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Thema: Wie kann ich lernen, mit dem Tod besser umzugehen?

  1. #1
    Registriert Avatar von Findefuchs
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    Standard Wie kann ich lernen, mit dem Tod besser umzugehen?

    Zur Zeit habe ich wieder riesen Probleme mit dem Thema Tod. Die Angst davor und die Traurigkeit nehmen dann einen riesen Platz in mir ein. Gerade Nachts ist es am schlimmsten, wenn ich am Einschlafen bin. Es fühlt sich dann an wie ein Abgrund, in den ich falle oder wie ein unbekanntes etwas, das mich verschlingt. Und ich kann gar nichts dagegen machen. Angenommen, ich werde nicht sterbenskrank und habe keinen tödlichen Unfall, dann habe ich bald die Hälfte meines Lebens hinter mir gelassen. Dieser Gedanke erschreckt mich sehr. Er macht mir große Angst. Der Tod macht mir Angst. Wenn ich Nachts im Bett liege, versuche ich mir auch vorzustellen, wie es sich anfühlt zu sterben und zu wissen "Das war es jetzt. Game over." und dass es kein Morgen mehr gibt.

    Wenn ich überlege, dass meine Eltern irgendwann auch nicht mehr sein werden oder dass meine Katzen so kurz leben, zerreißt es mir das Herz. Meine Eltern sind jetzt beide 60. Und ich frage mich, wie fühlt es sich an, nur noch 20 oder 15 Jahre vor sich zu haben? Ich habe nur meine Eltern an Familie. Wenn sie tot sind, bin ich in dieser Hinsicht allein.

    Ich hatte schon als ganz kleines Kind riesen Angst vor dem Tod und mich intensiv damit beschäftigt. Ich habe dann oft deswegen bitterlich geweint und mir Sorgen gemacht. Und so geht es mir jetzt als Erwachsene oft.

    Ich weiß, man kann nichts gegen den Tod machen. Das Leben ist endlich. Aber diese Angst und Traurigkeit machen mich fertig, ehrlich. Wenn ich mich zu sehr mit dem Tod befasse, bekomme ich Herzrasen und große Panik.

    Ich habe das Gefühl, die Leute in meinem Umfeld befassen sich nicht so intensiv mit dem Tod. Die wissen, dass es ihn gibt und dass er passieren kann, aber sie leben überwiegend ihr Leben und denken nicht so viel an ihn. Meine Therapeutin sagt, ich befasse mich ungut viel und intensiv mit diesem Thema und dass es die Leute in meinem Umfeld so machen, wie es sein sollte. Und dass sie diese vielen Gedanken und große Angst vor dem Tod überwiegend nur von Leuten mitbekommt, die schon ganz am Ende ihres Lebens angekommen sind und sich alleine deswegen damit näher befassen müssen. Aber weniger von einer Frau, die bis jetzt noch die Perspektive hat, einige Jahrzehnte zu erleben.

    Wie geht es euch damit? Und habt ihr einen Rat für mich?

  2. Für den Beitrag dankt: tulpe

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  4. #2
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    Standard AW: Wie kann ich lernen, mit dem Tod besser umzugehen?

    Ich bin schon auf der Arbeit aber ich mag dir ein paar Worte dazu schreiben.

    Um den Schrecken des Todes etwas abzumildern kann ich dir nur empfehlen dich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Informiere dich über den Tod und vorallem deren Trauerphasen.

    Ich denke bei dir ist es weniger die Angst vor dem Tod ansich, sondern eher die Angst vor dem möglichen Leid und Krankheit die damit verbunden sind.

    Es ist insgesamt sehr schwer zu verstehen warum es so sein muss. Auch hier gibt es die verschiedenen Ansichten dazu, vom christlichen Glauben bis hin zur Philosophie.

    Ich persönlich habe keine Angst vor dem Tod, sondern auch eher vor dem Siechtum der Erkrankungen; dem hilflos ausgeliefert zu sein. Für mich die Horrorvorstellung ist, wenn der Körper nichts mehr kann aber der Geist alles mitbekommt.

    Leider können wir nicht viel tun um dem aus dem Wege zu gehen, denn es gehört genauso zum Leben wie das geboren werden.


    Ich werde mir nachher noch mal Gedanken machen, falls ich da noch ein paar Antworten für dich habe, lasse ich es dich wissen.

    Liebe Grüße
    SchwarzeSeele
    ★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆

    Ich fühle mich tot, tief in mir drin,
    nur der Schmerz lässt mich wissen,
    dass ich noch am Leben bin.

    ★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆

  5. Für den Beitrag danken: Findefuchs, grisou

  6. #3
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    Standard AW: Wie kann ich lernen, mit dem Tod besser umzugehen?

    eigentlich eine ansichts sache
    da ich schon selber fast gestorben wäre und den tot von andere menschen auch schon miterlebthab

    und mich auch viel damit beschäftigt dazu auch noch den eigenen tot geträumt habemuss ich sagenich fürchte mich null

    glaub zwar nicht das was nach dem tot kommt aber wen doch hoffe ich das es das jenseits der alten götter ist.

    wie soll ich auch was fürchten was mit der geburt schon entschieden ist was ich wen überhaupt fürchten kann ist das wie.

  7. Für den Beitrag dankt: Findefuchs

  8. #4
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    Standard AW: Wie kann ich lernen, mit dem Tod besser umzugehen?

    Es gibt ein sehr schönes Buch.

    Im Himmel welken keine Blumen. von Johann-Christoph Student

    Da geht es um totkranke Kinder, wie sie umgehen mit dem Tod und auch die Eltern kommen zu Wort. Es geht um Trauer. Vielleicht magst du das mal lesen.

    Mich hat es getröstet gerade jetzt wo ich die Süße verloren habe.

    ansonsten ich merke, man muss sich einfach die zeit zum trauern nehmen.
    Man denkt zu viel und tanzt zu wenig.

  9. Für den Beitrag danken: Findefuchs, momo28

  10. #5
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    Standard AW: Wie kann ich lernen, mit dem Tod besser umzugehen?

    Hallo Findefuchs,

    das ist ein wirklich großes Thema, gerade weil wir in unsrer Kultur immer noch ein sehr "verklemmtes" Verhältnis dazu haben.
    Von Jürgen Domian (der Nachtmoderator) gibts ein interessantes Buch: Interview mit dem Tod. Stellenweise hat es mir gut gefallen.
    Dann gibts die wunderbare Elisabeth Kübler-Ross, die mehr oder weniger die Hospizbewegung initiiert hat und die Sterbebegleitung. Ihre Biographie ist schön zu lesen und ihre Bücher zum Thema sterben, Sterbeprozeß. Interviews mit Sterbenden.
    Im Buddhismus kann man ganz andere Ansätze finden als in unserer christlich geprägten Kultur.
    Sicherlich kannst du in der Bücherei einiges finden.

    Vielleicht ist diese Angst bei dir eher eine Angst vor dem Sterben und gar nicht die Angst vor dem Tod?
    Sterben hat etwas mit loslassen zu tun zum Einen und mit Verlust zum Anderen.

    Es ist eine gute Sache sich damit auseinanderzusetzen, denn genau genommen ist das Ziel jeden Lebens immer der Tod.
    Das Werden und Vergehen, das uns die Natur immer so eindrücklich im Jahreskreislauf darstellt ... nur um nach dem Winter wieder lebendig, wach und hell und kraftvoll neu da zu sein ...

    LG

  11. Für den Beitrag dankt: Findefuchs

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