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Thema: Setze mir selbst hundert Ziele, möchte vielleicht zu viel von mir selbst...

  1. #1
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    Standard Setze mir selbst hundert Ziele, möchte vielleicht zu viel von mir selbst...

    Ihr Lieben...

    zum hundertsten Mal das Thema gewälzt. Tausend Gedanken. Ich verbringe mehr Zeit meines Lebens mit unproduktiven Gedankenkreisen und Pläneschmieden- aber fast nie mit dem Umsetzen. Ängste, Sorgen, Selbstzweifel fressen meine Energie.

    Ich, weiblich, fast 30 Jahre alt, kann zufrieden mit meinem Leben sein. Ich bin allein, aber habe einen Hund und eine gute Arbeit. Und ein paar Freunde. Ich bin introvertiert und habe das erst seit kurzem erkannt: Mit dieser Erkenntnis geht es mir viel besser. Aber ich wäre gern manchmal etwas extrovertierter, weil es vieles leichter machen würde. Ich hadere mit mir selbst, halte mich für tollpatschig und naiv und langsam und dumm! Leider. Ich bekomme es einfach nicht los (entsprechende Themen hab ich hier schon eröffnet).

    Ich setze mir so viele Ziele. Ich habe so viele Ansprüche an mich. Ich will so viel von mir, aber ich kann das alles nicht schaffen.
    Ich mache einen Fernkurs zum Thema Psychologie, weil mich das interessiert. Da hänge ich etwas hinterher und muss mich mal dahinterklemmen.
    8 - 10 Stunden Büroarbeit am Tag, das schlaucht auch, dann noch mit meinem Hund spielen, Gassi gehen, ich bin ausgelastet. Will oft nicht so viele Menschen um mich haben, kann mich am besten beim Lesen, alleinsein, entspannen.

    Ich denke, ich bin dumm und im Denken langsam und will alles verbessern. Mache mir ständig Pläne. Allgemeinbildung verbessern. Okay. Alle Wissensfelder aufgeschrieben. Wann will ich was "abarbeiten". Möchte mich hinsetzen, Notizen machen, lesen. Macht irgendwie auch Spaß, aber nicht, wenn ich das alles so unter diesem (eigens auferlegten) Druck mache.
    Rätsel lösen, Spiele spielen: Weil ich glaube, im Denken dann flexibler werden zu können.
    Ich esse gern, möchte aber, weil ich so viel und ungesund esse, auf meine Ernährung ahcten, was mir sehr schwer fällt. Sogar abnehmen würde ich gern. Ich möchte mehr Sport machen, obwohl ich ein Sportmuffel bin. Das täte mir auch gut. Ich versuche, 1-2 Mal die Woche joggen zu gehen, möchte aber noch einmal Schwimmen einbauen, viel mehr mit meinem Hund spazieren gehen, früher aufstehen, mehr Fitness, mich mehr bewegen. Der Tag hat nur 24 Stunden und ich bin schon erschöpft, wenn ich das alles nur lese. Ich bin vielseitig interessiert, kann meine Aufmerksamkeit aber gar nicht bündeln. Weil ich gedanklich immer nur beim "Ziel" bin oder wieder um eigene ewige Probleme kreise, weil ich nicht abschalten kann. Ich denke nur, was ich alles "aufholen" müsste, um mich besser zu fühlen, um das Gefühl zu bekommen, mithalten zu können in der Welt: Ich hab keine Ahnung von Politik. Möchte regelmäßig Zeitung lesen, Nachrichten schauen. Dokus schauen. So viel zu tun! Und selbst wenn cih das tu, bleibt nie etwas hängen. Vielleicht, weil ich so verkrampft bin? Weil ich immer nur will und mich auf lockere Art damit auseinandersetzen kann? Warum verstricke ich mich so in solchen Zielen? Ich möchte entspannter sein. Aber ich hab so viele Ansprüche. Ich möchte meine Wohnung sauberhalten, das ist auch schwer für mich. So viele Dinge! Mann. An den Wochenenden fahre ich auch öfter mal weg, weil Freunde, Familie etc woanders wohnen. Aber in letzter Zeit war ich einfach daheim öfter. Das hat gut getan. Nur keinen Stress machen.
    Ich möchte mich auf mich selbst konzentrieren. Ich mcöhte auch eigentlich gern wieder schreiben, aber da hemmen mich auch wieder tausend Komplexe und dazu die Zeit und Energie...
    Ich setze mich extrem unter Druck.
    Weil ich nicht akzeptieren kann, dass ich vielleicht einfach mal die sein kann, die ich bin. Und nicht erst jemand werden muss? Ich kann das innerlich nicht verfestigen.

    Nicht dass ihr denkt, ich bin so fleißig. Ich plane immer nur und verschwende meine Zeit mit Wünschen und Plänen und Denken. Zerdenken. Unproduktiv. Oder ich spiele ein Computerspiel, schlafe lange oder hänge schon mal vor dem Laptop rum, um Serien und so zu gucken.
    Die Zeit verfliegt immer so.

    Ich muss vielleicht mal loslassen können. Versteht ihr, was ich meine? Ich habe schon Interessen und Dinge, die ich mag, aber ich schaffe gar nicht, das alles zu verfolgen. Habe auch viele Ideen für Unternehmungen außerhalb meiner Wohnung (außer Spazierengehen und Schwimmen...), ich könnte einen Zeichenkurs besuchen, Vorträge besuchen... Fitnesskurse... aber ich schaffe das alles nicht und ich sehe immer nur, was ich alles NICHT mache. Ich bin nicht sehr diszipliniert. Ich setze mich so unter Druck. Ich will das nicht mehr.

    Ich will gut für mich sorgen, für mich da sein.

    Manchmal denke ich, ein passender Partner würde vieles erleichtern. Das gehört nicht hier her, ich weiß.

    Alles ist miteinander vernetzt.
    Jemanden, mit dem ich über ALLES reden kann, alle dummen Fragen stellen, mit dem ich über die aktuellen Themen dieser Zeit mal diskutieren kann, ganz ohne Angst, dass er mich für blöde hält, weil er mich total annimmt, wie ich bin und geduldig ist und freundlich? ... daher wünsche ich mir oft eine Art Mentor. Anderes Thema.

    Aber ich muss es auch allein schaffen. Für mich zu sorgen und mich wertvoll zu fühlen und mich zu akzeptieren.

    Ich habe eine Therapie begonnen. Aber die läuft nur langsam an.

    Ich bin so im Unreinen mit mir selbst. Ich möchte mich verändern, denn ich habe ein Idealbild von mir selbst im Kopf - das ich wohl nie erreichen werde. Das geht sicher vielen Menschen so.

    Ich könnte so ein schönes Leben haben. Die Arbeit ist gut und daheim .. .ich kann doch tun und lassen, was ich will. Warum mache ich es mir selbst so schwer.

    Ich möchte das Leben doch genießen, jeden Moment, auch spontan, und auch den Müßiggang lieben, und einfach loslassen können. Aber ich kann nicht. Ich sehe immer nur, dass ich zu nichts tauge. Es ist so schrecklich.

    Tut mir leid, dass ich immer und immer wieder die gleichen anstrengenden Themen poste.

    Danke für´s Lesen.
    Die Löwen gehn durch den Dornbusch und lösen sich auf.
    Obwohl der ganze Tag unversehrt ist, wird der Gang der Sonne den Himmel
    und das Gebein die Zeit bedeuten.

    J. Jacobsen
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  3. #2
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    Standard AW: Setze mir selbst hundert Ziele, möchte vielleicht zu viel von mir selbst...

    ich kann dir leider keine ratschläge geben, weil ich selber da nicht weiter weiß.
    weiß natürlich auch man sollte sich mehr akzeptieren und lieben und achten.
    welches große thema gehst du in der therapie an?
    mein problem war, dass ich leider andere größere probleme habe/hatte und somit das auf der strecke blieb.
    muss es selbst erlernen, weiß aber auch noch nicht so recht wie.

    sorry, kann verstehen wie du dich fühlst

  4. #3
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    Standard AW: Setze mir selbst hundert Ziele, möchte vielleicht zu viel von mir selbst...

    Das Thema, das ich in der Therapie angehen will, ist eben vermutlich der Grund allen Übels: Mein fehlendes Selbstwertgefühl, mein absolut schlechtes Selbstbild, meine Komplexe. Daraus resultieren alle meine Probleme: Probleme, mich zu aktzeptieren, mich wertzuschätzen und mit anderen umzugehen und meine Bedürfnisse zu achten und auch mal durchzusetzen, wenn es wichtig ist.
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  5. #4
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    Standard AW: Setze mir selbst hundert Ziele, möchte vielleicht zu viel von mir selbst...

    Ich versuche auch alles auf einmal.

    Das einzige was ich dir raten kann ist erstmal 1 oder 2 Sachen zu machen die du dir vorgenommen hasst und den Rest auf ne Liste für die Zukunft zu setzen.
    Allesvauf einmal bringt nur jede Menge Stress und macht dich krank.

    Du könntest auch anfangen zu meditieren ,vielleicht beruhigt dich das ja.

  6. Für den Beitrag danken: Jusehr, Silent Heaven

  7. #5
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    Standard AW: Setze mir selbst hundert Ziele, möchte vielleicht zu viel von mir selbst...

    An Meditation habe ich auch schon gedacht. Dann bleiben natürlich andere Dinge auf der Strecke.

    Das Problem ist: Fertig werde ich doch mit keiner Sache niemals. Und ich kann auch schlecht Prioritäten setzen.
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