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Thema: Womit habe ich so ein Leben verdient?

  1. #1
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    Standard Womit habe ich so ein Leben verdient?

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    Geändert von uBRNX (03.07.2017 um 16:09 Uhr)

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  3. #2
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    Standard AW: Womit habe ich so ein Leben verdient?

    Du hattest zu viel Zeit zum nachdenken. Passiert und allen mal. Aber du hattest da schon fast ein bisschen zu viel Zeit.

    Das Problem haben wir aber alle. Wenn wir uns zu sehr nach innen kehren, dann denken wir auf einmal alles wäre richtig schei*e und du bist schlichtweg einfach darin stecken geblieben.
    Was erwartest du eigentlich? Ziele zu finden während du nichts tust? Ziele und Erfolge kommen nicht in dein Haus reingeweht während du vor dem Pc gammelst und googelst "Wie finde ich einen Weg in meinem Leben?"
    Du weißt ob ein Weg der richtige ist wenn du ihn gehst. Nicht mehr und nicht weniger.

    Die Lösung ist schlichtweg, schwing deinen Arsch hoch, nutz dein k*ck Abitur und bewirb dich auf Unis für jeden möglichen Kram der dir irgendwie interessant erscheint. Da gibts dann auch Bafög. Wohn im Studentenheim, sparste vielleicht was. Oder in einer Wg, triffst du neue Menschen.

    Niemand wird dich wirklich richtig kennen. Wenn nur die wenigsten, wenn nicht wirklich nur eine Person in deinem ganzen Leben. So ist das halt einfach, und das muss man akzeptieren. Es gibt nun einmal Menschen, die das nicht wollen, können oder einfach nicht verstehen. Aber sind diese Menschen dann wirklich wertlos? Nö. Sieh das nicht so extrem und komm auf den Teppich.

    Ich glaub die Berwerbungsfrist für das WIntersemester ist vorbei, also bewirb dich jetzt für das Sommersemester.
    Und dann warte auf Antwort. Nimm dir einen Job für die Zeit in der du Geld verdienst um dir was auf die hohe Kante legen zu können für spätere Eventualitäten wie Rechnungen etc.

    Also komm von deinem Mitleidsthron runter auf dem du überprivilegiert jammern kannst dass dein Leben so "schlimm" ist und niemand das Ausmaß deines Leidens je verstehen wird und komm aus deinem freien Jahr raus. Du hattest Zeit nachzudenken, bist auf die falsche Gedankenspur geraten. Lern jetzt daraus. Warum sonst hast du dir dieses Jahr genommen? Um was dazu zu lernen. Um dich mit dir selbst zu beschäftigen. Und jetzt hast du dein Ergebnis. Es gefällt dir nicht. Gibt halt nicht immer super Ergebnisse und das muss man akzeptieren. Was ist die Alternative? Dir noch ein Jahr zu nehmen und auf ein besseres Ergebnis zu hoffen? Und dann noch ein Jahr, weil es wieder zum selben Ergebnis geraten ist? Und dann noch ein Jahr? Und dann noch eins?

    Und dann? Soll das so weitergehen? Natürlich nicht. Und das willst du ja auch nicht. Also musst du die Ärmel hochkrempeln und deinen eigenen Weg finden.

    Du bist nicht bereit dafür, aber das war nie jemand als er "in die weite Welt zog". Du bist 20. Du hast noch nichts vom Leben gesehen, wie kannst du dann erwarten es vollkommen zu packen? Du wirst oft auf die Schnauze fallen. Dir wird vielleicht hin und wieder der Strom abgestellt, du wirst deine halbe Küche in Brand stecken, du wirst Jobs verlieren, du wirst Bewerbungsabsagen erhalten, du wirst einen Kredit nicht abbezahlen können, jemand wird dein AUto aufbrechen und du wirst keine Ahnung haben was du jetzt tun sollst. Jemand wird Rotwein über dein weißes T-Shirt kippen und du hast keinen Plan wie man sowas rauswäscht. Du wirst vor tausend Aufgaben stehen und keine Ahnung haben wie es nun weitergeht. Aber es geht trotzdem immer weiter. Nur du allein kannst entscheiden ob du daran beteiligt sein willst oder nicht.
    Das Leben geht immer weiter, ob mit oder ohne einen. Und entschließt man sich nichts zutun, dann sollte man nicht jammern. Denn man hat sich dazu entschieden nichts zutun. Tut man etwas und es klappt nicht, dann kann man sich trotzdem noch im Spiegel ansehen denn man ist nicht untätig gewesen.

    Zieh aus. Hab Angst. Tu die Dinge und leb dein verdammtes Leben. Du kratzt eh irgendwann ab, also mach das Beste draus und leb es einfach.

    Und wenn du nicht weißt was du willst, ja umso besser. Dann hast du alle Möglichkeiten offen um sie zu erkunden. Je weniger du weißt desto mehr kannst du lernen.

    Und auf dem Weg wirst du noch viele Menschen kennenlernen und verlieren. Du wirst dich oft zum Affen machen, und auch oft noch das Gefühl haben dass niemand dich kennt. Thats life. Niemand hat gesagt dass es der größte Spaß sein wird. Also muss man sich einen Spaß machen.
    “Of course I'm sane, when trees start talking to me, I don't talk back.”
    ― Terry Pratchett

  4. Für den Beitrag dankt: uBRNX

  5. #3
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    Standard AW: Womit habe ich so ein Leben verdient?

    Du bist 20 Jahre alt und hast erst etwa ein viertel Deines Lebens hinter Dir - Du hast noch 75 Prozent Lebenszeit und Lebenswege vor Dir. Seit 2 Jahren bist Du gesetzlich Erwachsen - obwohl der Prozess des Ewachsen seins und Werdens noch viele Jahre dauern wird - denn in das Erwachsensein muss man reinwachsen, wie in ein Hemd, welches noch viel zu groß ist. Aber es ist das einzigste Hemd und Du musst es tragen - ob es darunter zieht, ob Du darunter frierst oder schwitzt, ob es juckt oder kratzt - Du bist sein Besitzer und Eigentümer.
    Wenn es Dein Wunsch ist umzuziehen, dann musst Du die nächsten Jahre daran arbeiten, um ihn Dir diesen zu erfüllen.
    Bei Deinen Eltern zahlst Du keine Miete und von daher kannst Du selbst verdientes Geld ansparen, um für Deine Zukunft ein finanzielles Startpolster zu haben. Startgeld. Die Zeit arbeitet nicht gegen Dich und in 5 Jahren kannst Du dort sein, wo Du sein möchtet....5 Jahre sind eine kurze Zeit, wenn man sie richtig nutzt und sich immer vor Augen hält.......wohin die Reise gehen soll.
    Was wir am nötigsten brauchen,
    ist ein Mensch, der uns zwingt, das zu tun, was wir können. >Ralph Waldo Emerson<

    "Unmöglich – sagt Deine Angst, Zu viel Risiko – Deine Erfahrung, Sinnlos – Dein Zweifel
    Versuchs - flüstert Dein Herz"

  6. Für den Beitrag dankt: uBRNX

  7. #4
    Holzrose
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    Standard AW: Womit habe ich so ein Leben verdient?

    Die Kindheit und ganz junge Jugend liegt hinter dir. Es fängt für dich ein neuer Lebensabschnitt an als Erwachsener Mensch; da stehst du noch ganz am Anfang und musst dich erst mal mit der neuen Situation abfinden lernen, wie viele andere auch in dem Alter. Sich eine Ausbildung einen Beruf suchen, was dir zusagt, wäre doch ein Anfang. Einfach ist es nie, aber mach was. Könnte es sein, dass du der "behüteten" Kindheit nachtrauerst? Du hast doch gute Voraussetzungen für das weitere Leben, dann mach was draus. Es ist nie einfach, aber da muss ja jeder durch. Viel Glück.

  8. Für den Beitrag dankt: uBRNX

  9. #5
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    Standard AW: Womit habe ich so ein Leben verdient?

    Zitat Zitat von whateverest Beitrag anzeigen
    Du hattest zu viel Zeit zum nachdenken. Passiert und allen mal. Aber du hattest da schon fast ein bisschen zu viel Zeit.

    Das Problem haben wir aber alle. Wenn wir uns zu sehr nach innen kehren, dann denken wir auf einmal alles wäre richtig schei*e und du bist schlichtweg einfach darin stecken geblieben.
    Was erwartest du eigentlich? Ziele zu finden während du nichts tust? Ziele und Erfolge kommen nicht in dein Haus reingeweht während du vor dem Pc gammelst und googelst "Wie finde ich einen Weg in meinem Leben?"
    Du weißt ob ein Weg der richtige ist wenn du ihn gehst. Nicht mehr und nicht weniger.

    Die Lösung ist schlichtweg, schwing deinen Arsch hoch, nutz dein k*ck Abitur und bewirb dich auf Unis für jeden möglichen Kram der dir irgendwie interessant erscheint. Da gibts dann auch Bafög. Wohn im Studentenheim, sparste vielleicht was. Oder in einer Wg, triffst du neue Menschen.

    Niemand wird dich wirklich richtig kennen. Wenn nur die wenigsten, wenn nicht wirklich nur eine Person in deinem ganzen Leben. So ist das halt einfach, und das muss man akzeptieren. Es gibt nun einmal Menschen, die das nicht wollen, können oder einfach nicht verstehen. Aber sind diese Menschen dann wirklich wertlos? Nö. Sieh das nicht so extrem und komm auf den Teppich.

    Ich glaub die Berwerbungsfrist für das WIntersemester ist vorbei, also bewirb dich jetzt für das Sommersemester.
    Und dann warte auf Antwort. Nimm dir einen Job für die Zeit in der du Geld verdienst um dir was auf die hohe Kante legen zu können für spätere Eventualitäten wie Rechnungen etc.

    Also komm von deinem Mitleidsthron runter auf dem du überprivilegiert jammern kannst dass dein Leben so "schlimm" ist und niemand das Ausmaß deines Leidens je verstehen wird und komm aus deinem freien Jahr raus. Du hattest Zeit nachzudenken, bist auf die falsche Gedankenspur geraten. Lern jetzt daraus. Warum sonst hast du dir dieses Jahr genommen? Um was dazu zu lernen. Um dich mit dir selbst zu beschäftigen. Und jetzt hast du dein Ergebnis. Es gefällt dir nicht. Gibt halt nicht immer super Ergebnisse und das muss man akzeptieren. Was ist die Alternative? Dir noch ein Jahr zu nehmen und auf ein besseres Ergebnis zu hoffen? Und dann noch ein Jahr, weil es wieder zum selben Ergebnis geraten ist? Und dann noch ein Jahr? Und dann noch eins?

    Und dann? Soll das so weitergehen? Natürlich nicht. Und das willst du ja auch nicht. Also musst du die Ärmel hochkrempeln und deinen eigenen Weg finden.

    Du bist nicht bereit dafür, aber das war nie jemand als er "in die weite Welt zog". Du bist 20. Du hast noch nichts vom Leben gesehen, wie kannst du dann erwarten es vollkommen zu packen? Du wirst oft auf die Schnauze fallen. Dir wird vielleicht hin und wieder der Strom abgestellt, du wirst deine halbe Küche in Brand stecken, du wirst Jobs verlieren, du wirst Bewerbungsabsagen erhalten, du wirst einen Kredit nicht abbezahlen können, jemand wird dein AUto aufbrechen und du wirst keine Ahnung haben was du jetzt tun sollst. Jemand wird Rotwein über dein weißes T-Shirt kippen und du hast keinen Plan wie man sowas rauswäscht. Du wirst vor tausend Aufgaben stehen und keine Ahnung haben wie es nun weitergeht. Aber es geht trotzdem immer weiter. Nur du allein kannst entscheiden ob du daran beteiligt sein willst oder nicht.
    Das Leben geht immer weiter, ob mit oder ohne einen. Und entschließt man sich nichts zutun, dann sollte man nicht jammern. Denn man hat sich dazu entschieden nichts zutun. Tut man etwas und es klappt nicht, dann kann man sich trotzdem noch im Spiegel ansehen denn man ist nicht untätig gewesen.

    Zieh aus. Hab Angst. Tu die Dinge und leb dein verdammtes Leben. Du kratzt eh irgendwann ab, also mach das Beste draus und leb es einfach.

    Und wenn du nicht weißt was du willst, ja umso besser. Dann hast du alle Möglichkeiten offen um sie zu erkunden. Je weniger du weißt desto mehr kannst du lernen.

    Und auf dem Weg wirst du noch viele Menschen kennenlernen und verlieren. Du wirst dich oft zum Affen machen, und auch oft noch das Gefühl haben dass niemand dich kennt. Thats life. Niemand hat gesagt dass es der größte Spaß sein wird. Also muss man sich einen Spaß machen.
    Großen dank für den Text. Ich drucke mir den jetzt aus und jedes mal wenn es mir wieder so geht, lese ich ihn mir durch. DANKE!

    Zitat Zitat von Petra47137 Beitrag anzeigen
    Du bist 20 Jahre alt und hast erst etwa ein viertel Deines Lebens hinter Dir - Du hast noch 75 Prozent Lebenszeit und Lebenswege vor Dir. Seit 2 Jahren bist Du gesetzlich Erwachsen - obwohl der Prozess des Ewachsen seins und Werdens noch viele Jahre dauern wird - denn in das Erwachsensein muss man reinwachsen, wie in ein Hemd, welches noch viel zu groß ist. Aber es ist das einzigste Hemd und Du musst es tragen - ob es darunter zieht, ob Du darunter frierst oder schwitzt, ob es juckt oder kratzt - Du bist sein Besitzer und Eigentümer.
    Wenn es Dein Wunsch ist umzuziehen, dann musst Du die nächsten Jahre daran arbeiten, um ihn Dir diesen zu erfüllen.
    Bei Deinen Eltern zahlst Du keine Miete und von daher kannst Du selbst verdientes Geld ansparen, um für Deine Zukunft ein finanzielles Startpolster zu haben. Startgeld. Die Zeit arbeitet nicht gegen Dich und in 5 Jahren kannst Du dort sein, wo Du sein möchtet....5 Jahre sind eine kurze Zeit, wenn man sie richtig nutzt und sich immer vor Augen hält.......wohin die Reise gehen soll.
    Schön formuliert, danke.

    Zitat Zitat von Holzrose Beitrag anzeigen
    Die Kindheit und ganz junge Jugend liegt hinter dir. Es fängt für dich ein neuer Lebensabschnitt an als Erwachsener Mensch; da stehst du noch ganz am Anfang und musst dich erst mal mit der neuen Situation abfinden lernen, wie viele andere auch in dem Alter. Sich eine Ausbildung einen Beruf suchen, was dir zusagt, wäre doch ein Anfang. Einfach ist es nie, aber mach was. Könnte es sein, dass du der "behüteten" Kindheit nachtrauerst? Du hast doch gute Voraussetzungen für das weitere Leben, dann mach was draus. Es ist nie einfach, aber da muss ja jeder durch. Viel Glück.
    Ich denke das mit der "Behütung" könnte so stimmen. Danke für die Worte.

  10. Für den Beitrag dankt: Petra47137

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