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Thema: Zwanghaft schlechtes Gewissen

  1. #1
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    Standard Zwanghaft schlechtes Gewissen

    Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll.. ich bin 17 Jahre alt und Schülerin und wende mich hier an euch, weil ich nicht mehr weiter weiß und mir mein Leben keinen Spaß mehr macht .. Ich bin in einer Beziehung seit anderthalb Jahren und die läuft aufgrund meiner psychischen Schwierigkeiten auch nicht immer leicht.
    Ich würde vorab gern sagen, dass mir meine Beziehung zu meiner Freund sehr viel bedeutet. Ich liebe meinen Freund unfassbar und fühle mich auch nicht gut damit dass ich ihn so. Mit meinen völlig unnötigen Sorgen immer nerve. Angefangen haben meine Probleme im Oktober. Ganz plötzlich. Von 0 auf 100. Ich bin in der Beziehung sehr treu, mir ist Treue extrem wichtig. Icj saß abends daheim und habe micj an eine Situation erinnert in der micj auf einer Feier ein Junge angeschaut hat, immer wieder, worüber icj mich sehr gefreut hab. Mir haben die blicke sehr gut getan, obwohl ich ja eigentlich in einer bziehung bin. Keine große Sache, aber an irgendeinem Abend im Oktober habe icj mich an diese Situation erinnert und habe ein abgrundtief schlechtes Gewissen bekommen. Ich habe meinem Freund nicjt mehr in die Augen sehen können, bin nachts ständig wach geworden und konntr kaum mehr essen, was bei mir wirklich nur der Fall ist, wenn es mir echt schlecht geht. So fing der Horror an. Seitdem suche icj wirklich krankhaft nach Dingen die ich möglicherweise falsch gemacht haben könnte in der Beziehung. Mir fallen ständig neue Dinge ein, die im Endeffekt nur absolute Kleinigkeiten sind. Ich beichte meinem Freund seitdem jede Kleinigkeit und er sagt meistens immer das gleiche: "Schatz, das ist doch überhaupt nicht schlimm und ganz normal". Es ging im Dezember dann so weit, dass ich mich auch nur für Gedanken super schlecht fühlte und das hält bis jetzt an. Ganz egal ob es nun "schlimmere" dinge oder nur absolute Nichtigkeiten, wie zb. Kurze gedanken an einen anderen mann, den ich hübsch finde oder so, sind, ich habe immer ein gleichermaßen schlechtes Gewissen und will ihm alles beichten um mein gewissen zu entlasten. Ich habe des Weiteren die Sorge, ich könne unnormale sexuelle Gedanken haben, die ich aber ungern aussprechen will. Mein Freund tut mir leid, dass er dann ja quasi mit einem total unnormalen Menschen zusammen ist.. er kennt diese sexuellen Gedanken die ich so hsbe nicht, jedoch fühle ich mich ständig schlecht weil ich sie ihm nicht mitteilen will.. ist das egoistisch von mir?
    Ich bin beim Psychiater deswegen, der hat mir ein Medikament gegen diesen Grübelzwang gegeben (Aripiprazol) aber es hilft mir nicht.. Außerdem gehe ich ab und an zu einem Heipraktiker der gleichzeitig auch Psychoanalytiker ist. Dieser sagt mir, ich sei einfach nur auf einmal erwachsen geworden und nimmt mein Problem nicht wirklich ernst. Ich befürchte auch, mich könnten hier einige nicht ernst nehmen und denken "mein gott, die hat sorgen.." aber es ist mein absoluter Ernst wenn ich sage dass dieses permanente schlechte Gewissen mich langsam fix und alle macht. Es ist zwar nicht mehr so extrem wie im Oktober/November aber es ist trotzdem unerträglich und ich wüsste gerne mal was auf einmal mit mir los ist. Mein Psychiater sagt, ich hätte mich bloß noch nicht selbst gefunden. Ich bin zugegebenermaßen auch kein wirklich selbstbewusster mensch und hänge (wahrscheinlich auch zu sehr) an meinem Freund. Er ist ein sehr unabhängiger Mensch und liebt mich auf gesunde Art und Weise, was man von mir nicht sagen kann. Ich weiß auch nicht, ob es an meiner Kindheit liegt, dass ich bin wie ich bin (Vater wird schnell laut, ist sehr launisch, extrem naiv, nicht unbedingt der Hellste und ich ekle mich vor ihm ; Mutter ist sehr introvertiert, hängt sehr an mir, will immer alles wissen und mir fällt mittlerweile auch selber auf dass sie mir manchmal für Kleinigkeiten versucht ein schlechtes Gewissen zu machen).
    Ich habe, sollte das von Belang sein, auch nicht unbedingt viele Freunde, seit einigen Wochen merke ich auch wie meine Motivation nachlässt, etwas zu ändern und Erfolg zu haben in dem was ich tue.. so schwänze ich mittlerweile immer öfter die Schule und mache keine hausaufgaben mehr obwohl ich sonst recht ehrgeizig in der Schule und auch nicht gerade dumm bin. Ich komme mittags von der Schule und schlafe dann, weil ich keine Lust mehr habe was zu machen.. das sah bis vor einigen Wochen noch anders aus.
    Kann mir jemand sagen, ob ich Chancen habe, je wieder "Ich" zu werden? Ich will aufhören dieses zwanghaft schlechte Gewissen zu haben und immer zu glauben ich hätte kein schönes Leben verdient.. es fällt mir auch schwer mein Selbstbewusstsein aufzubauen, weil ich überzeugt bin, dass ich unnormal bin und ein unnormaler mensch sowieso nicht liebenswert ist... kennt sich jemand hiermit aus ?:-( ich wäre so dankbar wenn mir jemand einen guten gemeinten Rat geben könnte, denn ich fühle mich als würde mir mein Leben langsam immer weiter aus den Händen gleiten.. ich will so gerne mein Abitur schaffen und dann Sprachwissenschaft studieren gehen (mein größtes Hobby neben Sprachenlernen) und habe langsam Angst es soweit gar nicht mehr zu bringen obwohl ich sonst eine echt fleißige Schülerin war.
    Gibt es ein Medikament gegen dieses schlechte Gewissen? Mittlerweile wäre mir alles Recht, um das loszuwerden...

    Es ist ein langer Text geworden aber ich wollte keine wichtigen Dinge auslassen damit ihr euch ein bild von mir machen könnt. Bitte glaubt mir was ich schreibe.. dieses schlechte Gewissen ist wirklich kaum mehr zu ertragen.

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  3. #2
    Registriert Avatar von Kurti
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    Standard AW: Zwanghaft schlechtes Gewissen

    Hallo Maria,

    ich hatte früher auch sehr schnell ein schlechtes Gewissen, vor allem, weil ich es allen, außer mir selbst, recht machen wollte. Bei mir kam das von meiner Mutter, die ihren Perfektionismus auf mich übertragen hat.

    Vor allem Besuche haben mich sehr gestresst... was glaubst du, was ich alles angestellt habe, damit es auch ja perfekt wurde... und das Ende vom Lied war dann, dass ich nach 5 Minuten schon kaputt war.

    Ich würde dir zu einer Psychotherapie raten, da Zwangshandlungen und Zwangsgedanken schon recht umfangreich sind und nicht mehr unter die Kategorie "schlechter Tag" fallen. Du könntest aber auch Anfänge einer Depression zeigen, vor allem, weil du immer ins Bett willst und die Schule schleifen lässt.

    LG

  4. #3
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    Standard AW: Zwanghaft schlechtes Gewissen

    Das tut mir sehr leid für dich.. also könnte es sein dass meine mutter das auf mich übertragen hat?
    Mitunter falle ich auch einfach todmüde ins bett weil dieses viele nachdenken wirklich anstrengend ist und tatsächlich auch physisch kaputt macht..
    Ich bin ja bereits in Behandlung, jedoch bringt mir das (bisher noch) nichts..

    Hat noch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir sagen was er gemacht hat, um sich besser zu fühlen?:/

  5. #4
    Gast Nachdenklich
    Gast

    Standard AW: Zwanghaft schlechtes Gewissen

    Mein Rat an dich wäre: ersetze dein Schuldgefühl durch Liebe - die Liebe zu deinem Frund und zu dir selbst. Sei ihm also treu aus Liebe und vermeide die Gedanken, die dir schaden, aus Liebe zu dir selbst.

    Es ist dann ein freiwilliges, spontanes, beglückendes Befolgen der Werte, die sich aus empfundener Liebe ergeben und nicht aus Angst vor Schuld und Strafe.

    Ich bin sicher, du kannst es.

  6. #5
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    Standard AW: Zwanghaft schlechtes Gewissen

    Hallo, ich hoffe das du hier noch aktiv bist. Ich habe genau dasselbe Problem wie du und ich wollte fragen ob sich inzwischen eine Lösung gefunden hat und du eventuell einen Befund vom Psychologen hast. Lg Sara

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