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Thema: Ich kann nicht mehr! Ich habe keine Energie mehr- ich bin total verzweifelt!

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Ich kann nicht mehr! Ich habe keine Energie mehr- ich bin total verzweifelt!

    Ich kann nicht mehr! ich habe keine Energie mehr- ich bin total verzweifelt...sitze schon den ganzen tag vorm Computer. ich hoffte ,übers Internet eine Beziehung zu finden oder zumindest eine nette Bekanntschaft. aber alle mit denen ich heute geschrieben habe, wollten nur sex oder sind in einer Beziehung. dafür bin ich mir zu schade.
    ich habe keine wahren freunde und bin sehr einsam und allein. außerdem bin ich fast nur zuhause, ich habe kein echtes leben so wie andere die freunde treffen, fortgehen. ich bin auch arbeitslos und denke zuerst müsste ich eine gescheite arbeit finden. durch die Arbeitslosigkeit kann ich mir meine Bedürfnisse nicht erfüllen und auch alle anderen Bedürfnisse wie nähe, Geborgenheit werden nicht gestillt. das macht mich mittlerweile schon wütend, weil ich schon länger arbeitslos bin. ich habe nur ein Kind großgezogen. ich bin alleinerziehend seit mein Kind 3 jahre ist. das Kind war nicht geplant und eigentlich hätte ich keines bekommen dürfen. irgendwie mit meiner gesamten Kraftanstrengung ist es trotz eigener "Probleme" doch gut gegangen ein Kind großzuziehen. jetzt braucht es mich nicht mehr viel. mein eigenes leben blieb dabei aber auf der strecke beziehungsweise verlief erfolglos. so gerne würde ich mit beiden beinen im Job stehen. ich habe das gefühl andere leute profitieren davon wenn es mir schlecht geht. und gerade geht es mir so schlecht dass ich ans gift nehmen gedacht habe kurz. Ich bin wirklich down und weiss nicht alleine wies weitergehn soll oder wer mich aufrichten sollte. die Telefonseelsorge könnte ich anrufen, aber das habe ich schon öfter...es war kurz in dem Moment hilfreich, aber ist mein leben dadurch besser geworden?
    für meine Eltern bin ich auch finanziell eine last. die letzten jahre halte ich mich mit selbsthilfebüchern über wasser. aber hat sich mein leben dadurch grundlegend verbessert? nein, ich hocke immer noch zuhause und grüble über mich selbst nach.
    vorige Woche war ich mal wieder kurz "draußen" auf einem fest (da gebe ich mich gern , für viele vielleicht arrogant. es würde mich nicht wundern, dass manche dann auch mal neidisch auf mich sind) Aber was wissen die denn schon, wie es in mir aussieht? sie wissen vielleicht dass ich arbeitslos bin(ich wohne in einem Dorf) oder dass mich meine Eltern finanziell manchmal unterstützen. es ist mir unangenehm und peinlich so abhängig zu sein ich frage sonst nie wen um irgendwas und glaubt eine Zeitlang alles alleine meistern zu müssen. lange jahre habe ich mich selbst wegen Kleinigkeiten fertig gemacht, was jetzt nicht mehr so ist. aber dennoch habe ich noch kein wirkliches leben nur eine stinkewut dass meine Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Alleine um rauszufinden, dass ich eine wut habe und keine Depression, das kostete mich viel selbstarbeit und Reflexion. Derzeit bin ich wirklich sehr am ende, es kann so nicht mehr weitergehen. ich würde mir einen halt wünschen, nähe, Geborgenheit...und bekomme es nicht. ich habe angst vor der Zukunft. ich kann das nicht mit schönen worten zudecken. mir steht das wasser bis zum hals. Hilfe.

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  3. #2
    Virginia
    Gast

    Standard AW: Ich kann nicht mehr! Ich habe keine Energie mehr- ich bin total verzweifelt!

    Hallo,

    ich bin zwar nicht oft hier, aber heute hab ich mal rein gesehen und da ist mir dein Beitrag aufgefallen. Du scheinst sehr verzweifelt zu sein und hast noch keine Antwort bekommen - deshalb dachte ich spontan, ich logge mich ein und schreibe dir. Ich weiß selber aus Erfahrung, wie gut es tut, eine Reaktion zu erhalten.

    Zuerst: ich rede nicht von grauer Theorie, denn ich war selber alleinerziehend und hatte mal ähnliche Probleme wie du. Ist nur schon lange her, aber ich habe sie nicht vergessen. Vielleicht findest du das, was ich dir schreiben möchte, nicht hilfreich oder es macht dich sogar wütend. Leider kann man in einem Forum nur sehr begrenzt helfen, ich glaube, das einzige, das man tun kann, ist Anteilnahme zu zeigen und - falls man aus ähnlichen Löchern raus gefunden hat - darüber zu erzählen, wie das vor sich ging. Natürlich ist jeder Mensch anders, daher gibt es auch keine allgemein gültigen Lösungen, aber es gibt Problematiken, die so ziemlich denselben Mechanismen gehorchen. Wie jeder das dann angehen will und kann, hängt allerdings wieder von der individuellen Situation und von den inneren und äußeren Ressourcen des/der Betreffenden ab. Letztlich auch von seinem Naturell.

    Daher möchte ich weniger davon erzählen, wie ich da raus gefunden habe, sondern mehr davon, was mir im Laufe der Zeit klar geworden ist.

    Der Einfachheit halber, zitiere ich aus deinem Beitrag einige Stellen, die mir aufgefallen ist und wozu ich etwas sagen möchte:

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    ich hoffte ,übers Internet eine Beziehung zu finden oder zumindest eine nette Bekanntschaft. aber alle mit denen ich heute geschrieben habe, wollten nur sex oder sind in einer Beziehung. dafür bin ich mir zu schade.
    Ich weiß nicht, wie alt du bist und was du schon für dich getan hast bzgl. Reflexion, Therapie, Beschäftigung mit deiner Geschichte usw. Ich kann verstehen, dass du in einsamen Momenten, unter denen du sehr leidest, verzweifelt im internet nach Beziehungen suchst (habe ich früher auch schon gemacht), aber das ist ganz bestimmt nicht eine Lösung deiner Probleme. Man kann nicht einfach so auf Knopfdruck eine Beziehung oder auch nette Bekanntschaft finden. Das alles muss sich entwickeln und ergeben, mit Druck - aus großer Not heraus - geht das überhaupt nicht. Ich glaube, das ist dir auch selber klar und was du wirklich gesucht hast, war einfach Kontakt. Dafür ist das Internet manchmal gut, wenn man sich klar gemacht hat, dass es nur eine kurzfristige Erleichterung sein kann. So wie ein Notfallprogramm, um wenigstens mit irgend jemand Verbindung aufzunehmen.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    ich habe keine wahren freunde und bin sehr einsam und allein. außerdem bin ich fast nur zuhause, ich habe kein echtes leben so wie andere die freunde treffen, fortgehen. ich bin auch arbeitslos und denke zuerst müsste ich eine gescheite arbeit finden. durch die Arbeitslosigkeit kann ich mir meine Bedürfnisse nicht erfüllen und auch alle anderen Bedürfnisse wie nähe, Geborgenheit werden nicht gestillt.
    Arbeitslosigkeit ist natürlich ein ernstes Problem. Auch ich kenne sie. Man hat nichts zu tun, fühlt sich schlecht, weil man finanziell nicht für sich sorgen kann, im Vergleich zu anderen, die Arbeit haben, noch dazu "wertloser". Das stimmt natürlich nicht, denn niemandes Wert hängt davon ab, ob oder welche Arbeit er hat, aber abgesehen von den finanziellen Problemen, die an sich schon eine große Belastung sind, fühlt man sich irgendwie wie ein "Verlierer". Allerdings ist das natürlich auch etwas, das nicht in Stein gemeißelt ist, weil jeder anders damit umgeht. Ich habe einen Bekannten, der über ein Jahr arbeitslos war und das unheimlich genossen hat. Er ging viel spazieren, hat Sport betrieben und eine neue Sprache gelernt, ein paar weitere Kurse übers Arbeitsamt gemacht. Für ihn war das ein Neuanfang und er hat dann auch Arbeit gefunden.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    das macht mich mittlerweile schon wütend, weil ich schon länger arbeitslos bin. ich habe nur ein Kind großgezogen. ich bin alleinerziehend seit mein Kind 3 jahre ist. das Kind war nicht geplant und eigentlich hätte ich keines bekommen dürfen. irgendwie mit meiner gesamten Kraftanstrengung ist es trotz eigener "Probleme" doch gut gegangen ein Kind großzuziehen. jetzt braucht es mich nicht mehr viel. mein eigenes leben blieb dabei aber auf der strecke beziehungsweise verlief erfolglos.
    Was meinst du damit, du hast nur ein Kind groß gezogen? Das ist eine der wichtigsten Aufgaben, wenn nicht überhauopt die wichtigste, die es gibt. Verantwortung für einen anderen Menschen - noch dazu das eigene Kind - zu haben, ist enorm wichtig. Viele scheitern daran oder lassen das nur so nebenbei laufen. Du schreibst, du hast es gut gemacht, auch wenn es deine gesamte Kraft absorbiert hat. Mir ging es ganz ähnlich mit meinem Sohn, ich war genau so verzweifelt. Aber heute denke ich anders darüber. Es war jede einzelne Kraftanstrengung wert. Mein Sohn ist erwachsen und hat selber schon ein Kind - an das er viel Gutes, das ich ihm mitgeben konnte, weiter gibt. Ich finde, keine Arbeit, kein Job kann so wichtig sein, wie einen abhängigen kleinen Menschen zu begleiten. Ich bin heilfroh, dass er ungefähr 80% der Probleme, die ich hatte, weil es meine Eltern nicht besonders gut gemacht haben, nicht hat und nie haben wird. Das habe ich geschafft, das ist ein echter Wert!

    Es kommt auch mir selber letztendlich zugute, weil das keine offene Baustelle mehr ist, weil ich mir Vorwürfe machen müsste. Ich habe den Eindruck, du schätzt diese Leistung zu wenig. Auch wenn sonst vieles im Moment Mist ist - das ist gut gegangen und das geht auf dein Konto. Mein Leben blieb auch auf der Strecke, das ist das Los vieler Alleinerziehender und ich habe sehr lange damit gehadert. Aber stell dir vor, es wäre nicht gut gegangen: Du hättest lebenslang weitere Probleme damit. Ich kenne Leute, deren Kinder total abgesackt sind, den Kontakt abgebrochen habe oder auf Drogen sind. Das nagt an ihnen, auch wenn sie's nicht unbedingt freimütig eingestehen. Das Probleme hast du schon mal nicht!

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    vorige Woche war ich mal wieder kurz "draußen" auf einem fest (da gebe ich mich gern , für viele vielleicht arrogant. es würde mich nicht wundern, dass manche dann auch mal neidisch auf mich sind) Aber was wissen die denn schon, wie es in mir aussieht? sie wissen vielleicht dass ich arbeitslos bin(ich wohne in einem Dorf) oder dass mich meine Eltern finanziell manchmal unterstützen. es ist mir unangenehm und peinlich so abhängig zu sein ich frage sonst nie wen um irgendwas und glaubt eine Zeitlang alles alleine meistern zu müssen.
    Was bringt es, wenn du arrogant auftrittst? Für mich hört sich das an, als würde dir der Schein unheimlich wichtig sein und weil der nicht so gut sein kann, wenn du arbeitslos bist, tust du so, als würdest du darüber stehen. Ich bin auch in einem Dorf aufgewachsen und kann das schon auch verstehen, aber meine Konsequenz war irgendwann, von dem Dorf weg zu ziehen und mir mein eigenes Leben neu in einer Stadt aufzubauen. Das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, ich mochte nie mehr dahin zurück. Ich möchte kein Pauschalurteil über dörfliche Strukturen abgeben, sie haben auch viele Vorteile. Aber das muss man mögen und ich mochte es nicht. Mir war das alles zu eng und zu konservativ und jeder wusste von jedem.

    In der Stadt war ich frei und längst kenne ich auch hier viele Leute in meiner Wohnumgebung, es ist fast auch ein bisschen wie in einem Dorf. Aber ich kam da neu dazu und es gab keine Vorverurteilungen und keinen Tratsch. Das empfand ich als sehr befreiend und es hat meiner Entwicklung absolut gut getan. Wer aber nicht in einer Stadt leben möchte, kann auch gut am Land bleiben - nur vielleicht nicht unbedingt im Heimatort. Es ist sehr gut für die Ablösung, für die Selbständigkeit, zumindest eine Weile weg zu gehen. Denn ob es dir bewusst ist oder nicht - du hast die Werte dieser dörflichen Strukturen auch in dir. Das merkt man schon daran, wie wichtig dir ist, was andere über dich denken und dass du dich anders präsentierst als du dich fühlst. Damit spielst du das Spiel mit. Es ist ja eigentlich nicht der Fehler der anderen, nicht zu wissen, wie es in dir aussieht, sondern du willst auch nicht, dass sie es wissen. Allerdings hätte ich mich in dem Dorf, wo ich aufwuchs, auch nicht authentisch gezeigt. Woanders fällt aber viel von dem Druck weg.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    ...nur eine stinkewut dass meine Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Alleine um rauszufinden, dass ich eine wut habe und keine Depression, das kostete mich viel selbstarbeit und Reflexion. Derzeit bin ich wirklich sehr am ende, es kann so nicht mehr weitergehen. ich würde mir einen halt wünschen, nähe, Geborgenheit...und bekomme es nicht. ich habe angst vor der Zukunft. ich kann das nicht mit schönen worten zudecken. mir steht das wasser bis zum hals. Hilfe.
    Das sage ich jetzt aus purer eigener Erfahrung. Die Wut ist total berechtigt, aber sich als erwachsener Mensch glühend Halt, Nähe und Geborgenheit zu wünschen, ist nichts, das wirklich auf die Gegenwart bezogen ist, sondern es ist ein Mangel, der immer da war und diese Bedürfnisse sind auch noch heute offen. Da schreit dein inneres Kind nach dem, was es nie ausreichend bekommen hat. Und ist wütend. Zu Recht! Aber du solltest dir bewusst machen, dass es so ist und du als erwachsener Mensch eigentlich nach Ersatzeltern suchst. Es ist nicht einfach, das zu verändern. Aber meiner Erfahrung nach, die teilweise darin (eigentlich logischerweise) sehr enttäuschend und leidvoll war, funktioniert das nicht.

    Selbst wenn du es bekommen würdest, wärst du damit total abhängig und nichts wäre auf Dauer gewonnen. Würdest du die Person wieder verlieren, würdest du sofort wieder dahin zurück fallen, wo du jetzt stehst. ich musste das mehrmals erleben, um es zu begreifen. Man kann die Vergangenheit nicht in der Gegenwart nachholen, man muss es irgendwann schaffen, sie zu akzeptieren (mit allen zugehören Gefühlen von Wut und Trauer) und dann realisieren, dass man ein erwachsener Mensch war, der von alten Bedürfnissen gesteuert war. Ich weiß, es ist ungerecht, aber auch das lässt sich nicht ändern. Und zum Trost: du bist in guter Gesellschaft, denn es gibt massenweise Menschen, die voller unerfüllter alter Bedürfnisse sind, auch wenn es ihnen nicht bewusst ist. Der Schein trügt oft, so gut geht's den meisten nicht, wie sie tun. Und denke nur daran: auch du tust (auf dem Fest) anders, als es dir geht. Da sind andere nicht anders.

    Aber den Weg, dich davon zu befreien, musst du selber finden. Du kannst dir dabei Hilfe holen und ich denke, man braucht sie auch eine Zeitlang, weil man darin einfach neue Erfahrungen machen muss. Es ist nicht Schwäche, sondern Klugheit, zu erkennen, dass man nicht alles alleine schaffen kann. Schon diese Überzeugung ist vermutlich wieder ein Muster, weil man zu selten hat, dass einem auf gute Weise geholfen hat. Aber suche dir diese Hilfe nicht durch Beziehungen oder gar Partnerschaft. Das ist nur ein Aufschub, bringt dich aber nicht wirklich weiter. Das ergibt sich später von alleine auf einer viel besseren Ebene.

    Ich fand Gespräche mit Seelsorgern oder Therapeutinnen oft sehr hilfreich, denn diese Leute bringen ihre eigenen Probleme nicht mit ein wie es in privaten Beziehungen der Fall ist und man wird von ihnen nicht abhängig. Wenn sie mir jedoch nicht sympathisch waren und ich mich nicht gut mit ihnen fühlte, bin ich nicht mehr hin gegangen und habe mir jemand anderen gesucht. Es ist wie im sonstigen Leben: der gute Draht ist nicht zu allen gegeben.

    Es gibt auch viele gute Bücher zu diesen Themen, ein geringes Selbstwertgefühl ist ja nicht angeboren, es entsteht aus Gründen, die dir erst einmal klar werden müssen. Es entsteht durch die Behandlung, die du als Kind erfahren hast, die wiederum auf der Problematik deiner Bezugspersonen basiert. Ich fand es immer hilfreich, mir das feste Ziel zu setzen, diese Kette unterbrechen zu wollen, indem ich den ganzen Mist aufarbeite. Bücher alleine reichen zwar nicht aus für echte Veränderung, aber sie helfen sehr beim Verständnis all dieser Zusammenhänge.

    Alles in allem habe ich den starken Eindruck, dass du dich selber sehr wenig verstehst. Du läufst in alten Mustern - ich meine das absolut nicht böse, weil ich dasselbe jahrzehntelang an mir selbst erlebt habe. Die gute Nachricht ist aber, dass man da raus kommen kann. Wenn man es wirklich will. Das muss man auch wirklich sehr wollen, denn Rückschläge fühlen sich meistens miserabel an. Kaum ist ein Problem gelöst, taucht bald das nächste auf. Aber so ist das, es gibt nicht die schnelle Lösung, das ist ein langer Weg.
    Den man aber schaffen kann! Du hast auch so schon genug ausgehalten, auf diesem Weg wirst du auch einiges erleben, dass nicht gerade lustig ist - aber es macht Sinn und führt zu dir selbst. Während das ständige Aushalten und nach Notlösungen zu suchen, nirgendwo hin führt.

    Das perfekte, ideale, wunderbare Leben ist allerdings nicht zu finden. Solange man danach sucht, steckt man noch im alten Mangel und hegt eine sehr kindliche Hoffnung. Man kann aber erreichen, sich aller Widrigkeiten zum Trotz meistens recht gut zu fühlen. Und wenn neue Probleme auftauchen - die tauchen in jedem Leben zuweilen auf - kann man einfach besser damit umgehen. Nicht, dass man nicht leidet, aber man fällt in kein tiefes Loch von Selbsthass und völliger Verzweiflung mehr.

    So - das war's. Vielleicht interessiert dich meine Antwort und falls nicht, hab ich es wenigstens versucht, dir ein paar Erkenntnisse aus meiner Entwicklung zu übermitteln. Vielleicht hilft es dir ja auch nur, dass ich mir über deinen Beitrag Gedanken gemacht habe.

    Alles Gute,
    Virginia

  4. #3
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    Standard AW: Ich kann nicht mehr! Ich habe keine Energie mehr- ich bin total verzweifelt!

    --
    Geändert von dreammind (10.06.2015 um 04:15 Uhr)

  5. #4
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    Standard AW: Ich kann nicht mehr! Ich habe keine Energie mehr- ich bin total verzweifelt!

    Hi,
    Ich bin auch neu hier und muss mich auch unbedingt austauschen. Meine Probleme liegen in der Partnerschaft und in meinen Beruf. Ich arbeite im Internet und bin Programmierer. Also selbstständig. Oft bleiben die Aufträge aus und damit wird das Geld knapp. Oder die Kunden bezahlen einfach nicht pünktlich.


    Jetzt denke ich auch viel nach und das ist mein Problem. Wir hier schon beschrieben wurde, je mehr ich darüber nachdenke, desto schlechter geht es mir.


    Ich kann das alles nachvollziehen.

  6. #5
    Virginia
    Gast

    Standard AW: Ich kann nicht mehr! Ich habe keine Energie mehr- ich bin total verzweifelt!

    Zitat Zitat von dreammind Beitrag anzeigen
    Ich glaube je mehr man über sein Leben nachdenkt umso unzufriedener wird man damit, denn man malt sich dann Sachen aus "es könnte ja so schön sein" "ich hätte dies und das machen und haben können" .....
    All diese Möglichkeiten des Lebens vor Augen zu halten, und sie nicht zu haben, macht doch nur unglücklich.

    Am besten ist gar nicht erst über sein Leben nachzudenken, bzw. sich auch bloß nicht anschauen wie das Leben von anderen ist. Da kommt nur Neid auf und man fängt an zu glauben, man hat sein Leben falsch geführt usw.
    Also pauschal zu sagen, man solle nicht über sein Leben nachdenken, halte ich für verkehrt. Du meinst doch damit nur ganz bestimmte Gedanken mit "es könnte ja so schön sein", sprichst von Neid und Vergleich mit anderen.

    Zitat Zitat von dreammind Beitrag anzeigen
    Also vergiss einfach alle negativen Gedanken, denke nicht mehr drüber nach, leb dein Leben, hab Spass, lebe gedanklich so frei wie du es als Kind gemacht hast.
    Dein Rezept "Denk nicht mehr darüber nach, hab Spaß..." ist aber schon sehr naiv. Wenn man Probleme hat und es geht einem schlecht, kann man die nicht einfach ignorieren und auf irgendeinen Knopf drücken, um Spaß zu haben. Das geht vielleicht vorübergehend für eine gewisse Zeit, aber die ungelöste Probleme holen dich garantiert wieder ein. Sie holen dich nur dann nicht wieder ein, wenn sie aufgelöst wurden.

    Es stimmt schon, dass man irgendwann dahin kommen kann, sich über viele Dinge keinen Kopf mehr zu machen, weil es keine Bedeutung mehr hat. Aber der Weg dahin - wenn es echt sein soll - ist eine Entwicklung, die erst stattfinden muss. Die kann man nicht einfach überspringen.

    Dein Rat ist in etwa so sinnvoll, als würdest du einem Menschen mit Depressionen sagen: Sei nicht mehr depressi, hab Spaß. Hältst du das für machbar und sinnvoll?

    Sich ständig Sorgen zu machen, ist ja an sich schon ein Problem. Probleme kann man aber leider nicht alleine damit lösen, indem man sich sagt "ab heute hab ich das Problem nicht mehr, ich habe Spaß". So funktioniert das nicht.

    LG
    Virginia

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