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Thema: Alles im Eimer, aber trotzdem egal

  1. #1
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    Standard Alles im Eimer, aber trotzdem egal

    Hallo zusammen!

    Danke fürs Lesen und jede Antwort! Danke!

    Ich bin 33, männlich und rein optisch der absolute Durchschnitt, will sagen ich würde nicht auffallen. Nun zum eigentlich Problem. Wie der Betreff bereits suggeriert, bin meiner eigenen Einschätzung nach kurz davor in eine Depression abzurutschen oder mich bereits in einer befinde. Dazu kommt, das ich die Kontrolle über mein Leben zu großen Teilen verloren habe. Deshalb ist das ganze vielleicht auch etwas unübersichtlich und nicht klar strukturiert, sorry.

    Wo fange ich also an? Verkorkste Kindheit ohne Vater, wenig Zeit mit der Mutter, zerstrittene Verhältnisse im weiteren Familienkreis. Ich hatte also viel Zeit für mich. Mit 15 zog meine Mutter aus und die Familie zerbrach endgültig. Nur noch sporadischer Kontakt mit meiner Mutter, ansonsten funkstille. Gleichzeitig begann ich mit dem Drogenkosum.

    Mittlerweile bin ich 33, lebe seit 6 Jahren alleine. Meine letzte Beziehung zu einer Frau habe ich vor 4 oder 5 Jahren beendet. Seit dem auch kein Interesse mehr daran. Mit meiner Mutter habe ich seit 3 oder mehr Jahren nicht mehr geredet. Auch sonst gibt es zu keinem Angehörigen Kontakt.

    Meinen Job habe ich zum Jahreswechsel verloren. Ich hab aktuell keinerlei Übersicht über mein Ausgaben, Post wird generell nicht mehr geöffnet, unbekannte Telefonnummern abgewiesen. Ich war Seit 5 Jahren nicht mehr beim Zahnarzt. Ich lebe ohne Fernsehen, Radio und auch sonst sind alle meine einstigen Hobby Stück für Stück verschwunden. Den Tag verbringe ich meist auch den Couch und mit schlafen. Antrieb oder Interesse für andere Aktivitäten? Fehlanzeige. Nach außen mache ich natürlich gute Mine, geben den coolen und helfe wo ich nur kann. Natürlich habe ich auch immer eine Weisheit und Rat parat. Da ich mich in Konversationen sehr gut ausdrücken kann und auch ein gewisses Maß an Empathie mitbringe, gelingt es mit eigentlich fast immer Gespräche in eine für mich vorteilhafte Richtung zu lenken. Ergo ahnt keiner wie es in mir aussieht. Ich habe auch extrem Angst vor Bindungen und den möglicherweise daraus resultierenden Enttäuschungen. Seit ca. 2 Jahren begleiten mich in regelmäßigen Abständen Suizidgedanken, die teilweise sehr konkrete Formen annehmen. Hinzu kommt, das ich dem Leben, generell noch nie einen vermeintlichen Sinn abnehmen. Nicht falsch verstehen, leben ist toll. Man kann, auch ich zumindest am Wochenende, sehr viel Spaß haben, tolle Menschen kennenlernen etc. Aber einen weiterführende Funktion kann ich meinem Dasein nicht abgewinnen. Ich bin auch ein sehr rationaler Mensch, der hinter jeder Handlung anderer Motive sieht und alles zerlegt. Das passiert schon fast automatisch und nimmt viel Sachen die Emotionen, leider.

    Erschwerend kommt hinzu, dass ich mein Drogenproblem stark ausgeweitet hat. Alkohol gibts fast jeden tag, am Wochenende dann alles andere. LSD, Amphetamine, Pilze, MDMA, Kokain usw. Eigentlich das ganze Portfolio außer Heroin, ketamin und eins zwei andere Sachen. An viele der Substanzen komme ich fast unentgeltlich, da ich schon sehr lustig sein kann umd mich Leute gerne einladen. Zuhause und clean bin ich dann wieder kurz vorm Dekubitus.

    Die Liste meiner Verfehlungen könnte ich noch einige Zeit fortsetzen. Diebstahl, manipulieren von bekannten und Opportunismus in reinster Form? Bin dabei. Für all das hasse ich mich und kann es trotzdem nicht ändern. Eine Überweisung zue Psychotherapie habe ich bereits vom Hausarzt, auch die Suchtberatung habe ich schon aufgesucht. Eine längere stationäre Therapie würde Sinn machen. Aber ich mach es nicht, es ist mir eigentlich auch relativ egal....Warum?

    Wer bis hierher gelesen hat, danke. Ich hoffe es war irgendwie verständlich. Was haltet ihr von der Situation?

    Gruß Walter

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  3. #2
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    Standard AW: Alles im Eimer, aber trotzdem egal

    Naja, du musst entscheiden, ob du etwas ändern möchtest, oder ob du weiterhin so in den Tag hinein leben möchtest. Wenn du etwas ändern möchtest, dann solltest du dir einen Therapeuten suchen und dein Suchtproblem angehen.

    Wenn nicht, tja, dann musst du halt so weiter machen, bis du entweder komplett gegen die Wand fährst, oder den Notausgang wählst.

    Es ist deine Entscheidung.
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  4. #3
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    Standard AW: Alles im Eimer, aber trotzdem egal

    eine Suchtherapie erscheint sinnvoll, Drogen hinterlassen Spuren und vielleicht merkst du schon was.

    Eine Therapie erscheint auch sinnvoll - was hast du zu verlieren?

    Wovon wirst du jetzt leben Und warum hast du deinen Job verloren?
    Weißt du, wer dein Vater ist?
    Ist deine Mutter psychisch krank?

  5. #4
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    Standard AW: Alles im Eimer, aber trotzdem egal

    Zu verlieren hab ich nichts, außer das die Fassade einfallen würde, die ich mir aufgebaut habe und eben viele mitbekommen würden wie es um mich steht. Davor habe ich schon angst, glaube ich.

    Meinen Vater kenn ich nicht,nicht mal seinen Namen. Ob meine Mutter krank ist? Gute frage, also ich denke rückblickend das sie überfordert war, da sie sich parallel auch um meine Großeltern gekümmert hat und eigentlich die einizige Person war die finanziell eine Beitrag geleistet hat. Aber so genau habe ich drüber noch nie nachgedacht, danke für den Ansatz.

  6. #5
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    Standard AW: Alles im Eimer, aber trotzdem egal

    Leben erstmal vom Arbeitslosengeld, dann mal schauen. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen zu arbeiten. Verloren habe ich den Job, weil ich meine Arbeit einfach nicht gut gemacht habe, am Arbeitsplatz eingeschlafen, später gekommen, früher heim. Unter Drogen auf Arbeit usw., was aber keiner gemerkt, also nur indirekt an meiner Leistung.

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