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Thema: Ich, meine Kindheit, mein Leben -Teil 2

  1. #1561
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    Standard AW: Ich, meine Kindheit, mein Leben -Teil 2

    Meine Schulter bzw. meinen Arm kann ich wieder bewegen, Auto fahren geht auch wieder und seit gestern arbeite ich auch wieder. Mein Arm bzw. die Schulter tun zwar noch weh, aber dieser Schmerz ist schwer zu beschreiben. So in etwa wie als Kind wenn die Knochen gewachsen sind. Echt schwer zu beschreiben.

    In der Arztpraxis habe ich noch nicht angerufen. Hab mir das (oje ist ja schon Mittwoch) für heute vorgenommen. Nein eigentlich hatte ich es mir schon für Dienstag vorgenommen, aber der Strauss in mir hat gewonnen. Kopf in den Sand und abwarten bis alles vorbei ist.

    Und das ich Freitag in die Klinik gefahren bin, hat indirekt schon mit Mut und Überwindung zutun, aber nicht nur. Der Abzess war echt schon wie ein xl Hühnerei groß und in der Mitte hatte sich so ein bläulicher Punkt gebildet. Sitzen, stehen und laufen waren nur mit Schmerzen verbunden, dann die Angst das es eine Blutvergiftung werden könnte, hat mich fahren lassen. Wenn ich mutig gewesen wäre, wäre ich früher gefahren und hätte nicht solange gewartet bis der Abzess so eine Größe angenommen hat und mir im Grunde keine andere Wahl blieb.

    So und nun muss ich langsam aber sicher mal ins Bett, meine Nacht ist bald wieder vorbei.
    *********************************************************
    Die Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz ....

    ************
    Ihr könnt mich ruhig hassen, denn der Mensch, der mich am meisten hasst, bin immer noch ich selbst.

    ************
    Kennst Du das Gefühl, wenn Du schreien willst, doch es geht nicht?
    Kennst Du das Gefühl, wenn Du weinen willst, doch es geht nicht?
    Kennst Du das Gefühl, wenn Du sterben willst, doch es geht nicht?

  2. Für den Beitrag danken: Andreas7, grisou







  3. #1562
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    Standard AW: Ich, meine Kindheit, mein Leben -Teil 2

    Etwas beschäftigt mich seit einiger Zeit und das macht mich irgendwie traurig. Ich hätte nie gedacht, das ich solche Gedanken überhaupt mal haben werden.

    Irgendwie hat sich dieses Forum geändert und ich finde nicht zum Guten. Es hat seinen Charme, das was den Hilferuf mal ausgemacht hat, verloren. Irgendjemand hat in einem anderen Thread geschrieben, das es sich in ein blablabla Forum verändert hat. Ja, das empfinde ich auch.

    Geht es hier im Forum noch um Hilfe? Oder geht es eher darum Themen zu finden, wo man sich so richtig streiten/ anzicken kann. Gesellschaftsthemen, sind nunmal Streitthemen und solche Themen und Themen aus dem Cafebereich findet man doch fast nur noch an vorderster Stelle.
    Und nein, ich möchte nicht, das es nur noch um Gewalt, Gewalt, Gewalt geht, je weniger Gewalt herrschen würde um so besser wäre es. Aber die Gewalt gibt es, nur darüber schreiben trauen sich die wenigsten hier noch.

    Das ist doch traurig, das sich in einem Hilferuf Forum mehr über Gesellschaftsthemen gestritten wird, als sich gegenseitig zu helfen. Vielleicht empfinde ich es auch nur so. Klar alles ändert sich, das Leben ist ein Fluss, so auch ein Forum. Mir fehlt das, was das Hilferuf Forum mal ausgemacht hat.

    Es gab immer Streitigkeiten, da wo Menschen aufeinander treffen, wird halt gemenschelt und man kann nicht immer mit allen Menschen. Aber es war ein anderes Miteinander.

    Ganz ehrlich, wenn es diesen Thread und die User/innen die hier schreiben und auch noch ein paar mehr, die hier nicht schreiben gäbe, wäre ich schon weg. Ich ertappe mich immer öfter nach einem anderen Forum ausschau zu halten, das so ist, wie das Hilferuf Forum mal war. Und genau das konnte ich mir nie vorstellen, das ich mich nach einem andern Forum umschaue.

    Klar, wenn ich nicht mehr hier im Forum wäre, würde die Welt und dieses Forum auch nicht untergehen.

    Keine Ahnung, was ich damit sagen will, es sind nur Gedanken die in mir seit einiger Zeit so nebenbei in mir sind. Die mal raus mussten.
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  4. Für den Beitrag danken: GrayBear, grisou, Rose





  5. #1563
    Registriert Avatar von grisou
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    Standard AW: Ich, meine Kindheit, mein Leben -Teil 2

    mir geht es genau so auch.

    ich weiß gar nicht so genau, was ich sagen soll. sagen darf. jedenfalls vermisse ich den austausch von früher, viele der leute von früher.

    wollte nur sagen. ich bin da ganz dabei.
    ich bin nicht faul. ich bin nur hochmotiviert, nichts zu tun.





  6. #1564
    Moderator Avatar von GrayBear
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    Standard AW: Ich, meine Kindheit, mein Leben -Teil 2

    Danke, Tränenarm, für Deine offenen Worte. In diesem Forum geht es oft um Grenzen. Da gibt es Grenzen, die uns das Leben setzt durch Krankheit, schlimme Schicksalsschläge und äußere Einflüsse. Darüber kann man schreiben und Tipps austauschen, um die Situation zu ändern.

    Viel mehr geht es aber um die eigenen, inneren Grenzen. Wenn es mir meine Gefühle fast unmöglich machen, über den eigenen Tellerrand zu schauen und mein Gegenüber noch wahrzunehmen, dann entstehen Formulierungen, die ein Miteinander erschweren. Wieviel Nachsicht ist heilsam, wieviel Härte gegen sich und andere ist erforderlich? Ist ein klares Wort erlaubt oder sollte das Mitgefühl und die Unterstützung im Vordergrund stehen? Dies kann nicht pauschal beantwortet werden, denn jede Situation, jeder Mensch ist anders. Was ist, wenn ich die heilsamen Worte nicht verstehen kann, wenn ich bei den klaren Worten nur die Kälte erfasse, aber nicht mehr den Inhalt? Ist dies meine "Schuld" oder die des Senders? Äußert sich Mitgefühl nur in Sanftheit oder ist eine Kriegerin oder ein Krieger an meiner Seite nicht viel mehr ein Segen, selbst wenn sie/er nicht die rechten Worte, dafür aber die richtigen Schritte aufzeigt?

    Hier schreiben Menschen, die die Gründe für ihr Scheitern hier mit einbringen und das nicht immer, wenn sie diese überwunden haben. Ja, Anspruch und Wirklichkeit klaffen hier immer wieder sehr weit auseinander. Aber dadurch entstehen Reibungsflächen und Reibungswärme oder auch Hitze. Solange wir einsam in unseren eigenen gedanklichen Gefängnissen umherschweben, scheint es sicherer und gefahrloser zu sein. Die "Berührung" mit anderen macht es gefährlicher, unruhiger und bedrohlicher. Aber erst durch andere "Bezugspunkte" kann ich besser erkennen, wo ich stehe und wohin mich mein Weg führt. Rückmeldungen helfen vielleicht dabei, verstören und ängstigen womöglich, auch das ist wahr.

    Ohne den Mut sich zu öffnen, "Flagge zu zeigen", Position zu beziehen und angreifbar zu werden, werden wir auch nicht spürbar und fassbar. Hier wimmelt es nur so von Missverständnissen, Vorurteilen und "plattem Denken". Die eigene Position wird mit Zähnefletschen und Klauen verteidigt, als ob es ums Überleben ginge und eine Verhältnismäßigkeit geht allzu schnell verloren. Stattdessen wird gepöbelt, verurteilt, beleidigt und mit Worten zugeschlagen, dass es keine Freude mehr ist.

    Aber eines wird ebenfalls viel zu schnell übersehen: es sind nur Worte, nur Buchstaben auf einem Bildschirm. Auch die derbsten Formulierungen sind keine Kugeln und keine Pfeile oder gar Bomben, gegen die ich mich nicht wehren könnte. Damit mich Worte verletzen können, MUSS es einen Punkt in mir geben, an dem ich getroffen werden kann, der mich schon zuvor geschmerzt hat. Es muss ein Eitergeschür dagewesen sein, dass zum Platzen gebracht wurde. Und das ist das eigentlich Interessante: es kann nur weh tun, wo es zuvor schon weh getan hat, auch wenn ich diesen Schmerz schon sehr lange "verbuddelt" und vergessen hatte.

    Die meisten "Dinge" dieses Forums finden in unseren eigenen Köpfen statt und haben dort ihren Anfang. Damit ist keine Gemeinheit entschuldigt und keine Entgleisung gerechtfertigt. Der Mist anderer und auch meinen eigenen muss ich nicht im Wohnzimmer lagern. Dies ist eine der vielen Erkenntnisse der Zivilisation. Mancher Dreck muss weg. Jedoch ist dem einen sein Scheiß dem anderen sein Dünger und leider auch umgekehrt.

    Es ist verdammt schwer und ein hartes Stück Arbeit, sich abzugrenzen, sich verteidigen zu lernen, sich selbst und andere zu beschützen. Das geht nicht ohne blaue Flecken und Verletzungen. Damit darf man nicht naiv und leichtfertig umgehen und es geht auf diesem Weg auch viel schief. Und selbst bei aller Kunstfertigkeit im Umgang mit den eigenen Waffen wird es einen immer wieder kalt erwischen und zu Boden reißen. Das findet hier in den Köpfen und da draußen im echten Leben jeden Tag statt. Darüber bin ich traurig und wütend und es macht mir Angst. Aber ich kann hier üben, kann gefahr- und folgenloser ein "Arschloch" hinausschreiben, wo ich mich das vielleicht noch nie getraut habe. Ich kann mich und andere testen, am Schlawittchen packen und mich austauschen.

    Ja, ich hätte gerade auch nicht den Mut, hier wirklich persönliche Dinge zu posten. Zu groß ist die Angst vor dem widerlichen Zorn und der Aggression, die hier zwischen den Zeilen umherwabern. Dieses Vertrauen in die Community habe ich gerade auch nicht. Was also will ich in einem Forum, das Hilferuf heißt, wenn ich ihm nicht zutraue mir eine Hilfe zu sein? Nun, es ist wie in einer Beziehung mit einem Partner. Auch in einer Partnerschaft gibt es falsche Zeitpunkte, gibt es Entwicklungen, die manches unmöglich machen. Warum sollte ich einen Samen auf einen Stein streuen? Wo nichts ist, kann nichts wachsen.

    Aber ganz so ist es hier nicht, wie Deine Zeilen klar aufzeigen. Du hast mit ihnen eine Tür geöffnet, ein bisschen Erde angehäuft, Raum für Mitgefühl und Verständnis geschaffen. Was daraus entsteht und ob überhaupt, das wird sich zeigen. Wenn wir uns nur zurückziehen und uns schützen, dann ist es eben Essig mit dem Miteinander. Wenn ich nur meine Fassade mit allen guten Argumenten verteidige, dann ist das wie ein Hochsicherheitstrakt: sehr sicher und sehr einsam.

    Auch nach meinem Empfinden verändert sich das "Klima" im Forum immer wieder und nicht immer nur zum Besseren. Aber dieses Klima entsteht durch jeden einzelnen Beitrag und jede PN´s und wächst oder verkümmert mit den Grenzen einer jeden Userin und eines jeden Users. Manchmal ist ein ätzender Beitrag voll Argwohn, Missgunst und Neid besser, als eine Friedhofsruhe und dem Geflüster der Wände.

    Dieses Forum "lebt" nur, wenn sich jede(r) im Rahmen seiner Möglichkeiten einbringt und das Risiko mutig eingeht, auch Dinge zu lesen, die "treffen", abstossen, berühren, verstören und gut tun. Dieses Forum ist kein Wunschkonzert, es ist eine Schlangengrube, ein Schmalz- und Schmelztopf der Gefühle, ein Wunschbrunnen, eine Pinnwand der Sehnsüchte und noch viel mehr: nämlich ein Treffpunkt der unterschiedlichsten Menschen. Da muss ich eine Flasche Wasser mitnehmen, ein Feuerzeug für die dunkleren Wege, eine dicke Jacke gegen die Kälte, ein Notfallkit für den Kontakt mit den Kanten der menschlichen Seele. Ich muss meine Grenzen kennen, zu einem taktischen Rückzug bereit sein, manchmal Fersengeld geben oder auch trotzig meinen Fuss in die Erde rammen und brüllen: "An mir kommst Du nicht vorbei!". Oder ich muss mit einem Auge zwinkern, einen Schritt zur Seite gehen und den Stier NICHT bei den Hörnen packen, denn sonst reißt er mich um. Ich muss bereit sein, die Angst hinter dem Zorn zu sehen, zu erkennen, dass ich gerade mit meinem Spiegelbild streite und die wütende Fratze gegenüber nur meine eigene ist. Und ich muss auch das unsäglich Leid und den Schmerz des Gegenübers aushalten, das in mir vielleicht einen Widerhall findet, der mich von den Socken haut, wo ich doch gerade der Ritter in der schimmernden Rüstung sein wollte. Ich muss auch die Güte und die Herzlichkeit aushalten, zu der ich vielleicht gerade nicht fähig bin und die sich hier immer wieder auf so wunderbare Weise zeigen.

    Ob es vergebene Liebesmüh ist hier zu schreiben? Ja, manchmal und immer wieder. Nicht jeder Pups ist eine Wolke voller Wachstumsmöglichkeiten und Energie. Aber er übt und muss ohnehin raus, sonst platzen wir womöglich.

    Eine der "treibenden" Faktoren hier ist die Hoffnung: jemanden zu finden, die/der zuhört, versteht, mitfühlt und hilft. Aber auch verstanden zu werden, gehört zu werden sind wichtige Aspekte. Um aber der menschlichen Seele gerecht zu werden, muss ich vorbereitet sein auf die Niederungen UND Höhen derselben. Hier hausen Wölfe, Monster, Engel, Kobolde, Verbrecher, Robin Hood, Ritter, Zauberinnen und Magier und noch so einiges mehr. Es ist nicht ratsam, hier nur einen Sonntagsspaziergang machen zu wollen.

    Liebe @Tränenarm, ich entferne meine Zeilen gerne wieder, wenn sie Dir nicht angemessen erscheinen und es nicht sind. Sie mussten mal raus.
    Miteinander zu reden könnte so sinnvoll sein, wenn wir genug Hirn und Herz hätten und den Mut, beides zu gebrauchen. Aber es gibt Lichtblicke ...





  7. #1565
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    Standard AW: Ich, meine Kindheit, mein Leben -Teil 2

    In meiner Gruppe kannst du auch noch schreiben
    Religion ist irrational, fortschrittsfeindlich und zerstörerisch.
    (Richard Dawkins)

    Wer Heute noch ernsthaft Homosexualität ablehnt, hat sicher auch ein Problem damit flüssig bis 100 zu zählen.
    (Cordula Stratman)

    Ich werde lieber für das gehasst, was ich bin, als für das geliebt zu werden, was ich nicht bin.
    (Kurt Cobain)





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