

  6. #8
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    Standard AW: Meine Träume und Hoffnungen sind quasi allesamt zerstört

    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    Ich finde deinen Plan an sich nicht schlecht. Nur das mit der Kastration solltest du bleiben lassen. Ich weiß, dass du dir davon versprichst, dass dir dadurch ein Teil deines Leids erspart bleiben würde, aber so einfach ist das nicht. Auf Dauer ist es ja nicht nur der sexuelle Trieb, der stört. Und gerade den kann man ja durch den Besuch von Prostituierten noch irgendwo aushalten. Ich glaube nicht, dass die Kastration eine Lösung für deine Probleme ist.

    Arbeiten gehen würde ich auch nicht, wenn es dir nichts bringt. Die Isolation ist meiner Erfahrung nach die beste Option, wenn es keine Lösungsansätze mehr gibt. Das kannst du so machen.

    Alles was du schreibst ist vollkommen richtig und es ist besonders schade, dass Männern mit einem so schweren Schicksal auch noch vorgeworfen wird, sie würden übertreiben. Aber da du weißt, wie unsere Gesellschaft tickt, dürfte dich auch das nicht mehr überraschen.

    Was meinst du, könntest du dir das vorstellen, dich nur zu isolieren/zu schützen?
    Wenn maskulines Aussehen, ein Zeichen für strotzende Gesundheit ist und alles, was nicht diesem Schönheitsideal entspricht, als Krankheit attestiert wird, dann müsste die Anzahl der Erwerbsminderungsrentner in schwindelnde Höhen steigen.

    Der TE kann sich in seiner selbstgewählten Isolation ja gerne bequem einrichten. Aber dann soll er sein Eremitenleben auch selbst finanzieren und nicht beim Amt am Tropf hängen.
    Schmarotzer sind in unserer Gesellschaft auch nicht gern gesehen.

    Es gibt schwerere Schicksale als fehlendes maskulines Aussehen.

  7. Für den Beitrag danken: Ondina, Rose, ~scum~

  8. #9
    GrayBear
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    Standard AW: Meine Träume und Hoffnungen sind quasi allesamt zerstört

    Wir Menschen sind Gemeinschaftswesen, ok, der eine mehr, der andere weniger, aber wir sind auf jeden Fall auf "Interaktion" ausgelegt. Selbstgewählte "Isolation" wäre nur eine Vermeidungsstrategie, die zu einer Verlagerung des Problems auf andere Bereiche führt. Das kannst Du zu Deinem Vorteil nutzen oder auch zu Deinem Nachteil. Schließt Du Dich selbst aus, bleibt doch die Sehnsucht und je mehr Du Dich dagegen stellst, um so größer kann der innere "Druck" werden. Manche wählen diesen Weg bewusst nach dem Motto: "Es war so schlimm, ich konnte nichts mehr machen!". Mit den falschen Strategien baut man sich die falschen Ausreden. Du bist dann noch mehr ein "Getriebener" und engst Deine Wahlmöglichkeiten selbst ein.

    Ich habe recht lange gebraucht zu begreifen, wie sehr mein eigener Blick auf "meine Welt" mein Leben beeinflußt und wie falsch dieser Blick oft war. Ja, es gibt selten Worte und Gedanken, die manche Probleme "wegreden" können. Unsere ganze Welt und alles, was sich bewegt sind auf Entwicklung und Veränderung ausgelegt. Allein schon daraus ergeben sich immer wieder Gelegenheiten und Möglichkeiten, die zuvor nicht da waren. Diese muss man sehen wollen und nutzen können.

    Ich bin kein Freund dieses "Hurra, alles ist möglich!"-Geschreis. Es stimmt, manches ist Dir nicht möglich, so manches war mir bisher nicht möglich und wird es vielleicht niemals sein. Aber durch Anpassung und Entwicklung bin ich von einem schüchternen Jungen zu einem Mann geworden, der seine Ängste noch heute spürt und vor jedem Kontakt am liebsten davonlaufen möchte, es aber nicht mehr so oft tut. Ich habe dazugelernt. Ich werde wohl nie verstehen, was "cool sein" heißt und "angesagt" war und bin ich noch nie gewesen. Aber ich lebe.

    Mir kommen beim Anblick von van Gogh`s "starry night" die Tränen, meine Trauer kann ich manchmal fast nicht aushalten, der Duft eines warmen Tages macht mir Lust auf mehr, ein Lächeln kann meinen Tag retten, die Freude einen Job gut gemacht zu haben verfliegt nicht immer zu schnell und an manchen Tagen freue ich mich auf morgen. Das meiste davon fliegt mir nicht zu. Ich muss dafür aufstehen, muss meine Versprechen einhalten, muss mich immer und immer wieder aufraffen, muss mich meinen Ängsten stellen und sie überwinden und dabei feststellen, dass ich mich immer wieder irre, mein Fehler meine Fortschritte zunichte machen und ich mit weniger dastehe, als ich angefangen habe. Ich bin viel zu oft mehr "draußen" als "drinnen", bin viel öfter nicht da, wo ich sein möchte und muss andauernd gegen meine "Fluchtreflexe" ankämpfen, wo sich scheinbar andere fühlen, wie "Fische im Wasser".

    Warum habe ich dies "gebeichtet", denn es sollte in diesem Thread um Dich gehen? Weil Deine Vorstellung von dieser Welt und Deine Beurteilung Deiner Möglichkeiten Dich zu einer zu engen Sicht verleiten. Ich kenne Dich nicht, aber da bin ich mir ziemlich sicher. Solange Du nicht im Knast sitzt, hast Du die Wahl, welche Wege Du gehen willst. Ja, manche machen keinen Spaß und sind sinnlos, aber das sieht und erfährt man erst, wenn man sie geht. Am Dienstag Abend wollte ich nicht mehr aus dem Haus, war erschöpft und "sturmreif geschossen". Ich habe mich überwunden und es war ein guter Abend.

    Ich wünsche Dir noch viele gute Abende und Tage, denn die kannst Du Dir erarbeiten, manche einfach erleben, manche wirst Du Dir erkämpfen müssen. Aber Dein "Erleiden", Deine Selbstisolation, Dein Groll, Deine Wut, Deine falschen Entscheidungen machen es Dir und den Menschen um Dich herum nur schwerer. Sei weniger töricht. Richte Deinen Zorn nicht gegen Dich selbst und andere. Nutze die Energie Deines Zorns, um Deinen Hintern hoch zu bekommen, aber dann lass ihn in Rauch auf gehen. Wenn Du gerade nur "dämliche Ziele" hast, dann lerne, Dir bessere Ziele zu setzen. Wenn Deine Entscheidungen gerade falsch sind, dann übe und lerne. "Sei freundlich und mutig". Ein Rat aus einem sehr rührseligen Film. An manchen Tagen bleibt mir nur das, weil ich mir mit nichts mehr sicher bin.

    Deine Wut nährt Deine Arroganz und engt Dein Sichtfeld ein. Deine Trauer vernebelt Deinen Blick und Deine Angst führt zu Kurzschlussreaktionen, die keine Basis entstehen lassen, auf die Du aufbauen kannst. Ja, es richtig und notwendig, die Dinge beim Namen zu nennen. Es ist erforderlich zu erkennen, was Dich hemmt. Aber dann ist es noch viel notwendiger, dass Du Dich auf das konzentrierst, was Dich voran bringt, was positiv ist oder positiv sein könnte. Sich hauptsächlich um den eigenen Bauchnabel zu drehen ist es ziemlich sicher nicht.

  9. Für den Beitrag dankt: ~scum~

  10. #10
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    Standard AW: Meine Träume und Hoffnungen sind quasi allesamt zerstört

    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    Der TE ist faktisch krank und die Vermutung liegt nahe, dass er zusätzlich, aus dieser Krankheit resultierend, an Depressionen leidet beziehungsweise ein erhöhtes Risiko besteht, dass er welche entwickelt. Erwerbsunfähigkeit kann dadurch begründet werden.
    .

    Ein Testosteronmangel ist KEINE Krankheit.
    Es gibt Menschen die wirklich krank sind und ich finde es unverschämt gegenüber diesen Menschen die angebliche mangelnde Maskulinität des TE als Krankheit zu bezeichnen.

    Ich habe vor drei Monaten die Pille abgesetzt und jetzt einen deutlichen Östrogenmangel, bis sich mein Körper wieder umgestellt hat, was ein Jahr oder sogar länger dauern kann und ich melde mich doch auch nicht krank.

    Einem Punkt stimme ich allerdings zu, der TE läuft Gefahr eine Depression zu entwickeln und dafür kann er sich professionelle Hilfe holen.

  11. Für den Beitrag danken: Rose, ~scum~

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