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Thema: Verlustängste

  1. #1
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    Standard Verlustängste

    Schönen Sonntag gewünscht,

    Wie die Überschrift schon sagt, habe ich Verlustängste und leider absolut keine Ahnung, wie ich gegen diese angehen soll und in der aktuellen Situation. Ich weiß nichtmal, wo diese wirklich herkommen und kann mir nur wage ein Bild machen, wie das überhaupt alles zusammenhängen könnte. Zumindest beschäftigt mich das sehr und schon lange und nahm/nimmt sehr großen Einfluss auf mich und mein Leben und die Freude daran.

    Ich möchte mich so kurz wie möglich halten, weiß ja selbst noch nicht, was am Ende in diesem Text so stehen wird, ich schreibe einfach drauf los:
    Ich verfasste bereits ein Thema bezüglich einer guten Freundin, die ich nun seit fast vier Jahren kenne und meinerseits ziemlich früh sehr intensiv an ihr emotional hing, verknallt war. Bis heute haben wir noch viel Kontakt und unternehmen einiges zusammen. Ich möchte fast behaupten, sie ist einer der besten Freunde/innen, die ich je hatte obwohl sie noch sehr jung ist (20). Ich biss mich deshalb durch, dachte mir: Eine Freundschaft ist doch viel Wert, besser als den Kontakt abzubrechen. Ich denke, ich habe es zumindest akzeptiert, mich damit abgefunden. Nun weiß ich aber leider nicht, ob mich das hat wachsen und reifen lassen, oder aber auch innerlich zerrissen hat. Denn wirklich glücklich bin ich zur Zeit wirklich nicht, zieh mich immer öfter und mehr zurück (außer bei ihr).
    An neue Bekanntschaften, Menschen traue ich mich kaum noch heran, bin lieber allein und leide gleichzeitig darunter. Renn daheim und im Alltag Kreise, wenn sie sich mal 3 Tage nicht meldet und habe Angst, sie als Freundin auch noch zu verlieren, nachdem es mit der Liebe schon nichts wurde. Ich frage mich oft, warum verbringt sie mit mir als platonischem Freund so gerne und viel Zeit, obwohl sie unkompliziertere Freunde hat und finden kann, immer wieder kennenlernt. Und ich denke, da ist der Knackpunkt. Ich halte selbst nicht so viel von mir und dann wieder doch - ich finde mich selbst nicht mehr, weiß nicht wo ich stehe im Leben, obwohl ich nicht unzufrieden sein dürfte. Guter Job, keine Schulden, keine finanziellen Sorgen, Freiheit, die Welt vor mir - bereit sie zu erobern. Habe viele Ziele gehabt, viele erreicht und hänge mich an denen auf, die ich nicht bekommen habe.. Wie eben die Frau an meiner Seite.

    Es passierte mir einige Male, dass ich mich in Frauen verliebte und es nicht erwiedert wurde, dann gab ich mich mit Freundschaft zufrieden und lief ihnen hinterher, versuchte der perfekte für sie zu sein (ich weiß selbst, dass das dumm war). In dem Fall ist es etwas anders.. Denn sie nutzt mich nicht aus, ist für mich da wie ich für sie, fährt an einem Tag 300 km um mit mir einen Kaffee zu trinken und sich zu treffen usw..
    Eigentlich immer wieder Verhaltensmuster und Dinge, die eigentlich sagen: Nicht nur Freundschaft. Aber da ist ihrerseits eben einfach keine sexuelle Anziehung.
    Ich hab schon öfter gute Freunde verloren, die sich einfach zurückgezogen haben, auch ich habe das leider schon getan - aber daraus gelernt. Wurde einige Male entäuscht, aber wer nicht?!

    Mich begleiteten seit den frühen 20ern immer intensive Verlustängste, sobald mir ein Mensch sehr am Herzen lag und damit habe ich das Ein oder Andere wohl auch selbst zu verantworten. Ich möchte nicht nur die Schuld bei anderen suchen.
    Allerdings verliere ich mich darüber derzeit sehr oft in Gedanken. Ich meldete mich zum Kampfsport an, geh zu Stammtischen, versuche unterwegs zu sein aber es fällt mir immer schwerer in Gang zu kommen.. Das alles frisst derzeit sehr an mir und raubt mir immer mehr Kraft und Energie, ich kann kaum noch runterkommen.

    Der Text ist eh schon zu lang geworden, Vieles hätte noch erwähnt werden können aber das Gröbste bin ich mal losgeworden

    Schöne Grüße

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  3. #2
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    Standard AW: Verlustängste

    Lieber Miata,

    wir Menschen lieben die Unendlichkeit des Glücks und fürchten uns vor dem Tod.

    Die Angst signalisiert uns, dass wir nichts festhalten können, weder Menschen noch den Job oder unsere Gesundheit.
    Die Liebe aber - diese gibt uns Hoffnung, dass das Glück nicht im Festhalten oder im Haben (Haben eines Menschen) besteht, sondern in der Zufriedenheit des Seins. Diese Liebe treibt die Angst aus. Dort wo Liebe (zu mir und zu dem Menschen) besteht, hat die Angst keine Chance.

    Lieben wir uns selbst nicht (...haben Minderwertigkeitsgefühle), hat die Angst eine Chance. Durch die Minderwertigkeitsgefühle erhalten wir das Signal: Du bist wertlos - deswegen hast Du nicht....
    Nicht-Haben passt eben gut zur Wertlosigkeit.

    Das Wissen "ich bin ein wertvoller Mensch" ist ein SEIN-Ausdruck. Glücklichsein gehört zum Sein und ist keine Folge des Habens.

    Meine Empfehlung: Bleibe im SEIN, akzeptiere dass Du niemanden und nichts festhalten kannst, geniesse das Beisammensein mit lieben Menschen. Gib dem anderen und verlasse so die Welt des Habens und lasse Deinen Nächsten bei Dir liebevoll geborgen SEIN.

    Kannst Du etwas mit diesen Zeilen anfangen?

    LG, Nordrheiner

  4. Für den Beitrag dankt: Silent Heaven

  5. #3
    Lenja
    Gast

    Standard AW: Verlustängste

    Hallo, lieber Miata,
    zeigen dir vielleicht deine Verlustängste, dass du ein starkes, doch noch nicht bewusst gewordenes Bedürfnis nach der Gründung eigener Familie hast ..? Nach dieser besonderen zwischenmenschlichen Bindung und Nähe, die man nur in der gemeinsam mit einem anderen Menschen gegründeten Familie und mit gemeinsamen Kindern erleben kann ..?

    L.G. Lenja

  6. #4
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    Standard AW: Verlustängste

    Teilweise, ja.. Kann schon was damit anfangen.
    Im Grunde ist mir das Alles eigentlich durchaus bewusst. Eigentlich..

    Das Beisammensein in den Momenten genieße ich in vollen Zügen, bin in den Momenten glücklich/er.
    Jedoch nicht davor oder danach. Ich war immer ein Mensch, der gut alleine zurecht kam und auch seine Ruhe liebte. Doch zu dieser Ruhe finde ich momentan nicht.

    Sobald mal ein paar Tage kein Kontakt herrscht, dreht der Verstand völlig frei. Bei lockeren Bekanntschaften oder Freunden, zu denen ich immer eher sporadischen, aber dennoch regelmäßigen Kontakt hatte ist das weniger der Fall.

  7. #5
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    Standard AW: Verlustängste

    @Lenja

    Ja, zum Teil hege ich diesen Wunsch. Von meinen Eltern, Großeltern und anderen Seiten von Familie oder Bekannten sah ich diese Musterehe. Von meinen Eltern bekomme ich sie vorgelebt, meine Großeltern waren über 50 Jahre - bis in den Tod zusammen.

    ich bin 33 und meine längste Beziehung waren 6 Monate und meistens war ich der Verlassene.
    Kinder möchte ich keine, keine Familie Gründen aber der Wunsch nach der Partnerin wird größer, je älter ich werde. Und dann wird man meistens nur der "gute Freund"

    Es hängt wohl irgendwie zusammen - wie groß der Anteil ist, keine Ahnung. Ich denke, es spielt noch mehr dazu

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